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Checkpoint-Leser erinnern sich an Kriegsbeginn: Wie ein Berliner Student mit seiner Freundin im letzten Moment aus der Ukraine floh
Auf den Checkpoint-Aufruf teilten viele Leser ihre Erinnerungen. Darunter ist auch die Geschichte eines jungen Berliners, der seine Freundin und sich gerade noch retten konnte. Von Lorenz Maroldt.
Foto: Christophe Gateau/dpa
Morgen jährt sich der kriegerische Überfall Russlands auf die Ukraine – und wir hatten Sie gefragt: Was sind Ihre Erinnerungen an den Tag? Stellvertretend für Ihre vielen Einsendungen (vielen Dank dafür!) hier die Geschichte unserer Leserin Josette Hirseland:
„Unser Sohn, 21 Jahre, war im Herbst im Rahmen seines Studiums (Filmwissenschaften an der FU) für ein Auslandssemester nach Kyiv aufgebrochen, hatte als Praktikant eine Filmproduktion unterstützt, erkundete die Stadt mit ihrer lebendigen Kunst-, Kultur- und Filmszene, fotografierte, lebte in einer WG mit einem jungen Ukrainer (der Sean Penn bei seinen Recherchen half), fand Freunde – und eine junge Liebe.
10 Tage vor Kriegsbeginn hatten wir unseren Sohn überzeugt, gemeinsam mit seiner Freundin in einem der letzten Flüge nach Berlin zu kommen. Die Freundin unseres Sohnes hatte Einwände: Sie hatte einen Job, Familie, eine Wohnung und gerade eine Karriere als Schauspielerin gestartet – ihr Film wurde während der vergangenen Berlinale gezeigt. Trotzdem fasste sie Mut, ihn am 14.2.22 nach Berlin zu begleiten. Es sollte nur für ein paar Tage sein, bis die Lage sich beruhigt hätte.
Am 20.2. beschloss Yana, nach Kyiv zurückzukehren: Ihr Arbeitgeber drohte mit Kündigung. Wir boten ihr finanzielle Unterstützung an und kamen auch für die Miete ihrer Wohnung in Kyiv auf. Yana blieb – was für eine Erleichterung!
Am 24.2. stellte sich heraus, dass es die richtige, vielleicht lebensrettende Entscheidung war. Wenige Tage später zeigte unser Sohn uns ein Foto eines Filmplakats, auf dem Yana abgebildet war. Es hing neben einer zerbombten Kyiver U-Bahnstation...“