was für ein Bild. Da können die Berliner Straßenbahnen endlich wieder fahren, nachdem sie fast eine Woche lang händisch enteist werden mussten – und dann dürfen sie keine Fahrgäste mitnehmen. Wer im Januar noch nicht genügend Gelegenheiten gefunden hat, über die Hauptstadt zu lachen, dem liefert die Gewerkschaft Verdi zum Wochenstart die passenden Fotos. Die bestreikt am Montag den öffentlichen Nahverkehr (alles, was Sie wissen müssen, steht hier), was bei den Berliner Verkehrsbetrieben noch mehr Unverständnis ausgelöst hatte als sonst. „Eine Woche Arbeit für die Tonne“, hieß es in Unternehmenskreisen. Am Ende einigte man sich darauf, dass die Straßenbahnen wenigstens leer fahren dürfen, damit die Leitungen nicht gleich wieder zufrieren.
Und die Berliner? Stehen nur noch achselzuckend an der spiegelglatten Haltestelle und klammern sich fest an der Gewissheit, dass der Frühling schon irgendwann kommt. Bei bis zu minus 14 Grad am Montag wollte ohnehin niemand raus, oder?
Was für ein Bild. Auch wenn Berlin diesmal nur mittelbar verantwortlich ist, fügt sich die Metapher der Leerfahrten perfekt ein in die Reihe der Peinlichkeiten nach einem Monat im Ausnahmezustand. Berlin ist ins neue Jahr geschlittert, ganz vorn auf der Bahn: der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU). Dabei hatte der doch im vorigen Wahlkampf vor allem ein Versprechen gehabt: Berlin soll wieder funktionieren. Im Januar zeigte sich die Stadt weit davon entfernt.
Erst legt ein Stromausfall ganze Stadtteile mehrere Tage lahm, dann schlittert die halbe Stadt wegen vereister Gehwege direkt ins Unfallkrankenhaus, die vereisten Oberleitungen bremsen den kompletten Tramverkehr aus. Und als Wegner per Chefansage am Freitag verfügt, dass nun doch Tausalz zur Eisbekämpfung eingesetzt werden darf, ist es zu spät. Die Stadtreinigung bezweifelt den Effekt, politisch ist ohnehin nichts mehr zu gewinnen.
Das Bild des dysfunktionalen Berlins hat sich wieder breitgemacht in den Köpfen jener, die ohnehin nie an ein Funktionieren geglaubt haben. Und was sind schon ein paar Bürgeramtstermine (die es tatsächlich wieder zeitnah gibt) gegen kritische Infrastruktur und Knochenbrüche. Gegen das Gefühl, dass die Stadt sich nicht um die Sicherheit ihrer Bürgerinnen und Bürger kümmert, ja kümmern kann, weil sie im Notfall offenbar gar nicht weiß, wer eigentlich zuständig ist?
Natürlich ist nicht Kai Wegner für all das selbst verantwortlich. Doch das Gefühl verfestigt sich wie die dicke Eisschicht auf den Berliner Bürgersteigen: Wirklich verbessert hat er die Lage nicht in den knapp drei Jahren seiner Amtszeit. Der Regierende wird dieser Tage zur Projektionsfigur der berlingrauen Winterstimmung. Und er hat dem nichts entgegenzusetzen, außer einer Mischung aus Zögerlichkeit und Ungeschick. In Umfragen ist er so unbeliebt wie nie zuvor. Und die Konkurrenz holt auf.
Erst hatte er kein Glück, und dann kam auch noch Pech dazu, sagt man unter Tennisspielern. Kai Wegner ist bekanntlich einer, wie die ganze Welt nun wegen seiner verunglückten Krisenkommunikation in Sachen Stromausfall weiß. Vor ein paar Monaten sah es so aus, als sei ihm das Rote Rathaus sicher. Eine führungslose SPD, ideenlose Grüne ohne Identifikationsfigur und eine Linke mit Antisemitismusproblem, aus der alle Vernünftigen ausgetreten sind – wer sollte der CDU den Wahlsieg nehmen? Die Antwort kennen nun alle: sie selbst.
Hinzu kommt, dass die SPD sich einige Vorteile erspielt hat. Mit einem frischen Kandidaten, Steffen Krach aus Hannover, der auf Vollopposition gehen kann, obwohl seine Partei mitregiert. Und einer Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey, die in der Krise den deutlich besseren Eindruck hinterlassen hat als Wegner. War die nicht auch mal im Roten Rathaus? Die Umfragewerte steigen.
Derweil schlittert sich die Regierung von einer Krise zur nächsten. Das Momentum des Amtsbonus hat Kai Wegner verloren. Doch jeder Tennisspieler weiß, wie schnell sich das wieder drehen kann. Es sei denn, man rutscht aus.
Bei dem Glatteis ging in der vergangenen Woche fast unter, dass der Senat seine Werbekampagne für die Olympischen Spiele vorgestellt hat. Die Slogans auf den vom Berliner Bären dominierten Plakaten reichen von „Olympia ist ein Berliner/eine Berlinerin“ (zum Glück ohne ä) über „Gold für die Barrierefreiheit“ zu „Nur das Beste für die Kids: Olympia.“ (zu sehen hier).
Klappt’s mit der Olympia-Laune? Noch nicht? Na gut, einen Slogan versuchen wir noch: „Wir haben da mal was vorbereitet: eine Weltmetropole.“ Vielleicht versuchen wir’s das nächste Mal mit den Winterspielen?
Hätten die alten Tatra-Straßenbahnen Berlin vor dem kompletten Tram-Ausfall bewahrt? BVG-Chef Henrik Falk tat das beim Besuch der Checkpoint-Redaktion als wenig hilfreich ab und verwies auf die Eis-Probleme in Stettin, wo die alten Tatra-Bahnen der BVG heute im Einsatz sind. Und könnte damit etwas voreilig gewesen sein, wie uns Checkpoint-Leser Franz Richter schreibt: „Auf mehreren Strecken wurden relativ schnell die störanfälligen PESA-Swing-Fahrzeuge durch die bewährten Tatra-Wagen ersetzt, um den Betrieb überhaupt wieder aufnehmen zu können.“ So berichten es auch polnische Medien. Fazit unseres Lesers: „Die alten Tatras haben sehr wohl geholfen, den Betrieb teilweise zu stabilisieren.“ Der nächste Frost kommt bestimmt.
Jetzt aber runter von der Straße! Aus Charlottenburg-Wilmersdorf erreichte uns die Mail eines Checkpoint-Lesers: „Ich bin vor sieben Monaten Vater geworden. In der Kita wurde uns kürzlich gesagt, wir sollten uns um den Kita-Gutschein kümmern, weil das acht Monate dauern könne.“ Lektion Nummer 1 für Hauptstadtnachwuchs: Warten muss neben Schlafmangel als erstes gelernt werden.
Doch nicht überall gleich intensiv, wie eine aktuelle Checkpoint-Umfrage zeigt: In Steglitz-Zehlendorf gibt’s den Kita-Gutschein immer „zum gewünschten Betreuungstermin“, in Tempelhof-Schöneberg sind es aktuell ein bis zwei Wochen Bearbeitungszeit, in Marzahn-Hellersdorf und Mitte maximal 14 Tage, in Spandau zwei bis sechs Wochen, in Reinickendorf drei Wochen, in Pankow drei bis vier Wochen, in Friedrichshain-Kreuzberg maximal vier Wochen, in Neukölln rund sechs Wochen und in Treptow-Köpenick durchschnittlich sechs bis zehn Wochen.
Einheitlich ist dagegen: Anträge können digital ausgefüllt werden, müssen aber dann ausgedruckt eingereicht werden. Wir nennen das Digitalisierung. Zudem macht die Software immer noch Probleme. Berlinkenner erinnern sich: Die Modernisierung hatte im Sommer die Ausstellung der Kita-Gutscheine nahezu stadtweit lahmgelegt (Checkpoint vom 7. Juli). Seitdem wurde nachgebessert, rund läuft’s aber noch längst nicht, melden die Bezirke.
Und damit zurück zu Charlottenburg-Wilmersdorf: Acht Monate Wartezeit seien nicht die Regel, sagt Bezirksstadtrat Simon Hertel (Jugend und Gesundheit). Es handle sich um „sehr seltene Einzelfälle“, wenn etwa Unterlagen verloren gingen. Die aktuellen Bearbeitungszeiten „schwanken enorm“, auch wegen der erwähnten Software. Man sei in Gesprächen mit Senatskanzlei und Bildungsverwaltung. Zeithorizont: unklar. Sein Tipp: „Wenn man nur den Gedanken daran hat – direkt beantragen!“ Romantisch.
Bleiben wir bei der eigentlichen Großbaustelle der Stadt: Digitalisierung. Die zwölf Bezirksverordnetenversammlungen (BVV) arbeiten beispielsweise mit dem veralteten Programm „Allris 3“, ohne das gar nichts geht, vom Antrag bis zum Sitzungskalender. Ende des Jahres läuft der Support aus, doch ein Update wurde bisher nicht bestellt – auch weil Senatskanzlei und Bezirke noch streiten, wer verantwortlich ist. Und wer zahlen soll.
Spandau soll die neue Version zuerst ausrollen und rechnet mit Kosten von mehr als 100.000 Euro. „So viel Geld haben die anderen Bezirke nicht in ihren Haushalt eingestellt“, sagt Jelisaweta Kamm (Grüne), Vorsteherin der BVV-Mitte. Es sei kaum zu schaffen, bis Jahresende alle BVVen auf „Allris 4“ umzustellen. Nach den Bezirkswahlen im September fange man quasi von vorn an.
Und die Senatskanzlei? Hofft, dass der Softwarehersteller sein Versprechen hält, die alte Programmversion auch im nächsten Jahr noch nutzen zu können. Verbuchen wir vorerst unter Dauerbaustelle.
Apropos Baustelle: In den kommenden vier Jahren steht an einigen Berliner U-Bahnhöfen eine Grundinstandsetzung an (Q: Anfrage Kristian Ronneburg, Linke). Noch in diesem Jahr sollen die Stationen Rosa-Luxemburg-Platz, Schönleinstraße und Spichernstraße modernisiert werden. Voraussichtlich ab 2027 folgen die U-Bahnhöfe Hallesches Tor, Uhlandstraße, Franz-Neumann-Platz und Ullsteinstraße. 2028 könnten Adenauer Platz und Johannisthaler Chaussee dran sein, ehe 2029 Zoologischer Garten und Möckernbrücke an der Reihe sind. Verzögerungen allerdings nicht ausgeschlossen (oder wie wir es nennen: wahrscheinlich). „Die endgültigen Bautermine sind abhängig von den Planungskapazitäten sowie der Dauer der Genehmigungs- und Vergabeverfahren“, schreibt die BVG. Gute Fahrt.
Und hier noch ein paar Artikel-Empfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ „Jetzt geht die Hölle los in Berlin“: Der Tod von Mehmet K. und wie türkische Mafia-Banden jetzt nach der Macht greifen.
+ Feuertonnen, Singschwäne und ein idyllischer Flussspaziergang mitten in der Stadt – Hauptsache raus an die frische Luft: Sieben Mini-Ausflüge für Berliner Familien während der Winterferien.
+ Noch vier Wochen bis zum Frühling: Ein Biopsychologe gibt Tipps gegen das Berliner Wintertief.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) hat von der Idee angeblich noch nie gehört, Schönefelds Bürgermeister Christian Hentschel (parteilos) hält eine Weltausstellung (Expo) in seiner Gemeinde für eine gute Idee. Eine solche Veranstaltung könne dazu beitragen, dringend benötigte Infrastrukturprojekte voranzubringen (Q: dpa). Nach Checkpoint-Informationen laufen die Gespräche seit zwei Jahren, inklusive Prüfung einer ausreichend großen Fläche östlich des BER (CP vom 29.1.). Mal sehen, was der Rest der Region dazu sagt.
Ein Streit in der CDU beschert der FDP in Reinickendorf eine neue Fraktion: Die zurückgetretene Fraktionschefin Sylvia Schmidt, die von mobbingartigen Zuständen sprach, ist aus der CDU ausgetreten – und zu den Liberalen gewechselt. Die haben dadurch genug Bezirksverordnete, um eine Fraktion zu gründen.
Am Ende nur Dänen: Die deutschen Handballer haben das EM-Finale verloren. Kein Rückschritt, sondern ein Versprechen, schreibt meine Kollegin Charlotte Bruch.
Sportvereine sind die neuen Kitas: Verzweifelt versuchen Eltern, ihre Kinder irgendwo unterzubringen. 14.267 Kinder stehen auf Wartelisten (Q: rbb Abendschau). Es fehlen Hallen, Ehrenamtliche, Trainer … Der Landessportbund schätzt den Sanierungsstau aller Sportstätten auf 1,2 Milliarden Euro, der Senat macht dazu keine Angaben. Unsportlich.
Unsportlich ging es auch bei Hertha vor zwei Wochen zu, allerdings nicht auf dem Platz, sondern daneben (Details hier). Beim ersten Heimspiel nach der Eskalation schauten deswegen gestern alle ganz genau hin. Bilanz: Protestplakate gegen Polizeigewalt, Stimmung in der Kurve und ein unglücklich verschenkter Sieg. Alles beim Alten.
Wobei … ganz aufgearbeitet ist die Sache noch nicht. Ein Präsidiumsmitglied von Hertha soll von einem Polizisten rassistisch beleidigt worden sein, berichtete Herthas Geschäftsführer Peter Görlich am Freitag im Sportausschuss des Abgeordnetenhauses. Für Innensenatorin Iris Spranger (SPD) gibt’s in der Sache noch einiges aufzuarbeiten.
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„Wir dürfen nicht vom Vermittler zum Ermittler werden“, sagt Carina Knie-Nürnberg, die neue Chefin der Berliner Arbeitsagentur. Mit mehr Druck auf Arbeitslose und Lifestyle-Teilzeit kann sie nicht so viel anfangen. Was sie stattdessen vorhat, erzählt sie hier im Interview.
2025 wurden 59.523 Pkw neu zugelassen, 5,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Wer sich doch für einen Neuen entscheidet, wählt immer öfter das E-Auto. Zwei Drittel der Neuzulassungen haben bereits jetzt alternative Antriebe. (Q: Statistikamt Berlin Brandenburg)
Als Erfolgsprojekt gegen Sperrmüll erweisen sich die BSR-Kieztage, wie die Bilanz aus Friedrichshain-Kreuzberg zeigt. Bei den 26 Tagen im vergangenen Jahr entsorgten 23.083 Besucher 309 Tonnen Sperrmüll. Zudem wurden Gegenstände mit einem Gewicht von 26.790 Kilogramm auf den Tausch- und Verschenkemärkten weitergegeben. Und landeten immerhin nicht auf den Berliner Straßen.
Und noch eine gute Nachricht: Die Kinderarmutsquote ist in den vergangenen zehn Jahren zurückgegangen – und das in allen Bezirken. 2015 lebten noch 31 Prozent der unter 18-Jährigen in Haushalten mit Bürgergeldempfängern, 2024 waren es nur noch 22,5 Prozent. Damit liegt Berlin zwar immer noch deutlich über dem Bundesschnitt. In Neukölln ging die Quote der armutsgefährdeten Jugendlichen immerhin von knapp der Hälfte auf gut ein Drittel zurück (Q: Bildungsverwaltung auf Anfrage von Alexander King, BSW)
Pierdomenico Antonio war jemand, den man erst auf den zweiten Blick lieben lernte. Vielleicht auch auf den dritten. Kein Wort zu viel sagte der Kellner des „Petite Europe“, dem urigen Italiener direkt am Kleistpark in Schöneberg. Doch wer regelmäßig kam, den begrüßte er, den alle nur Toni nannten, irgendwann mit einem Lächeln, vielleicht sogar mit einem Augenzwinkern. Sonntagabend, 18 Uhr: „Hast du reserviert? Was soll ich machen?!“ Toni bekam es schon hin, vor allem nun, da der langjährige Chef Sergio Di Florio den Laden nach 34 gemeinsamen Jahren verkauft hatte. Am vergangenen Dienstag ist Toni einfach umgekippt, hier mitten im Petite Europe. Er wurde 64 Jahre alt. Schöneberg wird ihn sehr vermissen.
Zitat
„Das ganze Leben ist ein Geschenk. Aber wir müssen etwas daraus machen.“
Rita Süssmuth, ehemalige Bundestagspräsidentin. Jetzt ist sie im Alter von 88 Jahren gestorben. Einen Nachruf gibt es hier.
Stadtleben
Verlosung – Am 5.2. feiert „Sabbatical“, der neue Film von Judith Angerbauer, Premiere. Ein konzentriertes Beziehungsdrama über ein Paar, das während einer Auszeit in Griechenland Krisen überwinden will. Einen Tag später, am 6.2. um 18.30 Uhr, wird der Film in Anwesenheit der Regisseurin und des Hauptdarstellers Sebastian Urzendowsky im Wolf-Kino gezeigt. Wir verlosen 2x2 Karten. Bewerbung via Checkpoint-Postfach. Weserstr. 59, U Karl-Marx-Straße
Essen & Trinken – Sogenannte Foodies hypen seit längerem schon Dumplings – chinesische Maultaschen. Im Falle von Wok Show berechtigterweise. Das kleine Ecklokal im Prenzlauer Berg serviert frisch gemachte Jiaozi mit Rind, Schwein, Lamm oder vegetarisch. Außerdem Klassiker wie Eierreis und geschmorte Aubergine. Vorab zu reservieren, wird empfohlen. Mo, Mi & Do 17–22 Uhr; Fr bis So 12.30–22 Uhr, Greifenhagener Str. 31, S/U Schönhauser Allee
Noch hingehen – In Berlin war bis heute Fashion Week – die in dem Zusammenhang eröffnete und inzwischen schon traditionsreiche Werkschau „Berliner Salon“ läuft zum Glück noch bis zum 22.2. Dieses Mal in der Gemäldegalerie angesiedelt, korrespondiert die Mode junger Designer mit den Bildern der alten Meister. Di bis So 10–18 Uhr. Matthäikirchplatz, S/U Potsdamer Platz
Last-Minute-Tickets – In der Staatsoper Unter den Linden gibt es heute ein „Kammerkonzert extra“ – die Orchesterakademie der Staatskapelle Berlin stellt sich vor. Auf dem Programm stehen unter anderem Schostakowitsch, Mendelssohn Bartholdy oder Gershwin. Es gibt noch Karten (ab 20 €). Los geht es um 20 Uhr. Unter den Linden 7, U Museumsinsel
Kiekste
Frostige Grüße vom Potsdamer Platz am Morgen, wo die Straßen mit Gold gepflastert sind. Danke an dieser Stelle für den Länderfinanzausgleich! Festgehalten von Checkpoint-Leser Andreas Friedrich. Vielen Dank! Schicken auch Sie uns Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerbin Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Nahverkehr – Von Betriebsbeginn bis Dienstagmorgen, 3 Uhr, werden im Rahmen einer bundesweiten Aktion die Verkehrsangebote der BVG bestreikt. U-Bahnen, Straßenbahnen sowie die meisten Busse bleiben in ihren Depots. Die S-Bahn sowie der Regionalverkehr sind nicht betroffen.
Demonstration – Für heute sind 16 Demos angemeldet (Stand 30.1., 15 Uhr), u.a. „Rettet den NEW START-Vertrag!“: zehn Menschen, „Deutsche Friedensgesellschaft“, Pariser Platz (11-12.30 Uhr)
„Mahnwache“: zehn Protestierende, „Omas gegen Rechts“, Bölschestr. 126 (15-16 Uhr)
„Solidaritätsveranstaltung im Kiez zu 15 Jahren Räumung der Liebig 14“: 80 Demonstrierende, Liebigstr. (15.30-20 Uhr)
Gericht – Gegen eine 32-Jährige, die einen Überfall auf ihren Ex-Lebensgefährten in Auftrag gegeben haben soll, kommt es zum Prozess. Mitangeklagt ist ein 30-Jähriger, der mit zwei Komplizen die Tat ausgeführt haben soll. Der Betroffene sei in seiner Wohnung in Berlin-Gesundbrunnen zu Boden gedrückt, mit einem Stein geschlagen und beraubt worden (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Bürger Lars Dietrich (53), Entertainer, Musiker, Schauspieler / Susanne Hoffmann (66), CDU-Politikerin, seit 2025 Staatssekretärin für Zentrales und Verbraucherschutz in der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz / „Meinem geliebten Mann Jan alles Gute zum 50. Geburtstag! Bleib gesund und wie du bist. Dein Spatz!“ / „Jakob May, professioneller Energiespeicher, engagierter Kletterer und unermüdlicher Sammler der seltsamsten Expertisen: Alles Gute zum Geburtstag!“ / Cynthia Micas (36), Schauspielerin, u.a. „Maxton Hall“ oder „Die Dreigroschenoper“ am Berliner Ensemble / Barbara Sukowa (76), Schauspielerin, u.a. „Berlin Alexanderplatz“, „Lola“ oder „Rosa Luxemburg“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn oder der Lieblingskollegin zum Geburtstag, den Großeltern zum Hochzeitstag oder einem Sportverein zum Jubiläum im Checkpoint gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de. +++
Gestorben – Dr. Jürgen Albert Heinz Fock, * 18. Mai 1938, verstorben am 13. Januar 2026 / Stefan Gossler, * 14. Dezember 1955, verstorben am 19. Januar 2026 / Peter Glowasz, * 11. Oktober 1936, verstorben am 5. Januar 2026 / Holger Klotzbach, * 30. Januar 1946, verstorben am 23. Januar 2026 / Simon Wegener, * 23. April 1970, verstorben am 8. Dezember 2025 / Maria Zellmer (geb. Nagele), * 14. September 1945, verstorben am 24. Januar 2026
Stolperstein – Paul Kohn (*1879 in Großpritsch / Porajów) wurde am 14. Dezember 1939 in Berlin verhaftet und von den Nazis in das Konzentrationslager Sachsenhausen deportiert. Dort wurde er am 2. Februar 1940 ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein am Ida-Wolff-Platz/Ecke Großbeerenstraße/Stresemannstraße in Kreuzberg an Paul Kohn.
Encore
Zum Schluss noch eine Statistik mit Wumms: Das Berghain hat es mal wieder nicht zum besten Club Deutschlands geschafft. In einer Auswertung des Musikmagazins „Fazemag“ kommen die heiligen Hallen gerade einmal auf Platz fünf. Das Berghain liegt damit hinter dem Gotec (Karlsruhe) und dem Bootshaus (Köln). Machen Sie daraus, was Sie wollen, wir stellen uns trotzdem schon mal an.
Ganz vorne waren wie immer die Recherchen und Beiträge von Jessica Gummersbach, Christoph Papenhausen und Valentin Petri. Fürs Stadtleben hat Tobias Langley-Hunt angestanden, Clara Kreuzberg hat das Putzlicht angemacht (Produktion). Morgen tanzen hier Christian Latz und Margarethe Gallersdörfer in eine neue Woche.
Bis bald!