heute wieder ein Urlaubsgruß von zu Hause, Checkpoint-Leser Gerhard Meyer schreibt: „In meinem Pool bin ich der König! Schöne Urlaubsgrüße aus Britz!“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Die Deutschen werden nach Schätzung des Deutschen Reiseverbands im laufenden Jahr übrigens 80 Milliarden Euro für ihre Urlaube ausgeben – das entspricht in etwa dem Berliner Haushaltsvolumen für 2024 und 2025. „Urlaub steht auf der Konsumwunschliste weiterhin ganz oben“, erklärt Präsident Norbert Fiebig. Für alle, die dennoch lieber hierbleiben, hat Kollegin Lotte Buschenhagen Tipps für stressfreie Kurzreisen und Ausflüge ab Berlin zusammengestellt – vom Zelten im Schlaubetal bis zum Pyramidengucken in Cottbus. Es kann so (nah &) einfach sein.
Wir bleiben noch kurz beim Geld: Während CDU & SPD abseits der Öffentlichkeit potenzielle Sparmaßnahmen diskutieren, fordert u.a. Sebastian Schlüsselburg, haushaltspolitischer Sprecher der Linken, ein Ende der „Hinterzimmerpolitik“. Das Haushaltsloch sei so groß, dass es „umgehend einen Kassensturz und einen Nachtragshaushalt“ brauche, sagt er. Nach dem Nachtragshaushalt und dem zweiten Nachtragshaushalt wäre das dann bereits der dritte. Immerhin: Mit guten dritten Dingen kennen wir uns hier in Berlin ja aus (Stichwort Wiederholungswahl!).
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In der Friedrichstraße ist heute erstmal time to say goodbye! Nach 29 Jahren verabschieden sich die Galeries Lafayette. „Es ist fast eine Erleichterung, dass jetzt die Türen endgültig schließen. Aber natürlich tut es sehr weh“, sagte Direktorin Ulrike Möslinger unlängst der „Textilwirtschaft“. In den kommenden Monaten wird sie den Rückbau des Kaufhauses betreuen, Ende Dezember läuft der Mietvertrag mit „Tishman Speyer“ aus. Und dann? „Alles neu“? (Um es mit den Worten von Peter Fox zu sagen und gleich mal den Soundtrack für diesen Checkpoint zu setzen?)
Kultursenator Joe Chialo (CDU) jedenfalls kämpft weiter für den Einzug der Zentralen Landesbibliothek, eine „Jahrhundertchance“, wie er immer wieder betont. Laut Checkpoint-Informationen verhandelt derzeit die landeseigene Immobiliengesellschaft BIM mit den Eigentümern (das erste Kaufpreisangebot von 589 Millionen konnte bereits um einen zweistelligen Millionenbetrag gedrückt werden). Parallel führt der Kultursenator Gespräche mit potenziellen Geldgebern. Wiederum parallel soll „Tishman Speyer“ den Umbau zu einem gemischten Bürogebäude mit Gastronomie und Einzelhandel vorbereiten. Die finale Entscheidung, ob und zu welchen Konditionen die ZLB tatsächlich einzieht, soll laut Kulturverwaltung „bis Ende des Sommers“ fallen. Kalendarisch endet der am 21. September. Es singt Peter Fox (oder Joe Chialo?): „Nur noch konkret reden, gib mir ein ja oder nein / Schluss mit Larifari, ich lass' all die alten Faxen sein!“

Was wurde eigentlich aus…? Im Februar 2021, kurz vor dem Ende des Beteiligungsverfahrens zum Umbau des Schöneberger Gasometers, forderte Euref-Macher Reinhard Müller „Freundinnen und Freunde des EUREF-Campus“ per Mail dazu auf, „positive Stellungnahmen“ abzugeben. Beigefügt waren einige Textpassagen, z.B. diese: „Sie könnten beispielsweise begrüßen, dass 2.000 innovative und neue Arbeitsplätze rund um die Energie- und Mobilitätswende in Berlin geschaffen werden und dass eine öffentlich zugängliche Skylounge im oberen Bereich entstehen wird, mit einem tollen Blick über ganz Berlin.“ Heute, drei Jahre später, sind die Umbaumaßnahmen beendet. Die Arbeitsplätze hat die Deutsche Bahn in Anspruch genommen. Die Skylounge allerdings bleibt bis auf Weiteres der Öffentlichkeit vorenthalten.
Trotz voll eingerichteter Bar und Küche werde es „Stand jetzt keinen öffentlich zugänglichen Gastronomiebetrieb geben“, teilt Vorstandssprecherin Karin Teichmann auf Checkpoint-Anfrage mit. Das „individuelle Abendgeschäft“ rechne sich nicht – auch weil man mit „The Cord“ bereits ein Abendrestaurant im Repertoire habe. Was es allerdings geben soll, sind einstündige Führungen, Dachterrassen-Besuch & „Sky-Lift“ und „Sky-Exhibition“ inklusive. Kostenpunkt: 15 Euro. Für die erste Tour am 15.09. verlosen wir exklusiv an Checkpoint-Abonnenten zehn Tickets. Wer hoch hinaus will, schreibe eine kurze Mail an: checkpoint@tagesspiegel.de. Weitere Tickets lassen sich ab heute hier buchen.
Was wird eigentlich aus…? Einen Monat nach dem Start des 29-Euro-Tickets liegt die Zahl der Abonnenten laut Verkehrsverwaltung bei 185.000 (rund 85 Prozent waren bereits zuvor Abonnenten). Aus Sicht von Jens Wieseke, Sprecher des Berliner Fahrgastverbands IGEB, ein dürftiges Ergebnis: „Wenn wir zwei Drittel echte Neukunden hätten, wäre das eine gute Geschichte. So ist das leider nur ein sehr großer PR-Gag, den wir mit sehr gemischten Gefühlen betrachten.“ Ticket-Tüftlerin & Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) stellt derweil in Aussicht, „dass das Ticket zukünftig gezielt nur bestimmten Gruppen angeboten wird“. Welche das sind, bleibt ihr Geheimnis. Und auch die Verkehrsverwaltung weiß nicht mehr: Ein kostenloses Schülerticket sowie das Berlin-Ticket S für Menschen ohne oder mit geringen Einkommen gibt es ja bereits.
Eine „grobe Attacke“ auf Fußgänger nennt „Fuss e.V.“ die Pläne des Verkehrsministeriums, E-Scooter künftig mit Fahrrädern gleichzusetzen. Ein entsprechender Entwurf von Minister Volker Wissing (FDP) sieht unter anderem vor, dass die Roller Grünpfeile und bestimmte Gehwege und Fußgängerzonen nutzen können. Klingt wahnsinnig? Nö, bremst die Berliner Verkehrsverwaltung auf Checkpoint-Anfrage. Der Senat begrüße das Vorhaben: Eine formale Gleichsetzung würde die Durchsetzung von Verkehrsregeln in der Praxis deutlich vereinfachen. „Man macht ganz offensichtlich: Du bist normaler Verkehrsteilnehmer und hast dich an dieselben Regeln zu halten. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten.“ Weiterer Vorteil: Weniger Schilderwald – durch die Angleichung müssten nicht an jeder Ampel neue her. Und was die Fußgänger angeht: Geteilte Fußgänger- und Radzonen habe Berlin ohnehin praktisch keine, zudem könne man noch immer lokale E-Scooter-Verbote durchsetzen.
Und jetzt: Was muss man einmal in einem Berliner Sommer erlebt haben? Der heutige Tipp unserer Checkpoint-Sommer-Bucketlist stammt von Iris Spranger (SPD). Die Innensenatorin schickt Sie weit nach Osten – und nach oben:
„Mein besonderer Tipp für den Berliner Sommer ist eine Fahrt mit unserer Seilbahn in Marzahn-Hellersdorf. Sie können mit der Gondel direkt über die Gärten der Welt schweben und bis hoch auf den Wolkenhain fahren. Von hier aus hat man einen einzigartigen Blick über die Dächer der Stadt. Von den Ahrensfelder Bergen über die Großsiedlung Marzahn bis hin zu den Einfamilienhausgebieten in Biesdorf erstreckt sich ein Panorama, das die Vielfalt des gesamten Bezirks und darüber hinaus einfängt.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wo sind all die 130.000 fehlenden Berliner hin? Nicht mehr in Deutschland, sagt der Senat. Gleich 73 Prozent der Hauptstädter, die im Zensus 2022 weniger gezählt wurden, sind demnach ins Ausland abgewandert – und haben sich nicht abgemeldet (Q: Anfrage Martin Pätzold, CDU).
Er jedenfalls ist noch da: Ex-Regiermeister Walter Momper (SPD). Zuletzt ärgerte er sich über den vielen Müll („Was mich stört an Berlin, ist der Dreck überall“), jetzt lobt er seinen Nachfolger Kai Wegner. „Er macht seine Sache ganz gut“, sagt Momper im Gespräch mit der dpa, kritisiert allerdings auch: „Manchmal hat man das Gefühl, er nimmt den Mund ein bisschen voll mit dem, was anders und besser werden soll.“
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Anders (aber nicht zwangsläufig besser) gestaltet wird aktuell die Gourmet-Etage des KaDeWe. Nach der Fleisch- und Wurstwaren-Abteilung müssen jetzt auchdie „Budweiser Bar“ (laut Webseite „die traditionsreichste Bar in unserer Sechsten“) und das hauseigene Lokal „Wurstkessel“ („typisch Berlin“) schließen. Beides sei „schlichtweg nicht mehr zeitgemäß“ oder werde „neu organisiert“.
Sie wollen Ihrem Ärger mal richtig Luft machen? Ein Nutzer der Plattform „Reddit“ hat sich kürzlich erkundigt, wo man in Berlin mal so richtig Geschirr zerschmettern kann, ohne gleich Nachbarn zu stören. Kommentare u.a.: Altglascontainer (aber bitte nur Glas, und Einwurfzeiten beachten!), Autos zertrümmern bei der Autopresse Tempelhof (Kostenpunkt: 150 Euro, nur nach Voranmeldung), Mobiliar kloppen in einem „Rage Room“ (129 Euro) oder eigenen Müll zerschmettern auf einem Wertstoffhof: „Die Mitarbeiter feuern dich wahrscheinlich noch an. Aber bitte alles in den richtigen Container!“
Woanders gibt’s den Tag der offenen Tür, bei uns gibt’s den „Tag der offenen Baustelle“. Am kommenden Samstag, ab 10 Uhr, ziehen die Berliner Wasserbetriebe einen Abwasserdruckleitungs-Rohrstrang im sogenannten „Close-Fit-Verfahren“ unter der Landsberger Allee ein. Zu diesem Spektakel wird geladen: Interessierte können „live“ zusehen, wie innerhalb weniger Stunden fast ein halber Kilometer Leitung unter der Erde „verschwindet“. Das ist er wohl, der Zauber Berlins.
Weniger magisch: Der Zauberspielplatz im Volkspark Wilmersdorf. Der ist ab sofort wegen eines Wespenbefalls geschlossen. Ein Spezialist (dem Vernehmen nach kein Zauberer) ist bereits vor Ort, um das Problem zu beheben.
Für jede Menge Überraschungen sorgt neuerdings das RAW-Gelände! Hinter dem Imbiss „Wursthain“ – vielleicht ja eine Alternative zum „Wurstkessel" – hat ein „Secret Pack“-Automat eröffnet (Q: BZ). Der spuckt gegen zehn Euro eine zufällige Retourensendung aus. Tagesspiegel-Kollege Robert Klages testet das morgen mal: Was er aus dem Automaten zieht, lesen Sie Donnerstag in seinem Bezirks-Newsletter oder auf tagesspiegel.de.
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Der mysteriöse Tod eines Hackers: Wie starb Tron?
In einem Berliner Park hängt die Leiche eines jungen Mannes an einem Baum. Es handelt sich um den Tage zuvor verschwundenen Hacker Tron. Die Spuren am Tatort deuten auf Suizid hin, doch sein Umfeld vermutet, dass Tron ermordet wurde. Was passierte in den Tagen vor seinem Tod? Und mit wem traf er sich? Jetzt auf Spotify,
Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Kayaken auf dem Landwehrkanal, Mountainbiken auf dem Kienberg? Gestern haben wir Sie gefragt, wo Sie welche olympische Sportart sehen wollen würden, sollte Berlin die Spiele tatsächlich ausrichten. Ergebnis: Diverse spannende Träumereien! Ein Auszug:
„Na ganz klar: Speedklettern am Fernsehturm“ (Timo L.)
Feldhockey am Brandenburger Tor: „Dass da Kunstrasen aufgetragen werden kann, wurde uns ja schon bewiesen. Vielleicht könnte es diesen wunderbaren Sport, der Fußball zwar ähnlich ist, aber dabei deutlich weniger Brutalität enthält und selbst bei mehrtorigem Rückstand bis zur letzten Minute spannend bleibt, etwas bekannter machen.“ (Jennifer K.)
„Vielseitigkeitsreiten vor Schloss Sanssouci“ (Sabine R.)
ChatGPT ergänzt: Schwimmen im Badeschiff, Klettern am Teufelsberg, Basketball auf dem Potsdamer Platz, Golf im Schlosspark Charlottenburg, BMX-Rennen im Görlitzer Park, Bogenschießen im Spreepark, Skateboarding im RAW-Gelände, Ringen im Amphitheater des Mauerparks, Fechten im Deutschen Historischen Museum („Die historischen Hallen des Museums könnten zur eleganten Kulisse werden“).
Kurzer Blick ins Amtsblatt: Die Polizei meldet sich mit einer „Androhung der Verwertung“. Bei einem Einsatz an der FU Berlin am 27. Juni „wurden folgende Gegenstände sichergestellt: ein Plakat und ein Flyer“. Eine verantwortliche Person habe sich „bisher nicht feststellen lassen“, die solle sich bitte per Telefon melden – sonst werden die Dinger vernichtet. Die Nummer zum Flyer: 4664-445610/445700.
Die CDU Lichtenberg hat sich derweil beim Bezirksamt nach sozialdemokratischen Flyern erkundigt, und gefragt, ob die „Regeln im öffentlichen Raum auch für SPD-Abgeordnete“ gelten. Eine Abgeordnete hatte demnach Einladungen zu einem Sommerfest sowie zu einer weiteren Veranstaltung an Laternen und Ampeln angeklebt. Antwort des Bezirksamts: Man habe sie aufgefordert, die Flyer zu entfernen „und das Aufhängen weiterer Zettel in Zukunft zu unterlassen“. Wohlmöglich waren sie kleinkariert.
Zukunftsorientiert scheinen die aktuellen Berlin-Ausschreibungen: Da suchen etwa Pankow, Mitte und Treptow-Köpenick schon jetzt nach Winterdiensten. Pankow bereitet sich außerdem schon mal auf die nächste Wahl vor: Der Bezirk schreibt gerade eine neue „Geschäftsstelle Wahlen und ständige Vertretung der Wahlamtsleitung“ aus. Anforderungen u.a.: „unter schwierigen Bedingungen engagiert arbeiten“ und „zeitnahe und nachvollziehbare Entscheidungen treffen“.
Und sonst? Der Verein „Aktion zur Rettung historischer Orgeln in Berlin-Brandenburg“ hat sich aufgelöst. „Gläubiger werden aufgefordert, ihre Ansprüche anzumelden.“ Ein letztes Pfeifen aus dem Loch.
Zitat
„Ramses hat Respekt vor den Chihuahuas und ordnet sich unter."
Der vermutlich größte lebende Hund der Welt (Deutsche Dogge, 98 Zentimeter, 90 Kilogramm) lebt in einer Brandenburger WG mit drei Chihuahuas (Q: Tagesschau)
Stadtleben
Verlosung – Serhat Aktas freut sich: Sein Bistro und Weinbar „Der Weinlobbyist“ feiert vierjähriges Bestehen. Dieses Jubiläum möchten die Weinlobbyisten mit einem besonderen „BBQ-Pop-up“ feiern. Vom 8. bis zum 19. August wird im Schöneberger Innenhof des Lokals vor den Gästen gegrillt. Auf der dafür extra zusammengestellten Speisekarte steht ein umfangreiches Menü, vom Ceviche, über die Lammhüfte mit Backkartoffeln, bis zum Schokolade-Salzkaramell-Dessert. Weitere Informationen und die Empfehlung für den hauseigenen Newsletters finden Sie hier. Oder Sie gehen einfach vorbei; wir verlosen ein Menü für zwei! Do-Mo 17-23 Uhr, Kolonnenstraße 62, S-Bhf Julius-Leber-Brücke
Auf die Hand – Wer plant, einen Tagesurlaub auf dem Tempelhofer Feld zu verbringen (zum Beispiel), sollte sich diesem unbedingt über die Kreuzberger Friesenstraße nähern. Die beginnt nämlich am Marheinekeplatz beziehungsweise an der Marheineke Markthalle. Hier gibt es zahlreiche Stände, an denen man sich den Picknickkorb füllen kann. Im Café „Le Bretagne“ zum Beispiel mit Galette und Crêpe auf die Hand. Mo-Fr 8-20 Uhr, Sa 8-18 Uhr, Marheinkeplatz 15, U-Bhf Gneisenaustraße
Am Wasser – Bei wem ein Ausflug an einen der vielen Brandenburger Seen auf der „Sommerferien-To-do-Liste“ steht und wem nur Baden und Sonnen zu langweilig ist, der oder die kann sich aufmachen zum Wasserskipark Zossen, samt Sandstrand mit Aussicht (Strandbad-Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro). Bei Sonne schimmert der Hechtsee sogar ab und an türkisgrün. Noch dazu kann man den Wakeboardern und Wasserskiläufern zuschauen, die an der Kabelanlage ihre Runden drehen. Hinkommen: Mit dem RE8 bis Zossen und dann mit Bus 716 bis Horstfelde, An der Hauptstraße. Fahrtzeit von Berlin-Hauptbahnhof rund 1,5 Stunden.
Mit Kind – Am Alexanderplatz kann man Berlin von oben sehen und man muss dafür noch nicht einmal auf den Fernsehturm steigen. Im Museum „Little Big City“ ist die Miniaturausgabe von Berlin aufgebaut: Modelle der Sehenswürdigkeiten, Projektionen, aber auch prominente Berliner sind im Maßstab 1:24 zu besichtigen. Ein Wimmelbild in 3D, das bei Kindern für Wiedererkennungseffekte sorgt. Täglich 10-19 Uhr, Panormastraße 1a, S/U-Bhf Alexanderplatz
Grübelstoff – Für Erholung können auch ganz kleine, vermeintlich simple Maßnahmen sorgen: Wann sind Sie das letzte Mal einen ganzen Tag lang ohne Handy ausgekommen?
Kiekste
„Edward Hopper hätte am Savignyplatz seine Freude gehabt“, schreibt uns Leser Stephen Laufer zu seiner edlen Komposition. Gut erkannt – und tausend Dank fürs Teilen! Weitere kunstvolle Berlin-Bilder, ob klassisch oder postmodern, erreichen uns jederzeit per checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Steglitz: In der Zeit von 18 bis 20.30 Uhr kommt es aufgrund eines Fahrradkorsos zu kurzzeitigen Verkehrseinschränkungen im Bereich Hermann-Ehlers-Platz, Schloßstraße, Unter den Eichen, Thielallee, Brümmerstraße, Archivstraße, Schorlemerallee, Breitenbachplatz, Schildhornstraße, Breitenbachplatz, Schorlemerallee, Englerallee, Königin-Luise-Straße und Grunewaldstraße.
Regionalverkehr – RE3 und RB24: In der Zeit von 21 bis 5 Uhr fallen einige Züge der Linie RE3 zwischen Bernau und Berlin Hbf aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Busse sowie die S-Bahnen im Raum Berlin. Einzelne Züge der Linie RB 24 Nord fallen zwischen Eberswalde Hbf und Berlin-Lichtenberg aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte die Busse.
Demonstration – Für heute sind 14 Demonstrationen (Stand 30.7., 11.30 Uhr) angemeldet, u.a. „Protest gegen Gasbohrungen vor Borkum und in der Nord- und Ostsee im Allgemeinen; Anlass: Lesung zum Unitisierungsabkommen im Kabinettsausschuss im Bundeskanzleramt“: 10 Demonstrierende, „Greenpeace“, Willy-Brandt-Straße 1 (9-12 Uhr)
„Welche Werte prägen heute unsere Gesellschaft und Politik, und wie können wir als Einzelne zu einer positiven Veränderung beitragen?“: 25 Menschen, Mauerstraße 6 (12-18 Uhr)
„Alle für Ari Aktion“: 30 Protestierende, „Korea-Verband e.V.“, Birkenstraße 41 (16-17 Uhr)
„Die Thielallee wird erst der Anfang sein – sichere Radwege in Steglitz-Zehlendorf – jetzt!“: 120 Menschen, „ADFC“, vom Hermann-Ehlers-Platz über die Thielallee bis zum Rathaus Steglitz (18-20.30 Uhr)
„Solidarität mit Palästina. Stoppt den Krieg. Keine Waffen für Israel“: 100 Teilnehmende, Mathilde-Jacob-Platz 1 (19-21 Uhr)
Gericht – Ein Prozess gegen einen 23-Jährigen, der Schließfächer in Personal-Umkleideräumen eines Drogeriemarktes und in einem weiteren Fall mit Mittätern einen Überfall auf ein Juweliergeschäft in Berlin-Rudow verabredet haben soll, geht weiter (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Na, lieste Deine Lieblingslektüre? Denn mal von janzem Herzen allet Jute zum Jeburtstach und ein Prösterchen per Flaschenpost, liebe Alex!“ / Heinz Buschkowsky (76), ehemaliger Bezirksbürgermeister von Berlin-Neukölln (SPD, 1991-1992, 2001-2015) / „Dr. Karsten Holland (50), Orthopäde in Spandau und Mannschaftsarzt der Deutschen Volleyball Nationalmannschaft“ / Nils Lichtlein (22), Handballspieler bei den Füchse Berlin / Hartmut Mehdorn (82), ehemaliger Industriemanager; Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin-Brandenburg GmbH (2013-2015), von 2011 bis 2013 leitete er Air Berlin / Harald Moritz (67), Politiker (Bündnis 90/Die Grünen), bis 2021 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin / Cees Nooteboom (91), niederländischer Schriftsteller und Journalist; für seine Essay-Sammlung „Berliner Notizen“, die Aufzeichnungen über Berlinbesuche 1961, 1963 und 1989/90 verbindet, erhielt er 1991 den ersten ‚Literaturpreis zum 3. Oktober‘ / „Happy Birthday, Caspar Schwietering! Team Checkpoint wünscht alles Gute“ / „Monika Wissel hat Geburtstag – die erste Bezirksbürgermeisterin von Charlottenburg! Herzlichen Glückwunsch von Petra“ / Gustav Peter Wöhler (68), Schauspieler, Sänger und Hörspielsprecher
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben –Edith Foerster (geb. Waldeck), * 16. Dezember 1926, verstorben am 16. Juli 2024 / Joachim Jürgen, Rechtsanwalt und Notar, *14. April1933, verstorben am 16. Juli 2024 / Jörg Kaiser, * 3. Oktober 1971, verstorben am 10. Juli 2024 / Kurt Uhlmann, * 29. Juli 1935, verstorben am 14. Juli 2024
Stolperstein – Fritz Joachim Joelsohn kam am 4. Juli 1888 in Berlin zur Welt. 1921 heiratete der studierte Mediziner Toni Wolff. Aus der Ehe gingen zwei Kinder hervor. Nach dem Entzug der Approbation für alle jüdischen Mediziner im September 1938 musste Fritz Joachim Joelsohn eine Praxis aufgeben. Von 1940 bis 1943 war er bei Siemens und Halske zur Zwangsarbeit verpflichtet, bis er am 19. April 1943 von den Nazis nach Auschwitz deportiert und am 31. Juli 1943 ermordet wurde. In der Else-Lasker-Schüler-Straße 15 in Schöneberg erinnert ein Stolperstein an Fritz Joachim Joelsohn.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Willkommen im Sommerloch, in der Ferienzeit stellen wir Ihnen jeden Tag ein anderes Berliner Loch vor (im wahrsten Sinn des Wortes). Heute: das SchlagLOCH.
Vermutlich hat jeder seinen eigenen Favoriten, um den Zustand der Berliner Straßen zu beschreiben. Direkt an eins gedacht? Melden Sie das! Dann rückt ein Team aus, um es entweder provisorisch zu kitten oder abzusperren (bei akuter Gefahr). Einige Bezirke wie Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Spandau haben einen Schlaglochmelder. Auch bei den Ordnungsämtern kann man sich online melden. 42.000 Mängel hat allein der Tiefbaubereich in Steglitz-Zehnendorf vergangenes Jahr beseitigt (dazu zählen allerdings u.a. auch umgefahrene Poller & abgefahrene Markierungen).
Ohne akute Gefahr, aber mit viel Einsatz an diesem Checkpoint mitgearbeitet haben Tobias Langley-Hunt (Stadtleben), Lea-Marie Henn (Produktion) und Lotte Buschenhagen, die wir heute (zumindest vorerst) verabschieden müssen. Einen großen Trommelwirbel für dich und deine Arbeit in den vergangenen Jahren. Team Checkpoint wünscht dir von Herzen nur das Beste für deine weitere, hoffentlich voll und ganz schlagloch-freie, Reise!