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„Kein anderer Flughafen kann das“: Krisenmanagement am BERLeben im Film: Wie Mieter zur Kulisse werden„Wie bei den Bundesjugendspielen“: Die Partei sammelt für Wahlwiederholung

was kommt bei Ihnen heute Morgen auf den Tisch? Brutale Offenheit? Alle Defizite? Ehrliches Toastbrot? Oder wollen Sie dazu zum jetzigen Zeitpunkt lieber gar nichts sagen? Abwarten, wie die Verhandlungen laufen, und am Ende zu wenig Salz im Rührei beklagen? Hauptsache, die Tischmanieren stimmen.

Bei der CDU soll jetzt jedenfalls alles auf den Tisch, „man kann nach so einem Ergebnis nicht zur Tagesordnung übergehen“, sagte Generalsekretär Paul Ziemiak (nicht Armin Laschet) gestern und kündigte die Neuwahl des gesamten Vorstands an (nicht Armin Laschet). An der Front des Konrad-Adenauer-Hauses hängt ein Riesenposter: „Jetzt Mitglied werden.“ Die werden entscheidend gebraucht.

Schonungslose Analyse kündigte auch Flughafensprecher Hannes Hönemann gestern Abend an, nachdem der BER mal wieder international in die Schlagzeilen geraten war (und das ist meist kein gutes Zeichen). „Wir gehen davon aus, dass alle die Zeichen der Zeit erkannt haben“, sagte Hönemann dem Checkpoint. „Das wird so nicht mehr vorkommen.“

Was vorgekommen ist: Stundenlanges Warten, volle Abflughalle mit Superspreading-Ambiente, Chaos an Check-In und Sicherheitskontrollen, verpasste Flüge, schlechte Laune. Und am Abend noch mal das Gleiche für Ankömmlinge: „Am Samstagabend, 23.10 Uhr, kamen wir mit einer EasyJet-Maschine aus Korfu an“, schreibt uns eine Leserin. Freundliche Ansage des Flugkapitäns, verzweifelte Suche nach Team, Teppen & Bussen, die das Aussteigen ermöglichen sollten. Ausstieg 35 Minuten nach Ankunft, doch der Zeitdruck war übereilt: „Die Halle, in die wir kamen, hatte etwas die Atmosphäre eines Wartesaals, Menschen, die sich in Schlafposition auf dem Fußboden ausgestreckt hatten, Familien mit Kindern, Kleingepäck um sich herum und so weiter ...“ Es ging das Gerücht um, dass einige Passagiere schon zwei Stunden auf ihr Gepäck warteten.

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