Urlaubsgrüße aus Australien: Checkpoint-Leserin Margret Wunderlich hat im Lone Pine Koala Sanctuary in Brisbane ein als „Platzhirsch“ verkleidetes Känguru entdeckt.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Wer der Platzhirsch in Berlin wird, entscheidet sich in ziemlich genau einem Jahr (im Herbst ‘26 wird gewählt). Mit der Rückkehr von Steffen Krach auf die Berliner Bühne ist der Wahlkampf offiziell eröffnet – mit all seinen kleinen Nettigkeiten. Am Montag lädt der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zur Sommer-Pressekonferenz, seit Tagen terminiert auf 9.30 Uhr im Roten Rathaus. Fast gleichzeitig hat die SPD nun die Vorstellung ihres neuen Spitzenkandidaten angesetzt: auf Montag, 9 Uhr im B-Part im Gleisdreieck. Selbst mit dem Flugtaxi schafft es danach niemand rechtzeitig ins Rote Rathaus.
Damit das im nächsten Jahr auch von innen wieder rot wird, gibt sich die SPD dieser Tage demonstrativ geschlossen. Bloß nicht in die Flügelkämpfe der vergangenen Monate zurückfallen. Deshalb dürfen bei der Verkündung am Montag auch alle dabei sein, die in der SPD etwas zu sagen haben: Die Landesvorsitzenden (2), der Geschäftsführende Landesvorstand (5), die Kreisvorsitzenden (9x2 + 3, darunter: Raed Saleh und Ruppert Stüwe) und Franziska Giffey. Selbst wenn man davon ausgeht, dass von den kreisvorsitzenden Doppelspitzen nur je eine kommt, macht das inklusiv Kandidat (Mathe mit dem Checkpoint): 21 Personen. Könnte ein Signal einer neuen Geschlossenheit sein. Oder ein Zeichen, dass hier noch alle mitreden wollen.
Für den Moment wollen wir die harmonische Einigkeit mal so stehen lassen und fügen unserer Sommerplaylist den Turtles-Hit „Happy Together“ hinzu.
Übrigens: Wenn am Sonntag gewählt würde, wäre... die SPD so schlau wie vorher. Bei unserer Abstimmung gestern trauten ihr 47 Prozent zu, der CDU im nächsten Jahr gefährlich werden zu können. Genauso viele nicht. Beginnt der Kampf um die übrigen sechs Prozent?
Harmonisch ging es dieser Tage auch in Prenzlauer Berg zu. Die Sredzkistraße am Kollwitzplatz ist seit einer Woche komplett für den Autoverkehr gesperrt, rot-weiße Baken wurden aufgestellt in Vorbereitung auf Bauarbeiten. Doch wie so oft in Berlin passierte daraufhin erstmal: nichts. Das nutzten Anwohner, um ein kleines, spontanes Straßenfest zu organisieren: Jugendliche sprühten Slogans wie „Wem gehört die Stadt“ und „Bärlin für alle“ und „Hier könnte ein Baum stehen“ auf den Asphalt, es kamen Musiker dazu, Kinder fuhren Fahrrad. Was für ein unfassbarer Platz war da auf einmal ohne die parkenden und fahrenden Autos?
Doch schon rief jemand die Polizei, Passanten meckerten: Wer soll das wieder abwaschen?! „Sprühkreide!“ beruhigte, mittendrin, unsere Kolumnistin Aline von Drateln, „der nächste Regen wäscht es wieder ab.“ Davon gab es gestern mehr als genug. Zurück bleibt eine graue Straße und eine fassungslose Kolumnistin: „Wenn die Autos hier alles verstopfen, stört sich niemand daran – aber an etwas Sprühkreide. Willkommen in Berlin!“
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Seit zwei Jahrzehnten prägt Domorganist Andreas Sieling mit virtuosem Spiel und höchstem künstlerischen Anspruch das musikalische Leben am Berliner Dom.
Im Jubiläumskonzert am 1. September 2025 spielt er an der großen Sauerorgel mit ihren 7.269 Pfeifen Werke, die ihm in seiner Zeit als Domorganist ans Herz gewachsen sind.
Tickets gibt es hier.
Währenddessen bewegt die neue Autobahn weiter die Stadt. Überraschend leer war die am Donnerstag, das befürchtete Verkehrschaos in Treptow bliebt aus. War die ganze Aufregung womöglich umsonst? Abwarten. Einerseits sind noch Ferien, anderseits ist die Autobahn gewissermaßen noch Exklusivwissen der gut informierten Stadtbewohner: Die gängigen Karten und Navigationssysteme zeigten die Strecke gestern noch nicht an – und schickten Ortsunkundige auf komplizierte Umwege. Vermutlich irgendwas mit Protest.
Proteste gibt es sehr sicher bei diesem Vorschlag: Nach der Eröffnung des 16. Bauabschnitts (Kommentar hier), plant der Bund bekanntlich bereits den 17. bis zur Storkower Straße – doch der FDP Berlin geht auch das nicht weit genug: „Der Autobahnring muss perspektivisch geschlossen werden“, sagt Generalsekretär Peter Langer. Bei der Planung des 17. Abschnitts müsse der 18. gleich mitgeplant werden.
„Wer ambitioniert denkt, handelt jetzt“, sagt Lange. „Ein solches Projekt kennt nur Gewinner.“ Wo die Verlierer wohnen (also: wo die Strecke langführen soll), sei allerdings „zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu beantworten“. Egal, denn: Der Ringschluss sei nicht weniger als eine Vision! „Von wo nach wo mit welcher Linienführung, kommt dann wie bei jedem Bauvorhaben im Verfahren.“
Zunächst sollten die Liberalen vielleicht die eigenen Reihen schließen. Der frühere FDP-Abgeordnete Roman-Francesco Rogat aus Friedrichshain-Kreuzberg findet schon den 17. Bauabschnitt zu viel. Er kommentiert auf X: „Bitte nicht“. Prognose: Da bleiben ein paar Lücken.

Jetzt wird’s ernst auf dem Feld: Stadtentwicklungssenator Christian Gaebler (SPD) findet, dass man für eine Randbebauung des Tempelhofer Feldes nicht noch einmal das Volk befragen muss (Quelle: Mopo). Das ist richtig (und altbekannt): Rechtlich ist es kein Problem, das Gesetz einfach im Parlament zu ändern. Politisch ist diese Entscheidung allerdings hochbrisant und symbolisch aufgeladen, nachdem das Gesetz per Volksentscheid im Jahr 2014 eine Bebauung verhindert hatte – weshalb Kai Wegner (CDU) keine Änderung vornehmen möchte, ohne das Volk erneut zu befragen (was er jedoch nicht selbst veranlassen kann).
Falls Sie noch Entscheidungshilfe brauchen: Am nächsten Samstag (6. September, 19 Uhr) spielt die Checkpoint-Band ein Open-Air-Konzert mitten auf dem Feld im Luftschloss. Drei bis fünf neue Songs bringen wir mit – die beiden mit den Arbeitstiteln „THF 1“ und „THF 2“ dürfen dabei durchaus als Debattenbeitrag verstanden werden. Ein paar Tickets gibt es noch, und zwar hier.
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Sehnsucht nach Italien? Am ersten Septemberwochenende laden tipBerlin und Viani ein zum Frizzante Food & Wine Festival: Genießen Sie spritzige Weine und aromatische Köstlichkeiten von über 50 Produzent:innen auf dem Mercato Italiano.
Bei mediterraner Atmosphäre tischen im Garten von St. Elisabeth die besten italienischen Restaurants der Stadt auf.
Weniger beliebt ist ein anderer Ort bei Berlinern. Meist sieht man den Checkpoint vor lauter Bussen nicht (nicht diesen hier, Charlie!). Um das Chaos zu entschärfen, will die Verkehrsverwaltung bis Ende des Jahres ein Konzept für den Checkpoint Charlie erarbeiten. „Vorgesehen ist, die Reisebusverkehre in der Berliner Innenstadt digital und flächeneffizient neu zu organisieren.“ Eine kürzlich von der TU erstellte Studie („Reisebusstrategie für Berlin“, 2021-23) nennt als mögliche Lösungsansätze: eine App für freie Parkplätze oder eine Verlagerung der Busse auf „vier zentrale Busparkplätze“. Revolutionär.
Seitenweise Sommer: Gemeinsam mit Berlins beliebtesten Kiezbuchhandlungen empfiehlt Team Checkpoint in den Ferien täglich ein Buch, das wie für die Hängematte gemacht ist. Heute eine Leseempfehlung von der „Buchhandlung Haberland“ aus Frohnau, u.a vorgeschlagen von Checkpoint-Leser Frank Scheibe.
Marianne Bloeck vom Haberland-Team empfiehlt von Elena Fischer „Paradise Garden“: „Billie,14, verliert ihre Mutter und macht sich auf die Suche nach ihrem Vater. Sie begibt sich auf einen abenteuerlichen Roadtrip. Mit Witz, Kummer und Ketchup erzählt die Autorin eine berührende Story über Familie, Herkunft und Hoffnung.“ Auch erhältlich im Tagesspiegel-Shop.
Und noch ein paar Leseempfehlungen:
Erst Spesenaffäre, jetzt Streit um die Aufklärung: Neue Vorwürfe gegen die Fraunhofer-Gesellschaft.
„Berlin ist zehn Minuten groß“: Andreas Eberhardt ist einer von zwei Piloten des ADAC-Helikopters „Christoph 31“. Ein Gespräch über stressige Einsätze und Berlin aus Vogelperspektive.
Als Vater auf Eltern-Kind-Kur: Unser Autor wollte etwas gegen seine Erschöpfung und seinen Bluthochdruck tun – und fand sich allein unter Müttern in Dreiviertelhosen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ein Sternchen weniger in Schöneberg: Björn Swanson, früherer Sternekoch, hat angekündigt, sein Restaurant „Faelt“ zu schließen. „game over. Nach 5 Jahren ist Schluss“, schrieb Swanson gestern Abend auf Facebook. Er sei müde, sich „von Krise zu Krise“ zu hangeln. „Fine dining ist für mich persönlich einfach uninteressant geworden“, schreibt Swanson, „Berlin ist aber auch nicht mehr das Berlin von einst – das macht die Entscheidung leichter.“ Am 30.11. soll der Keller leergetrunken werden.
Alle raus mussten gestern aus einem Haus in der Reinhardtstraße in Mitte, weil das Dach einsturzgefährdet ist.
Bald raus sind vermutlich alle in der Rigaer 94: Die Polizei rückte gestern Morgen mit Großaufgebot an, Fazit: „Berliner Autonome sind over, oder?“
Fall Sie keine Tickets für die ICC-Führungen bekommen haben, ist vielleicht dieses Angebot der S-Bahn etwas für Sie: Am „Tag der Schiene“ (20. September) können Sie den S-Bahnhof unter der Invalidenstraße besichtigen (Termine hier). Der Bahnhof ist fertig, wird wegen der von 2024 auf 2025 auf 2026 verschobenen Eröffnung der Linie S15 allerdings noch nicht angefahren. Nicht nur was für Pufferküsser.
Wer gerade noch schwanger einen Kuchen in die Kita gebracht hat, um vielleicht ein Jahr später eine Chance auf einen Platz zu bekommen, der kann diese Nachricht kaum glauben: Wegen fehlender Kinder könnten in Berlin bald Kitas schließen (Quelle: Mopo). Derzeit sind 19.000 Plätze frei. Oder wie wir es nennen: Segen der späten Geburt.
In der Arena feierte gestern Abend die Video-Plattform Youtube den 20. Geburtstag, mittendrin die 15-jährige Berlinerin Zahide Kayaci, besser bekannt als Zah1de, die es innerhalb kürzester Zeit auf knapp 1 Millionen Abonnenten bei Youtube schaffte (Psssst: Auf Tiktok sind es 8,5 Millionen). Ihr Song „Kotti d’Azur“ hat bereits 2,1 Million Aufrufe – da gratulierte selbst Porsche-Chef Oliver Blume (trotz ihres Profilbildes mit Ferrari).
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Dieser Leitfaden hilft, rechtliche Grundlagen zu verstehen, wichtige Verfügungen für Sie oder Ihre Angehörigen niederzuschreiben und alle notwendigen Unterlagen zu ordnen. Inkl. systematischer Checklisten, rechtsgültiger Muster für Patientenverfügungen, Verfügungen für Angehörige und Vorsorgevollmachten. Mehr
Joker fürs Betriebsstörungsbingo: Checkpoint-Leser Niklas B. stand vergangenen Samstag am Gesundbrunnen und wartete auf einen verspäteten Regionalexpress – wegen „Maßnahmen zur Betriebsstabilisierung“. Klingt gut, hilft wenig.
Kategorie: Hilft ja nix. Auch wenn es derzeit viele Gründe gibt, sich über die S-Bahn zu ärgern, kommt hier eine wichtige Durchsage für alle Studenten: Nachdem es im Frühjahr zu tagelangen Verzögerungen im Betriebsablauf kam, erinnert die S-Bahn auf Instagram daran, sich frühzeitig um das neue Ticket für das kommende Wintersemester zu kümmern. Eine Anleitung gibt es hier. Aber jetzt erstmal weiterschlafen, bitte.
Die Freibadsaison geht zu Ende (bei dem Wetter will eh niemand baden). Wenn’s Sie dennoch in den Flossen juckt: Wie wäre es etwa mit einer „imposanten Deluxe-Designer-Villa“ (heißt wirklich so) inklusive 40 Quadratmeter Pool in Schmargendorf? Sie ist laut Immoscout24 das drittteuerste Poolhaus in Deutschland und könnte für 18 Millionen Ihnen gehören.
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Am 14. September 2025 lädt der Tagesspiegel zum Land- und Genussmarkt ins Tagesspiegel-Verlagshaus ein. Erleben Sie einen Tag voller kulinarischer Köstlichkeiten und kultureller Highlights. Die Tagesspiegel-Redaktion und spannende Gäste bieten Lesungen, Gespräche und Einblicke in aktuelle Themen. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt anmelden
Wie soll Rosies Nachwuchs heißen, fragt der Tierpark Instagram: Die Roten Panda Zwillinge sind im Juni geboren (Flauschiges Bildmaterial hier). Vorschläge nehmen wir bis Sonntag entgegen unter checkpoint@tagesspiegel.de und reichen sie dann gesammelt an den Tierpark weiter.
Eisern kiffen? Mit Unions neuem Partner „Avaay Medical“ wird zum ersten Mal ein Cannabis-Hersteller zum Sponsor einer Bundesliga-Mannschaft. Wer Sorge hat, dass sich die Kabine nun in eine Hotbox verwandelt, kann entspannt ausatmen: Die Firma ist auf den medizinischen Einsatz von Cannabisprodukten spezialisiert. Es kommentiert ein Hertha-Fan (Name der Redaktion bekannt): „Als Union-Fan muss man sowieso benebelt sein.“
Zitat
„Where is Butterbrot?“
Ein Reddit-User vermisst sein Lieblingsrestaurant in der Oranienburger Straße.
Stadtleben
Verlosung – Liest man von den „Goldenen 20er Jahren“, denkt man vielleicht in erster Linie an Glamour und frivole Partys. Das ist schon richtig, aber, wie so oft, nur die halbe Wahrheit. Das Ensemble der Berliner Vocaphoniker, die sich inhaltlich dieser Zeit verschrieben haben, bietet neben den gängigen musikalischen Klischees auch weniger bekannte Couples und Kabarettsongs mit oft ironischen und zum Teil bissigen Texten. Für ein Konzert der Gruppe am 8. September um 20 Uhr im Schlosspark Theater, verlosen wir 2x2 Tickets. Teilnahme via Checkpoint-Postfach. Schloßstraße 48, S-Bhf. Rathaus Steglitz
Essen & Trinken (mit Urlaubsflair) – In dem Großraum-Restaurant „Mina“ an der East Side Gallery hat man durch die bodentiefen Fenster einen 1A-Blick auf den Sonnenuntergang über der Spree. Schön ist es auch drinnen – mit salbeigrünen Decken, hellen Marmortischen, Stühlen aus Wiener Geflecht, einem Wald aus Grünpflanzen und weißen Kacheln an den Wänden. Serviert wird eine nicht unbedingt naheliegende Mischung aus Italienisch und Levantinisch. Etwa Hummus und Taboulé vorneweg, dann hausgemachte Pasta mit diversen Edelkrustentieren oder Fregola mit Köfte, aber auch Steinbutt mit Vongole sowie gute Desserts und Pralinen. Mo bis Fr 17-24, Sa & So 12-24 Uhr, Mühlenstraße 64, S-Bhf. Warschauer Straße
Für umme – Wer fürs Wochenende noch keine Pläne hat, aufgepasst: am Samstag und Sonntag sind jeweils zwischen 11 und 18 Uhr Artisten, Jongleure, Zauberer, Walking Acts und Clowns in der Stadt. Oder zumindest im Nikolaiviertel, hier findet bereits zum dritten Mal das Kleinkunstfestival „Nikolaizauber“ statt. Mit dabei sind etwa Jule Schuster mit ihrer furiosen Darbietung auf dem Schlappseil, BLANKO mit seiner spektakulären Farb-Perfomance und die Akrobaten von „LaMetta“ kommen im goldenen Outfit als lebende Statuen. Für Familien gibt es einen Extra-Bereich am Knoblauchhaus. Nikolaikirchplatz, U-Bhf. Klosterstraße
Mit Anhang – Langsam neigen sich die Sommerferien dem Ende zu. Das ist natürlich kein Argument, jetzt schon für den Physikunterricht zu pauken. Oder etwa doch? Mit dem Ferienprogramm des Deutschen-Technikmuseums ist das auf jeden Fall kein allzu großes Leid. Im Gegenteil: Das Bühnenprogramm „Atmosph`Air“, bei der Nachwuchswissenschaftler alles zum Thema Luft lernen und das am Freitag zwischen 11.30 und 12 Uhr im Museumspark stattfindet, ist zum Beispiel ein großer Spaß. Museumstickets gibt es ab 6 €. Trebbiner Straße 9, U-Bhf. Gleisdreieck
Sommerhappen – Flammkuchen, Tarte oder Quiche klingen nach komplizierten Angelegenheiten. Mit einem fertigen Mürbe- oder Blätterteig aus dem Supermarkt, sind vereinfachte Varianten der Backwerke aber eine ziemlich schnelle Nummer. Wer sich nicht angreifbar machen will, nennt den Fertigteig mit zum Beispiel Äpfeln und etwas Zimtzucker belegt einfach: Spätsommerwähe.
Kiekste
Wie wär’s mit einem AusFLUG aufs Tempelhofer Feld am Wochenende? Das Flugpersonal steht jedenfalls schon bereit zum Takeoff. Schönen Dank an Leserin Sandra Ronca! Weitere bildliche Überflieger aus Berlin gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Regattastraße (Grünau): Richtung Köpenick zwischen Rabindranath-Tagore-Straße und Wassersportallee ist die Straße von 12 Uhr bis Montagmorgen, ca. 7 Uhr für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Schillerstraße (Lichterfelde): Bis Ende Januar 2026 ist die Straße in beiden Richtungen (einschließlich der Kreuzungsbereiche) Giesensdorfer Straße und Goethestraße für den Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Reinhardtstraße (Mitte): Die Straße ist bis auf Weiteres in beiden Richtungen zwischen Friedrichstraße und Albrechtstraße vollständig gesperrt.
Kurfürstenstraße (Tiergarten): Bis Ende September an der Kreuzung Karl-Heinrich-Ulrichs-Straße Richtung Schillstraße ein Fahrstreifen gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 14 Demos angemeldet (Stand 28.8., 14 Uhr), u.a. „Protestcamp gegen Polizeigewalt gegen palästinasolidarische Aktivisten, Protestler und Palästinenser in Berlin (...)“: 200 Demonstrierende, Heinrich-von-Gagern-Straße (0-24 Uhr)
„Für Grundrechte und politische Meinungsfreiheit“: 15 Teilnehmende, Turmstraße 91 (11-16 Uhr)
„Unsere Parkringbrücke - Demonstration für kulturellen Austausch im öffentlichen Raum“: 50 Protestierende, Parkringbrücke (15-22 Uhr)
„Wie kann ein 3. (atomarer) Weltkrieg verhindert werden“: 20 Personen, „MLPD“, Regine-Hildebrandt-Park (16.30-18 Uhr)
„Gegen den Diktator Abdel Fattah as-Sisi – Für das Recht der Ägypter, sich mit Palästina zu solidarisieren und humanitäre Hilfe zu leisten“: 50 Teilnehmende, „Deutsch-Ägyptische Union für Demokratie“, Stauffenbergstraße 6-7 (17-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 28 Demos, u.a. „10 Jahre Liebe – Gemeinsam für eine gerechtere Zukunft“: 17.000 Menschen, „Zug der Liebe e.V.“, ab Bernauer Straße über Danziger Straße, Landsberger Allee, Platz der Vereinten Nationen, Strausberger Platz, Spandauer Straße, Schloßplatz, Friedrichstraße bis Axel-Springer-Straße und Lobeckstraße (13-22 Uhr)
„Inter* Nichtbinär Trans* Agender Pride im Solidarität mit allem INTA* Menschen“: 500 Personen, ab Panoramastraße über Karl-Liebknecht-Straße, Karl-Marx-Allee, Frankfurter Allee bis Rathauspark (14-19 Uhr)
„Die Stimme der Menschlichkeit erheben Demonstration für Palästina“: 600 Personen, ab S-Bhf. Neukölln über Karl-Marx-Straße, Hermannstraße und wieder zurück (15-19 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Queer are the people - Stärkung der Präsenz der queeren Community und der queer-orientierten Projekte in Pankow (...)“: 1.00 Menschen, „Tipsy Bear Berlin“, ab Rosa-Luxemburg Platz über Torstraße, Rosenthaler Platz - Brunnenstraße, Zionskirchstraße, Kastanienallee bis -Eberswalder Straße (10-22 Uhr)
„Antikriegs/Weltfriedenstag“: 1.00 Teilnehmende, „Berliner Friedenskoordination“, Rathausstraße 15 (13-17 Uhr)
„US-Demonstration zum Labor Day: Arbeiter statt Milliardäre. Die Berliner Sektion der Democrats Abroad (...)“: 80 Menschen, „Democrats Abroad“, Pariser Platz 2 (14-16 Uhr)
Gericht – Der Prozess um einen tödlichen Treppensturz in Berlin-Neukölln geht weiter. Zwei 25- und 29-Jährige sind wegen Raubes mit Todesfolge angeklagt. Sie sollen einen 38-Jährigen und dessen Begleiterin in einem Mehrfamilienhaus attackiert haben. Der Frau sei ein Karton mit Drogen entrissen worden, der Mann sei nach einem Kopfstoß die Treppe hinuntergestürzt. Er starb zwei Tage später (9.00 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A504).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Eva Cancik-Kirschbaum (60), Altorientalistin, seit 2003 für Altorientalische Philologie und Geschichte am Seminar für Altorientalistik der Freien Universität Berlin / „Ich möchte meiner wunderbaren Tochter Vivien Eichner zu ihrem 24. Geburtstag gratulieren“ / Hoch sollste leben, lieber Marius Gerards! Deine Berlincrew feiert Dich – online und analog! / „Unsere Ama – Annemarie Gerke – wird 99 und die ganze große Familie gratuliert Dir herzlich und wünscht Dir weiterhin viel Freude bei der täglichen Lektüre Deines Tagesspiegels“ / „Die üblichen Verdächtigen gratulieren ihrer Freundin und Hobby-Japanologin Helli Hapel zum besonderen Geburtstag sehr herzlich und wünschen ein gesundes und möglichst sorgenfreies neues Lebensjahr mit viel Zeit für Familie, Freunde, Reisen, Kulinarik und Origami“ / Felix von Jascheroff (43), Schauspieler und Sänger / „Lieber Jochen, rechtzeitig zum 80. Geburtstag wieder zu Hause. Wir freuen uns mit und wünschen Dir von Herzen alles Gute und weitere Genesung. Deine Nachbarn Irene & Thomas“ / Lucas Vogelsang (40), Autor und Journalist, war als freier Autor für den Tagesspiegel tätig und begründete den 11 Freunde Liveticker
Sonnabend – Stefan Bollinger (71), Politikwissenschaftler und Historiker, Mitglied der historischen Kommission der Partei Die Linke und der Leibniz-Sozietät / Christoph Meyer (50), Politiker, Landesvorsitzender der FDP Berlin / „Liebe Mutti und Oma – alles Liebe zu Deinem Geburtstag! Bleib schön gesund und lass Dich feiern. Nina, Nico, Carmen, Jörn und Birgit & Peppi“ / Aldona Maria Niemczyk (56), Politikerin (CDU), Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin / Helge Schneider (70), Musiker, Kabarettist, Schriftsteller & Schauspieler / Marcus Weichert (50), Politiker (CDU), ehemaliges Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses und ehemaliger Pressesprecher der Berliner Wall AG
Sonntag – Ante Čović (50), ehemaliger Fußballspieler und heutiger Trainer bei Hertha BSC / Manuela Golz (60), Schriftstellerin, arbeitete als Psychotherapeutin bevor sie mit 2006 ihren ersten Roman „Ferien bei den Hottentotten“ veröffentlichte / Ono Ngcala (51), Sänger und Rapper, mit San Gabriel und Walera gründete er 2004 in Berlin die Gruppe DATA MC und veröffentlichte bisher zwei Alben. Sein aktuellstes Album „Die Berliner Luft“ erschien 2022
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Huw Ross Bownson, * 19. Mai 1976, verstorben am 14. August 2025 / Rüdiger Ottilie-Henking, * 7. Januar 1953, verstorben am 12. August 2025 / Ernst Räther, * 15. Mai 1936, verstorben am 26. Juli 2025 / Dr. Hans-Oskar Richter, * 8. Januar 1940, verstorben am 31. Juli 2025
Stolperstein – Sally Cohn wurde am 28. November 1875 in Berlin geboren. Am 28. August 1907 heiratete er Rosa Kleinmann, das Ehepaar hatte ein Kind. Am 28. Mai 1943 wurden er und seine Frau aus dem Hospital des Jüdischen Altersheims in der Auguststraße verschleppt und in das Ghetto Theresienstadt deportiert. Dort wurde er am 29. August 1943 ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Grolmanstraße 34 /35 in Charlottenburg an Sally Cohn.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: ein Spaziergang durchs Nikolaiviertel.
Nikolaiviertel? Nikolaiviertel! Hört man sich unter Neu-Berlinern um, haben erstaunlich viele noch nie von Berlins historischem Herzen gehört, geschweige denn dass sie dort waren. Dabei lohnt ein Spaziergang – selbst wenn man nicht in einem der mehreren Restaurants mit deutscher Küche einkehren will. Ja, die vielen Touristen und auch der rund ums Jahr offene Erzgebirgische Weihnachtsmarkt sind gewöhnungsbedürftig. Aber so pittoreske Ecken wie rund um die Nikolaikirche findet man in Berlins Zentrum sonst fast nirgends.
Mit viel Liebe recherchiert haben gestern Aline von Drateln, Christian Latz, Jessica Gummersbach und Christoph Papenhausen. Tobias Langley-Hunt hat die Spezialitäten serviert (Stadtleben) und Jennifer Katona in der Früh alles ordentlich sortiert (Produktion). Morgen startet hier das Wochenende mit Jessica Gummersbach.
Wir sehen uns hier am Montag wieder.
Bis dahin,
