Großes Interesse an abgerissenem Daumen
Danke für Ihre großartigen Bewerbungen um den abgerissenen Pseudo-Daumen! Zum Beispiel an Ulf G., der schreibt: „Als einziger Mensch der Welt mit zwei linken Händen, an denen sich ausschließlich Daumen befinden, würde mir ein elfter Daumen – wenn auch abgerissen – vermutlich gut zu Gesicht und Hand stehen. Durch gutes Zureden würde ich versuchen, den Daumen zu einem grünen Daumen zu erziehen, weil mir ein solcher noch fehlt.“ Axel S. schreibt: „Wie gerne würde ich mal wieder wie in jungen Jahren per Anhalter nach Berlin fahren. Der Daumen würde dabei ca. 33% Zeitersparnis bedeuten.“
Max A. fragt sich, nachdem er eine animierte Mobilfunkwerbung mit Rudeln von Daumen in freier Wildbahn gesehen hat, „ob ein solitärer Daumen für ein symbolisches ‚Thumbs Up‘ taugt“ oder eher andere Assoziationen weckt. Mit dem „Thumbs-ab“ könne er es herausfinden. Brita F. bewirbt sich für ihre neunjährige Tochter, die seit zwei Wochen einen Daumen in Gips hat. Da wäre das Imitat ein schöner Trost – und gäbe ein großes Hallo, wenn sie ihn in der Schule vorzeigt mit der Bemerkung, dass der gebrochene Finger leider nicht zu retten war.
Torsten A. arbeitet gerade an einem Krimibüchlein für seine Freundin, an dessen Anfang ein Juwelierraub stehen soll – und am Ende ein gefundener Ring plus Antrag. Hach! Und Peer H. bräuchte den Daumen für ein Krimi-Dinner mit Freunden, „bei dem leider im Laufe des Abends Baron von Friedrichshausen am Rande eines Abendessens unter alten Freunden mysteriös von uns gehen wird“. Dafür werde der Gruselfinger „unbedingt als tatrelevantes Beweismittel zur Aufklärung des heimtückischen Mordes und zur Übergabe an den ermittelnden hinzukommenden Kriminalkommissar“ benötigt.
Da die Entscheidung bei dieser Auswahl einen einzelnen Menschen (außer Friedrich Merz) überfordern muss, hat spontan das (Stand 21 Uhr) noch in der Redaktion befindliche Tsp-Kollegium abgestimmt – einstimmig für das Kind mit dem Gipsdaumen. Herzlichen Glückwunsch!