„Dass ich wegen einem Edeka-Besuch sterben könnte“ – die Sorgen der Checkpoint-Leser
Schön da draußen, oder? Doch vor dem Fenster lockt nicht nur der Frühling; es lauern auch Ängste, Kummer, Sorgen. Wir haben Sie, liebe Leserinnen und Leser, gefragt, was Ihnen gerade am meisten Sorge bereitet. Hier einige von sehr vielen Antworten, die vor allem eines zeigen: Wer sich um andere Sorgen macht, sorgt gut für uns alle.
„Meine größte Sorge ist, dass das Leben in Bezug auf Gesundheit, friedliches Zusammenleben und finanzielle Sicherheit aus den Fugen gerät.“
„Dass diese Situation noch lange anhalten könnte, obwohl die Dunkelziffer der Genesenen und damit Immunen eigentlich zur Lockerung der Beschränkungen zumindest für diesen Personenkreis führen könnte.“
„Dass meiner Familie in Barcelona und London was passiert, und ich nicht hinkann. Wenn ich den Gedanken zulasse, macht er mich wahnsinnig.“
„Die größte Sorge machen mir Nichten und Neffen und alle jüngeren Freunde am Beginn ihrer Berufslaufbahn: sich um die Kinder kümmern gleichzeitig mit Homeoffice-Arbeit – über die man/frau eigentlich glücklich ist, weil es besser ist als Arbeitslosigkeit.“
„Bleibt mein Mann als Arzt in seiner HNO-Praxis gesund und wann bekommt er endlich die nötigen Masken für seine täglichen Untersuchungen im Mund-, Nasen- und Rachenraum?“
„Ich habe große Sorge, dass – falls und wenn diese Krise überstanden ist – keinerlei Lehren daraus gezogen werden und der ganze Wahnsinn von wirtschaftlichem Wachstum, Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten aller Art, Umweltbelastungen usw. unverändert weitergeht.“
„Dass meine Tochter, die Dialyse-Patientin ist, diese Zeit gut übersteht.“
„Die Ungeduld und Unvernunft vieler Menschen.“
„Die größte Sorge macht mir, dass die Grundrechte, von denen wir dachten, sie seien unveräußerlich, immer mehr außer Kraft gesetzt werden. Dass Denunziantentum und Willkür zunehmen könnten.“
„Dass ich wegen einem Edeka-Besuch sterben könnte.“
„Dass Menschen einsam sind und keine Kraft in der Natur oder mit anderen Menschen tanken können.“
„Wie sieht die Welt nach Corona aus? Ist es noch dieselbe?“