Encore
Im Wissen, dass sich die aktuelle Situation nur durch Einschränkungen verbessern lässt, müssen wir für eine gewisse Zeit auf Menschen und Dinge, die wir lieben, verzichten – auch, wenn wir nicht genau wissen, wie lange die Zeit dauert und was danach kommt. „Wen oder was vermissen Sie?“, haben wir gefragt. Ihre Antworten:
„Ich vermisse sehr, mit anderen zusammen zu sein.“
„Umarmungen.“
„Meine Tochter endlich einmal wieder ganz fest drücken zu können, die gerade in self-isolation im Erdgeschoss sitzt! Das gemeinsame Gärtnern mit meiner besten Freundin, mit der ich im Schrebergarten gerade in Schichten garteln muss...“
„Die Essenseinladungen bei meinen Freunden! Herrgott, die fehlen mir unendlich!!“
„Ich vermisse meine 3 Kinder, die Enkel, die Freundinnen, die Bar jeder Vernunft, das Frannz, die Partei, in der ich Mitglied bin, Umarmungen, Bekannten auf der Straße begegnen und schnacken, die S-Bahn, das Kino Blauer Stern. Die Liste ist lang.“
„Kino-, Konzert und Theaterbesuche, die Pandas und die Erdmännchen im Zoo.“
„Ich wohne zur Zeit in Braunschweig und vermisse ganz dolle meine Fahrten in meine Stadt Berlin. Dort schlägt mein Herz. Und da wohnen meine Kinder, meine Enkel und meine Freundinnen und Freunde. Berlin fehlt mir so!!!“
„Ich vermisse zur Zeit recht wenig, ab und an mal Nähe, ansonsten freue ich mich, Zeit für mich zu haben.“
„Sich mit Freunden auf einen Kaffee & Kuchen im Lieblingscafé verabreden. Das gemeinsame Feierabendbier auf einer Wiese oder Bank irgendwo in der Stadt oder in der Kneipe.“
„Ich vermisse meinen 83-jährigen Freund und Nachbarn Erich. Er – Rentner. Ich – Freiberuflerin: Seit drei Wochen haben wir uns nicht gesehen. Telefonieren ist auch schwierig, weil wir beide auf unterschiedlichsten Ebenen ums Überleben kämpfen. Die Aussicht, sich auch Ostern nicht treffen zu können, ist sehr traurig. Wie schnell verrinnt die kostbare Zeit!“
„Ich vermisse meine sozialen Kontakte, die Leichtigkeit allgemein und vor allem gute Nachrichten.“