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Weihnachten gibt's Würstchen mit ZahlensalatBerliner KnallfröscheMüller-Verbot

Weihnachten in der Corona-Zeit geht nur mit Eigenverantwortung

Weihnachten gibt es in diesem Jahr zu Würstchen oder Gans einen leckeren Zahlensalat. Ob Nachbar Detlef das Dressing machen darf oder nur Onkel Ole, ob die Kinder vorbereitend in Quarantäne geschickt werden (Stand heute frühab dem 19. Dezember bundesweit keine Schule mehr) und wer wann wie lange mit wem knallen darf (im Garten!) – in all diesen Fragen ging es seit Sonntagabend hin und her zwischen den Bundesländern, dem Bund und wieder den Bundesländern und... Streit habe es dabei natürlich nicht gegeben, sprach der Moderierende Bürgermeister Müller gestern, gab aber „arbeitsintensive Tage“ zu und wirkte frisch frisiert irgendwie gealtert.

Doch kaum hatte Müller die Maßnahmen erklärt und versucht, erste Zahlen mundgerecht klein zu schnippeln („Sind 14-Jährige noch Kinder? Sie stellen Fragen!“), scherten schon die ersten Länder öffentlich wieder aus. Dem einen geht’s nicht weit genug, dem anderen zu weit. Oh, du fröhlicher Föderalismus.
 
Das letzte Wort spricht heute die Kanzlerin – allerdings können auch danach die Länder im Grunde wieder machen, was sie wollen. Dabei wäre eine einheitliche Lösung gerade jetzt wichtiger denn je, wo der Republik zwecks weihnachtlicher Durchmischung zehn Tage Corona-Pause verordnet werden soll, damit sie den nächsten Lockdown zum Nachtisch gelassen mit einem übriggebliebenen Eierlikörchen herunterspült. Durchhalten, jetzt nicht leichtsinnig werden.

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