Sonnabend und Sonntag heiter bis verregnet bei höchstens 8°C

Apfelgalerie in Schöneberg: Ausstellung mit rund 200 verschiedenen ApfelsortenAugen auf, Ohren gespitzt: Nordic Film Music Days und die Bedeutung von Klängen im FilmFür den kombinatorischen Feinsinn: Schauergeschichten auf nächtlichen Gruseltouren aufklären

wie gewohnt beginnen wir den Samstagmorgen an dieser Stelle mit einem kurzen Überblick über die Geschehnisse der letzten Stunden:

+++ Sondierungen nach Berlin-Wahl 2023: „Offene und spannende Gespräche“ – Grüne und CDU verhandeln am Mittwoch weiter. Lesen Sie mehr in unserem Blog zur Berlin-Wahl.

+++ Ehemalige Berliner SPD-Wähler packen aus: „Ich habe die CDU nicht aus Überzeugung gewählt“. Beim letzten Mal wählten sie noch die Sozialdemokraten, diesmal haben sie ihr Kreuzchen woanders gesetzt. Woran hat es gelegen? Enttäuschte Wähler erzählen.

+++ Was geschah mit Rebecca Reusch?: Wie die Berliner Ermittler den Vermisstenfall nach vier Jahren noch lösen könnten. Am 18. Februar 2019 verschwand die 15-jährige Schülerin aus Neukölln spurlos. Ist Rebecca Opfer eines perfekten Mordes geworden? Sechs Punkte, auf die es jetzt ankommt.

Unser Berlin-Ressort von tagesspiegel.de hält Sie fortlaufend über alles Wichtige in und um Berlin auf dem Laufenden.

Trotz so mancher frühlingshafter Augenblicke der letzten Woche könnte die 73. Berlinale – ein Indoor-Event! – angesichts der Wettervorhersage kaum besser getaktet sein. Wer aber, statt sich im Filmrausch in die Fantasiegeschichten anderer Leute einzufühlen, auch selbst was erleben will, liest weiter.

Samstagmorgen – Die Natur – zumal bei diesem Wetter! – ist keine Kunst. Es sei denn, man malt sie ins Gemälde, fotografiert sie, meißelt sie aus dem Stein. Oder man verzichtet auf alle Zwischenschritte und stellt sie im Geist des „Objet trouvé“ einfach direkt aus.

Mein Wochenende mit

Durchgecheckt

Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.

„Wer einen Balkon hat, hat Grund zur Freude. Chantal, die charmante Sau von Nebenan, und meine Wenigkeit teilen uns schon länger einen. Genau genommen teilen wir uns den Balkon schon lange mit vielen anderen, die ihn gewissermaßen auch mit uns teilen, es ist verzwickt. Es handelt sich nämlich um den Berliner Balkon zwischen Kaulsdorf und Mahlsdorf, der ja irgendwie allen Berliner:innen gehört, also auch uns. Ein grünes Plateau mit Panoramablick, das sich an grauen Tagen auf das Gemüt niederschlägt, wie die Ostsee nachts im Winter: bonjour Tristesse, oder, für weniger romantisch veranlagte Gemüter: bonjour minimalistisch reduzierter Luftraum mit Boden. Schön bis schön melancholisch ist es, hier am Wegesrand im Gras zu liegen, die Gedanken und den Blick in die Ferne schweifen zu lassen und sich dabei die Ohren von gelegentlichen Eisböen anlegen zu lassen. Hier mäandert der Pfad wie mit Aquarell dahin gehaucht, da schimmern die Kaulsdorfer Seen und tummeln sich die von weiter Ferne zugezogenen Reiher und Störche. Und rechts rum sieht man die Freie Schule am Elsengrund, die ab und an wegen rechtsextremer Lehrkräfte Schlagzeilen macht. Eine ganz schöne Vielfalt also, die auch das Denkorgan stimuliert. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“

Lese­empfehlungen

Gehst du noch einkaufen oder isst du schon? Wer sich über die orangefarbenen Lieferwagen mit Obstbildern darauf wundert, die neuerdings auf Berlins Straßen unterwegs sind: Sönke Matschurek (T+) über einen neuen Player im Lieferdienstmarkt und den Wandel der Esszeit.

Manche Realdramen sind so gut, dass sie in die Theatergeschichte eingehen könnten. Aber nicht nur da: Das ums französische Renteneintrittsalter spielt bereits im fünften Akt. Was noch so kommen könnte und was das mit uns zu tun hat, überlegt Max Tholl (T+)

Von Paris nach Rom: Die aus dem antiken Rom sind wertvolle Museumsstücke: Gullydeckel mit der Aufschrift SPQR: „senatus populusque romanus“, dem Senat und dem römischen Volk. Fun Fact: In der italienischen Übersetzung von Asterix erkannten die Gallier darin „Sono Pazzi, Questi Romani“: Die spinnen, die Römer. Neue Gullydeckel bekommt nun auch Berlin. Was das für Pendler bedeutet, weiß André Görke (T+).

Aber Moment mal, Behinderungen des Autoverkehrs? Will nicht mal jemand prüfen, ob auch hier ein Fall von Nötigung vorliegt?

Wochen­rätsel

Gewonnen! Ein System, in dem zu viel untergraben wird, droht früher oder später einzustürzen. So ist das auch in Berlin, wo bereits Maßnahmen eingeleitet werden gegen:

a) Grabräuber-Gangs
b) Antigender-Putschisten
c) Wildkaninchen

Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!

Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.

Jetzt mitmachen

Encore

Zeit für unseren täglichen Blick ins Berlinale-Programm, heute mit einem Film der Sparte Generation Kplus. Der Plot von „Shen Hai“: Seit ihre Mutter die Familie verlassen hat, ist Shenxiu tieftraurig. „Nach einem Sturm auf See erwacht sie in einer kaleidoskopartigen Traumwelt aus wirbelnden Farben und Wasserfällen, lebendig in 3-D animiert. Geführt von der vieläugigen Hyjinx macht sie sich auf die Suche nach dem Auge der Tiefsee, wo sie ihre Mutter zu finden hofft.“ Später taucht dann auch noch Nanhe auf, ein Koch und Kapitän, dessen Unterwasserrestaurant nur Schulden macht. Um sein Lokal zu retten, braucht er Zutaten für seine berühmte Suppe. Ob er die findet? Das erfahren Sie um 10 Uhr im Zoopalast.

Diesen Checkpoint hat Ihnen Florian Schwabe heute früh auf den Bildschirm gezwitschert, am Montag trällert Ann-Kathrin Hipp von den Dächern Berlins.

Ihr Thomas Wochnik