Berliner Nahverkehr: Der tägliche Wahnsinn ist demnächst vielleicht unbewaffnet

Voll ist es am Mittwoch in der Stadt gewesen, das war nicht nur auf den Straßen, sondern auch in Bussen und Bahnen zu merken. Die halbe Nation hatte ja Reformationstag und kam zu Besuch nach Berlin. Nicht zum Feiern war Fahrgästen in der U2 zumute, wo drei Züge am Morgen fehlten – weil die Bahnen an sicherheitsrelevanten Stellen mit Graffiti beschmiert waren. Und dann kamen die anderen Bahnen trotz Andrangs auch noch seltener  - weil der Ferienfahrplan gilt. Da hieß es sogar: Zurückbleiben, bitte.
Da kann man ja direkt froh sein, dass es den Bayern (da ist heute Feiertag) künftig nicht so leichtgemacht wird, in die unheimliche Hauptstadt zu reisen. Denn der Bahn-Konkurrent Flixtrain wird doch nicht über die neue Schnellstrecke brausen (laut „Handelsblatt“). Es dauere zu viel lange, bis Züge für die Trasse zugelassen werden.
Für gewisse Kreise wird Bahnfahren sowieso unattraktiv. Die Bundespolizei will in Wochenendnächten verhindern, dass eine Zugfahrt zwischen Zoo und Lichtenberg auf Messers Schneide endet. Freitag/Sonnabend und Sonnabend/Sonntag gilt von sofort an für drei Monate jeweils von 20 bis 6 ein verschärftes Waffenverbot. Es schließt gefährliche Gegenstände wie Hämmer und Schraubenzieher ein. Junkfood leider nicht dazu.