herzlichen Glückwunsch: Sie sind einzigartig! Sie sind ein Mensch – eine Besonderheit von acht Milliarden Besonderheiten auf unserer Welt. Mit dem heutigen Tag stellen die Vereinten Nationen die Erdbevölkerung neu fest. Da niemand in der Lage ist, die etwa 370.000 Geburten und 160.000 Todesfälle pro Tag genau zu überblicken, wurde die Monatsmitte für den Menschheits-Meilenstein auserkoren. Nun sind wir 8.000.000.000 auf einer einzigartigen Erde – der einzigen, die wir zum Leben haben. Wann leben wir danach, dass es nach uns noch ein Danach gibt?
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In unserem Heute gibt es immer mehr Bedrohungen für das Recht von Menschen, freie Menschen zu sein. Während im Iran eine tödliche Jagd auf Frauen ohne Kopftuch und sich mit ihnen Solidarisierende stattfindet, wächst auch die Bedrohung in Berlin. Polizeipräsidentin Barbara Slowik berichtete am Montag im Innenausschuss vom letzten Anschlag auf Protestierende vor der iranischen Botschaft: Demnach ging er von drei Angreifern aus.
Dabei erlitt ein 63-jähriger Demonstrant eine Schnittwunde am Fuß, ein 37-Jähriger wurde mit einer Fahnenstange geschlagen; die Angreifer traten auch auf ihn ein, als er schon am Boden lag. Ein 55-jähriger Demonstrant wurde auf den Boden geschubst und erlitt eine Schürfwunde. Die Angreifer stiegen danach in einen Wagen, der auf sie gewartet hatte. Ein 34-jähriger Demonstrant, der sie verfolgte, wurde dann von einem der Attackierenden aus dem Auto heraus mit einer Pistole bedroht – der Angreifer zielte mit der Waffe direkt auf seinen Kopf. Mitten in Berlin, nicht in Teheran.
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„Neu ist, andere Wege zu gehen. Den Status Quo zu hinterfragen. Die Perspektive zu wechseln. Neu ist, vor dem Loslaufen in Richtung Zukunft einen Moment innezuhalten. Damit Machen auch Schaffen bedeutet. Und der eigene Standpunkt zum Startpunkt wird. Neu beginnen mit Ihnen. Und mit uns. Neu beginnt gemeinsam!“
Prima Klima fürs nächste Berliner Volksaufbegehren. Wie es aussieht, wird wohl der Volksentscheid „Berlin 2030 klimaneutral“ parallel zur Nachwahl zur Abstimmung stehen. Nach Checkpoint-Informationen aus der Nacht hat die Bürgerinitiative dafür 261.968 Unterschriften gesammelt. Für eine Zulassung des Entscheids braucht es 171.000 gültige Stimmen. „Es müssten mehr als 30 Prozent der Unterschriften ungültig sein, damit wir noch durchfallen“, berichtete Stefan Zimmer von der Initiative heute früh um 1 Uhr am Checkpoint-Telefon. „Das kann ich mir nicht mehr vorstellen.“
Dabei sah es gestern Mittag noch knapp aus – doch als die letzten Unterschriften am zugigen Bahnhof Schönhauser Allee eingesammelt und alle Listen in Berlins Spätis noch spät einsortiert waren, waren am letzten Tag vor der Frist noch einmal gut 30.000 Stimmen zusammengekommen. In der Nacht feierten die erfolgreichen Jägerinnen und Sammler klimaneutral mit eiskalten Sekt am kühlen Spreeufer. Heute Vormittag soll öffentlich erklärt werden, wie es mit dem Volksbegehren nun weitergeht. Das kann Berlin eben ziemlich gut: aufbegehren.
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Erst mal ‘ne Schrippe. Mit Berlins bester Bäckerin an der Strippe. Über Christa Lutum, Deutschlands frisch gebackene Bäckerin des Jahres mit eigener Backstube in Charlottenburg, haben wir hier im Checkpoint schon berichtet. Nun hat mein Kollege Thomas Lippold die 61-Jährige befragt, ob Berlin bald kleinere oder größere Brötchen backt:
Frau Lutum, wir erreichen Sie in Weinheim bei den Meisterschaften der Bäckerjugend. Hat das Backhandwerk denn Nachwuchssorgen?
Wir haben insgesamt weniger junge Menschen und die entscheiden sich seltener fürs Handwerk. Im vergangenen Jahr hatten wir 15 Prozent weniger Abschlüsse von Lehrverträgen für Bäckerei. Die Unis erfreuen sich im Gegensatz zu uns großer Beliebtheit.
Was muss ein neuer Bäcker oder eine neue Bäckerin für eine Ausbildung mitbringen?
Interesse und die Lust, etwas Neues zu erlernen. Aber auch Durchhaltevermögen. Wir alle müssen auch mit dem Misslingen von Dingen zurechtkommen. Aber viele junge Menschen tun sich schwer mit Misserfolgen. Dabei gehört das dazu, deswegen bin ich ja kein schlechter Mensch. Geduld mitzubringen und zu sagen: manchmal klappt es erst beim nächsten oder übernächsten Mal – das ist sehr wichtig. Wie im echten Leben.
Ist Berlin eine Brotstadt?
Unbedingt. Wir haben die klassischen Bäcker. Dann gibt es die ganze Bioszene, mittlerweile sind das zehn Prozent der Bäckereien. Und dann sind da noch die neuen, hippen Bäcker, die uns die skandinavische Brotkultur in die Stadt gebracht haben. Ich finde, das befruchtet sich alles. Wo hat man so viel Auswahl?
Welches Backwerk darf auf Ihrem Frühstückstisch auf keinen Fall fehlen?
Ich mag ein weiches, fluffiges Brötchen, vorzugsweise eine Schrippe, ein Rosinenbrötchen oder mal ein Mohnhörnchen. Natürlich geht auch eine Scheibe ordentliches Sauerteigbrot. Ich bin jedenfalls kein Müslimensch.
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Kurz vor der Fußball-Weltmeisterschaft im Wüsten-Winter von Katar, dem irrwitzigsten Sportereignis der Welt, noch ein paar Reisehinweise des Auswärtigen Amtes:
+++ „Insbesondere Frauen sollten in Taxis den örtlichen Gepflogenheiten entsprechend die hinteren Sitze benutzen.“
+++ „In den Wintermonaten kommt es gelegentlich zu Starkregenereignissen, die zu Überschwemmungen führen können.“
+++ „Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Lungenerkrankungen sollten den Kontakt mit Dromedaren bzw. den Verzehr von unzureichend gegarten Dromedarprodukten meiden.“
Was sehen wir und was sehen wir nicht, wenn wir auf Katar schauen? Vor allen Dingen können wir mehr Dinge erkennen, die mit uns zu tun haben, als wir gern glauben wollen (mein Essay dazu hier). Die WM im reichsten Land der Welt zeigt, was mit Geld alles möglich ist. Und wie hoch der Preis für unseren Lebensstil ist.
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Der internationale Cello-Wettbewerb präsentiert 10 junge Cellistinnen und Cellisten aus 10 Ländern: Ein hochkarätiges musikalisches Ereignis und ein zukunftsweisendes Denkmal für den großen Cellisten und Virtuosen Emanuel Feuermann. Erleben Sie mit uns im Kammermusiksaal der Philharmonie alle Teilnehmenden live im offenen Viertelfinale des Wettbewerbs
Informationen & Tickets:
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Am Ende kann uns sowieso nur die Liebe retten. Deshalb gibt es unsere Tagesspiegel-Liebeskolumne „Ins Herz“ jetzt auch bewegend im Bewegtbild. Vor der Kamera erzählt Pastorin Marlen aus Salzgitter, wie sie mit 60 Jahren öffentlich macht, dass sie trans ist und dabei Unterstützung aus ihrer Gemeinde erfährt. Auch ihre langjährige Ehefrau Andrea geht den Weg der Veränderung mit: „Wir bleiben ein Paar.“ Schauen Sie mal rein (hier) oder schreiben Sie uns Ihre Liebesgeschichte an liebe@tagesspiegel.de. Wir erzählen sie gerne weiter.
Und diese Geschichten aus dem Leben erzählen wir heute bei Tagesspiegel Plus:
+++ Verspieltes Paar: In der Liebe gibt es nichts, was es nicht gibt. Warum also sollen Neo und Szarik nicht als Hundewelpen miteinander leben? Maske, Halsband, Leine: Beim „Puppy Play“ vergisst das Paar den Alltag. Die aktuelle Liebeskolumne von Helena Piontek.
+++ Verklemmte Hormone: Es ist ein Mythos, wenn auch ein umstrittener: Sollen Sportlerinnen und Sportler auf Sex verzichten, um bessere Leistungen zu bringen? Nun erklärt ein Wissenschaftler: Für bestimmte Sportarten gilt eher das Gegenteil. Ein Einblick von Inga Hofmann.
+++ Verfolgte Gewalt: Zehntausende Frauen werden in ihrer Partnerschaft geschlagen, geschubst, gebissen und getreten – Tendenz: steigend; Dunkelziffer: sehr hoch. Wie können Außenstehende helfen, wenn sie nebenan häusliche Gewalt vermuten? Ein Report von Saara van Alten.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Nahezu neun Monate dauert der russische Angriffskrieg in der Ukraine schon. Hier die neuesten Nachrichten:
+++ In der südukrainischen Gebietshauptstadt Cherson feiern die Menschen weiterhin die Befreiung von der russischen Besatzung. „Wir kommen Schritt für Schritt in unserem ganzen Land voran“, sagte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einem überraschenden Besuch in der Stadt.
+++ Beim G20-Gipfel in Bali kann Russland nicht mehr auf große Unterstützung seines Verbündeten China hoffen. US-Präsident Joe Biden und Chinas Präsident Xi sprachen sich gemeinsam gegen russische Atomwaffen-Drohungen aus.
+++ In Istanbul sollen sich der Chef des US-Geheimdienstes CIA, William J. Burns, sowie der Leiter des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, zu einem Gespräch getroffen haben, berichten amerikanische und russische Medien. Dabei sollen die USA Russland erneut vor dem Einsatz von Atomwaffen gewarnt haben. Das Gespräch sei laut US-Sicherheitsrat mit der Ukraine abgesprochen gewesen.
Alle aktuellen Ereignisse können Sie in unserem Live-Blog (hier) und auf unserer Live-Karte (hier) verfolgen. Eine Tagesspiegel-Reportage aus dem befreiten Cherson lesen Sie hier.
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Learning by Doing:
DRIVEN BY KIDS. Damit Elektromobilität Schule macht, startet jetzt die Anmeldung für die neuen kostenlosen DRIVEN BY KIDS Workshops vom DRIVE. Volkswagen Group Forum in Berlin für Viert- bis Sechstklässler. Dazu gibt’s ein Selbstlernangebot und Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte.
Informationen zu den Workshops und Anmeldung HIER
Das bisschen Haushalt? Von wegen! Drei Milliarden Euro Entlastung hat die rot-grün-rote Koalition am Montag im Abgeordnetenhaus beschlossen (Details hier). Im neuen Nachtragshaushalt finden sich spannende Sümmchen, darunter mehrere Millionen Euro für Beratungsfirmen zum Rückkauf von Energieversorgern, Bürgschaften für Schulbauten der landeseigenen Wohnungsgesellschaften Degewo und Berlinovo sowie Geld für eine neue Feuerwehrwache. Berlins Schuldenstand dürfte das finanzielle Stohfeuer allerdings kaum entlasten. Und ein bisschen Wahlkampf ist eingepreist.
Aller schlechten Dinge sind zwei: Zwei von drei E-Scootern sind falsch abgestellt und blockieren in Berlin meist Wege, die zum Gehen gedacht sind. Für die stehenden Gefährte gelten eigentlich strengere Regeln. Doch nicht nur für Roland Stimpel vom Fußgängerverein „Fuss e.V.“ liegt das Fazit auf der Straße: „Wenn Sie ein Sharing-Zweirad haben, können Sie machen, was sie wollen.“ Und das macht nichts Gutes mit unserer Stadt.

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Dienstag, 22. November 2022,
19.00 - 22.00 Uhr
BRIXEN
Anhaltiner Straße 7-9, 14163 Berlin
KOMMEN WIR GUT DURCH DEN WINTER?
Informationsabend u.a. mit Sebastian Czaja (FDP Berlin), Georg Friedrichs (GASAG), Lukas Köhler (FDP-Bundestagsfraktion)
Anmeldung unter:
buero@sebastian-czaja.de
Und jetzt wieder ein paar gute Nachrichten:
+++ Die Hochschule für Restaurantwirtschaft sucht neue Technik. Per Ausschreibung wird nach 20 iPads gegoogelt – oder, wie die Hochschule für Technik schreibt, um die es hier eigentlich geht: „Tablettcomputer“.
+++ In fünfeinhalb Wochen ist Weihnachten. Bis dahin kann man sich mit einem Berliner Popcorn-Adventskalender die Zeit um die Ohren knallen. Ein gut gesalzener Witz in Tüten.
+++ Welche dieser fünf Erfindungen ist nicht in Berlin erfunden worden: die Thermoskanne, ein Herzkatheter, ein Faltauto, die Spalttablette oder das Kondom ohne Naht? Richtig – keine! Erfindungssammler Arnt Cobbers sagt: „In Berlin wird viel getüftelt.“ Was man besonders am auseinandernehmbaren Faltauto von 1929 gut sehen kann (Foto hier). Oder um es mit einer anderen Berliner Erfindung zu sagen: Oh, wie ist das Fön!
Ende, Gesende! Der Moderator Frank Plasberg hat gestern zum letzten Mal nach 22 Jahren die Moderationsshow „hart aber fair“ moderiert. Zuschauerinnen und Zuschauer konnten wieder ihre Fragen live hereinmoderieren lassen – unter der Faxnummer 0800-5678-679. Die Sendung wurde in Farbe ausgestrahlt.
Zum Abschied noch ein paar Zeilen von Kristof Schreuf, Mitbegründer der Hamburger Schule, die die deutsche Rockmusik revolutionierte. Musiker und Autor Schreuf, der Bands wie Tocotronic und Blumfeld erst zum Schrammeln brachte, ist mit nur 59 Jahren in Berlin gestorben. Hören wir noch einmal rein:
„Eine, mein Mädchen /
Mein Mädchen vor dem Haus /
Erzählt, so geht es zu /
Eine behält sich /
Behält sich den Atem vor. /
Angriffslust und Ratlosigkeit mischen.“
Hören wir noch einmal rein.
So, und falls Sie wissen wollen, wie sich Deutschland inzwischen zusammengemischt hat, können Sie gern heute und morgen bei der Berliner Tagung über die „Generation Einheit“ mitdiskutieren. Am Mittwoch sprechen wir ab 10.30 Uhr in der Bundesstiftung Aufarbeitung (Kronenstraße 5 in Mitte oder im Livestream) mit DDR-Bürgerrechtler Frank Richter, Künstler Paul Glaw und Politikerin Linda Teuteberg über das, was in der Einheit erwachsen gewordene Ostdeutsche eint (Details hier). Eines zumindest haben wir gemeinsam: Als Ost und West sind wir zusammen nicht mehr einsam.
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Mehr aus der Welt
Aus unseren Umfragen wissen wir:
Sie als unsere Leserinnen und Leser interessieren sich für lokale und internationale Berichterstattung. Denn viele Themen werden heute nur global verstanden. Deshalb investieren wir in unsere Berichterstattung über
Deutschland und das Ausland.
Wir freuen uns darauf, Sie mit dem neuen Tagesspiegel zu begeistern.
Na, noch was übersehen? Dann scrollen Sie ein Stück zurück zu unserer Eigenanzeige! Da können Sie einen ersten Blick auf den neuen Tagesspiegel werfen. Ab 29. November dürfen Sie dann elektronisch oder händisch drin blättern. Viel Spaß mit uns!
Zitat
„Ich bin ein Genusssitzer.“
Gerhard Walter, Stammgast mit der Nummer 001 im „Café Einstein“. Das Stammhaus an der Kurfürstenstraße schließt nach 44 Jahren bis auf Weiteres. Deike Diening erzählt die Geschichte einer Institution.
Tweet des Tages
Kommst du noch mit hoch, unsere Ängste, Hoffnungen und Wünsche vergleichen?
Stadtleben
Essen & Trinken – Zeit für Pasta ist immer – aber besonders diese Woche! Bis zum Sonntag laden 32 Berliner Restaurants zur diesjährigen „True Italian Pasta Week“. Während des Festivals bieten die Lokale je zwei selbst ertüftelte Nudelrezepte an, die gemeinsam mit einem Drink (ein Wort: Aperol!) für 15 Euro zu haben sind. Unsere Favoriten sind die Spaghetti mit Basilikum-Pesto auf Burrata-Creme und Lachstartar aus dem Wilmersdorfer Bellucci und die hausgemachten Kürbis-Ravioli mit Amaretti in Butter-Salbeisauce aus der Schöneberger Trattoria a’Muntagnola. Für alle Restaurants und Spezialgerichte hier geklickt.
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Flussreise auf der Donau
Gehen Sie mit dem eleganten Premiumschiff MS Albertina auf eine 8-tägige Flusskreuzfahrt durch vier europäische Länder: Deutschland, Österreich, Slowakei und Ungarn.
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Karten sichern – Das Musikfestival „Berlin Atonal“ (18.-20.11.) ist so berlinig, wie es nur geht: krude Klänge, Lichtkunst und szenige Kunstgänger:innen in einer verlassenen Fabrik. In diesem Jahr zelebriert das Fest die Werke des griechischen Komponisten Iannis Xenakis, der als Begründer der stochastischen Musik gilt – etwa in der Übersetzung von Regen oder der Bewegung von Menschenmassen in Töne. Neben Darbietungen von 20 Stücken des Komponisten füllen Vorträge und Live-Demonstrationen die Hallen des Kreuzberger Kraftwerks, dazu flackern Lichtinstallationen über die Betonwände. Nach den Konzerten bleiben Ausdauernde zur Afterparty – oder erholen sich für den nächsten Festivaltag. Tickets erstehen Sie für 27 Euro pro Abend hier, der Einlass beginnt täglich ab 18 Uhr.
Last-Minute-Kino – Zehn Jahre ist es her, dass „Cloud Atlas“ erstmals über die Leinwände geflimmert ist. In drei Stunden folgt der Filmepos sechs verschachtelten Geschichten, die sich über fünf Jahrzehnte erstrecken – vom 19. Jahrhundert bis zur postapokalyptischen Zukunft. Zum Teil ist der bildgewaltige 70-Millionen-Streifen mit Tom Hanks und Halle Berry in Babelsberg entstanden (Hollywood who?!). Ein paar Kilometer weiter feiert das Charlottenburger Delphi-Filmpalast am Abend das Jubiläum des Films: In Anwesenheit der Regisseur:innen Tom Tykwer und Lana Wachowski versammeln sich Fans um 20 Uhr zum Nostalgie-Screening. Tickets gibt’s für 13 Euro online oder für umme beim Checkpoint: Wir verlosen 3x2 Plätze.
Geschenk – Noch 16 Tage bis zum 1. Dezember! Höchste Zeit, einen Adventskalender zu ergattern, denn die schickesten sind in der Hauptstadt gern schmerzhaft früh futsch. Wer auf fade Schokolade verzichten mag, schenkt Bücher: Ordentlich Lesestoff steckt im knalligen Pixibuch-Adventskalender, der 24 winterliche Geschichten beherbergt (Checkpoint-Best-of: „Dezember mit Außerirdischen“ / „Weihnachten bei den Yetis“). Die 24 Heftchen sind für 20 Euro hier zu haben – oder bei uns: Wir verlosen 12 Kalender.
Apropos Advent: Wer schon alle Pixibücher verschlungen hat, klickt sich auf die Tagesspiegel Website: Hier habe ich zehn weitere schräge Kalender gesammelt – von Gin bis Hertha.
Grübelstoff – Ein Adventskalender nur vor Weihnachten? Welch Verschwendung! Wofür bräuchte es noch Countdown-Kalender – und was sollte drin sein?
Berlin heute
Verkehr – A115 (AVUS): Kurzzeitige Sperrung zwischen AS Hüttenweg und Spanische Allee (10 Uhr), Sperrung des Kronprinzessinnenwegs bereits ab 9.15 Uhr.
Schönfließer Straße (Frohnau): Sperrung in Richtung Neubrücker Straße zwischen Senheimer Straße und Gollanczstraße (bis August 2023).
Berliner Straße (Pankow): Sperrung zwischen Breite Straße und Schulstraße, Fuß- und Radverkehr frei (bis Mitte Dezember).
Borsigdamm (Tegel): Sperrung in Richtung Veitstraße zwischen Neheimer Straße und Eisenhammerweg, Fuß- und Radverkehr darf passieren (bis Weihnachten).
Demonstration – „Warnstreik im Rahmen der Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Berlin-Brandenburg“ 150 Teilnehmende, IG Metall Berlin, Motzener Straße (7.30-9.30 Uhr)
„Defund Assad. Keine Finanzierung des Folterstaats Syrien durch deutsche Bürokratie“, 40 Demonstrierende, „Flüchtlingsrat Berlin e.V.“, Bundesrat (11-14 Uhr)
„Es ist unsere Welt. Wir wollen leben“, 40 Teilnehmende, Jakobstraße bis Platz der Republik (17-19.30 Uhr)
„Protect Ukrainian Sky“, 30 Personen, Kanzleramt (14-16 Uhr)
„Mahnwache zur Gerichtsverhandlung in Solidarität mit einem Klimaaktivisten“, 20 Personen, „Extinction Rebellion“, Amtsgericht Tiergarten (11-13 Uhr)
Gericht – Wegen Bildung terroristischer Vereinigungen und Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat müssen sich fünf Angeklagte verantworten. Die 36- bis 52-Jährigen sollen 2013/2014 Mitglieder des inzwischen verbotenen Moscheevereins Fussilet 33 e.V. gewesen sein (10.30 Uhr, Kammergericht, Elßholzstr. 30-33, Saal 145a)
Universität – Über die Herausforderungen des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte diskutieren am Abend fünf Expert:innen aus HU, FU, Hertie School, Max-Planck-Institut und Justizministerium. Einen besonderen Fokus legt das Panel auf den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine – Beginn ist um 18.15 Uhr im Raum E25 im Alten Palais der Humboldt-Universität.
Berliner Gesellschaft
Geboren – „Wir gratulieren Yola und Thomas zur Geburt ihres ersten Kindes: am 13.11.2022 erblickte Marian Josef Valentin das Licht der Welt. Willkommen in unserer Familie!“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11.30 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Geburtstag – Daniel Barenboim (80), Pianist und Dirigent, Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper / Franziska Becker (55), für die SPD im AGH / Karl Wolf Biermann (86), Liedermacher und Lyriker / Liane Dirks (67), Schriftstellerin / Corinna Ehmke, „Zum runden Geburtstag wünschen wir Dir alles Gute und einen tollen Start in die zweite Hälfte!“ / „Liebe Julia, ob im Prenzlauer Berg, auf Sizilien oder in Buchholz – ich wünsche dir immer einen köstlichen Morgenkaffee im Bett. Alles Gute zum Geburtstag wünscht Dir Marc“ / „Meiner großartigen Freundin Mo alles Liebe zum Geburtstag, eine knuddelige Umarmung und noch viele gemeinsame, bestrickend schöne Nachmittage wünscht ihr und sich die reiselustige Freundin aus dem Süden der Stadt.“ / Elias Ruppert (18), „Alles Liebe von Chantal, Norbert & Raphael“ / Stephan Schmidt (49), für die CDU im AGH
Gestorben – Dipl. Ing. Dietrich Bublitz, * 10. August 1930 / Prof. Dr. Reinhard Dithmar, * 2. Juni 1934 / Hella Schiele, * 27. Oktober 1930 / Wolfgang (Romanoff) Wörner, * 17. Juli 1941
Stolperstein – Paul Simon wurde am 28. Oktober 1868 geboren. Im Alter von 74 verschleppten ihn die Nazis ins Ghetto Theresienstadt – dort wurde er am 15. November 1943 ermordet. Zu seinem Gedenken wurde im November 2015 ein Stolperstein an seinem ehemaligen Wohnort in der Potsdamer Straße 158 in Schöneberg verlegt.
Encore
Berlin findet nie ein Ende. Und so hat auch der Abschied von unserer Berlinisch-Serie noch ein zweites wie eine Currywurst ohne Darm. Denn dass gestern hier mein Kollege Julius Betschka das berühmte Berliner Klops-Gedicht eingerückt hat, hat unsere nicht zugezogene Leserschaft vor Begeisterung verzückt. Allerdings müssen die letzten zwei Zeilen doch noch zurechtgerückt werden. „Ick jehe raus und blicke, / und wer steht draußen? Icke!“ Nee, nee, nee, so jeht dit nich. Hier also nochmal: „Ick jehe raus und kieke, / Und wer steht draußen? Icke!“ Jetze is aber jut.
Drinnen gemütlich gemacht haben wir es uns heute Nacht mit Thomas Lippold (Recherche), Lotte Buschenhagen (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion). Morgen früh schreibt hier Christian Latz, was draußen los ist. Ich grüße Sie,