schön, dass wir uns endlich wieder mit Sachthemen beschäftigen. Zwei Meldungen standen gestern Abend direkt untereinander auf tagesspiegel.de:
+++ Müller kritisiert „Länder-Bashing“ aus dem Kanzleramt +++
+++ Laschet will Scholz aus Bund-Länder-Runde ausschließen +++
Die Politik hat endgültig Sandkastenniveau erreicht („Der Armin hat zuerst gehauen!“), vermutlich werden sich alle Beteiligten spätestens am Gründonnerstag mit faulen Eiern bewerfen. So viel zum Thema Osterruhe.
Gut, da wir die Verantwortung hier offenbar mal wieder selbst übernehmen müssen: Halten Sie sich dennoch an die Osterruhe?

Aus der Reihe einfache Frage, keine Antwort (Pandemie-Ping-Pong, Teil ca. 7000): Nicht nur wir wollten vom Regierenden Bürgermeister gestern sehr früh am Tag wissen, was er denn nun zu den deutlichen Angriffen der Kanzlerin bei Anne Will auf unsere kleine Stadt zu sagen hatte („Testen und Bummeln“, CP von gestern). Nach langem Schweigen verwies die Senatskanzlei alle anderen Medien auf ein um 14 Uhr im Roten Rathaus aufgezeichnetes Zwei-Satz-Statement, das um 17 Uhr exklusiv in der Tagesschau gesendet wurde. Es kommentiert Checkpoint-Autor Björn Seeling: Shopping-Queen auf VOX wäre passender gewesen.
Müller weiß vermutlich, dass manche Interview-Sätze in diesen Zeiten schlecht altern. Auf die Frage, ob er keine Angst habe, den gleichen Fehler wie im Herbst noch einmal zu machen, als er zu zögerlich mit neuen Maßnahmen war, sagte der Regierende Ende Februar im Tagesspiegel-Interview:
„Wir hatten im Herbst die Hoffnung, dass wir ohne die ganz harten Maßnahmen durchkommen. Aus der Erfahrung des Sommers heraus hatten wir das Gefühl: Es kann gutgehen. Wir mussten lernen, dass das Virus viel schneller durchschlägt, die Infektionsketten rasant eskalieren und das Impfen noch dauert. Natürlich frage ich mich heute: Warum hast Du da nicht entsprechend reagiert? Das waren vier oder sechs Wochen, die uns zurückgeworfen haben. Jetzt hat sich die Situation verändert. Impfen und Testen bieten uns mehr Möglichkeiten.“
Es kommentiert Checkpoint-Gastautor Andi Möller: Wir ham vom Feeling her kein gutes Gefühl.
Ach so, bleibt noch die Frage, was Müller (nicht Möller!) denn nun Ausgefeiltes zu sagen hatte, was er ausschließlich übers Fernsehen vermitteln konnte, bitteschön:
„Ich glaube nicht, dass es klug ist, aus dem Kanzleramt heraus jetzt ein Länder-Bashing zu betreiben. Denn wir haben alle gemeinsam eine große Aufgabe zu bewältigen und haben auch schon viel gemeinsam erreicht.“
Erreicht wurde zuletzt vor allem eine explodierende Inzidenz: Gestern lag sie in Berlin laut RKI-Zahlen bei 146,4, in den Tagesspiegel-Zahlen (noch aktueller) bereits bei 153. Am Montag vor einer Woche, dem offiziell letzten Tag unter 100, waren es noch 98,6. Der R-Wert ist knallrot (1,23; Vorwoche 1,06) und auch die Intensivbettenauslastung steigt wieder (17,8, Vorwoche: 15,8). Es kommentiert Michael Müller: „Natürlich frage ich mich heute: Warum hast Du da nicht entsprechend reagiert?“
Aber bitte, kein Grund zur Eile! Wie mein Kollege Georg Ismar aus Länderkreisen erfuhr, sollen zunächst die Feiertage abgewartet werden. Merkel habe bisher keine neuen Ideen ins Spiel gebracht (wie wär’s mit einer Pfingstpause?). Die nächste Bund-Länder-Runde soll wie geplant am 12. April stattfinden. CDU-Chef Armin Laschet fordert, dass dieses Treffen besser vorbereitet stattfindet (klasse!) und bitteschön: als Präsenzveranstaltung. Perfektes Setting für das Verkünden weiterer Kontaktbeschränkungen.
Auch im Senat werden heute weder Notbremsen noch andere Foulspiele erwartet: Zwar wird wie jeden Dienstag getagt, doch die heftig kritisierte Verordnung tritt am Mittwoch in Kraft und soll erst nach Ostern bewertet werden. Immerhin wird gleich zu Beginn Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci über „Maßnahmen gegen das Corona-Virus“ berichten, immerhin geführt unter der Überschrift „Angelegenheiten von besonderer Bedeutung“.
Von besonderer Bedeutung für die meisten Menschen ist derzeit ja die Frage: Wann bekomme ich endlich einen Impftermin? Weil das Warten in Berlin nach wie vor keine Listen hat, ist der allerdings für viele ein ebenso vages Sommerziel wie der Campingurlaub in Schleswig-Holstein. Für ein flexibleres Vorgehen mit Last-Minute-Buchung (Impfen, nicht Reisen), wie es in anderen Städten längst praktiziert wird, sprach sich gestern Wissenschaftsstaatsekretär Steffen Krach (SPD) aus: Wenn Impfberechtigte nicht zum Termin erscheinen, sollten die ungenutzten Dosen unbürokratisch an andere verimpft werden.
Na bitte, fragen wir doch mal bei seiner Parteifreundin Dilek Kalayci nach (die das zuletzt vehement ablehnte), Antwort: „Aufgrund des sehr hohen Antwortaufkommens bitten wir eine verzögerte Antwort zu entschuldigen.“ Aufgrund des sehr hohen Warteaufkommens bitten wir diese Verzögerung zu vermeiden. Herzlichen Dank.
Meanwhile impft New York in dieser Woche mal eben die 30-Jährigen durch, nächste Woche sind die 16-Jährigen dran. In Brandenburg hingegen will man das Warten lieber noch ein bisschen verlängern (steigert bekanntlich die Vorfreude, herzliche Grüße: der Weihnachtsmann): Über die Feiertage werden die Impfzentren geschlossen. Grund dafür ist aber nicht die wohlverdiente Osterruhe fürs leicht gestresse Virus, sondern: fehlender Impfstoff. Die zugeteilten Dosen könnten verimpft werden, ohne dass die Impfzentren Ostern öffnen. Keine Pointe.
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Kommen wir zur nächsten Folge unserer beliebten Serie „The Masked Deputy“ (wird eher ein Long-seller), in den Hauptrollen weitere Schauspieler der CDU/CSU: Niels Korte verzichtet auf seine Bundestagskandidatur in Treptow-Köpenick. Er war an einer Immobilienfirma beteiligt, die in der Pandemie in den Masken-Handel eingestiegen sein soll (CP von gestern). Dabei soll er seine exzellenten Kontakte zum Bundesgesundheitsminister, ebenfalls CDU, genutzt haben. Bemerkenswert am abendlichen Rücktritt ist vor allem die Reaktion: „Nach den von ihm schlüssig und transparent dargelegten Abläufen hat er sich weder als Unternehmer noch als Mitglied der Partei Vorwürfe zu machen“, schreibt der Berliner Generalsekretärs Stefan Evers. Kein Verschulden, großer Respekt, nicht die fragwürdigen Geschäfte (wie kommt ein Immobilienunternehmer plötzlich auf Masken?) sind schuld, sondern, na klar, wir: „Die Berichterstattung der letzten Tage“ habe das Vertrauen in die Politik gefährdet, schreibt Evers. Wie man hört, ist der Landesvorsitzende Kai Wegner angesichts bundesweit stürzender Umfragewerte zunehmend nervös. Und eine Nebenrolle wie Niels Korte lässt sich nun mal ziemlich einfach herausschreiben.
Wie gut sind unsere Schulen durchlüftet, wollte der FDP-Vorsitzende und Spitzenkandidat Sebastian Czaja von der Bildungsverwaltung wissen. Antwort: Alle mal durchpusten. Für die 16 000 Berliner Klassenräume wurden ein Jahr nach Pandemiebeginn genau 3967 Luftfiltergeräte bestellt und etwa die Hälfte davon geliefert. In Verwaltungsdeutsch ausgedrückt: „Die Auslieferung der Geräte aus der 1. Tranche ist größtenteils abgeschlossen. Für die 2. Tranche können zum Stand 10.03.2021 die Auslieferungsstände nicht bezirksscharf dargestellt werden.“
In Zahlen:
+++ In Tranche 1 wurden 1.271 Geräte an die Schulen geliefert, in Neukölln bis Kalenderwoche 12 allerdings: 0, in Worten: Null. Hier sollen vergangene Woche nun immerhin 133 Geräte angekommen sein.
+++ Nach dem Chaos (jeder macht seins) der ersten Tranche hat nun die Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) zentral fünf verschiedene Gerätetypen bestellt. Auslieferungsstand von Typ 1 und Typ 3: 0 Prozent.
Insgesamt wurden von den 2.696 in der zweiten Tranche bestellten Geräte gerade mal 30 Prozent ausgeliefert. „Bei der Anschaffung der Luftreinigungsgeräte der 2. Tranche gibt es einen erhöhten Abstimmungsbedarf zwischen den Bezirken und der BIM GmbH“, schreibt Bildungsstaatssekretärin Beate Stoffers. Oh oh... „Dies sollte im Rahmen der dritten Tranche mit der BIM GmbH und den Bezirken nachverhandelt werden.“ Bis dahin ist die Pandemie (hoffentlich) vorbei.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Korrektur: Es ist selbstverständlich das Staatsballett, deren leitenden Mitarbeiterinnen die ehemalige Tänzerin Chloé Lopes Gomes Rassismus vorwirft. In der Meldung war das gestern zwar korrekt, in der Überschrift des Checkpoints sind allerdings ein paar Buchstaben aus der Reihe getanzt: Wir bitten die unschuldige Staatsoper vielmals um Entschuldigung.
Nicht ganz unschuldig fallen die drei Türme von Wilmersdorf, verpufftes Autofahrer-Wahrzeichen Berlins (gleich an der A100): Am 1. April nimmt Vattenfall das Heizkraftwerk Wilmersdorf vom Netz, der Rückbau der Türme soll schon im Juni beginnen. (Q: BZ)
Katrin Lompscher (Linke) soll vorm Untersuchungsausschuss „Diese eG“ aussagen. Eine entsprechende Aussagegenehmigung wird der Senat der ehemaligen Bausenatorin heute erteilen.
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Mitgebaut hat Lompscher vor ihrem Rücktritt am Mietendeckel und siehe da: Die Mieten in Berlin steigen...nicht mehr! Laut landeseigener Förderbank IBB sind die Mieten erstmals seit Jahren um 31 Cent gesunken. Man könnte fast sagen: Der Deckel wirkt. Solange er gilt.
Dafür steigen die Kaufpreise ähnlich wie die Infektionszahlen: Eine schicke Grafik nach Bezirken gibt es heute in der Berliner Morgenpost.
Die Stelle der Antidiskriminierungsbeauftragten in der Bildungsverwaltung ist seit einem halben Jahr nicht besetzt. Dem Vernehmen nach gab es viele Bewerber:innen und auch eine Auswahl, besetzt wurde die Stelle aber nicht. Nachfrage bei der Bildungsverwaltung: Warum denn? Antwort: „Personaleinzelangelegenheiten können wir nicht....“ Jaja, schon gut.
Das Bezirksamt Mitte sucht eine „Leitung der Dienststelle Fachbereich Infektionsschutz, medizinischer Katastrophenschutz und umweltbezogener Gesundheitsschutz einschl. der ordnungsbehördlichen Bestattungen, der überbezirklichen Lebensmittelpersonalberatungsstelle (m/w/d)“. Anforderung (unter anderen): „Erfahrung in der Pandemiebekämpfung“ und „Bereitschaft zum persönlichen Schutz vor impfpräventablen Erkrankungen“. Na hoffentlich klappt‘s mit dem Termin.
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Für die neue Podcast-Folge „Eine Runde Berlin“ hat Checkpoint-Redakteurin Ann-Kathrin Hipp den Berliner Rechtsanwalt Stefan Conen getroffen, der unter anderem bereits Bushido, Arafat Abou-Chaker und den Wettbetrüger Ante Sapina verteidigte. Ein Gespräch über Moral, Vorurteile und die kaputtgesparte Berliner Justiz.
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Volkswagen plant offenbar, sich in den USA in Voltswagen umzubennen (Q: AP), weil der Konzern die Produktion auf Elektroautos verschieben will. Elektrisierende News.
Apropos: Elektrisierend exklusiv recherchiert hat meine Kollegin Tanja Buntrock, dass auch in Berlin immer mehr Firmen auf Elekroautos umstellen. Jedes sechste 2020 neu zugelassene Fahrzeug fährt entweder ausschließlich elektrisch oder hat einen zusätzlichen Elektromotor eingebaut. In Hamburg ist es nur jedes zehnte. Die Szene tanzt.
Der Evangelische Kirchenkreis Tempelhof-Schöneberg hat seinen 15 Gemeinden „eindringlich“ empfohlen, in der Pandemie Verantwortung zu übernehmen und auf Präsenzgottesdienste zu verzichten – und geht damit (als einziger in Berlin) deutlich über das hinaus, was Bund und Länder von den Kirchen erwarten. „Nicht alles, was erlaubt ist, muss man auch machen“, sagt Superintendent Michael Raddatz. Über die Ostertage wird es deswegen viele Online-Angebote geben. Weitere Details hat meine Kollegin Sigrid Kneist heute in ihrem Bezirksnewsletter (hier kostenlos abonnieren). Ansonsten gilt für die Kirchen ja größtenteils: Die Zielgruppe ist durchgeimpft.
Zitat
„Die Osterferien nicht zu nutzen, um Infektionen zu senken, ist ein Anschlag auf die Kinder und Familien. Nächste Woche wird man ihnen sicher sagen, dass Schulen nach den Ferien leider geschlossen bleiben, weil die Infektionen zu hoch sind und noch immer zu wenig getestet wird.“
Clemens Fuest, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (Ifo) und Mitbegründer der No-Covid-Strategie.
Tweet des Tages
Gibt‘s eigentlich auch eine #NoCovid-Modellregion?
Stadtleben
Liefern lassen – Das Lokal Crackers schwingt für Sie den Kochlöffel und serviert ein Oster-Spezialmenü in vier Gängen (ab 55 Euro). Zum Castelfranco-Salat, der Rote-Bete-Suppe, einem Hauptgang aus wahlweise gebackenen Radieschen, Puy-Linsen und Spinat-Dumplings (vegetarisch) oder an Salz und in Cognac-Jus gegarter Lammschulter, gesellt, so Sie denn wollen, sich die passende Tischdeko: Der Blumenladen Marsano bündelt den Frühling zu einem farbenfrohen Bouquet. Für den süßen Abschluss wird eine Rhababer-Cheescake-Creme angerichtet. Bis zum 5. April können Sie Ihre Gourmet-Bestellung aufgeben. Friedrichstraße 158, Mitte, S/U-Bhf Friedrichstraße
Lesen – Für alle Liebhaber:innen der langen Ohren: Wenn die Berliner Schulferien beginnen und ruhige Ostertage bevorstehen, erzählen die kleinen Hopser aus der Häschenschule (18 Euro, Sammelband) oder Peter Rabbit und seine Freunde (14 Euro, Suhrkamp) Geschichten aus dem Schulalltag und von verbotenen Streifzügen durch fremde Gärten. Fantasieanregend für Groß und Klein! Unter anderem in der Buchbox, Kastanienallee 97 in Prenzlauer Berg zu erstehen. Mo-Sa: 10-19 Ur, U-Bhf Eberswalder Straße
Spielen – Berühmte Berlinerinnen kennen wir alle: Alice Salomon, Marlene Dietrich, Helene Weigel oder Rosa Luxemburg. Doch wie sieht es im Rest der Welt aus? Das Quartettspiel „Super Frauen“ (11,90 Euro) bringt 44 weibliche Berühmtheiten aus den Kategorien Film, Sport, Aktivismus, Kunst, Wissenschaft und Mode zueinander. Das Spiel enthält zusätzlich ein Info-Heft mit Kurzbiografien über die Vorreiter-Frauen und ist im KulturKaufhaus Dussmann zu ergattern. Mo-Sa: 9-22 Uhr, Friedrichstrasse 90, Mitte, S/U-Bhf Friedrichstraße
Geschenk – Das Fotoprojekt „Hugs to post“ verschickt inniges Um-den-Hals-fallen auf Postkarten (19 Euro). Durch 13 Schnappschüsse bringen Fotografinnen aus Den Haag, Berlin und Hamburg das wohlige Gefühl und ein bisschen Nähe in die Briefkästen Ihrer Liebsten, an die Sie gerade nur aus der Ferne denken können. Die Erlöse kommen dabei den Ärzten ohne Grenzen zugute.
Grübelstoff – Im vor kurzem publizierten Buch „100 Jahre Lietzenseepark“ (9 Euro) berichten Autor:innen und Illustrator:innen auf 144 Seiten über die denkmalgeschützte Grünanlage in Charlottenburg. Welches Gewässer empfinden Sie bei diesen sommerlichen Temperaturen als besonders seenswert?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Julia Schossner und die Rückkehr zum Analogen.
„Mein Pandemie-Ding ist: Briefe schreiben, ob an Freunde oder Verwandte (meist mit digitaler Antwort) oder klassisch mit Brieffreunden in Deutschland und Schweden. Und falls keiner antwortet geht immer noch postcrossing – da ist die Antwort garantiert. So lohnt sich der tägliche Gang zum Briefkasten und es gibt regelmäßig einen Ausflug zum Postkasten.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Grunerstraße (Mitte): Zwischen 6 und 22 Uhr ist die Fahrbahn zwischen Alexanderstraße und Spandauer Straße und der Tunnel unter der Alexanderstraße in Fahrtrichtung Potsdamer Platz gesperrt.
An der Wuhlheide (Oberschöneweide): Die Brücke An der Wuhlheide ist von 10 bis 13 Uhr stadteinwärts nicht passierbar.
A100 (Stadtring): Nächtliche Sperrung von 22 bis 5 Uhr in Richtung Wedding zwischen AS Schmargendorf und AS Heckerdamm/AS Jakob-Kaiser-Platz. Die Ein- und Ausfahrten sind bereits ab 21 Uhr gesperrt.
Demonstration – „Gegen die Behinderung der Betriebsratseinrichtung bei Velogista / Cycle Logistics CL GmbH“ protestieren von 9.45 bis 12 Uhr ca. 30 Teilnehmende am Hafenplatz 6. Von 10 bis 12 Uhr demonstrieren ca. 30 Personen in einem Aufzug mit dem Motto „Bewegt euch endlich! Dehnen und Strecken für 0 % Erbbauzins“, angemeldet durch Lause lebt e.V. von der Rathhausstraße 15 bis zur Berliner Immobilienmanagement GmbH. Unter dem Leitsatz „Wir pfeifen auf Stuttgart 21“ protestieren etwa 5 Teilnehmende von 18.40 bis 19.15 Uhr auf dem Potsdamer Platz.
Gericht – Beginn der Plädoyers im Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder einer 15-Jährigen. Der 42-jährige Bekim H. soll die Schülerin auf einem Brachgelände an der Rummelsburger Bucht nach einer versuchten Vergewaltigung erwürgt haben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 501).
Universität – Vertreter:innen der Theologischen Fakultät der Humboldt-Universität debattieren gemeinsam mit der Bereichsleiterin der Psychologisch-Psychotherapeutischen Beratungsstelle des Studierendenwerks über Auswege aus der momentanen Isolation. Die Auftaktveranstaltung „Einsamkeit in Corona-Zeiten – was gibt Zuversicht?“ beginnt um 18 Uhr und findet über Zoom statt (Passwort: 039383).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Elke Breitenbach (60), Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales (Linke), „Herzliche Glückwünsche von den Kolleginnen und Kollegen aus der Oranienstraße!“ / Frauke Ehlers (47), „Halt die Ohren steif, Berlin bleibt zwar Berlin, aber wie Clara Zylinder schon sang: Davon geht die Welt nicht unter. Liebe Grüße Uschi und Ulli“ / Joachim Franke (81), ehem. Eishockeyspieler und Eisschnelllauf-Trainer / Janos Frecot (84), Autor, Kulturhistoriker und Kurator / Achim Freyer (87), Bühnenbildner, Regisseur und Maler / Erwin J. Haeberle (85), deutscher Sexualwissenschaftler / Thomas Heinze (57), Schauspieler / Maren Jasper-Winter (44), für die FDP im AGH / Jan Müller-Wieland (55), Komponist / Christoph Marius Ohrt (61), Schauspieler / „Heidemarie Retzlaff, 68 Jahre, Sozialarbeiterin a.D. und dreifache Mutter“ / Ahmed Sharqawi (32) „Danke, dass du uns trotz herausfordernder Zeiten immer gute Laune ins Team trägst. Dein Cana-Team“ / „Oma Sabine, Opa Reinhard und Heiko gratulieren euch, Stella und Oona, zu eurem heutigen 14.Geburtstag.“ / Uwe Timm (81), Schriftsteller
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Alfred Christmann, * 31. Januar 1944, Vorsitzender des Berolina-Orchester e.V. / Prof. em. Dr. phil. Ernst Cloer, * 6. Juni 1939 / Scott McCormick / Tamara Farkic/Gallinge, * 28. November 1947 / Kerstin Hermany, verstorben am 19. März 2021, Berliner Stadtreinigung / Erika Seeger, * 30. April 1926
Stolperstein – Ludwig Anton Salomon Fulda wurde am 15. September 1862 in Frankfurt am Main geboren. Heute vor 82 Jahren wählte er in Berlin die Flucht in den Tod. In der Miquelstraße 86 in Dahlem liegt zu seinem Gedenken ein Stolperstein.
Encore
Was bleibt uns noch, wenn wir alle zu Hause bleiben und niemand vorbeikommen darf? Klar: Tiervideos im Internet anschauen. Kann Berlin (Bärenstadt!) diese reizende Familie mit allen vier tapsigen Kindern bitte sofort aufnehmen? Wir haben auch Zebrastreifen! Wobei: Bis Berlin das hinkriegt, sind die Kinder groß und nur noch halb so niedlich (hat eigentlich jemand Pit und Paule gesehen, also sie noch klein waren?).
Hoffentlich starten Sie jetzt zumindest mit einem Schmunzeln in den Tag. Mitgelacht und recherchiert hat heute Teresa Roelcke, Sophie Rosenfeldt fröhlich das Stadtleben serviert und Florian Schwabe vergnügt in der Früh alles appetitlich angerichtet. Morgen bringt Ihnen hier wieder Lorenz Maroldt fundierte Freude zum Frühstück.