Von Bildern und Büchern
Lauschen – Es sind selten die stringenten Geschichten mit einer klaren Handlung, von A bis Zett am roten Faden erzählt, die sich erhellend wahrhaftig anfühlen. Sondern krude Begebenheiten, Zugfahrten, Krankenhausgespräche oder eben Protagonisten, die über Bilder sinnieren. So erzählt Ingo Schulze in seinem Buch „Tasso im Irrenhaus“ (dtv, 20 Euro, 2021) von beispielsweise einem Verleger, der genau vor besagtem Werk von Eugéne Delacroix in ein Gespräch verwickelt wird, das gleichermaßen heiter wie skurril darlegt, wie unterhaltsam menschliche Abgründe sein können.