CDU-Streit nach Chauvi-Spruch
Die Berliner CDU fühlt sich neuerdings berufen, Verkehrsprobleme lösen zu wollen und offenbart dabei ein hauseigenes Sexismusproblem. „Berliner Pendler: Täglich 320.000 Mal rein und raus. Und kein bisschen Spaß beim Verkehr“, twittere die Partei in Altherrenmanier (CP von gestern). Doch selbst unter den männlichen Abgeordneten (28 von 31!) kommt das nicht gut an. „Auch berechtigte Kritik an der Koalition darf ein gewisses Niveau nicht unterschreiten“, sagte der frühere Gesundheitssenator Mario Czaja. Thorsten Schatz, Mitarbeiter von Landeschef Kai Wegner, verteidigt den Spruch: „Wir haben gesagt, dass wir frecher, mutiger und auch mal provokant über unsere Inhalte ins Gespräch kommen werden. Das scheint uns zu gelingen.“ Ganz nach dem Motto: Lieber schlechte Presse, als keine Presse.