was bedeutet für Sie der Berliner Traum? Für eine Wohnungsvermittlungsgesellschaft in Mitte jedenfalls besteht der „Berlin Dream“ aus „Wohnungen, Lofts und Penthouses mit einzigartigem Blick auf Berlin“. Die Wohnung der Woche? Leipziger Platz, drei Etagen, fünf Zimmer, 372 Quadratmeter und 7.454 Euro kalt. Des einen Traum, des andern… Thema unserer Zeit.
Ein kurzer Blick auf Twitter: „Neue Mietwohnungen in der Nachbarschaft. 4 Zimmer, 120 Quadratmeter. Noch frei? Klar, komm se rin. Und der Preis?3200 Euro. Kalt. Keine weiteren Fragen, Prenzlauer Berg.“ (Dirk Benninghof) „Berlin: Die Wohnung kostet 600 € warm, aber wir nehmen nur Mieter, die mindestens 3000 € Nettoeinkommen haben.“ (EmjayImba) „Nach Stendal ziehen. Miete weniger als 1/3. Viel Grün. Platz für Kinder. Weniger Schwaben. Mit dem Zug nach Berlin zur Arbeit und das gesparte Geld in Familie uff'n Kopp haun. Wisstabescheid!“ (Sylvia Gohsrich)
Anzeige
Elegantes Wohnen nahe Ku'Damm
Ob Schaubühne, Renaissance Theater oder Deutsche Oper – in dieser Gegend erwartet Sie ein variantenreiches Kulturprogramm. Dieser kulturelle Genuss und eine hervorragende Abendunterhaltung zeichnet die noble Lage vom AM HOCHMEISTERPLATZ aus. Das hochwertige Bauvorhaben mit insgesamt 114 Eigentumswohnungen wird voraussichtlich 2020 bezugsfertig sein. Erfahren Sie hier mehr…
Ein kurzer Blick in die Leute-Newsletter: „Eine Wohnung kann der Künstler Thomas Pollhammer nicht bezahlen. Er zog in den Plänterwald. Nun soll er sein Zuhause nach acht Jahren verlassen.“ (Treptow-Köpenick) „Das ist Harry Kraus, 56, Maschinenbaumechaniker, Wanderschmied und zuletzt wohnhaft auf der Freibeuter. Das besetzte Schiff wurde letzte Woche geräumt und Harry und Hündin Nerra (‚ein Jahr alt, intelligent, wohlerzogen, witzig‘) suchen nun eine neue Bleibe.“ (Lichtenberg)
Ein kurzer Blick in die Presse: „Deckeln ja, enteignen jein“ heißt es aktuell auf Landesebene in Sachen Wohnpolitik. Die Jusos finden Enteignungen gut, die Linken sowieso, Müller nicht so und die Grünen überlegen noch. Während all dem schaltet sich der Rechnungshof ein und prüft die Verschuldung der städtischen Wohnungsbaugesellschaften durch den Kauf von Wohnungen (Karl-Marx-Allee und Kosmosviertel). Wie schön waren doch die Zeiten, als Monopoly allein ein Brettspiel war.
Ob der Wohnungsmarkt noch zu retten ist, wird am Donnerstagabend (21.02.) im Rahmen des Rechercheprojektes „Wem gehört Berlin?” von Tagesspiegel und Correctiv diskutiert. Mit dabei: Christoph Gröner (Bauunternehmer, Vorstand CG Gruppe), Maren Kern (Vorstand Verband Berlin-Brandenburgischer Wohnungsunternehmen), Lisa Paus (MdB Grüne), Jürgen Schick (Präsident Immobilienverband IVD), Reiner Wild (Geschäftsführer Berliner Mieterverein). Moderiert wird das Ganze von Checkpoint-Chef Lorenz Maroldt. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Die Plätze sind begrenzt. Noch gibt es ein paar. Anmeldungen hier.
Anzeige
Die Bundespressekonferenz ist gelebte Pressefreiheit in Deutschland. Wir feiern sie jedes Jahr beim Bundespresseball. Wir fragen, was uns wichtig ist, und nicht, was Politiker gefragt werden wollen. Mit dem Preis der Bundespressekonferenz ehren wir in diesem Jahr Kollegen, die Qualitätsjournalismus hoch halten.
Der Bundespresseball dankt seinen Partnern.
L’amitié franco-allemande steckt in der Krise. Genau genommen die Freundschaft zwischen Berlin und Paris. Der Grund ist Grün. Weil sein Kunstwerk „Arc 124,5°“ an der Urania von Platanen verdeckt wird, hat sich der französische Bildhauer Bernar Venet höchstpersönlich an den Regierenden gewandt. Die Stadt solle besser mit dem Geschenk (zur 750-Jahr-Feier 1987) umgehen, die Sicht freigemacht werden, acht Bäume sollen fallen. Einen entsprechenden Antrag wollen SPD, CDU und FDP am Mittwoch in der Bezirksverordnetenversammlung durchbringen. Einen letzten Versuch zur Grünrettung haben drei Grüne gestartet (Renate Künast (MdB), Bertram von Boxberg (BVV) und Notker Schweikhardt (MdA)) und einen Brief an Michael Müller (SPD) verfasst: „Der architektonische Wildwuchs im unmittelbar umgebenden Stadtraum ist Zeugnis unkoordinierten, planlosen Bauens nach der Zerstörung dieser Stadt. Die Platanen helfen dabei, diese städteplanerischen Sünden auszublenden.“ Zur Rettung der Freundschaft bräuchte es das jetzt nur noch auf Französisch.
Grün geht’s weiter und zwar mit folgender Meldung aus Frankfurt: Die Messe werde „ab dem Veranstaltungsjahr 2020 ganz auf Ökostrom umstellen und ihre Stromversorgung zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien beziehen“, hieß es am Freitag in einer Pressemitteilung. „Damit setzt sich die Messe Frankfurt auch in diesem Hinblick an die Spitze der deutschen Messegesellschaften.“ Wir übernehmen an dieser Stelle und brechen die Spitze ab: Weil Berlin übertrumpft. Mehr als 30 Prozent des Stromes werden aktuell über Kraft-Wärme -Koppelungsanlagen selbst produziert. Der Rest: 100% Ökostrom aus deutschen Wasserkraftwerken. Und Wärmerückgewinnungsanlagen gibt’s auch.
Berlins bewegendste Geschichte hat am Montag Hohenschönhausen geschrieben: Auf dem Sankt-Pius-Friedhof wurde das unbekannte Baby, das Anfang Februar im Elise-Tilse-Park tot aufgefunden worden war, öffentlich beigesetzt. Mit viel Herz. Das Beerdigungsinstitut aus Storkow übernahm die Bestattungskosten, ein anonymer Spender die für den Friedhof. Die Friedhofsverwaltung verzierte mit blauen und weißen Luftballons Kirche und Grab, ein Trompeter vom Polizeiorchester spielte und 15 Menschen verabschiedeten sich von dem Mädchen, das Dorothea genannt wurde.
Blick in die Welt: Als erste Stadt lässt Boston Jugendliche ab zwölf Jahren über eine Million Dollar im Stadtbudget entscheiden. „Nur hin und wieder schlägt mal ein Jugendlicher vor, für das ganze Geld Pizza liefern zu lassen. Stattdessen haben sich die jungen Menschen bislang unter anderem für behindertengerechte Spielplätze eingesetzt, für eine Graffitiwand, kostenloses Wifi, neue Gehwege im Park, Jobberatung für Jugendliche, mehr Recycling-Container in der ganzen Stadt und vor allem für Maßnahmen gegen den Klimawandel.“ (Q: SZ-Magazin) Berlin, das klingt viel zu gut, um es nicht nachzumachen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Heute vor genau hundert Jahren hat in Berlin zum ersten Mal in der Geschichte Deutschlands eine Frau vor einem demokratisch gewählten Parlament gesprochen: „Was diese Regierung getan hat, das war eine Selbstverständlichkeit: sie hat den Frauen gegeben, was ihnen bis dahin zu Unrecht vorenthalten worden ist.“ Die SPD-Abgeordnete Marie Juchacz meinte damals das Frauenwahlrecht.
„Stark ist das neue hübsch“, schreibt aktuell Kollegin Hatice Akyün in ihrer ersten Kolumne für den Tagesspiegel. Das Wesentliche ist mit diesem Satz gesagt, der ganze Text lohnt trotzdem.
„Ich habe noch nie einen Wessi geküsst“, titelt heute die B.Z. und zitiert damit TV-Star Inka Bause. Was wesentlich ist, liegt manchmal im Auge des Betrachters.
Sollten Sie am Freitag BVG-Azubis samt Ausbilder auf ihrem Fußmarsch vom Alexanderplatz bis zum Bahnhof „Zoologischer Garten“ beobachtet haben: Das hatte nichts mit dem Streik zu tun, sondern war „Teil einer Zwischenprüfung“, in der die angehenden BusfahrerInnen Streckenkenntnis und Wissen überSehenswürdigkeiten erlangten. #Weilsieunslieben
Anzeige
Digitale Vermögensverwaltung
Für Anleger ab 100.000€ kombiniert LIQID jahrzehntelange Erfahrung mit modernster Technologie. Denn hinter uns steht die Vermögensverwaltung der Familie Harald Quandt. Treffen Sie uns für eine persönliche Beratung in Berlin und finden Sie heraus, wie Sie mit LIQID Ihre finanziellen Ziele bankenunabhängig und kostengünstig erreichen können. Jetzt persönlichen Termin vereinbaren: LIQID.DE/VOR-ORT
Gedenken aufbauen: Raed Saleh (SPD) ist seinem Ziel, die Synagoge am Fraenkelufer in Kreuzberg zu errichten, wieder ein Stück nähergekommen. Das Kuratorium, das den Bau planen und begleiten soll, hat am Montag zum ersten Mal getagt. Die Kosten von 30 Millionen Euro sollen mehrheitlich durch Spenden und Lottomittel reinkommen. Die Grundsteinlegung ist 2023 angedacht. Zum 85. Jahrestag der Reichspogromnacht.
Gedenken erhalten: 20.000 Bücher haben die Nazis am Bebelplatz verbrannt. Das in den Boden eingelassene Denkmal, das daran erinnert, ist kaum noch zu sehen. Die Scheibe ist seit Wochen blind, die Beleuchtung defekt und die Vereinbarung zur Denkmalpflege zwischen Bezirk Mitte und der Firma Wall ausgelaufen. Auf Nachfrage erklärte die Senatsverwaltung gestern via Twitter, dass die Reparatur mittlerweile beauftragt worden sei. Vom Grünflächenamt. Wir hoffen auf das Beste.
Gedenkenloser Mist: „Adolf Hitler hat drei Millionen (sic!) Juden massakriert. Nun, wir haben drei Millionen Drogenabhängige. Ich würde sie gerne abschlachten“, hatte der Präsidenten der Philippinen 2016 in einer Rede gesagt. Dass er das so gemeint hat, hat nun nochmal der philippinische Außenminister am Rande der Botschaftseröffnung in Berlin betont. „Ich sage Ihnen etwas: Ich habe das selber schon gesagt, bevor er es gesagt hat.“ (Q: ARD)
Nach dem Unfall mit einem Streifenwagen, bei dem die 21-jährige Fabien Martini ums Leben kam, hat Berlins Polizeipräsidentin Barbara Slowik erste Konsequenzen gegen den möglicherweise betrunkenen Beamten gezogen. Peter G. ist nicht mehr im Dienst, seiner Direktion wurde das Ermittlungsverfahren entzogen und an das LKA abgegeben.
Missbrauch, Justizpanne, Missbrauch. Weil ein Richter geschlampt hatte, wurde Bernd R. aus der Sicherungsverwahrung entlassen. Weil er sich an einem Mädchen vergangen haben soll, steht er nun erneut vor Gericht.
Hauptstadthasser (und Oberbürgermeister von Tübingen) Boris Palmer (Grüne) besucht am Mittwoch Berlin. Genauer: Er besucht Berlin auf Einladung des CDU-Fraktionschefs Burkard Dregger. Burkard Dregger betreibe Berlin-Bashing und lade dann „so einen Irren wie Palmer“ ein, sagt derweil Palmers Parteikollegin Antje Kapek (MdA). Manchmal finden sich Freunde nur über Grenzen hinweg.
Noch ein Fundstück aus einer Facebook-Gruppe zum Thema „Homöopathie“. „Hallo, ich suche für einen Kollegen einen Homöopathen in Berlin. Es geht um einen 16-jährigen mit diversen Suizidversuchen“, schreibt da wer und bekommt prompt Empfehlungen. Für „Naturheilkunde, Familienaufstellung und LichtWesen-Beratung“, für „klassische Homöopathie“ und „Baumhomöopathie.“ Den Vorschlag einen richtigen Arzt oder Psychologen aufzusuchen, machte keiner. Alarmglocken.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wir wurden gerufen, weil sich jemand nackt gesonnt hat. Also sind wir hingefahren und haben den Mann gebeten, sich etwas anzuziehen.“
Um zu zeigen, wie schön der Job im Ordnungsamt ist (und weil aktuell Stellen ausgeschrieben sind), hat das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg zwei MitarbeiterInnen im Dienst begleitet und Anekdoten aufgeschrieben.
Tweet des Tages
Hab mir in Berlin eine Edith Piaf Schallplatte gekauft und esse Lavendelschokolade bitte sprecht mich NICHT mehr an wenn ihr nicht 12 Stunden am Tag arte laufen und das Gourmet Magazin abonniert habt.
Tweet des Tages
Im gut besetzten M85er Oberdeck hat gerade ein Fahrgast seine Lunchbox geöffnet. Der Inhalt: Mini-Bouletten, kalt und warm ein Genuss, unter Schutzatmosphäre verpackt. Jetzt allerdings nicht mehr. Ich stufe den Vorfall als olfaktorisches Tschernobyl ein.
Stadtleben
Essen & Trinken Café und Waschsalon, Fahrradladen und Café, Restaurant und Boutique – der Begriff der Fusionsküche nimmt seit einigen Jahren eine interessante Wendung. Doch bei Weitem nicht jede Kombination ergibt wirklich Sinn. Die Kombination Essen und Kunst aber schon: geht es doch in beiden Fällen um Sinn, beziehungsweise die Sinne. In diesem Sinne laden Henry Anno und Mathilde Bonbon in ihr Schönholzer Studio 3926 zum À Table! Abendessen in vier Gängen mit saisonalen Zutaten, französischer Weinbegleitung und reichlich Kunst in verschiedenen Produktionsstadien. All das ist in der Teilnahmegebühr von 45 Euro bereits enthalten, los geht’s um 19 Uhr in der Kühnemannstraße 51-69 nahe S-Bhf Schönholz. Wegen begrenzter Platzzahl wird um Anmeldung gebeten.
Berlinbesuch II Im Anschluss an die #unteilbar-Demo am 13. Oktober wurde die Beziehung der Bevölkerung zur Deutschlandfahne kontrovers diskutiert. Auf der Demo war sie nämlich unerwünscht und wer Flagge zeigte, musste mit Kante rechnen. Heute Abend diskutieren in der Konrad-Adenauer-Stiftung Katrin Göring-Eckardt (Bündnis 90/ Grüne), Ralph Brinkhaus (CDU) und Michael Borchard (KAS) unter dem Motto „Schwarz-Rot-Gold: Farben der Freiheit oder Provokation?“. Moderiert wird die Veranstaltung von Tagesspiegel-Redakteurin Fatina Keilani. Ob wohl der schwarz-grüne Unterton auf Absichten schließen lässt? 19.30 Uhr in der Tiergartenstraße 35, Bushaltestelle Nordische Botschaften/ Adenauer Stiftung. Um Anmeldung wird gebeten.
Anzeige
Neues vom Tagesspiegel
Bald ist es wieder soweit - in Hollywood werden die Oscars® verliehen! Wir wollen schon jetzt von euch wissen: Was tippt ihr, wer den begehrtesten Filmpreis überhaupt mit nach Hause nimmt? Als Dankeschön gibt's die Zeitung 2 Wochen kostenlos und die Chance, auf 1 von 50 Jahreskarten der Yorck Kinogruppe. Jetzt mitmachen!
Geschenk Wer im Nahen Osten und in Balkanländern zum Essen eingeladen wird, kann mit diesem Mitbringsel nichts falsch machen: Baklava ist nicht einfach eine Süßigkeit, sondern eine Festtagsspeise. Der geschnittene Plattenkuchen mit, je nach Herkunft des Rezepts, verschiedenen Nüssen, Zucker oder Honig und Gewürzen war schon im alten Byzanz bekannt und erfreut sich auch im heutigen Berlin nicht minderer Beliebtheit. Eine bei Kennerinnen ausgesprochen beliebte Adresse ist Salkim Baklava. Kottbusser Damm 7, U-Bhf Schönleinstraße, tgl 10-20 Uhr
Last-Minute-Tickets Bei Pythagoras mussten neue Schüler den Ausführungen des Meisters jahrelang hinter einem Vorhang sitzend lauschen, bevor sie den Philosophen zu Gesicht bekamen. Ob auch ein Quantum Eitelkeit in dieser Praxis mitschwang, weiß man nicht genau. Ein Nebenprodukt seiner Lehre war jedenfalls der mystische Kult der „Akusmatiker“, der auf einer ausschließlich mündlichen Überlieferung seiner Lehre bestand und sich von der Praxis des Hörens mit unsichtbarer Quelle ableitete. Welche Kraft dieser Praxis innewohnt, die womöglich zur Gründung mystischer Kulte führen könnte, kann heute Abend beim Dunkelkonzert im Silent Green Kulturquartier, Gerichtstraße 35 erlebt werden: Bei Tschaikowski in Schwarz spielt das Lights Out Trio bei völliger Dunkelheit das träumerisch nachtaffine Klaviertrio in a-moll. Die Tickets an der Abendkasse kosten 18/ 8 Euro. U-Bhf Wedding
Noch hingehen Das Auswärtige Amt zeigt seit 30. Januar die Ausstellung „Verfolgen und Aufklären. Die erste Generation der Holocaustforschung“. Mit erster Generation sind Menschen gemeint, die schon während des Holocaust damit begannen, Beweismittel und Spuren zu sichern und die Taten des NS-Regimes für eine mögliche Nachwelt zu dokumentieren. Die Ausstellung ist insbesondere 20 der Chronistinnen gewidmet, die häufig unter lebensbedrohlichen Bedingungen und ohne die Sicherheit des historischen Abstands arbeiteten. Noch bis 22. Februar, Werderscher Markt 1, Mo-Fr 10-19 Uhr. Der Eintritt ist frei.
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Thomas Wochnik einen guten Tag.
Prominent verraten
Der Verleger, Buchautor und Redner Florian Langenscheidt hat diese Woche fotografische Hinweise hinterlassen (hier gleich zwei Mal im Selfie) – richtig geraten und die Checkpotts gewonnen hat Leserin Angela Chambers – herzlichen Glückwunsch! Auf den „Mehr Berlin“-Seiten gibt's morgen noch mehr Fotos zu sehen.
Berlin heute
Verkehr Wegen Leitungsarbeiten ist ab 8 Uhr die Anbindung der Nestorstraße (Halensee) von und zum Kurfürstendamm in beiden Richtungen bis vsl. Ende März gesperrt. Auf der Beusselbrücke (Moabit) in Richtung Tegel steht von 9 bis ca. 13 Uhr nur eine Spur zur Verfügung. Und wegen einer Demonstration ist zwischen 9 und 13 Uhr rund um das Paula-Thiede-Ufer (Mitte) mit Staus zu rechnen (siehe Demo).
Demonstration Unter dem Motto „Bessere Bezahlung für Sozialarbeiterinnen“ will Verdi mit ca. 200 Teilnehmern zwischen 9 und 13 Uhr vom Paula-Thiede-Ufer zur Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie (Bernhard-Weiß-Straße 6) laufen. Knapp 150 Menschen kommen zwischen 13.30 und 15.30 Uhr zur Kundgebung „Menschenleben schützen, Stadtgrenzen sichern“ am Alexanderplatz zusammen.Und knapp 30 Teilnehmer treffen sich von 19.20 bis 20 Uhr zu der Kundgebung „Zukunft der Gesundheit – gute Bezahlung“ an der Schützenstraße gegenüber dem Büro des Abgeordneten Matthias Kollatz.
Gericht Weil er den Tod eines 51 Jahre alten Motorradfahrers verursacht haben soll, muss sich ein 50-jähriger Autofahrer verantworten. Zu der Kollision soll es durch ein verbotenes Abbiegemanöver des Angeklagten gekommen sein (9.15 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 2108).
Berliner Gesellschaft
Gestorben - Frank Henke, * 2. April 1929 / Johannes Kimmel, * 23. Mai 1985 / Werner Ladenthin, * 5. August 1955, Studiendirektor am Arndt-Gymnasium Dahlem
Stolperstein - Günter Bannat (Jhg. 1920) wurde wegen Widerstands gegen das Naziregime als „Vorbeugehäftling“ verhaftet und in das „Arbeitserziehungslager“ Großbeeren bei Teltow eingewiesen. Dort wurde er heute vor 76 Jahren ermordet. Er lebte am Einsteinufer 11 in Charlottenburg.
Im Tagesspiegel
2016 ging es los mit vier Kälbern. Im Jahr darauf waren es 44. Die Jungtiere des Landwirts Jürgen Frenzel – "die holt der Wolf". Für Bauernfunktionäre und Politiker sind Geschichten wie diese Argumente dafür, dass es dem Wolf nun an den Kragen gehen soll. Lesen Sie die Reportage von Heike Jahberg heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Die letzte Meldung beginnt mit einem Tweet von @frau_minze: „‚In 2 Wochen fahren wir nach Bayern!‘ ‚Mama, wo ist Bayern?‘ ‚Das ist ein Bundesland, und...‘ ‚Oh cooool!!! Wir fahren in ein buntes Land! Papa, wir fahren in ein buntes Land! Ich freu mich so, ich freu mich so!!“ An alle Bayern: Buntstifte raus! Ihr habt 2 Wochen Zeit.‘ Wir haben den Anlass genutzt, mal zu checken, wie bunt die einzelnen Bundesländer tatsächlich sind und die Google-Suchanfrage „[Bundesland] ist bunt“ gestartet. Das Ergebnis: Berlin ist mit 71.500.000 Ergebnissen Buntestland. Es folgen in folgender Reihenfolge: Hamburg (42.100.000), Bremen (13.900.000), Thüringen (10.600.000), Hessen (8.960.000), Brandenburg (8.390.000), Bayern (8.090.000), Sachsen (7.910.000), Niedersachsen (5.940.000), Baden-Württemberg (5.530.000), Nordrhein-Westfalen (4.730.000), Saarland (4.720.000), Schleswig-Holstein (4.020.000), Rheinland-Pfalz (3.330.000), Sachsen-Anhalt (2.270.000), Mecklenburg-Vorpommern (2.000.000).
In diesem Sinne: Kommen Sie bunt durch den Tag! Morgen übernimmt hier passenderweise Robert Ide (Twitterbeschreibung „Bunt wie Berlin“ ) und versorgt Sie mit dem Farbspektrum unserer Stadt. Bis bald!