und willkommen zum letzten regulären Checkpoint 2020. Bevor wir einen Blick auf die Nachrichten des Tages werfen, möchten wir uns an dieser Stelle nochmal ganz herzlich bei Ihnen bedanken: für Ihre Unterstützung, für die vielen Tipps und Hinweise, für die konstruktive Kritik. Gerade in diesem sehr turbulenten Jahr war das Gold wert und größter Ansporn, weiterzumachen!
Damit Sie bis zum Januar nicht ganz ohne Checkpoint auskommen müssen, melden wir uns zwischen den Jahren täglich mit einer neuen Folge unseres garantiert pandemiefreien „Berlin 2020-Rückblick-Rätsels“. Mitmachen lohnt sich: Unter allen richtigen Lösungssatzeinsendungen verlosen wir unseren juten Checkpoint-Beutel samt Checkpott-Tasse.
Zur aktuellen Corona-Lage: In Deutschland liegt die Sieben-Tage-Inzidenz nach einer Woche des harten Lockdowns bei 197,6 – das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Lothar Wieler, Präsident des Robert Koch-Instituts, appelliert: „Ich bitte Sie eindringlich, die Tage zwischen den Jahren in Ruhe und in kleinstem Familienkreis zu verbringen. Reduzieren Sie Ihre Kontakte auf das absolute Minimum und reisen Sie nicht.“
Shoppingtouren nach Polen hat der Berliner Senat mittlerweile offiziell untersagt. Innensenator Andreas Geisel (SPD) will am heutigen Mittwoch zudem eine (lange) Liste weiterer Böllerverbotszonen für die Silvesternacht vorlegen.
Kurz vor dem großen Impfstart am kommenden Sonntag wird der alte Flughafen Tegel zur Einsatzzentrale für die 60 mobilen Impfteams, die an „allererster Stelle“ BewohnerInnen und Beschäftigte der Pflegeheime mit dem rettenden Piks versorgen sollen. Wie wichtig das ist, zeigt die aktuelle Lage. Mehr als die Hälfte der mittlerweile mehr als 1.000 Berliner Corona-Toten lebte in Heimen.
Tagesspiegel-Recherchen hatten zuletzt größere Ausbrüche in drei Einrichtungen in Mariendorf, Wilmersdorf und Marzahn-Hellersdorf aufgedeckt. Allein hier sind 200 HeimbewohnerInnen infiziert und 22 verstorben. Jede Zahl ein Leben, eine Geschichte. Auf Tagesspiegel.de sammeln und erzählen wir sie.
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Haben Sie Programmhefte, Tickets, Fotos oder Erinnerungen an Festwochen oder Metamusik-Festival, Theatertreffen oder Horizonte - Festival der Weltkulturen, Jazzfest oder Riesen in Berlin? Teilen Sie Ihre Geschichte mit den Berliner Festspielen in unserem lebendigen Archiv.
Weil selbst die größte Mistzeit auch kleine, gute Geschichten schreibt, haben wie für die aktuelle „Eine Runde Berlin“-Podcastfolge Ringbahnfahrgäste nach ihren positiven Erlebnissen in 2020 gefragt – und auch Sie um Einsendungen gebeten. Zum Jahresabschluss veröffentlichen wir an dieser Stelle elf Glücksmomente, die Hoffnung machen:
„Mein persönliches Jahreshighlight war mein Umzug als frisch gebackene Rentnerin aus der Pfalz nach Berlin. Ich bin völlig begeistert von den Berliner Handwerker*innen, die in der Hoch-Corona-Zeit, im Mai, meine Wohnung, die ich mir in Britz gekauft habe, völlig selbständig in meiner Abwesenheit renoviert haben. Und das, obwohl mich vorher alle mich vor den Berliner Handwerker*innen gewarnt hatten.“ – Annelie Steffensky
„Dass ich das Jahr 2020 als Hochrisiko-Patient gesund überstanden habe und es hoffentlich bis zu meiner Impfung auch so bleibt.“ – Hans Dieter Willter
„Nach etlichen stornierten Reisen und vielen abgesagten Veranstaltungen ein paar schöne unbeschwerte und sonnige Tage an der polnischen Ostseeküste mit meinem Liebsten verbracht zu haben.“ – Cornelia Grosch
„Die größte Herausforderung und der zugleich größte Glücksmoment war die Geburt unserer Tochter am 9. März, also gut eine Woche vor dem ersten Lockdown. Sie hat das Leben für meine Frau und mich gehörig umgekrempelt.“ – Wolfram Giese
„Zu meinen Highlights zählt in diesem seltsamen Jahr 2020 das Hofkonzert der Staatskapelle Berlin in unserem wunderschönen Hofgarten am Lietzensee. Wie habe ich es genossen, trotz Lockdown ein Livekonzert zu hören!“ – Birgit Schmidt-Bartsch
„In diesem Sommer wurde der Mauerpark neu eröffnet. Ich war dort oft picknicken und die Stimmung dort im Park war toll. P-Berg-Families, Weddinger Familien, Skater, Hip Hopper, alte Leute mit Hund, alle mischten sich, hielten doch Abstand, hatten eine gute Zeit, wie es schien.“ – Tanja Dückers
„Als die Theater schließen mussten, dachten wir, es wäre das Aus für unser kleines Theater. Dann hatten die jungen Schauspieler die Idee, Märchenpodcasts aufzunehmen und diese kostenlos an die Familien und in die Schulen zu schicken. Es war ein kleines Wunder, Freude zog ein und wir konnten Freude weitergeben.“ – Marion Martinez und das Galli-Theater-Ensemble Berlin
„In meinem bewegendsten Moment des Jahres sehe ich mich an einem der zauberhaften Berliner Sommertage auf einer Bank im Tiergarten sitzen und meinen Eltern per Handy mitteilen, dass am Morgen ihr erster Urenkel, mein erster Enkel, geboren worden ist. Das Glück, welches ich dabei empfinde, überblendet für einen Moment all die Bedrückungen der Pandemie.“ – Nikolaus Sieveking
„Am 14. Februar hatte ich meinen letzten Arbeitstag und war wahrscheinlich der letzte Kollege, der sich noch im Kreis der Kollegen verabschieden und persönlich bedanken konnte. Bei uns gab es 2020 einen massiven Personalabbau (Siemens-Schaltwerk) und die meisten Verabschiedungen waren wohl still und leise per Mail.“ – Achim Koch
„Vor meinem Geburtstag waren wir als Keynote Speaker zu einer internationalen Online-Konferenz eingeladen. Mittels Zoom wurde die Veranstaltung zu einem Wiedersehen mit alten Freunden. Ein paar Tage später haben diese Freunde mir mit Video-Ansprachen, gesungenen Liedern, eigens angefertigten Bildern und vielen Blumen u.a. aus Australien zu meinem 70. Geburtstag gratuliert. Wunderschön in dieser relativ einsamen Zeit!“ – Monika Fleischmann
„Mein persönliches Highlight war, dass meine kleine Leopardgecko-Familie, bestehend aus einem Mann und drei Frauen, Nachwuchs gekriegt hat. Die Elterntiere sind jetzt 15 Jahre alt. Jedes Mädel hat zweimal zwei Eier gelegt. Aus diesen zwölf Eiern sind insgesamt neun Jungtiere geschlüpft, die ich dann verschenkt habe.“ – Peter Splettstößer
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Dass 2020 tatsächlich bis zum Schluss alles ein bisschen anders bleibt, merken wir daran, dass das Stadtmagaztin „Tip“ erstmals nicht die Liste der „100 peinlichsten Berliner*innen“, sondern eine Liste mit 50 peinlichen + 50 Mut machenden veröffentlicht hat.
Peinlichster Berliner ist demnach Attila Hildmann, tollster Mutmacher konsequenterweise Charité-Chefvirologe Christian Drosten, der uns seit Mitte Februar „die Risiken, die Unabwägbarkeiten, die Wissenslücken: verständlich, strukturiert, faszinierend“ erklärt. Außerdem auf der guten Liste: BER-Fertigbauer Engelbert Lütke Daldrup („Monstertyp“), Corona-Logistiker Albrecht Broemme („Allzweck-Wumme“) und Transformationsforscherin Maja Göpel („Brückenkopf“).
Noch ein Blick in die Zukunft: Wir haben Berlins SpitzenkandidatInnen für die Abgeordnetenhauswahl nach einem Mini-Ausblick auf 2021 gefragt – und „mini“ heißt in dem Fall, ein Ausblick in drei Worten. Die Antworten: „Solidarität, Zuversicht, Verantwortung“ (Klaus Lederer, Linke), „Aufatmen – Nähe – Durchstarten“ (Bettina Jarasch, Grüne), „Zuversicht – Anpacken – Rücksicht“ (Franziska Giffey, SPD), „Zusammenhalt – Neustart – Berlin“ (Kai Wegner, CDU), „Pandemie-Ende – Regierungsbeteiligung – Aufstiegsversprechen“ (Sebastian Czaja, FDP). Erste Anhaltspunkte für Koalitionsmöglichkeiten ergeben sich an dieser Stelle zwischen Schwarz & Grün und Rot & Rot. Muss nur noch die FDP mit ihrer Regierungsbeteiligung irgendwo unterkommen. Wir werden sehen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Das Netz hasst: Die Zahl der Anzeigen im Bereich digitaler Hasskriminalität ist in Berlin in den ersten elf Monaten dieses Jahres im Vergleich zum Vorjahr um 45 Prozent gestiegen. Das zeigt eine bisher unveröffentlichte Anfrage der FDP-Abgeordneten Maren Jasper-Winter. Im Bereich Volksverhetzung fällt mittlerweile die Hälfte aller Anzeigen auf digitale Straftaten, bei Beleidigungen sind es 24,8 Prozent, bei Bedrohungen 29,4 Prozent.
Insgesamt beziehen sich 1.323 der 5.718 Hasskriminalitätsanzeigen, die seit 2018 in Berlin erstattet wurden, auf digitale Vergehen. Dazu Jasper-Winter: „Die Strafanzeigen zeigen, dass Staatsanwaltschaften und Polizei sich besser und spezialisierter auf diese Delikte einstellen müssen. In Berlin brauchen wir endlich mehr Anlaufstellen für Opfer, damit diese sich über persönlichen Schutz informieren können.“
Nochmal FDP: Sebastian Czaja hat sich beim Senat erkundigt, wann in welchem Bezirk mit der Montage der Luftfilter zu rechnen ist. In Spandau und Tempelhof-Schöneberg sollen die Geräte Mitte Januar, in Pankow, Lichtenberg und Reinickendorf bis Ende Januar geliefert werden. In Marzahn-Hellersdorf wird der Februar anvisiert, in Mitte der März. Von allen anderen Bezirken gibt’s keine konkreten Aussagen, weil man wahlweise abhängig von „den Liefer- und Installationsfristen der Anbieter“ oder „erforderlichen Abstimmungen“ ist. Vor allem Letzteres gilt praktischerweise universell.
Kleiner Nachtrag zu „Kein Anschluss für Freiwillige“ (CP von gestern): Vivantes stellt fest, dass sich das Unternehmen bei allen, die sich als Impf-HelferInnen gemeldet hatten, „herzlich für deren Bereitschaft bedankt und die entsprechenden Informationen an die Organisatoren der Impfzentren“ – sprich das DRK – weitergeleitet habe. Vivantes selbst suche „dringend medizinisch ausgebildetes Personal, um die Teams in den Kliniken über die Feiertage zu unterstützen“. Hilfswillige können sich täglich zwischen 9 und 15 Uhr unter der Hotline 030 – 130113333 melden.
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Kleiner Reminder an die Bundesregierung: Die Antwort auf den Weihnachtsappell der 245 Bundestagsabgeordneten zur verstärkten Aufnahme Geflüchteter von den griechischen Inseln steht weiter aus. Unterschrieben hatten den Aufruf 67 Grüne, 64 Linke, 75 SPDler, 27 FDPler und 12 Mitglieder der Unionsfraktion.
Zum Weihnachtsfest in Berlin: Weil uns einige Nachfragen erreicht haben, ob Treffen mit mehr als fünf Verwandten möglich sind, hat CP-Kollege Julius Betschka nochmal nachgehakt. Die Antwort: Laut Infektionsschutzverordnung gilt, „dass es keine Personenobergrenze für die Mitglieder des eigenen Haushaltes gibt, jedoch hinzu nur vier Personen über 14 Jahre kommen dürfen.“
Diese Personen dürfen wiederum „nur aus dem Personenkreis Verwandte in gerader Linie, Geschwister und deren Haushaltsangehörige entstammen“. Handelt es sich nicht um die genannten Verwandten, bleibt es bei der Obergrenze von fünf Personen. Generell gilt: Nicht alles, was kann, muss.
Eine Geschichte aus Britz: Am Montagabend haben sich einige Männer aus vier Haushalten in einer Wohnung getroffen. Es kommentiert die Polizei via Twitter: Wahrscheinlich hätte das „niemand bemerkt, wenn nicht einer von ihnen mehrfach mit einer Schreckschusswaffe vom Balkon geballert hätte“. So dann eben doch.
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Mit einem Großeinsatz haben Polizei und Generalstaatsanwaltschaft am Dienstagmorgen auf einen Hinweis reagiert, in Marzahn stehe ein islamistischer Sprengstoffanschlag bevor. Knapp 200 Beamte waren im Einsatz. Der Verdacht hat sich laut Staatsanwaltschaft aber bislang nicht bestätigt.
Mit allen Mitteln versuchen Linke und Grüne, den neuen Vorstand der Wohnraumversorgung Berlin zu verhindern. Eigentlich soll der von Finanzsenator Matthias Kollatz (beide SPD) in das mächtige Amt berufene Volker Härtig seinen Job ab Januar antreten. Jetzt wird geprüft, ob Bausenator Sebastian Scheel (Linke) ein Vetorecht hat.
Seitdem die zweite Phase des Mietendeckel-Gesetzes Mitte November in Kraft getreten ist, wurden bei der Verwaltung 897 Verstöße gegen den Paragrafen zur Absenkung von Bestandsmieten angezeigt (Q: dpa). Bearbeitungsstau gab und gibt es der Senatsverwaltung für Wohnen zufolge nicht.

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
Der Problem-BER sorgt auch nach seiner Eröffnung weiter für Schlagzeilen: Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hat überraschend eine Klage von AnwohnerInnen gegen das bisher geltende Nachtflugverbot zugelassen. Ziel ist es, die Ruhezeit auf 22 Uhr bis 6 Uhr auszuweiten.
Das Leibniz-Institut für Deutsche Sprache in Mannheim hat eine Liste neuer Wörter (sowie bekannter Wörter mit neuen Bedeutungen) zusammengestellt, die seit Beginn der COVID-19-Pandemie aufgekommen sind. Da wären: AHA-Formel, Beherbergungsverbot, Coronablues, Drive-in-Weihnachtsmarkt, Ein-Freund-Regel, Frischluftquote und Geistergastronomie.
Auch beliebt geworden sind die Begriffe Hot-Spot-Strategie, Infektionsampel, Jojo-Lockdown, Klopapierhysterie, Lockerungsdrängler, Maskenmode, Nasenpimmel, Onlinedemo, Pop-up-Radweg, Querdenker, Remote-Arbeit, Systemrelevanz, Teststation, Überbrückungshilfe, Vor-Corona-Welt, Warnapp und Zoombombing – zur vollständigen Übersicht geht’s hier.
Zitat
„Ich finde, in der Weihnachtszeit sollte man auf sein Genussempfinden achten. Diese Zeit ist so geprägt durch Verzicht, da ist es schön, wenn man regelmäßig neue Sachen ausprobiert und seine Sinne schärft. Sich selbst mit gutem Essen bekocht, oder mal genüsslich eine Tasse Tee und ein paar Zimtsterne bei Kerzenschein gönnt.“
Jan Kalbitzer, Psychiater und Leiter der Stressmedizin an der Oberberg-Klinik Berlin
Tweet des Tages
Bitte beim Aufstellen der Weihnachtskrippen beachten: Josef + Maria + Jesus (1. Haushalt), Schäfer-WG (2. Haushalt), Caspar (3. Haushalt), Melchior (4. Haushalt), Balthasar (5. Haushalt)
Stadtleben
Liefern lassen – Der Schöneberger Sushi-Hotspot Stick'n'Sushi fordert zu Solidarität mit den KollegInnen in der Gastronomie auf. Die roten Lettern auf den Plakaten vor dem Restaurant rufen SOS: „Save Our Souls – Stay optimistic and safe – Sticks or Sushi“. Oder eben beides. Lassen Sie sich ein buntes Menü von dänisch-japanischer Kunstfertigkeit zusammenstellen und nach Hause liefern. Frei nach dem SOS-Motto verlosen wir ein Festtagsmenü für zwei Personen – zum Selberschlemmen oder Schenken.
Helfen & Schenken – Keine Schnellschüsse bei Geschenknotstand: Tiere sind Lebewesen und sollten nicht leichtfertig für Lockdown-Launen büßen. Und ein digitaler Blick ins Berliner Tierheim zeigt: Katzen, Hunde, Hasen oder auch eine Madagaskar-Boa namens Medusa brauchen nicht nur ein Zuhause jenseits des Heims, auf dem Weg dorthin freuen sie sich auch über volle Näpfe und Spielzeugkisten. Hier besteht die Möglichkeit, diese zu füllen. Der Berliner Zoo freut sich außerdem über Patenschaften – und Onkel Bernd sich doch gewiss über ein amtliches Dokument seiner neuen Brautente.
Anschauen – Wer im kommenden Jahr über seinen wortwörtlichen Tellerrand hinausschauen will, werfe einen Blick in das Kochbuch Displaced Dishes (ca. 28 Euro). Zusammengestellt von Gastronomin Pamela Gregory in Zusammenarbeit mit Samos Volunteers und den BewohnerInnen des Geflüchtetenlagers Samos, verleihen 33 Rezepte den Herkunftsländern der Geflüchteten ein Aroma: Die Erfahrung vom Verlust und der Trennnung von der eigenen Kultur im Lager bekommt in diesem Buch ein Gesicht – in Form von Gerichten. Die Einnahmen des Buches kommen dem Camp zugute. Wir verlosen 5 Bücher.
Letzte Runde – Der Barchef der Neuköllner Speakeasy-Bar Truffle Pig, Damien Guichard, hatte früher keine Lust, zuhause zu mixen. Doch was ist im Lockdown schon normal? Also fing er wieder damit an: „Besonders weil das Café um die Ecke von mir, Happy Baristas, einen besonders köstlichen Kaffee-Likör gezaubert hat,“ so Damien, der derzeit mit dem Rennrad durch französische Gefilde radelt. Von dort aus prostet er Ihnen gedanklich zu mit einem „Coffee Martinez“: 40 ml Gin, 20 ml Wermut, 15 ml Happy Baristas Coffee Liqueur, 5 ml Kirschwasser und 1 Spritzer Ananaslikör mit Eis vermengen, schütteln und abseihen. A votre santé.
Das ganze Stadtleben gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.
Grübelstoff – Ob die Berliner Haustierschaft am 31. Dezember insgeheim den großen Hörsturz fürchtet und allesamt um Mitternacht erleichtert aufschnaufen?
Berlin heute
Verkehr – Mariendorfer Damm (Mariendorf): Stadtauswärts auf Höhe Göllweg werden am Vormittag wieder zwei Fahrstreifen freigegeben. Die Restarbeiten nach einem Wasserrohrbruch erfolgen im Januar 2021.
Demonstration – Mit 25 Teilnehmenden findet am Pariser Platz vor der Akademie der Künste von 12 bis 15 Uhr eine Kundgebung „Im Namen der Kunst und KünstlerInnen in Lockdown und Coronakrise“ statt. „Solidarität mit den Streikenden und von Covid betroffenen Amazon-ArbeiterInnen – Stoppt den Amazon-Edge-East-Side-Tower“ fordern von 14 bis 16 Uhr 20 Menschen auf der Warschauer Brücke vor der Baustelle des Edge East Side Towers. 15 Teilnehmende kommen zwischen 14 und 16 Uhr am Leopoldplatz für eine Kundgebung zur „Senizidalen Politik der türkischen Regierung“ zusammen.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Chris Bauer, „Glückwunsch zum 70. und für ihren Mut, dem ‚goldenen Käfig‘ zu entfliehen und nach Berlin zu ziehen“ / „Liebe Brigitte, ich weiß, dass Du nicht gerne daran erinnert wirst, aber es ist so schön, dass Du heute Geburtstag hast! Ich wünsche Dir für Dein neues Lebensjahr viel Glück und bleibe gesund, alles Gute Brigitte H.“ / Noel Massaud, „immer ein Herz für Kinder“ / Tamara Wolter (68), „von Ehemann Klaus und Kindern Sascha und Katja“ / 24. Dez.: Juna Grossmann (44), „Bloggerin, Autorin, Glückwunsch K.M.“ und „Autorin, Bloggerin und coolste Frau der Welt.“ / „Für unsere Lieblingsmonika alles Gute. Deine B11er S und K“ / Svenja Milord, „liebe Grüße vom ‚kleinen Elefanten‘“ / 25. Dez.: Petra Israel-Reh, „Geschäftsführerin des Notdienstes für Suchtmittelgefährdete“ / 26. Dez.: „Alle Liebe zum Geburtstag, Mama, Ehefrau und Oma. Bleib so, wie Du bist!“ / „Herzlichen Geburtstagsgruß von ehem. SAT 1 Kollegen an unseren Lieblingsmoderator Ulrich Meyer, Marion, Karen, Alexander, Jörg“ / Christine Weber, „zum 70. die besten Wünsche von deiner Familie: AUGEN ZU UND TANZEN!!!“ / 27. Dez.: „Dem frischgebackenen Opa Wolfgang Mandel alles Liebe zum Geburtstag von seiner Familie“ / Margit ‚Gitti‘ Pohl, „Geliebte(,) Ehefrau, Mutter und Großmutter, Ex-Lehrerin und Lesepatin. Bleibe fröhlich!“ / Katrin W. (70), „alles alles Gute zur 70! Wir feiern nach!!!! SportIna“ / 29. Dez.: „Glückwünsche an Eva-Maria Marold, 80 Jahre“ / 30. Dez.: „Am heutigen Tag werden wir gemeinsam 50. Jahre alt. Heiko wünscht Dir nur das Allerbeste, Gesundheit und Zufriedenheit. Karsten, Du bist der beste Bruder der Welt!“ / 31. Dez.: „Lieber Fabi, als leidenschaftlicher Teilzeit-Berliner wünschen wir dir zur heutigen Tortenschlacht nur das Beste... Deine Eltern“ / 2. Jan.: „Lieber Klaus! Willkommen im Club der 70-Jährigen! Wünschen viel Gesundheit und ein hoffentlich bald coronafreies Jahr 2021. Herzliche Grüße vom Bundesratufer von Heidi und Herbert“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Vera Meyer-Brehm, * 22. August 1936 / Dipl.-Ing. Dorothea Jansen, * 29. Mai 1923, Ingenieurin und Unternehmerin / Peter Knuth, verstorben am 9. Dezember 2020, Verwaltungsmitarbeiter der FU / Annelie von Kodolitsch, * 19. Dezember 1942 / Benedict Maria Mülder, * 4. Juni 1955 / Dr.-Ing. Eberhard Pfizenmaier, * 22. Juni 1931
Stolperstein – Eva Mamlok (Jg. 1918) wurde in Berlin als Kind jüdischer Eltern geboren. Als ehemaliges Mitglied in der Sozialistischen Arbeiterjugend und nach deren Zerschlagung im Juni 1933 engagierte sie sich aktiv im illegalen Widerstand – ein Leben lang. Mit nur 14 Jahren erstmals verhaftet, wurde Eva Mamlock am 13. Januar 1942 nach Riga deportiert, dann nach Stutthof. Am 23. Dezember 1944 um 8.35 Uhr starb sie dort an „allgemeiner Körperschwäche“. In der Neuenburger Str. 1 gedenkt man Eva Mamlok mit einem Stolperstein.
Encore
In unserem Adventskalender schauen wir heute hinter das verschlossene Türchen von Peter Georgi (78), Berlins bekanntestem Weihnachtsmann. „Ich komme sehr gut durch die Tage. Aber ich war auch schon sehr gerne alleine, bevor die Seuche ausgebrochen ist“, sagt er. Sein Tipp für eine möglichst entspannte Weihnachtszeit: „Immer nett, freundlich und höflich zueinander sein. Das erlebt man ja immer weniger.“
Das Stadtleben hat heute netterweise Juliane Reichert geschrieben, den morgendlichen Versand Kathrin Maurer übernommen. Ich wünsche Ihnen von Herzen frohe Weihnachten und einen guten Start ins Jahr 2020. Machen Sie das Beste draus und bleiben Sie gesund!
