Keine Trauerfeier für Menschen, die obdachlos waren
Berlin spart sich eine Trauerfeier für Menschen, die obdachlos waren oder keine Angehörigen mehr hatten (CP v. 12.u.13.9.). Und weil die Bezirksämter sparen müssen, werden alle ordnungsbehördlichen Bestattungen kostengünstig auf dem „Alten Domfriedhof St. Hedwig“ in Mitte vollzogen. Meine Kollegen Muhamad Abdi und Armin Lehmann waren dort (hier ihr Video), ab 19 Uhr können Sie dazu die „Mehr-Berlin“-Reportage in unserem E-Paper lesen.
Wir haben auch Ex-Senator Mario Czaja gefragt, warum seine Verwaltung damals Trauerfeiern für „Unbedachte“ wie in Köln abgelehnt hat (CP v. gestern) – seine Antwort: „Jeder Mensch ist einzigartig und verdient Respekt und Würde, bis zum Schluss. Diese Würde beinhaltet auch eine würdevolle Bestattung und eine Möglichkeit des Abschiednehmens durch Freunde und Hinterbliebene. Ein regelmäßiger Gottesdienst für die Unbedachten fehlt Berlin. Leider konnten wir in meiner Amtszeit dazu keinen rechtlich möglichen Weg zwischen den Verwaltungen finden.“