mit dem Wind weht momentan rosa Blumenkonfetti durch Berlin. Und weil dahinter eigentlich eine ganz schöne Geschichte steht, kramen wir sie aus Gründen gerne nochmal hervor: Aus Freude über das Ende der deutschen Teilung hat der japanischen Fernsehsender TV-Asahi 1990 zu einer großen Spendenaktion aufgerufen. Rund 140 Millionen Yen (ca. 1 Million Euro) kamen zusammen. Gekauft wurden davon mehr als 9.000 Japanische Kirschbäume, die vorwiegend in Berlin und Brandenburg gepflanzt wurden. Die sogenannten „Sakura“, so heißt es, sollen Frieden und Ruhe in die Herzen der Menschen bringen. Kann sicher auch fast 20 Jahre später nicht schaden.
Und damit zu den Nachrichten des Tages...
Berlin liegt jetzt an der Wüste. Zumindest vorrübergehend. In Hammer bei Liebenwalde – rund 25 Kilometer nördlich der Stadt – sind Felder aktuell völlig versandet. Hallo Klimawandel!
Anzeige
Das große Testen auf der VELOBerlin 2019
Mit 300 Ausstellern, 500 Marken, vielfältigen Testmöglichkeiten und einem bunten Programm lädt Berlins Fahrradfestival vom 27.-28. April 2019 in die Hangars und das große Außengelände am Flughafen Tempelhof ein. Für Checkpoint Leser für 6€ statt 9€ mit Rabattcode „radmesser“ auf www.veloberlin.com.
Anzeige
Verpassen Sie nicht das Ausstellungshighlight „Mantegna und Bellini. Meister der Renaissance“ – zu sehen noch bis 30. Juni in der Gemäldegalerie der Staatlichen Museen zu Berlin. RBB Abendschau meint: „Eine Ausstellung, die ihresgleichen sucht“. Infos, Tickets, Wissenswertes und Unterhaltsames rund um die Ausstellung unter www.mantegnabellini.de
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) will mit der Bundesregierung bis Ende des Jahres eine Zusatzvereinbarung zum Berlin/Bonn-Gesetz aushandeln, um Bonn als zweites bundespolitisches Zentrum zu stärken: „Manche in Berlin glauben, dass die Zustände und die Lebenswirklichkeit in Berlin typisch seien für ganz Deutschland – und sie diskutieren auch so. Die Tugenden der Bonner Republik von Maß und Mitte, Unaufgeregtheit und Bescheidenheit täten auch heute gut.“ Statt Hauptstadtliebesbekundungen entgegenzusetzen (wäre ein Klacks!), betrachten wir an dieser Stelle einfach kurz den Vorteil für Berlin: Weniger Andrang auf die wenigen Wohnungen.
Die Berliner Zeitung hat Berlins Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos für die Grünen) interviewt. Wir halten fest: Das größte Engagement in Sachen Radinfrastruktur kommt aus den Bezirken Friedrichshain-Kreuzberg, Steglitz-Zehlendorf und Neukölln. Von 24 vorgesehenen RadverkehrsplanerInnen wurden bisher 17 eingestellt. Radverkehrsstreifen sollen künftig in einem Jahr (statt wie bisher in drei Jahren) auf der Fahrbahn markiert werden. Und: „Wir werden über kurz oder lang auch in Berlin [über eine City-Maut] diskutieren müssen.“
Anzeige
Am 5. Mai findet im TIPI AM KANZLERAMT im Rahmen der Europawoche eine Show statt, wie es sie in dieser Form noch nicht gab: 17 Acts aus 17 europäischen Ländern inszenieren in 170 Minuten ein gemeinsames Programm. BABYLON EUROPA ist eine musikalisch, künstlerische Show u.a. mit Violetta Zironi, Ben Barritt und Ernest, präsentiert von EUNIC Berlin.
Erst kamen die Parklets, jetzt die grünen Punkte: „Die Bergmannstraße sieht immer mehr aus wie der Spieleteppich in der Kita Ratze Rübezahl“, schreibt Journalist Marcus Weingärter treffenderweise auf Twitter – und den Sinn hat noch keiner so richtig verstanden. Die Senatsverkehrsverwaltung kann sich die Farbflecken nicht erklären (Q: Morgenpost). Bezirksbürgermeisterin Monika Hermann sagte uns, sie wolle sich das Ganze heute anschauen. Wir berichten, was rauskommt.
Anzeige
Erfahren Sie, wie KI unser Arbeitsumfeld verändert, oder wohin sich datengetriebenes Marketing und Kommunikation entwickelt. Unter dem diesjährigen Motto „THE NEW WORK” startet, in Kooperation mit der IHK Berlin, am 9. Mai 2019 der zweite Berliner Marketingtag #BMT19. Auch in diesem Jahr stehen neben namhaften Sprechern spannende Themen im Fokus. Wir freuen uns auf Sie! Jetzt Tickets sichern: www.marketingclubberlin.de
Mehr Soja, weniger Tier: An der Technischen Universität hat am Dienstag Berlins erste vegane („tiefgrüne“) Mensa eröffnet. Heute auf dem Speiseplan: Glasnudelsalat mit frischer Minze, Indische Tomatensuppe mit Kokosmilch, Wokgemüse mit Fenchel, Staudensellerie und Chiasamen auf Jasminreis, Veganer Schmelz, Sojageschnetzeltes mit Spargel, Champignons und Kartoffeln, eine gebackene China-Knusper-Schnitte an sauer-scharf Sauce, Rote Grütze mit Vanillesauce und Mokkapudding. Die Betreiber rechnen mit bis zu 500 Gästen am Tag.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Reicher Süden, armer Osten: Eine neue Studie belegt das Wohlstandsgefälle in Deutschland. Reichste Großstadt bleibt mit einem Pro-Kopf-Einkommen von 29.685 Euro im vergangenen Jahr München. Berlin zählt 19.719.
Die Berliner Enteignungsaktivisten sorgen international für Schlagzeilen. Von Kritik („Salon-bolschewistische Bewegungen“) bis Zustimmung („Menschen ein Zuhause geben“) ist alles mit dabei. Die kleine Presseschau gibt’s hier.
„Einbrecher kamen über die Herrentoilette“ – erneut wurden aus der Berliner Ausländerbehörde Blankodokumente und Dienstsiegel gestohlen. Offenbar um Spuren zu verwischen, sind in mehreren Büroräumen Feuerlöscher entleert worden.
Stichwort Feuerlöscher: Im Juli 2017 hatten Einbrecher im sichergestellten „Big Maple Leaf“-Diebstahlauto Schaum verteilt. In das Sicherstellungsgelände in Schöneberg wurde nun erneut eingebrochen – zumindest merkte der Wachdienst, dass die Kabelbinder, die ein Loch im Zaun zusammenhielten, durchtrennt wurden.
Bei einer Verkehrsüberwachung wurde am Dienstag ein Polizist in Wilmersdorf von einen zu schnellen BMW angefahren und über die Motorhaube auf die Fahrbahn geschleudert. Der Beamte erlitt Verletzungen am Arm und musste seinen Dienst beenden. Der Fahrer stellte sich der Polizei.
Anzeige
Tagesspiegel-Ostergewinnspiel
Alle Kaffeegenießer aufgepasst - der heutige Tagespreis hält etwas ganz Besonderes für Sie bereit: eine De’Longhi Kaffeemaschine. Hier geht's zum Gewinnspiel.
Neues von der Senatsmission „Alle-in-die-Außenbezirke“: Noch im April soll der Relaunch der App „Going Local“ umgesetzt werden. Mitte des Jahres folgt ein „Going Local“-Magazin, um neben dem „Going Local“-Flyer „das Portfolio für die Bewerbung der Außenbezirke zur erweitern“ (Q: Anfrage Robert Schaddach, SPD). Sie sehen: Man geht hier bis aufs Äußerste.
Warten auf den Spielplatz, die unendliche Geschichte aus Schöneberg: Im Juli 2014 schrieb Lukas Ickerott zum ersten Mal an das Grünflächenamt des Bezirks. Kurz zuvor waren er und seine Frau in die Grüntenstraße gezogen, Nachwuchs war unterwegs und er wollte wissen, ob ein gesperrter Spielplatz in der Grünanlage ums Eck saniert werden könne. Die Antworten im Zeitverlauf: Nein, ja, jein. Passiert ist bis heute: nichts.
„Die Berliner Nachtigallen singen komplexer als gedacht“, meldet das Naturkundemuseum. Aber singen sie auch anders als andere? Um das herauszufinden und unterschiedliche „Dialekte“ zu entdecken, ruft das Projekt „Forschungsfall Nachtigall“ deutschlandweit dazu auf, den Gesang der Vögel zu dokumentieren. Infos gibt’s hier.
„Faules Ei“ in unserer Rubrik „Faules Ei“: Die Flüchtlingsunterkunft, die aufgrund von Rissen im Fundament vorerst nicht zu gebrauchen ist (CP von gestern), liegt in der Bäkestraße – nicht in der Leonorenstraße.
Heute leider nicht verfügbar: Wer beim Bürgeramt einen Personalausweis beantragen will, wartet in Berlin im Moment mindestens bis zum 3. Juni (immerhin 2019).
Heute gesucht: Noch etwa 2.000 Helfer braucht Berlin für die Europawahl am 26. Mai.
Heute prominent ignoriert: Boris Palmer.
„Mit Mut und Zuversicht“ will Kai Wegner die Berliner CDU als Landesvorsitzender wieder an die Spitze führen“ (Q: Bewerbungsvideo). Dafür müsse sie „liberale Großstadtpartei“, „konservative Heimatpartei“ und „soziale Kiezpartei“ sein. Von jedem Konkurrenzkuchen ein Stück.
Das Magazin Tagesspiegel BERLINER präsentiert am Samstag seine zehnte Ausgabe. Es geht um die Sammlerin Julia Stoschek, um die R’n’B-Sängerin Nura („Haltet die Fresse, ihr Bastarde, ich bin der King!“), um die allerbeste Freundinnenschaft der beiden Autorinnen Deborah Feldman und Linda Rachel Sabiers – und viel mehr. Gefeiert wird bereits am Donnerstag – wir verlosen 5 x 2 Plätze auf der Gästeliste für die exklusive Party.
Exklusive Lauffreude gibt es auch an diesem Wochenende mit unserer Checkpoint-Laufgruppe. Felix Hackenbruch und ich erwarten Sie am Samstag um 11 Uhr am Mommsenstadion (Parkplatz Waldschulallee) für eine Tour durch den Grunewald. Dazu gibt es wie immer alkoholfreie Getränke und ein Auto für Wechselklamotten. Wer will, hat die Möglichkeit im Stadion zu duschen.
Vor genau 40 Jahren ist erstmals ein Jet von Air Berlin in Tegel abgehoben. Der Gründer der Fluggesellschaft, hat die Pleite von 2017 bisher nie öffentlich kommentiert. Im Tagesspiegel blickt Kim Lundgren heute zurück. Unverbittert, weil: Viele große Airlines seien im Laufe der Jahre vom Markt verschwunden.
Neueröffnung in TXL: Berlin Barbers. Für alle, denen beim Warten auf den Koffer (oder das Check-in am Terminal C) graue Haare oder Bärte gewachsen sind.
Kennen Sie den schon? Sagt eine: „Boah in Berlin haben wir viel weniger Feiertage als ihr in Bayern.“ Sagt die andere: „Ja, ihr müsst ja auch noch einen Flughafen fertig bauen.“
Passend dazu stellen wir fest: In Berlin hinkt man nicht nur mit der BER-Eröffnung hinterher - sondern auch mit den Schildern, die die BER-Eröffnung ankündigen: Auf dem Fernsehturm wird aktuell mit 2007 gerechnet. Beweisfoto hier (danke an Checkpoint-Leserin Sigrid Engelbrecht).
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wenn mit renitent also gemeint ist, dass ich mir nicht alles bieten lasse, dass ich gern wie ein Mensch behandelt werden möchte, dann kann ich mit dem Titel renitentester Mieter gut leben (…). Man muss da schon ein stückweit verbohrt, fanatisch und ein bisschen bekloppt sein, um sich vorzunehmen: Ich zieh das jetzt durch.‘‘
Seine Vermieter stellten ihm den Strom ab, mauerten das Badfenster zu und überfluteten den Hof – doch Sven Fischer blieb. Die ganze Geschichte, die sinnbildlich für Berlins Mietenwahnsinn steht, lesen Sie hier.
Tweet des Tages
Bin beim Frühstücken. Am Tisch neben mir sitzt ein Typ alleine. Er hat kein Smartphone in der Hand. Auch keine Kopfhörer drin. Er guckt einfach nur. Hab mich jetzt weggesetzt. Krankes Schwein.
Antwort d. Red.: Anmerkung der Redaktion: Entwarnung für Berlin. War im Bastian's in Köln.
Stadtleben
Essen – Evolution oder Mutation? In der Arminiusmarkthalle in Moabit gibt es seit Anfang des Jahres einen neuen Burgerladen. Unser Genussexperte Kai Röger war da und hat eine Scheibe im Ofen gebackenen Sellerie mit Rucola, Wildkräutern, karamellisierten Haselnüssen und Estragonmayonnaise zwischen zwei Brotscheiben gegessen. Kredenzt wurde das im „Pounds & Pence“. Wer doch Fleisch will, kann den „Chicken-Tikka-Burger“ mit Koriander und Hähnchenfleisch bestellen. Oder sich an „Oh my Deer“ trauen, im Text so beschrieben: „Fleischbällchen aus Sikhahirsch-Hackfleisch auf Kakao-Portweinzwiebeln, feinjustiert mit Aroniasenf und Wacholder“. Mo-Sa 9-22 Uhr, Fr-Sa 12-22 Uhr, Arminiusstraße 2-4, U-Bhf Turmstraße
Trinken – „Oh! Calcutta“ ruft man im Wedding nicht, wenn man Fernweh hat, sondern Lust auf Gin. Die Bar ist von außen unscheinbar, erstmal dran vorbeizulaufen gehört quasi zum Erlebnis. Ist die Tür aber gefunden, geht es in einen schummrigen, verrauchten Raum mit wachsüberströmten Hendrick’s-Flaschen, die als Kerzenhalter dienen und deren früherer Inhalt schon längst in den Mägen der Gäste gelandet ist. Kein Problem, hinterm Tresen stehen neben einer wunderbaren Barkeeperin auch genügend volle Flaschen und zwar nicht nur Hendrick’s, sondern auch Tanqueray, Bombai und so weiter. Und hat einen das Oh! Calcutta erst einmal verschluckt, kann es schon bis zum nächsten Morgen dauern, bis es einen wieder ausspuckt. Offen ist Di-Sa von 20 Uhr bis „open end“, wie es auf der Homepage heißt. Koloniestraße 9, U-Bhf Osloer Straße
Anzeige
NEU - Jetzt erhältlich
Ein Heft voller Inspiration für die schönsten Ausflüge, das Lust macht auf Kurztrips, kleine Urlaube und große Ferien. Dazu: die 500 besten Adressen und wichtigsten Termine für jede Jahreszeit sowie ein Extra-Booklet mit Top-Adressen für Freizeit, Kultur und Genuss in der Landeshauptstadt Potsdam.
Berlinbesuch – Die Stadt ist ja dafür bekannt, dass man hier seinen Horizont erweitern kann. Mit Drogen oder mit Kultur. Wir versuchen es heute mal mit Letzterem. Die Kunst- und Kulturszene in Europa ist weitestgehend von weißen Künstlerinnen und Künstlern geprägt. Ab Donnerstag, 25. April, gibt es aber im Martin-Gropius-Bau die Möglichkeit im Zuge der Ausstellung „The Black Image Corporation“ einen Einblick in afroamerikanische Kultur und Identität zu erhalten. Es werden Fotografien aus den Magazinen „Ebony“ und „Jet“ gezeigt. Sie kamen in den 1940ern in den USA auf den Markt und wurden „schnell zu zwei der wichtigsten Plattformen für die Auseinandersetzung mit Schwarzer Kultur“, heißt es beim Martin-Gropius-Bau. Es geht um den Marsch auf Washington, den ersten afroamerikanischen Astronauten, schwarze Schauspielerinnen und Models. Die Ausstellung geht bis zum 28. Juli, der Eintritt kostet 15 Euro. Mi-Mo 10-19 Uhr, Dienstag geschlossen, Niederkirchnerstraße 7, S-Bhf Anhalter Bahnhof
Geschenk – Wijk ist holländisch für Nachbarschaft. Wijck ist eine niederländische Firma, die Strichzeichnungen von Städten, Gebäuden und Stadtteilen macht. Für den Berliner gibt es hier Karten von Reinickendorf, Moabit, Wedding, dem Hansaviertel, Weißensee, Friedrichshain, Blankenburg, Fennpfuhl, Kreuzberg, Gesundbrunnen und noch viel mehr Orten. Auch das Brandenburger Tor oder den Fernsehturm zeichnen die Designer mit dünnen, grauen Linien auf weißes Papier. Der Preis für einen Stadtplan startet bei 9,90 Euro und geht bis 79,90 Euro – je nach Größe (von 21 x 30 bis 50 x 70 Zentimeter) oder dem gewählten Rahmen. Der Versand nach Deutschland kostet 6,95 Euro, ab 50 Euro ist die Lieferung kostenlos. Auf Wunsch werden Sonderanfertigungen bestimmter Stadtteile oder Gebäude gemacht. Hier geht’s zur Homepage.
Noch hingehen – 60 Gesichter aus dem Theater des Westens, gezeichnet zwischen 1984 und 1999. Und es sind nicht irgendwelche Gesichter. Da guckt Hildegard Knef mit traurigen Augen vom Papier, Angelika Milster singt und Helmut Baumann sieht etwas müde aus. In der Ausstellung „Helmut Baumann, Jürg Burth und ihre Künstler. Theater des Westens 1984 – 1999“ sind die Bilder noch bis zum 28. April im Gallissas Theaterverlag in Tiergarten zu sehen. Gemalt hat die Werke der auch im Ausstellungstitel erwähnte Jürg Burth, der Lebensgefährte von Helmut Baumann. Der Eintritt ist frei. Potsdamer Straße 87, U-Bhf Kurfürstenstraße, Mo-Fr 10-16 Uhr. Öffnungszeiten am Gallery-Weekend: Fr, 26. April 18-21 Uhr, Sa, 27. April, So, 28. April 11-19 Uhr
Mit diesem Stadtleben wünscht Ihnen Melanie Berger einen wunderbaren Mittwoch.
Prominent verraten
Schakschuka, ein israelisch-türkisch-arabisches Gericht mit Paprika, Tomaten, Ei und Feta: Das kocht unsere gesuchte Berlinerin gerne für Freunde, wenn sie die Zeit dazu findet – am liebsten mit Gasherd. Ernährung ist auch in ihrer Partei ein wichtiges Thema.
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr – Der linke Fahrstreifen der Puschkinallee in Alt-Treptow ist bis Anfang Mai gesperrt. Auf der Neuen Späthstraße im Ortsteil Baumschulenweg ist die Fahrbahn in Höhe A113 in beiden Richtungen auf einen Fahrstreifen verengt, wahrscheinlich bis Donnerstag. Auf der Prinzenstraße in Kreuzberg steht ab Dienstag 6 Uhr bis Donnerstag 20 Uhr in beiden Richtungen zwischen Ritterstraße und Moritzplatz nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Clara-Jaschke-Straße in Moabit ist ab 8 Uhr in beiden Richtungen zwischen Invalidenstraße und Emma-Herwegh-Straße gesperrt – voraussichtlich bis Anfang Mai. In der Lückstraße Höhe Weitlingstraße (Rummelsburg) ist zwischen 9 und 10 Uhr mit Verkehrsbehinderungen zu rechnen. Auf der Dominicusstraße in Schöneberg Richtung Sachsendamm ist die Fahrbahn in Höhe Ebersstraße bis voraussichtlich Montag auf einen Fahrstreifen verengt.
Demonstration – In Mitte findet von 12-14 Uhr eine Veranstaltung mit dem Titel „Kundgebung gegen den Putschversuch des Generals Khalifa Haftar in Tripolis, Libyen“ statt. In Friedrichshain-Kreuzberg protestieren Menschen von 13-16 Uhr unter dem Titel „Palmöl“. „Safe the Amazon“ heißt eine Kundgebung in Mitte von 15-20 Uhr. Von 16-18 Uhr kommen Menschen ebenfalls in Mitte zu folgender Kundgebung zusammen: „Welttierversuchstag – Antitierversuche, pro alternative Methoden“. Zwei ähnliche Kundgebungen gibt es in Tempelhof-Schöneberg unter dem Titel „Tierversuche, eine unnötige Wissenschaft“ von 16-18 Uhr und von 18.30-19.31 Uhr mit dem Namen „Tierversuche, eine falsche Wissenschaft“. In Pankow findet von 17.30-21 Uhr die Kundgebung „Im Gedenken an die Befreiung vom Faschismus Nord-Ost Berlin und überall“ statt. (Anmerkung der Redaktion: Aufgrund einer internen Prüfung bei der Polizei werden derzeit bis auf Bezirk, Uhrzeit und Titel keine näheren Informationen zu den Demonstrationen gegeben.)
Gericht – Weil er einen Restaurantbesitzer am Telefon antisemitisch beleidigt haben soll, kommt ein 55-jähriger Mann vor das Amtsgericht Tiergarten (13.30 Uhr, Turmstraße 91, Saal D 112).
Universität – „Kombination und Widerstand“ ist der Titel der Antrittsvorlesung des Schriftstellers Clemens J. Setz. Kryptisch. Mehr Info als den Titel gibt es auch erstmal nicht. Also am besten hingehen und selber hören, um 18.15 Uhr an der Freien Universität. Setz hat den Literaturpreises 2019 der Stiftung Preußische Seehandlung bekommen, ist damit für ein Semester Gastprofessor an der FU und arbeitet mit Studierenden in einem Autorenkolleg. Unter anderem haben das schon Herta Müller und Ilija Trojanow gemacht. Der erste Auftritt ist allen Interessierten frei zugänglich. Seminarzentrum, Raum L 115, Otto-von-Simson-Straße 26, U-Bhf. Dahlem-Dorf
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Thomas Bentz (75), Unternehmer / Palkó Dárdai (20), Spieler bei Hertha BSC / Ellen Haußdörfer (39), ehem. für die SPD im AGH / Veit Helmer (51), Regisseur / Thomas J. Jentsch (66), Wissenschaftler / Nicola Labotzki (41), „Du beste, schönste, tollste Freundin aller Zeiten! Feier dich und das Leben und vor allem: KEEP ON DANCING! Alles Liebe von uns allen hier“ / Yvonne Piontek (36), „der besten Ehefrau und Mutter alles Liebe!!! Von Ihrem Michael!“ / Pamela Rosenberg (74), Musikmanagerin und ehem. Intendantin der Berliner Philharmoniker / Peter Ruttkowski, „nachträglich herzliche Glückwünsche“ / Georg Schertz (84), ehem. Berliner Polizeipräsident / Marco Seiffert (48), Moderator / Franco Stella (76), Architekt / Petr Stochl (43), Handballspieler bei den Füchsen Berlin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Jutta Beinert, * 5. Juli 1940 / Claudie Leser-Lambin, * 22. April 1945 / Gerhard Friedrich Leopold Mönter, * 25. Januar 1931 / Anita Stoellger-Hillmann, * 22. September 1937
Stolperstein – Martha Korngold (Jhg 1878) lebte in der Leibnizstraße 57 in Charlottenburg, bevor sie mit ihrem Mann Paul im Juni 1939 in die Niederlande floh. Am 1. Februar 1944 deportierten die Nazis das Ehepaar ins das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Mehr als ein Jahr überlebten sie dort. Doch dann wurde das Lager im April 1945, kurz vor Kriegsende, geräumt. Die verbliebenen Häftlinge sollten in Zügen nach Theresienstadt gebracht werden. Da kamen sie aber nie an, die Züge irrten durch Deutschland. Als die Rote Armee die Wagons am 23. April in Tröbitz öffnete waren viele der Menschen nicht mehr am Leben. Auch Martha Korngold. Am 24. April, heute vor 74 Jahren, wurde sie für tot erklärt.
Im Tagesspiegel
Wenn sie spielte, war beides zu sehen: die Fassade der Bundesrepublik und ihre Risse. Hannelore Elsner, so perfekt wie haltlos, gehörte zu den wenigen Stars in Deutschland. Zum Tod einer leidenschaftlich empfindsamen Schauspielerin. Lesen Sie den Nachruf von Christiane Peitz und Gunda Bartels heute auf Seite 3 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Nachschub in Sachen Berlin-Slogan. Katrin Ohlmer von dotBERLIN hat gleich eine ganze Liste geschickt, die wir der Stadt nicht vorenthalten wollen. Also: „Ein Berlin – für alle“, „Berlin – und das ist gut so“, „Berlin – wo sonst?“, „Berlin – grenzenlos“, „Berlin – just B (just be)“, „Offen. Tolerant. Berlin.“, „Berlin – der Ort zum Wachsen“, „Berlin – erfrischend direkt“, „Berlin – einfach anders“, „Berlin. frei. anders.“, „Berlin – authentisch anders“, „Besonders anders – especially different“, „Mach den Unterschied“, „gemeinsam.berlin“, „Berlin ist Freiheit“, „Berlin – mehr als eine Stadt“, „Zuhause in Berlin“, „I’d rather be in Berlin“ und „Große Schnauze. Großes Herz. Großes Berlin“.
Mit Herz und Schnauze übernimmt an dieser Stelle morgen Stefan Jacobs. Wird auch groß! Wir lesen uns ganz bald wieder. Bis dahin. Machen Sie’s gut!
