Wer wird Nachfolgerin von BVG-Chefin Nikutta?
Hier eine Stellenanzeige der BVG: „Heute starten die Berliner Märchentage. Falls Ihr gerne fantastische Geschichten zu hören bekommt… wir suchen immer Kontrolleure.“
Aber viel dringlicher sucht die BVG eine neue Chefin – hier schon mal der Fahrplan für die Besetzung:
Im Dezember geht Sigrid Nikutta zur Bahn.
Im Januar wird ein „Anforderungsprofil“ geschrieben und eine externe Personalberatung engagiert.
Im März gibt es „erste Gespräche“.
Im Juni könnte der Aufsichtsrat entscheiden.
Und dann irgendwann fängt die Neue an (wenn mit dem alten Arbeitsgeber alles geklärt ist).
D.h.: Die BVG ruckelt mindestens ein halbes Jahr führungslos über die Gleise und Busspuren der Stadt – obwohl sich hier die Probleme stapeln wie die Passagiere im Berufsverkehr. Überraschend kommt der Abschied der BVG-Chefin jedenfalls nicht: „Dass Nikutta das Unternehmen verlassen will, ist kein Geheimnis“, stand vor einiger Zeit hier im Checkpoint – und zwar genau vor zweieinhalb Jahren, am 21. Juli 2017.
Ok, ein Wimpernschlag in der Sonderzeitzone Berlin – immerhin konnte seitdem ein erster Aspekt des Anforderungsprofils ergrübelt werden: „Eine starke und erfahrene Frau“ soll es werden, verriet die Wirtschaftssenatorin, aber: „Für überstürztes Handeln gibt es keinen Anlass.“ Offenbar soll die BVG vor dem autonomen Fahren erstmal das autonome Führen testen – und wir werden bald erfahren, wohin das führt.
Ach, und da hören wir gerade aus Potsdam: Sophia Eltrop, Chefin der dortigen Stadtwerke, „ist eine starke Persönlichkeit“. Und ist bestimmt auch schon mal Bus und Bahn gefahren… Na also, und schon nimmt die Sache Fahrt auf wie ein M41 beim Staatsbesuch.