Nachtrag I: Iris Hanika kritisiert Volksentscheid-Meldung
Nachtrag I: Die Berliner Schriftstellerin Iris Hanika hat sich zur Feier ihres heutigen Geburtstags eine Leserinnenmail an den Checkpoint geschenkt – sie war nicht einverstanden mit der Meldung zum amtlichen Endergebnis des Volksentscheids, das höher ausfiel als zunächst verkündet, und meint, dass wir, anstatt uns Gedanken zu machen, „auf der Kampagne herumhacken“:
„Ordentlich zugelegt hat der Volksentscheid, nicht die Interventionistische Linke. Es wurde nämlich nicht über eine Partei oder sonstige Gruppierung abgestimmt, sondern einem Volksentscheid zugestimmt – und das in so großer Zahl, daß man kaum von Sektierern sprechen kann. 57,6 % nennt man „absolute Mehrheit“. Wie wär’s, wenn Sie das mal in der Rubrik ‚Rechnen mit dem Checkpoint‘ behandelten?“
Na ja, rechnerisch gibt die Sache nicht so viel her – das Ergebnis ist ziemlich klar. Interessanter ist da schon, wie es zu interpretieren ist (und wie der künftige Senat damit umgeht). Statt Mathe schlagen wir deshalb heute „Lesen mit dem Checkpoint“ vor – und empfehlen dazu den wunderbaren Kreuzberg-Liebesroman „Treffen sich zwei“ von Iris Hanika aus dem Jahr 2008. Es ist für mich eines der schönsten Berlin-Bücher überhaupt.