Behördenpingpong nach Drängelei am BER
Für unser beliebtes Behördenpingpong fahren wir heute zum BER, wo am Sonntag hunderte Passagiere zweier fast zeitgleich gelandeter Maschinen aus Tirana und Chisinau in einem großen Pulk Kopf an Kopf zusammengepfercht vor der Passkontrolle standen. „Es gab kein Entkommen“, sagt ein Reisender. Der Flughafensprecher retourniert: „Das Gedränge hätte vermieden werden können, wenn alle Passagiere sich an die Abstandsgebote halten“ – und spielt sicherheitshalber einen zweiten Ball noch in eine andere Richtung: „Die Besetzung der Passkontrollen obliegt der Bundespolizei.“ Der Sprecher der Bundespolizei schmettert zurück: „Die Passagier-Steuerung liegt in Verantwortung des Flughafenbetreibers.“ Auftritt des Schiedsrichters, in diesem Fall der Landrat von Dahme-Spreewald: „Wir prüfen die Einleitung von Ordnungswidrigkeits-Verfahren gegen alle Beteiligten.“ (Q: Michael Sauerbier in der „B.Z.“).