der heimliche Star der Olympischen Winterspiele heißt: Berlin. Genauer gesagt: das in Köpenick ansässige Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten (FES). Dort werden unter anderem Schlitten, Bobs und Ski für die deutsche Wintersportelite entwickelt. Damit ist das FES aktuell an 14 von 17 Medaillen des deutschen Teams in Italien beteiligt. Nimm das, Markus Söder!
Wir erreichen Michael Nitsch, Direktor des Instituts, am Eiskanal in Cortina d’Ampezzo – wo auch sonst. Auf die bisherigen Ergebnisse sei man „sehr stolz“, sagt Nitsch dem Checkpoint – als „Teil eines gut funktionierenden Teams“. Fast 100 Leute tüfteln und werkeln am FES an Sport- und Messgeräten – auch für Sommerdisziplinen und den Parasport. Rund zehn Millionen Euro bekommt das Institut dafür jedes Jahr vom Bund.
Ziel sei nicht, „mit Steuergeld etwas Funktionierendes vom Markt zu verdrängen“, erklärt Nitsch den Auftrag. Deswegen sei man etwa im Bereich Ski Alpin, also der klassischen Abfahrt, weniger aktiv, weil es dafür viele gute kommerzielle Anbieter gebe. Beim Bob oder Skeleton, nicht die klassischen Hobbysportarten, sei das anders. „Diese Lücke wollen wir füllen“, sagt Nitsch.
Happy End für Hallervorden. Die Investitionsbank Berlin-Brandenburg hatte vom Unternehmen des Schauspielers („Halliwood“) mehr als 2,2 Millionen Euro Coronahilfen zurückgefordert (Checkpoint exklusiv vom 9.2.). Jetzt teilte die IBB Hallervorden mit, dass seinem Widerspruch stattgegeben wurde – demnach sind sämtliche Zahlungsforderungen aufgehoben. Begründet hatte die IBB den ursprünglichen Bescheid damit, dass „Halliwood“ der Anforderung nach Verwendungsnachweisen zunächst nicht oder nur unzureichend nachgekommen sei. Das Unternehmen hatte das bestritten. Möglicherweise waren die Unterlagen zunächst nicht über das vorgeschriebene Portal eingereicht worden. Bei den nachträglich vorgelegten Abrechnungen gab es offenbar keine Beanstandungen mehr. Der Fall hatte auch den Regierenden Bürgermeister erreicht und die Senatskanzlei beschäftigt.
Eines der Top-Themen des Berliner Wahlkampfes scheint Integration zu werden – die aktuellen Kürzungen bei Kursen stoßen auf Unverständnis und Empörung (u. a. CP von gestern), etliche Koalitionsversprechen wurden nicht eingelöst, bei der Unterbringung droht ein Desaster.
Aber es gibt auch neue Ideen: Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe schlägt eine „Gemeinschaftspauschale für ganz Deutschland“ vor – so wie es Berlin gerade vormacht: Die Bezirke erhalten vom Senat jetzt einen Festbetrag je Unterkunftsplatz. Wie sie das Geld verwenden, bleibt dann ihnen überlassen. In einem Papier, das Kiziltepe gemeinsam mit der früheren SPD-Präsidentschaftskandidatin Gesine Schwan verfasst hat und das dem Checkpoint vorliegt, heißt es: „Damit eröffnet sich eine neue Perspektive auf Migration, die die Interessen sowohl der Nachbarinnen und Nachbarn als auch der Geflüchteten zusammen sieht.“
Konkrete Wege zum Ziel bei Unterbringung, Anträgen, Bildung und Arbeit von Migrantinnen und Migranten öffnen sich heute Abend in Neukölln beim „Bürger:innen-Talk“ der Diakonie zum Thema „Stadt bilden, Wirtschaft stärken – Integration in Berlin“. Es diskutieren Katharina Senge, Sprecherin für Integration der CDU-Fraktion, Marcel Hopp, Sprecher für Bildung, Wissenschaft und Forschung der SPD-Fraktion, Antonia Petersen, zuständig für Arbeitsmarktpolitik bei den Unternehmensverbänden Berlin-Brandenburg, Oliver Unglaube, Geschäftsführer Diakoniewerk Simeon – und gerne auch Sie, wenn Sie dabei sein wollen. Denn Ihre Stimme, Ihre Erfahrung, Ihre Meinung ist hier gefragt! Und bei der Moderation sorgt der Checkpoint dafür, dass Sie auch drankommen. Ort: Diakoniewerk Simeon, Haus der Begegnung, Morusstraße 18A, 12053 Berlin. Beginn: 18:00 Uhr.
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„Eine märchenhafte Sensation“ (Florian Illies) aus dem Nachlass des Jahrhundertdramatikers Heiner Müller wird am 25. Februar in der Akademie der Künste am Pariser Platz präsentiert. Um 19 Uhr liest der Schauspieler Martin Wuttke aus dem im Januar 1945 begonnenen Notizbuch, Katja Lange-Müller, Simon Strauß, Mark Lammert u. a. diskutieren über einen öffentlichen Intellektuellen, wie es ihn heute nicht mehr gibt.
Infos und Tickets hier
Lufthansachef Carsten Spohr hat bei seinem traditionellen Neujahrsempfang im Konzerthaus nicht zum ersten Mal Fremdschamgefühle bei seinen Gästen ausgelöst (CP v. 13.2.).
An welchen peinlichen Auftritt Spohrs sich Dauerteilnehmer der Empfänge auch heute noch nur mit Grausen erinnern, erfahren Sie in der ungekürzten Checkpoint-Vollversion. Dort steht heute auch, welche CDU-Mitglieder unter Parlamentspräsidentin Cornelia Seibeld bei öffentlichen Ausschreibungen auf der Karriereleiter gerade nach oben gefallen sind – und was für einen heiklen Job unter Senatsbeobachtung der Bruder von Raed Saleh, Malek Saleh, gerade übernommen hat.
Die ungekürzte Checkpoint-Vollversion lesen Sie täglich mit einem T-Plus-Abo – ebenso wie alle Plus-Texte auf tagesspiegel.de und in unserer App. Nur für kurze Zeit können Sie die Vorteile des Abos jetzt 6 Wochen lang für nur 1 Euro testen (auf Wunsch inklusive E-Paper). Und mit etwas Glück gewinnen Sie dazu auch noch eine von 30 Kino-Jahreskarten „York Unlimited“ im Wert von jeweils 238,80 Euro.
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Nanu? Der Senat verbietet neue Taxen! Und zwar „ab sofort und zunächst begrenzt auf eine Dauer von einem Jahr“ (Q: Verkehrsverwaltung). Damit soll die „langfristige Funktionsfähigkeit des Taxengewerbes“ gesichert werden. Baris Alkan, Vorstandsmitglied der Taxi-Innung, sagt dazu dem Checkpoint. „Wir kämpfen schon lange dafür.“ Denn erst hatten Mietwagenbetriebe wie Uber den Taxi-Betrieben mit Dumpingpreisen zu schaffen gemacht (oft ermöglicht durch Steuerhinterziehung oder Sozialbetrug). Dann, als die Behörden dagegen vorgingen, meldeten viele dieser Firmen offizielle Taxiunternehmen an – und verschärften so abermals die Konkurrenz. Was den Billiglöhnern zugute kam: 2021 wurde die Ortskundeprüfung abgeschafft. Nicht nur für frühere Studenten (damals hieß das so) ein Sakrileg: Ein Uni-Leben ohne Taxischein war möglich, aber sinnlos. Und wer weiß denn heute schon noch, wie viele Waldstraßen es in Berlin gibt (außer Google Maps und dem Checkpoint – es sind 12)!
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Wir kommen zur Frage für Berlinkenner, heute in drei Teilen als Fortsetzung der Meldung „Da darf selbst der Späti keine Milch anbieten“ (CP von gestern):
1. Wie viele Partnerstädte hat Berlin (Kategorie „Nicht ganz leicht“)?
2. Wie heißen diese Partnerstädte (Kategorie „Schon schwerer“)?
3. Wie viele Partnerstädte haben ein ähnlich rigoroses Sonntagsverkaufsverbot wie Berlin (Kategorie „Ganz leicht“)?
Die Auflösung zu 1. und 2. finden Sie am Ende der heutigen Telegramm-Meldungen, die Auflösung zu 3. lautet selbstverständlich:
Null (basierend auf einer Untersuchung des Handelsverbands Berlin-Brandenburg exklusiv für den Checkpoint).
Wir schalten um zur Sonntagsfrage: Wie hätten Sie’s denn gern?

Achtung, Achtung! Hier spricht Ihr ganz persönlicher Ticketalarm! Aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen haben wir soeben erfahren, dass es ab sofort wieder Eintrittskarten für die legendäre Checkpoint-Berlin-Revue gibt! Neues Datum: 16. April 2026. Neuer Ort: Comedyclub „Punchline“ (direkt am Musicaltheater am Potsdamer Platz). Aber sagen Sie’s bloß nicht weiter, bevor Sie nicht selbst Ihren Platz ausgesucht haben – alle sechs Shows im vergangenen Jahr waren nach kurzer Zeit restlos ausverkauft. Ihre Tickets können Sie sich hier unter diesem Link sichern.

Telegramm
Karneval in Deutschland – oder wie es in Berlin heißt: Februar. Heute geht die närrische Session zu Ende – und nach 18 Jahren auch die Amtszeit von Berlins Festkomitee-Präsidenten Klaus Heimann. Zum Abschied hat er dem Checkpoint verraten, wem er gerne mal die Narrenkappe aufsetzen würde: „Ich wage mich ganz nach oben zum Regierenden Bürgermeister – der hat so viel Platz auf dem Kopf!“ Tätää.
Wir kommen zu den aktuellen Verschiebungen (alles Meldungen von gestern)
+ Um eine Woche wird der Stau auf der A115 am Messedamm verschoben – weil auch die Bauarbeiten an Ringbahn und Westendbrücke verschoben wurden.
+ Um mehr als einen Monat wird die Wiedereröffnung der Bahnstrecke zwischen Berlin und Hamburg verschoben – statt Anfang Mai soll es jetzt Mitte Juni so weit sein.
+ Um zwei Monate verschiebt sich die Fertigstellung des Marie-Elisabeth-Lüders-Hauses des Bundestags – darüber informierte die Abgeordneten Vizeparlamentspräsident Omid Nouripour, der auch nicht die ganze Wahrheit verschwieg: „Der Bau ist jetzt im 13. Jahr in Verzug.“
+ Um ein Jahr wird der Bebauungsplan fürs Schwimmbad am Schlosspark Schönhausen verschoben (dafür soll dann aber mehr als ein Jahr schneller gebaut als geplant werden).
+ Auf unbestimmte Zeit wird die Premiere der neuen Superstraßenbahn „Urbanliner“ verschoben – erst nachdem 65 Züge bestellt waren, kam die Frage auf, ob die Dinger vielleicht zu superschwer für die sensiblen Berliner Brücken (und Tunnel) sein könnten. Kai Wegner, der am Montag damit losfahren wollte, musste wieder auf den Dienstwagen umsteigen.
Falls Sie in der „Mall of Berlin“ auf Weihnachtsengel stoßen: Keine Angst - die hängen nicht schon wieder, sondern immer noch (und zwar in der ansonsten leergeräumten Wormland-Pleite-Filiale).
Falls Sie auch zu den Berlin-Melancholikern gehören, die gerne mal jammern: „Was ist bloß aus unserer Stadt geworden?“ – hier hätten wir eine Antwort: Wir sind vielleicht nicht mehr ganz so knorke, aber dafür bieten wir hier jetzt „spezialisierte Accelerator-Programme und Matching-Formate für Entrepreneurship-Talente“ an. Klingt auf Deutsch zwar wie „Fahrstuhlfahren zu zweit für begabte Berlin-Abenteurer“, beschreibt aber den „Identitätswechsel“ einer „Startup Factory“. Sagt jedenfalls Jana Jones (heißt wirklich so) von „Juni“ (heißt auch so). Falls der Fahrstuhl steckenbleibt, reicht’s sicher noch für eine ganz gewöhnliche Berliner Fuckup-Night.
Ausdrucken, einscannen, hochladen – so wird nach wie vor die Übersicht der Bezirksfinanzen in Lichtenberg online gestellt. Der Bezirk verweist auf die Zuständigkeit der Finanzverwaltung und auf das neue Kassenprogramm. Aber ob das zu mehr in der Lage ist als das bisherige halbanaloge Amt „bzw. in die Lage versetzt werden kann“, bleibe (Sie ahnen es sicher schon, na klar): „abzuwarten“. (Q: KA/1101/IX, BV Andreas Büchner).
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Unartige Invasion von invasiven Arten: Staudenknöterich, Drüsiges Springkraut und Kanadische Goldrute sind (nicht nur) in Treptow-Köpenick unerwünscht. Der Bezirk informiert auf neuen digitalen Informationsblättern, welches Kraut dagegen gewachsen ist.
Aus gegebenem Anlass verbeugt sich der Checkpoint hier heute feierlich vor einer landespolitischen Institution: der vor 50 Jahren als „jugend- und kommunalpolitischer Pressedienst“ gegründeten Zeitung „paperpress“, die auch heute noch täglich als PDF-Newsletter erscheint und das politisch-persönliche Leben der Stadt seziert – leidenschaftlich, und das bedeutet: mal jubelnd, mal wütend, mal lobend, oft tadelnd, gelegentlich lustig und immer streng subjektiv (aber unabhängig) in die Tasten gehauen vom Gründer und Herausgeber Ed Koch, und zwar nur von ihm. Wir gratulieren! (Alle alten Ausgaben und die jeweils neueste gibt’s hier).
Apropos 50: Das ist dem Verwaltungsgericht zu schnell – jedenfalls auf der Steglitzer Saarstraße, auf der es demnächst wieder ab 30 blitzt: Der Widerspruch eines Anwohners gegen das Retemporisierungsprogramm von Verkehrssenatorin Ute Bonde hatte Erfolg.
137 Fahrräder wurden in der vergangenen Woche geklaut – das sind 45 mehr als in der Woche zuvor und insgesamt seit Jahresbeginn 891 im Wert von 1,2 Mio. Euro. (Q: Tagessiegel-Auswertung von Polizeidaten).
Berlinale-Stars heute: u. a. Juliette Binoche und Ethan Hawke (wen sie sonst noch so in der Stadt treffen könnten, erfahren Sie hier). Und die Berlinale-Kolumne von Robert Ide, die diesmal sehr persönlich geworden ist, finden Sie hier.
Zur Auflösung der Fragen für Berlinkenner: Berlin hat 19 Partnerstädte – es sind Budapest, Buenos Aires, Brüssel, Istanbul, Jakarta, Kyiv, London, Los Angeles, Madrid, Moskau (ruhend), Mexiko-Stadt, Paris, Peking, Prag, Taschkent, Tel Aviv, Tokio, Warschau und Windhoek. Und überall gibt’s sonntags problemlos Milch zu kaufen!
Zitat
„Ich würde mir wünschen, dass sich Biggy van Blond oder Désirée Nick als Kandidatinnen für das Bundespräsidentenamt bewerben dürfen.“
Aus einem Leserbrief an die „Berliner Morgenpost“
Kiekste
Rote Teppiche gibt's nicht nur auf der Berlinale, sondern (Marke Eigenbau) auch in der Kaiserin-Augusta-Straße in Tempelhof. Eiskalt fotografiert von Checkpoint-Leser Klaus Dethlefsen. Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Peter Freund (74), Schriftsteller, Drehbuchautor und Filmproduzent / Stefan Kretzschmar (53), ehemaliger Handballspieler, bis September 2025 Sportvorstand bei den Füchsen Berlin / „Liebe Rita, alles Liebe und die herzlichsten Glückwünsche zu Deinem 72. Geburtstag! Wünschen Rainer und die ganze Familie“ / Claudia Schoppmann (68), Historikerin, Autorin und Publizistin, wurde bekannt für ihre Beiträge zur deutschsprachigen Lesbenforschung / Sebastian Walter (47), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses / Eckart Werthebach (86), Jurist und Politiker (CDU), ehemaliger Präsident des Bundesamts für Verfassungsschutz sowie von 1998 bis 2001 Senator für Inneres in Berlin
Nachträglich: „Lieber Uwe, von Berlin nach Bottrop abgewandert – aber Berlin für immer im Herzen. Allet Jute zum 83. Geburtstag, wünschen Dir Vera, Anna & David“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Ingrid Karberg, * 3. August 1936, verstorben am 25. Januar 2026 / Karl-Heinz Kuper, * 24. September 1937, verstorben am 12. Januar 2026 / Maria Angelika Krause, * 20. Aril 1951, verstorben am 4. Januar 2026
Stolperstein – Jüdel Laufer (*1890 in Zalubince/Galizien) war verheiratet mit Czarna Laufer, geb. Fink und Vater von zwei Töchtern. Im Oktober 1938 wurde er im Rahmen der sogenannten „Polenaktion“ nach Bentschen verschleppt und am 13. September 1939 in das KZ Sachsenhausen deportiert. Hier wurde er am 17. Februar 1940 von den Nazis ermordet. Seine Frau und seine zwei Töchter wurden in Auschwitz ermordet. An Jüdel Laufer erinnert ein Stolperstein in der Neuen Schönhauser Straße 10 in Mitte.
Encore
Zuletzt noch unser Berlinale-Abspann: Wir stellen täglich eine Spielstätte vor und nennen Filme, die dort laufen. Tickets gibt’s immer drei Tage vor der Vorführung. Diesmal im Blick: das Kiez-Kino Casablanca in Adlershof, Teil der Reihe „Berlinale Goes Kiez“. 1914 eröffnet, später als DDR-Kostümfundus genutzt, wurde es 1994 nach Restaurierung wiedereröffnet. Als Nachspielkino zeigt es Mainstreamfilme und Filmkunstperlen (S Adlershof).
Am 20. Februar laufen hier das Familiendrama „Etwas ganz Besonderes“ von Eva Trobisch mit Max Riemelt, der brasilianische Animationsfilm „Papaya“ über ein Samenkorn auf dem Mittelstreifen einer Autobahn und „Vier minus drei“, über eine Frau, die durch einen Unfall schlagartig ihre Familie verliert.
Voll im Film waren heute Anne Roggensack, Anke Myrrhe, Christian Latz und Felix Hackenbruch (Hinweise und Recherche) sowie Tobias Langley-Hunt (Stadtleben). Produktion: Clara Kreuzberg. Morgen drehen hier Jessica Gummersbach und Stefan Jacobs weiter an unserem Checkpoint-Berlinfilm.
Bis dahin,
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