Interview mit Campino über seine Eltern

Super Gespräch mit Campino über Fußball, Familie und Fun während der Corona-Zeit (Interview am Montag im Tagesspiegel) – Anlass war die Veröffentlichung seines Buchs „Hope Street“. Berührend sind die Passagen über seine Eltern. Im Interview erzählt der Tote-Hosen-Sänger u.a. davon, wie sein konservativer Vater (aktives CDU-Mitglied, Richter, Presbyter) zum ersten Mal ein Konzert seines Sohnes besuchte (darüber steht nichts im Buch):

Mitte der achtziger Jahre ist er zum ersten Mal zu einem Auftritt gekommen. Das war in der Uni-Mensa in Düsseldorf, eine ganz, ganz wilde Nacht, die Deckenbeleuchtungen sind abgeschlagen worden, die Klos wurden demoliert, in den Zeitungen war von einem Skandalkonzert die Rede. Aber er war begeistert und fand das lebensfroh und konstruktiv. Es war irre. Danach kam er zu allen Konzerten in 200 Kilometern Umkreis von Düsseldorf. Er saß dann da am Bühnenrand auf dem Klappstuhl und lächelte mich an.“