Kottbusser Damm wird clean: Pop-up-Radwege verbessern Luftqualität

Autofahrer, bitte tief durchatmen: Während der Corona-Pandemie eingerichtete Pop-up-Radwege in Berlin haben dort wohl zu besserer Luftqualität an den Radwegen geführt. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Instituts für transformative Nachhaltigkeitsforschung. Die Forschenden haben die Luftqualität am Kottbusser Damm kurz vor und kurz nach Errichtung der provisorischen Radwege mit Sensoren gemessen. Die Stickstoffoxid-Belastung für Menschen, die dort mit dem Rad entlangfahren, sank um 22 Prozent. In nahen Straßen ohne Pop-up-Radwege habe es „keine Hinweise auf eine Verringerung der Belastung“ gegeben, heißt es in der Pressemitteilung. Daraus sei zu schließen, „dass die bessere Luftqualität am Kottbusser Damm tatsächlich auf den Pop-up-Radweg zurückzuführen ist“.

Schwer zu messen ist mit dieser Methode zwar, inwiefern Emissionen des Ausweich-Verkehrs den Vergleich verzerrt. Was die Studie aber zeigt: Pop-up-Radwege verringern lokal Emissionen – gut für Radfahrer, Fußgänger und Aus-dem-Auto-Steigende dort. Wer hätte gedacht, dass der Kottbusser Damm clean wird?