Ermittlungen ums Russische Haus dauern an

Lange präsentierte das Russische Haus ungeachtet des Angriffskrieges in der Ukraine Kreml-Propaganda in Mitte. Die Berliner Behörden waren eher mit Pingpong beschäftigt als mit der Prüfung des Falls (wir berichteten). Berlin hat lange genug gewartet, nun ist hier tatsächlich nicht mehr zuständig: Seit Januar 2023 kümmert sich die neue, zum Bundesfinanzministerium gehörende Zentralstelle für Sanktionsdurchsetzung. Zu Einzelfallanfragen könne man nichts sagen, heißt es von dort. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat aber Ermittlungen aufgenommen; das war am 20. Januar bekannt geworden (dpa) – Ausgang offen. „Die Ermittlungen dauern an“, schreibt die Berliner Staatsanwaltschaft auf Checkpoint-Nachfrage.

Derweil präsentiert das Kulturzentrum weiter Zeichentrickfilme – Eintritt frei. Mehrere kostenpflichtige Veranstaltungen allerdings sind abgesagt, etwa die Aufführung „Nervöse Menschen“ (Kostenpunkt 20 Euro), teilte das Haus auf Telegram mit. Nervös, weil sanktionierte Akteure (wie der im russischen Außenministerium ansässige Betreiber des Hauses) kein Geld erwirtschaften dürfen? Checkpoint-Tipp: Bei Eventim gibt‘s noch Tickets. „Sudba v Podarok – Das Schicksal als Geschenk“ im Oktober. Wir harren gespannt, welches Schicksal dieser Aufführung zuteilwird.