Mein Olympia-Gerede von gestern
Auf der Wissenschaftsseite der „Berliner Zeitung“ geht’s heute tierisch zu: „Bei Nasenaffen sind große Riecher gefragt“, „Mit Herpesviren gegen Karpfen-Plage“, „Aufs falsche Ross gesetzt“ – fehlt eigentlich nur noch „Butter bei die Fische“, aber so heißt ja schon eine Kolumne in der „B.Z.“, und die schauen wir uns heute mal genauer an …
… denn hier rackert sich Ex-Finanzsenator Ulrich Nußbaum seit seinem Abgang aus dem Amt wacker Woche für Woche am Senat und dem Regierenden Bürgermeister ab – Zwischenbilanz nach drei Jahren: Mit ihm wäre das alles nicht passiert! Aber es hört ja keiner auf ihn … Heute empfiehlt Nußbaum: „Berlin sollte sich nicht noch einmal für die Olympischen Spiele bewerben – auch wenn der aktuelle Medaillenjubel beschwingen mag, so ist Olympia doch kein Ersatz für die fehlende Vision des Senats für diese Stadt. Und Berlin hat wichtigere Probleme, in die sich die Milliardenmittel investieren lassen … bis hin zur Schulsanierung.“
Soso, dann drehen wir den gebutterten Fisch doch mal um und schauen uns an, wie er im Februar 2015 aussah, als ihn Nußbaum zum ersten Mal in die Pfanne haute – wir lesen (und staunen): „Ich kann mir Olympische Sommerspiele nur in Berlin vorstellen. Der Senat muss den Berlinern die Angst nehmen, dass Olympia direkt in die Pleite führt und zulasten von Personal, Schulen, Straßen, sozialem Wohnungsbau oder Krankenhäusern finanziert wird. Wer Schultoiletten zur Chefsache macht, der kann bei Olympia nicht kneifen.“ Tja, wie das mit Fischen eben so ist: Je länger sie liegen, desto anders sehen sie aus – nur besser werden sie nicht (egal ob mit oder ohne Butter).