natürlich, Tocotronic-Superbarde Dirk von Lowtzow weiß es schon seit 1995: Digital ist besser. Als Meister der Selbstbeherrschung hat sich der Senat bislang mit Digitalisierungsmaßnahmen zurückgehalten – vor allem, wenn es ums eigene Revier ging. Drei Schritte vom Abgrund entfernt, soll nun zumindest der Impf-Prozess schnell modernisiert werden: Jungs und Mädels, hier kommt der Masterplan! An einem Dienstag im September wurde also vom Senat beschlossen: Der gelbe Analog-Impfpass reicht nicht mehr. Überall dort, wo 2G gilt – in Restaurants, Clubs oder auf Veranstaltungen – , muss jetzt ein digital lesbarer Nachweis her. Entweder durch die Corona-Warn-App oder einen ausgedruckten QR-Code. Zu 3G-Events darf man froh analog bleiben.
Die Idee ist gut – aber ist die Welt schon bereit dafür? Hauptsache, es läuft besser als letztes Jahr im Sommer: Da steuerte man ohne Schutz in den düsteren Corona-Herbst. Hoffen wir einfach, von Lowtzow wollte 1995 nicht nur einen schlauen Spruch machen (kann ja auch sein), sondern digital ist wirklich besser. Vielleicht verliert dann auch das verfallene und gänzlich analoge Tocotronic-Ticket auf meinem Schreibtisch bald seine Melancholie. Ich weiß es nicht. Das schreibt man als Journalist eh zu selten.
Apropos Meister der Selbstbeherrschung: Am 15. September war ein Checkpoint-Leser zu Gast im Funkhaus Berlin bei einem Konzert des DJs Nicola Cruz. Er ärgerte sich darüber, dass trotz 2G-Regel keine Kontrolle seines Impf-Status‘ stattfand. Er sei am Einlass angeschrien worden: „Der Scheiß interessiert mich nicht, ich will nur das Ticket sehen!” Der Gast schrieb eine enttäuschte, aber höfliche Mail an das Funkhaus-Team. Ein weiterer Gast des Cruz-Events hat wegen der mutmaßlichen Nicht-Einhaltung der Regeln Strafanzeige erstattet: „Keine Masken. Keine Abstandsregelungen, kein Hygienekonzept. Keine obligatorische Kontaktnachverfolgung“, beschwert er sich.
Auf unsere Anfrage, ob 2G im Funkhaus kontrolliert werde, bekamen wir als Antwort nur eine Nachricht des Funkhauses an den Gast weitergeleitet. Darin heißt es, dass Kontrollen am Eingang stattgefunden hätten. Außerdem: „Dass es am Ticketeingang in der Hektik bei dem gestrigen Systemkollaps zu Stresssituationen kommt und nicht alle Leute immer freundlich reagieren: nicht schön, aber auch nicht ungewöhnlich.“ Die Mail endet mit den Worten: „Ich rate Dir, in Zukunft nicht ins Funkhaus zu kommen, es könnte ja sein, dass dich wirklich der Blitz auf dem Weg zum Funkhaus treffen könnte... und das wollen wir doch alle nicht. Viele Grüße, Dein Funkhaus.“ Dazu fällt mir nicht mal eine Pointe ein. Viele Grüße ans Funkhaus.
Nun, sag, wie hältst Du‘s mit der Impfung? Diese pandemische Gretchen-Frage hat die gemeinnützige Bildungsorganisation „Get Your Wings“ seit Anfang September mehr als 15.000 Berliner Jugendlichen gestellt. Die Antworten sind ernüchternd: 40 Prozent der noch ungeimpften Jugendlichen wollen sich in nächster Zeit nicht piksen lassen. 45 Prozent davon sind generell „impfskeptisch“, 55 Prozent können sich eine Impfung noch vorstellen. Von dieser knappen Mehrheit haben aber momentan noch viele Angst, dass „Impfstoffe nicht ausreichend getestet“ sind oder sie haben „Angst vor Nebenwirkungen“.
Jeder vierte dieser Jugendlichen gibt an, dass die Familie die Impfung ablehnt. Nur 9,4 Prozent aller Befragten sind der Meinung, dass die deutsche Politik die Impfkampagne im Griff hat. Wir erinnern uns an Noch-Rathauschef Michael Müller: „Vielleicht haben wir das, was wir machen können als Politik, auch ausgereizt“, sagte der neulich. Das sieht Ex-Landesschülersprecher und „Get Your Wings“-CEO Miguel Góngora ganz anders: „Die Impfkampagne muss mit kinder- und jugendfreundlichen Impfangeboten erweitert werden und kind- und jugendgerechte Informationsmaterialien zur Verfügung stellen.“ Die Zahlen sprechen für sich.
Von Berlin in die Weltpolitik: Seit Monaten recherchiert „Vice“ zu den Machenschaften des aserbaidschanischen Autokraten Ilham Aliyew in Deutschland. Neue Geheimdokumente zeigen nun, wie die regimenahe Lobby-Firma „TEAS“ in Berlin Partys und Dinner für ausgewählte Politiker veranstaltete, Reisen nach Baku buchte, die öffentliche Meinung beeinflusste. Neben vielen anderen Unionsabgeordneten taucht in den Dokumenten auch der Name von Kai Wegner auf, CDU-Spitzenkandidat in Berlin. Er übermittelte TEAS 2013 eine Stellungnahme, in der er die armenischen Truppen dazu aufrief, sich aus Bergkarabach zurückzuziehen – Wegner war damals als Abgeordneter weder für Auswärtiges noch für den Kaukasus zuständig. Das Ganze ist eine Weile her, aber die Frage bleibt: Warum äußerte sich ein Berliner Abgeordneter im komplizierten Konflikt um die Grenzregion?
Auf Checkpoint-Anfrage erklärt sein Sprecher: „Soweit sich Kai Wegner erinnert, wurde das Statement vom damaligen außenpolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder, angefragt.“ Mißfelder, 2015 gestorben, galt laut „Spiegel“-, „Vice“- und „Tagesspiegel“-Recherchen als extrem gut vernetzt mit Aserbaidschan. Wegner, das erklärt sein Sprecher, habe das damalige Statement aber selbst verfasst. Er sei selbst nie in Aserbaidschan gewesen und äußere sich „im Rahmen seiner Mandatsausübung zu Fragen aus den verschiedensten Politikbereichen“. Seit dem Bergkarabach-Konflikt 2020 wird die jahrzehntelang umstrittene Grenzregion von Aserbaidschan beherrscht. Wie sieht der CDU-Politiker den Konflikt heute? „Herr Wegner tritt dafür ein, den Konflikt durch friedliche Mittel nach den Grundsätzen des Völkerrechts zu lösen und einen dauerhaft friedenssichernden Rechtsstatus der Region Bergkarabach zu erarbeiten“, schreibt sein Sprecher. Die ganze Recherche der Vice-Kollegen Robert Hofmann und Felix Dachsel lesen Sie hier.
Zurück nach Berlin: 13 Prozent sind so unzufrieden mit den im Parlament vertretenden Parteien, dass sie „sonstige“ wählen wollen – Klimaliste, Naturschutzpartei, Freie Wähler, Volt, und was machen eigentlich die Piraten? Besonders die Grünen fürchten um Stimmen: Für Klima-, Natur- oder Tierschutz werde „es einen Riesenunterschied machen, ob ich diese Themen aus dem Roten Rathaus vorantreiben kann“, sagte Grünen-Spitzenfrau Bettina Jarasch dem Tagesspiegel. „Natürlich tut uns da jede Stimme für Kleinstparteien wie die Klimaliste oder die Tierschutzpartei weh, weil sie die Wahrscheinlichkeit für eine Deutschland-Koalition aus SPD, CDU und FDP erhöht.“
Die Kleinen wollen sich aber doch lieber selbst kümmern. „Von Stimmenklau bei den Grünen kann nicht die Rede sein“, antwortet etwa Klimaliste-Spitzenkandidatin Sophie-Alicia Hinon. Ihre Partei sei „ein Korrektiv, an den Stellen, wo sich die Grünen von ihren Zielen wegbewegt haben“. Auf dem Gründungsparteitag der Grünen 1980 in Karlsruhe fielen sicher ähnliche Worte. Nur früher war mehr Strickpulli.
Endspurt, Schlusskampf, Finish: Heute und morgen erscheinen die letzten Berlin-Umfragen vor der Wahl am Sonntag. Sie geben den Wahlkämpfern einen letzten Hinweis, ob sie sich auf eine politische Trauerfeier oder ein Freudenfest, die Beförderung oder einen Bruch in der Karriere einstellen müssen. Aber es stehen nicht nur Parteien zur Wahl, auch ihre Machtoptionen spielen für die Entscheidung vieler Menschen eine Rolle: Welche Koalition sich letztlich bildet, das kann die Stadtpolitik komplett umkrempeln. Kollege Christian Latz und ich haben – trotz Wahlkampfgetöse – analysiert, welche Bündnisse nach der Wahl wie wahrscheinlich sind. Eine kleine Berliner Farbenlehre (Tplus).
Hurra! Unsere Tagesspiegel-Erlebniswelt wächst: Wir haben unseren Bundespolitik-Newsletter „Morgenlage“ neu konzipiert – und ab jetzt gibt es die „Abendlage“ gleich dazu. Ab heute erhalten Sie immer um 6 Uhr alle relevanten News, politischen Termine und eine Presseschau – im neuen, übersichtlichen Design. Abends um 18 Uhr folgt mit der „Abendlage“ der Blick zurück auf den Tag – direkt aus unserem Hauptstadtbüro. Persönlich, übersichtlich, interaktiv und nah dran. Dafür haben wir sogar Checkpoint-Laufgruppenchef Felix Hackenbruch hergegeben. Hier geht’s zum kostenlosen Abo. Viel Spaß beim Stöbern!
Berliner Schnuppen

Telegramm
22. September 1981. Der 18 Jahre alte Punk Klaus-Jürgen Rattay wird während einer Demonstration von Polizisten mit Schlagstöcken auf die Potsdamer Straße getrieben. Dort gerät er unter einen Bus und stirbt. Zum Gedenken wird heute, an seinem 40. Todestag, eine Platte auf dem Gehweg Potsdamer Straße/Ecke Bülowstraße enthüllt. In einem Interview mit dem „rbb“ kurz vor der Räumung der Bülowstraße 89 sagte der Punk aus Kleve auf die Frage des Reporters, ob er Angst habe: „Ich habe Angst, aber ich habe gleichzeitig Mut, zu kämpfen.“ Die ganze Geschichte hat meine Kollegin Sigrid Kneist aufgeschrieben (Tplus).
Amt, aber glücklich: Wer seine Rente aus dem Ausland bezieht, muss einmal im Jahr eine sogenannte „Lebensbescheinigung“ einreichen. Genau, das ist ein Zettel, in dem bescheinigt wird, dass man noch lebt. Ein Checkpoint-Leser lässt sich den jährlich im Finanzamt Wilmersdorf ausstellen. Er geht „zitternd“ dorthin, schreibt er. „Ich wurde dort schon mal rüde angeblafft, bis man mir huldvoll und ‚ausnahmsweise‘ den ersehnten Stempel auf den Vordruck donnerte“, schreibt er. Doch dann… dann kam die Wende – und das Leid war zu Ende: „Heute jedoch: eine junge Dame, lustig, freundlich, zugewandt, zögerte keinen Augenblick, stempelte, unterschrieb und wünschte einen schönen Tag. Wie besoffen taumelte ich aus dem Finanzamt (…). Was für ein Tag!“ Wir gratulieren.
Wenn es spielerisch nicht läuft, hilft das liebe Geld: Hertha-Investor Lars Windhorst spendete kurz vor der Wahl eine halbe Million Euro an CDU und FDP. Der Zweck ist bislang nicht bekannt – vielleicht ein Schmerzensgeld, um mit dem Parteinachwuchs die Ränge aufzufüllen? Oder kommen Lindner und Laschet als schwarz-gelbe Flügelzange?
Jetzt ist also Christoph Kolumbus dran: Die Spandauer Grünen-Vorsitzende Gollaleh Ahmadi will die nach dem portugiesischen Seefahrer benannte Straße im Bezirk umbenennen lassen. Erst 2011 wurde der Weg auf seinen Namen getauft. Daneben liegt gleich die Marco-Polo-Straße – benannt nach dem Mann, der das Zeitalter der Entdeckungen (und des Kolonialismus) erst einleitete. Der Venezianer darf aber noch bleiben.
Unherzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Jan und Luise Lehmann, die beide für die SPD ins Berliner Parlament einziehen wollen, haben am Dienstag im Leute-Newsletter für Marzahn-Hellersdorf eine Anzeige geschaltet, in der sie behaupten: „Mario Czaja, Bundestagskandidat, wählt bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus Luise Lehmann und Jan Lehmann, SPD“. CDU-Mann Czaja, der gestern 46 Jahre alt wurde, fühlte sich gar nicht geschmeichelt, spricht von „Lüge und Wählertäuschung“. Vater und Tochter Lehmann erklären den Liebesgruß mit einem „Büroversehen“. Und das ausgerechnet im letzten Newsletter vor der Wahl. Na, so ein Zufall.
Bahn frei! Heute ist „Internationaler autofreier Tag“. Alle Fahrgäste dürfen den öffentlichen Nahverkehr in Berlin deshalb kostenfrei nutzen. Echt wahr! Das Angebot gilt für alle Verkehrsmittel im Tarifbereich AB. Praktisch für die BVG: Wo kein Ticket gebraucht wird, erübrigen sich auch Kontrollen. „Das Kontrollpersonal macht einen Schulungstag“, sagte Sprecherin Petra Nelken. Wir wünschen: gute Erholung!
25 Jahre alt und noch kein bisschen müde: Die Ampel am Hultschiner Damm in Marzahn-Hellersdorf ist endlich in Betrieb. 25 Jahre haben Entwicklung und Bau gedauert. Wenn es nicht so traurig wäre, man müsste lachen. Aber selbst Armin Laschet hat die Lichtanlage schon für einen Wahlkampfspruch verbraten, insofern ist der Gag eh auserzählt.
Letzte Runde! Wer will nochmal, wer hat noch nicht? Beim fünften und letzten Tagesspiegel-Wahlkampfgrillen wird heute ab 18 Uhr dem CDU-Spitzenkandidaten Kai Wegner Dampf gemacht. Die Fragen stellt Checkpointer Robert Ide zusammen mit unseren Chefgrillmeistern Susanne Schmidt (Busfahrerin und Autorin), Ricardo Lange (Intensivpfleger), Jan Ijspeert (Unternehmer) und Carla Siepmann (Schülerin). Auch Sie können live Fragen stellen. Alle Infos gibt's hier!
Zum Schluss: Der Regierende zieht aus – vom Roten Rathaus in den Bundestag. Hannes Heine hat einen beim Kisten packen, Mitbringsel sortieren und Abschied nehmen begleitet, der sein Amt erst im Karriereherbst so richtig ausfüllte (Tplus). Müller sagt: „Sie werden mich künftig zwar nicht ständig in der U-Bahn sehen, aber öfter mal auf dem Fahrrad.“ Nicht, dass er noch heimlich die Partei wechselt.
Zitat
„Wir fordern jeden auf, das zu lassen.“
Armin Laschet versucht, angemessene Worte für den Mord an einem jungen Tankwart durch einen Masken-Verweigerer zu finden. Er scheitert.
Tweet des Tages
Vor einer Stunde ist meine Fritz-Box kaputtgegangen. Der Puls ist seitdem ruhiger, meine Augen werden schon etwas besser und ich habe Appetit auf frischen Salat.
Stadtleben
Essen – Am meisten Spaß macht essen gehen, wenn Dinge serviert werden, die man selbst nicht herstellen kann. Die Carbonara bewegt sich da in schwierigen Gefilden, kann diese doch im Spektrum von Resteessen und Sterneküche zubereitet werden. Im House of Small Wonder löst man dieses Dilemma durch Abwandlung: eine japanische Udon-Carbonara gefällig? Klassischerweise in Eigelb und cremigem Käse geschwenkt, bleibt dem Gericht die Pancetta erhalten und um eine Garnitur aus Nori-Algen ergänzt (13 Euro). Dazu ein Umeshu High und danach eine Matcha Roulade, und der Tag sitzt. Itadakimasu! Täglich zwischen 9 und 17 Uhr in der Auguststraße 11-13, U-Bhf Oranienburger Tor
Trinken – Neukölln wäre nicht Neukölln, wenn es nicht direkt nach Lockdown-Lockerung neue Bars ausspuckte. So findet heute Abend eine Preopening-Party des „Wax On“ statt. Anlass ist die jährlich in New Orleans stattfindende Fachmesse für Cocktail-Enthusiasten „Tales of the Cocktail“. Angeboten werden Drinks, die aus genau jener Cocktail-Kapitale stammen und los geht es um 20 Uhr in der Weserstraße 208, U-Bhf Rathaus Neukölln.
Zuhören – Zu einer Lesung mit anschließendem Gespräch lädt das Literaturhaus Berlin online und vor Ort im Garten ein. In Kooperation mit dem Berliner Künstlerprogramm des DAAD sprechen Yvonne Adhiambo Owuor und Nora Bossong über ihre Bücher und über die Möglichkeit einer entkolonialisierten Welt, die fair kooperiert und dies gerade im europäisch-afrikanischen Dialog auf der Bühne von Literatur und Politik auszutragen weiß. Die Veranstaltung startet um 16.30 Uhr, Tickets gibt es hier und wer live lauschen will, kommt in die Fasanenstraße 23, U-Bhf Kurfürstendamm.
Hingehen – Eine Filmpremiere steht an und Sie könnten auf der Gästeliste stehen. Die Regissuerin Lisa Bierwirth hat mit Ursula Strauss, bekannt aus dem Tatort oder „Revanche“, und dem französischen Rapper Passi Balende in den Hauptrollen das Drama „Le Prince“ produziert. Die Berlin-Premiere findet um 20 Uhr in den Hackeschen Höfen statt: Wir verlosen 3x2 Gästelisten-Plätze. Bereiten Sie sich vor auf einen Abend im Frankfurter Bahnhofsviertel und auf einen Haufen Diamanten.
Grübelstoff – Mit welcher Ware würden Sie sich einen guten Handel auf dem schwarzen Markt vorstellen können? Ihren hausgemachten Rouladen? Möglicherweise sind Ihre Qualitäten Gold wert.
Berlin heute
Verkehr – A113 (Schönefeld-Zubringer): Zwischen 21 und 5 Uhr Uhr stadteinwärts zwischen Schönefeld-Nord und Adlershof/Späthstraße gesperrt. Weitere Informationen finden Sie hier.
Rathausstraße (Mariendorf): Von 7 bis 12 Uhr steht zwischen Ullsteinstraße und Markgrafstraße für beide Richtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen wechselseitig zur Verfügung.
Mitte: Gegen 14.30 Uhr startet Unter den Linden eine Demonstration mit mehreren hundert Teilnehmenden. Der Zug führt über Schlossbrücke, Liebknechtbrücke, Karl-Liebknecht-Straße und Spandauer Straße zum Neptunbrücke. Das Ende der Veranstaltung ist für 19.30 Uhr geplant.
Friedrich-Engels-Straße (Niederschönhausen): Richtung Wilhelmsruher Damm zwischen Pastor-Niemöller-Platz und Wilhelm-Wolff-Straße für den Autoverkehr gesperrt (bis Mitte Oktober).
Ollenhauerstraße (Reinickendorf): In Richtung Oranienburger Straße steht zwischen Großkopfstraße und Kögelstraße bis Mitte Oktober nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
Lietzenburger Straße (Wilmersdorf): In Richtung Bundesallee zwischen Uhlandstraße und Fasanenstraße von 7 bis 17 Uhr auf einen Fahrstreifen verengt.
Fischerhüttenstraße (Zehlendorf): Für mehrere Tage in Richtung Argentinische Allee zwischen Potsdamer Straße und Bergmannstraße gesperrt.
Demonstration – Zwischen 7 und 8.30 Uhr finden sich rund 75 Teilnehmende am Schulenburgring für eine Demonstration mit dem Titel „Gemeinsames Eintreten der Eltern, SchülerInnen, LehrerInnen und Nachbarn für Schulwegsicherheit und zur Umgestaltung des Schulenburgrings im Sinne der Mobilitätswende“ zusammen. 500 angemeldete Personen ziehen ab 14.40 Uhr für den „25. Berliner Kinderkarneval der Kulturen – Rettet das Nashorn!“ von Unter den Linden durch Berlin. „Container JA, Umzug NEIN. Wendenschloß-Grundschule – bleibt daheim!“ befinden ca.150 Teilnehmende zwischen 17 und 19 Uhr an der Köpenzeile 123. Von 20 bis 23.59 Uhr gibt es eine Kundgebung zum Thema „Ziel ist der Austausch über und Einblick in verschiedene Konzepte zu den Themen Lebens und Wohnungspolitik, sowie der Erhaltung und Schaffung von Freiräumen zur Begegnung und Austausch unterschiedlicher Gruppen.“ Angemeldet sind 50 Teilnehmende, Treffpunkt ist der Helmholtzplatz.
Gericht – Der Prozess gegen einen mutmaßlichen Bankräuber wird fortgesetzt. Der 40-Jährige soll gemeinsam mit Komplizen über die Notausgangstür einer Bankfiliale in Wilmersdorf eingedrungen sein und eine Mitarbeiterin überwältigt haben. Als sie das Eintreffen der alarmierten Polizei bemerkt hätten, seien die Täter ohne Beute geflohen (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 701).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Herzliche Grüße, beste Wünsche und Gesundheit zu Deinem neuen Jahr 2021 und Geburtstag, lieber Walter Althammer, Musiker und Nachbar... einen schönen Tag im Kreise Deiner Lieben und Freunde…!“ / Klaas Heufer-Umlauf (38), Moderator, Schauspieler, Sänger, Fernsehproduzent / Christopher Lenz (27), Fußballspieler bei Eintracht Frankfurt / Sabine Lisicki (32), Tennisspielerin / Barnaby Metschurat (47), Schauspieler / Christian Ulmen (46), Schauspieler, Fernsehmoderator und Produzent / Friederike Unverzagt von Ravenstein, „Vielen Dank für deinen Einsatz in unserer kleinen „Firma“ und immer einen freien Blick auf den Altenberg. Dein Lieblingsbruder.“ / Antje Weber, „Professorin an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch: mit viel Herz das Allerallerbeste zum Geburtstag.“ / Nachträglich: „Liebste Barbara, der besten Mutter und Oma der Welt zum 70sten alles Liebe von J.E.L.“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Heidi Brinkmann, * 7. Juli 1938 / Ursula Nitzsche-Oberhof, * 24. Juli 1951 / Peter Schirmann, „Pianist, Komponist, Arrangeur“ / Bernd Wust, * 14. Januar 1935
Stolperstein – Franziska Harczyk (geb. Citron) wurde 1859 in Tremessen (Posen) geboren. Am 13. August 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert und heute vor 79 Tagen dort ermordet. In der Giesebrechtstraße 18 in Charlottenburg-Wilmersdorf liegt in Erinnerung an sie ein Stolperstein.
Encore
Wir spielen eine Runde Koalitions-Tinder. Welche Parteien inhaltlich am besten zusammenpassen, lässt sich mithilfe unseres Berlin-O-Mats exakt berechnen – und das haben wir getan. Die Ergebnisse gibt’s täglich hier, heute Folge 3: Soziales & Gleichberechtigung.
Beim Thema Soziales ergeben sich folgende Paare:
Zur SPD passen am besten Grüne, Linke und AfD.
Zu den Grünen passt am besten die SPD, gefolgt von Linken und AfD.
Zur CDU passt am besten die FDP, gefolgt von AfD, Grünen und Linken.
Zur Linken passt am besten die SPD, gefolgt von den Grünen und der AfD.
Zur AfD passt am besten die SPD, gefolgt von der Linken und den Grünen.
Zur FDP passt am besten die CDU.
Das Thema Gleichberechtigung sehen folgende Parteien ähnlich:
Zur SPD passen am besten die Grünen, gefolgt von der FDP.
Zu den Grünen passt am besten die SPD, gefolgt von der FDP.
Zur CDU passt am besten die AfD, gefolgt von der FDP.
Zur Linken passt am besten die FDP, gefolgt von der SPD.
Zur AfD passt am besten die CDU.
Zur FDP passt am besten die Linke, gefolgt von der SPD.
Das riecht in einigen Fällen nach einer Amour fou.
Lotte Buschenhagen (Recherche), Nico Buettner (Tinder), Juliane Reichert (Stadtleben) und Kathrin Maurer (Produktion) und ich swipen deshalb schnell einen Tag weiter. Lorenz Maroldt übernimmt. Bis bald,
Ihr