Häuserkampf auf Twitter

Baustadtrat Florian Schmidt (Friedrichshain-Kreuzberg) weitet seinen heroischen Häuserkampf gegen Spekulanten auf Architekten aus – per Twitter droht er: „Ich merke mir übrigens, welche Architekt*innen für spekulative Eigentümer arbeiten, also solche, die mit Baugenehmigungen nur spekulieren statt zu bauen. Auch Architekt*innen sollten einen moralischen Kompass haben.“

Das Feindbild steht offenbar stabiler als die Fassade des öffentlichen Neubauprogramms (das den Senatsplänen hoffnungslos hinterherhinkt) – es fehlt da ja wohl nicht an moralisch anspruchsvollen Architekten, oder? Egal, die Berliner SPD-MdB Cansel Kiziltepe will den landeseigenen Wohnungsanteil ohnehin lieber durch die Enteignung großer Immobilienunternehmen sowie „kleinerer Fonds, Portfolioinvestoren und privater Renditejäger“ erhöhen. Wer kein Brett vorm Kopf hat, sollte in Berlin besser nur noch in Baumhäuser investieren.