Wabernder Sumpf in der Halle am Berghain: „Berl-Berl“ von Jakob Kudsk Steensen
Stadt – Wir kaufen ein „H“ – und schreiten in die Halle am Berghain: Sphärisch-mystische Bilder des Moors flackern seit Samstag zwischen den kantigen Säulen des Saals. Auf meterhohen Videowänden zeigt der dänische Künstler Jakob Kudsk Steensen Berlin, wie es vor 10.000 Jahren im gletschergeschaffenen Urstromtal lag: als blubbernden Sumpf. Von amorphen Massen flanieren Besucher zu Wasser, Wald und waberndem Morast, der sich aus dem Betonboden zu erheben scheint – begleitet vom Rauschen, Zwitschern und Grollen seiner Klangspur.