Shakespeare an der Spree: „Der Sturm“ vom Globe Theater Berlin
Karten sichern – Shakespeare an der Spree: Es sollte eine große Eröffnung werden, Berlins hauseigenes Globe-Theater in Charlottenburg – doch dann kam Corona. Jetzt wird das Bauprojekt verschoben, und das, obwohl Berge von Balken schon lange bereitliegen. Christian Leonard hofft, dass seine Arena im nächsten Sommer Premiere feiern wird. Bis dahin bleibt das Ensemble (Foto) beweglich: Leonard hat sich kurzerhand die Bretter geschnappt, aus denen sein Theater errichtet werden soll – und daraus ein Provisorium in der Sömmeringstraße 15 gebaut. Bald startet die Saison, auf dem Spielplan: Shakespeares „Sturm“. „Das Stück eignet sich wie kaum ein anderes, auf die momentane Situation zu reagieren. Die Figuren sind orientierungslos und fragen sich, wie es weiter geht. Sie haben große Sehnsucht nach Begegnung, suchen nach neuen Formen des Miteinanders.“ Wenn am 23. Juli Prosperos erste Worte erklingen, gibt es keine klassische Bühne. Stattdessen sitzt das Publikum im Raum und wird virengemäß von allen Seiten bespielt: So halten Spielende und Zuschauer Abstand voneinander. Ob sich das Stück auch finanziell lohnt, weiß Christian Leonard derzeit noch nicht. Spielen will das Theater trotzdem, denn es will etwas bieten, der Berliner Kultur wieder Leben einhauchen. „Die persönliche Begegnung lässt sich durch keinen Stream dieser Welt ersetzen.“ (Foto: Elitza Nanova)
Klingt spannend? Wer das Globe Berlin unterstützen möchte, der klickt sich fix zur Spendenaktion. Tickets für den „Sturm“ (18 Euro) gibt es ab heute hier – oder beim Checkpoint: Wir verlosen 5x2 Freikarten für eine Vorstellung ab dem 23. Juli.
Mehr Kultur- und Kieztreffpunkte unterstützen Sie auf unserer Tagesspiegel-Kiezhelfer-Seite.