Alle wieder da? Gut, dann los, wir haben schließlich nicht viel Zeit. Bis zu den Sommerferien (20.6.) sind es nur 38 Wochentage, abzüglich der saisonal üblichen Feiertage – 1. Mai, 30./31.Mai (Himmelfahrt + Brückentag, 10. Juni (Pfingsten) – sogar nur 34 Schultage. Und wer an Freitagen noch demonstrieren geht, kann sich das Zeugnis eigentlich direkt abholen.
Bitter für Studierende und sonstige Uni*: Das Sommersemester läuft noch bis zum 13.7. – was in Akademikerfamilien zu einigen Schwierigkeiten bei der Urlaubsplanung führen dürfte. Bleibt übrigens die nächsten Jahre so, da sich die Berliner Sommerferien jährlich nur um eine Woche nach hinten verschieben. Aussicht auf Besserung: 2024. [Hier bitte einen Witz mit Flughafen einfügen]
Die Lust zu Scherzen ist den Landwirten nach dem dürren Sommer des Vorjahres längst vergangen, das bisschen Regen vom Wochenende hat den Kohl auch nicht nass gemacht, jedenfalls gibt es schon vor der nächsten Heißzeit wieder Katastrophenmeldungen allerorts. Besonders bitter fürs Cottbuser Prestigeprojekt Ostsee (der, nicht die) – 14 Tagen nachdem Dietmar Woidke fotowirksam den Wasserhahn aufgedreht hat am früheren Braunkohle-Tagebau, liegt Cottbus wieder auf dem Trockenen: Es darf kein Wasser aus der Spree mehr abgezweigt werden (sonst fließt die bald wieder rückwärts).
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Martin Helmchen und Beethoven – eine Traumkombination! Mit seinem musikalisch sensiblen und technisch meisterhaften Spiel schafft es der Berliner Ausnahmepianist, die vielgehörten Klavierkonzerte Beethovens so lebendig und spannend klingen zu lassen, als wäre diese Musik eben erst komponiert worden. Anfang Mai interpretiert er mit dem DSO Berlin unter der Leitung von Andrew Manze das 4. Klavierkonzert.
Wir verlosen 3x2 Karten. (Code: MAI04)
Und da sind wir ja schon beim Wochenthema: Heute stellen Innensenator Geisel und Polizeipräsidentin Slowik ihre Strategie für den 1. Mai vor: 300 mehr Beamte im Einsatz (VJ 5300), ansonsten bleibt alles beim Alten: Deeskalieren, Straftäter rausholen und die Demonstranten (auch wenn unangemeldet) sonst gewähren lassen – nur nicht an der Baustelle von Investor Gröner in der Rigaer Straße. Es kommentiert Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann: „Ich wage für den 1. Mai in Friedrichshain keine Prognose.“ (Mopo-Interview)
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Streifzug per Rad um den Tollensesee
Hügelauf, hügelab um den Tollensesee: Wer hier radelt, sieht Reetdächer und rastende Wasservögel, ein Sommerschloss und stattliche Rotbuchen. Zur Pause laden Aussichtsturm, Keramikatelier und Strandbäder. Wo's lang geht, zeigt die kostenfreie App DB Ausflug, das Brandenburg-Berlin-Ticket gilt im RE 5 bis Neubrandenburg. Jetzt informieren unter bahn.de/ausflug
Größere Sorgen bereitet Polizei und Innenpolitikern derzeit die Sitzung des Innenausschusses in einer Woche. Tagesordnungspunkt 2, auf Antrag der AfD: „Wie erklären sich 1022 vorzeitige Versetzungen in den Ruhestand im Zeitraum von 2010 bis 2017, insbesondere von jungen Beamten?“ Seit einem Jahr wird das Thema geschoben, kaum jemand scheint Interesse an Aufklärung zu haben: Die Ex-Innensenatoren Körting (SPD) und Henkel (CDU) sind betroffen, auch Generalstaatsanwältin Koppers, bis Februar 2018 Polizeivizepräsidentin. Der Vorwurf: Um die Sparvorgaben zu erreichen, wurden junge Beamte bei den kleinsten Problemen mit Tricks aussortiert. Für die Verantwortlichen wagen wir keine Prognose.
Übereifrig waren womöglich auch die Beamten, die im Dezember Linken-Politiker Hakan Tas mit 0,9 Promille in seinem Auto gestoppt haben. Womöglich hat Tas nur beim Ausparken eine Laterne gerammt. Ermittlungsfehler kämen ihm zugute. Tas hat seinen Führerschein vor drei Wochen freiwillig abgegeben, möglicherweise bekommt er ihn bald zurück.
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Kein Zurück gibt es angeblich mehr in Lichtenberg, wo eifrige Bezirkspolitiker für heute Abend (18 Uhr) eine Sondersitzung der BVV einberufen haben, um den Bebauungsplan Ostkreuz endlich zu beschließen. Für eine mehrfach verschobene Infoveranstaltung für Bürger war da offenbar ebenso wenig Zeit wie für eine Presseeinladung (eine bewusste Entscheidung, erklärte das BVV Büro meinem Kollegen Robert Klages). Um den Bebauungsplan wird seit Jahren gestritten, junge Linke forderten gestern in einem offenen Brief den Bezirksbürgermeister ihrer eigenen Partei dazu auf, den Plan (der unter anderem den Wasserpark „Coral World“ vorsieht), nicht zu beschließen. Die Initiative „Rummelsburger Bucht retten“ hat nach Checkpoint-Informationen die nötigen 20.000 Unterschriften für eine Volksinitiative gesammelt und will sie am Dienstag übergeben. Dann wird der B-Plan wohl bereits beschlossen sein – und das Obdachlosencamp geräumt.
In der Mercedes-Benz-Arena wird in diesem Jahr der Mauerfall gefeiert: am 3.10.2019. Das ist ebenso wenig ein Witz wie das Line-Up des Abends (Vorverkauf läuft): Inka Bause (Mod.), Dieter Bohlen, DJ Ötzi, Jürgen Drews und Boney M. Es kommentiert Roberto Blanco (der natürlich auch kommt): Ein bisschen Spaß muss sein. Da würde David Hasselhoff die Veranstaltung glatt noch aufwerten. Der kennt wahrscheinlich sogar das richtige Datum.
(mehr Legendäres: siehe Zitat)
Berliner Schnuppen
Telegramm
Frage: Was passiert eigentlich, wenn man einen Späti regelmäßig kontrolliert? Antwort: Nichts. Das Ordnungsamt Mitte hat beim Rosenback am Weinbergsweg (Ursprung des Dasselschen Ärgers) seit 2016 bereits 30 Verstöße registriert, manchmal wurden Bußgelder gezahlt, manchmal nicht. Fazit des Bezirksbürgermeisters: Reicht nicht, um den Laden dicht zu machen. Ob das jetzt beruhigend ist oder nicht, müssen Sie selbst entscheiden.
Es kommentiert Frank Nägele, Staatssekretär für Verwaltungsmodernisierung in der Senatskanzlei: „Wir kommen aus einer Zeit, in der sich die Verwaltung in eine Art Winterschlaf begeben hatte. Im Winterschlaf wird alles auf die nötigsten Körperfunktionen reduziert.“ Ein Jahr nach Amtsantritt riecht er den Frühling. (Q: Mopo)
Den Frühling riecht man auch wieder in der Bergmannstraße, wo sich am Wochenende Baustadtrat Florian Schmidt mit BZ-Kollege Gunnar Schupelius zum Parklet-Plausch getroffen und festgestellt hat: „Die sind populär, kein Designer-Kram“. Im Gegensatz zu den grünen Punkten (aufgemalt für 146.500 €), die nach nur ein paar Tagen bereits wieder so grau verwaschen aussehen wie so mancher Park zu Sommerbeginn. Sonstige Erkenntnisse: Schmidt hat das Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co enteignen“ unterschrieben.
Laut einer Forsa-Umfrage begeistern die Enteignungsgedankenspiele allerdings immer weniger Menschen: Demnach sind nur noch 35 Prozent für Enteignung, im Januar waren es noch 44 Prozent (Q: Berliner Zeitung). In einer Umfrage des Tagesspiegels hatten sich im Januar sogar 54 Prozent dafür ausgesprochen.
Und wo wir gerade bei Umfragen sind: Ramona Pop hat es in der berüchtigten Beliebtheitstreppe der Kollegen erstmals ganz nach oben geschafft und Klaus Lederer auf Platz zwei verwiesen, ganz hinten, fest zementiert: Sandra Scheeres.
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Berlins Naturfestival am 25. & 26. Mai 2019
Ab heute 12 Uhr Tickets und Plätze buchen unter:
www.langertagderstadtnatur.de
26 Stunden – 1 Ticket – 500 Veranstaltungen – an 150 Orten in Berlin
Berlin mit anderen Augen sehen!
Bei dem Finanzamt Neukölln sind die Blätter 8 bis 50 des Quittungsblocks Nummer 3674 in Verlust geraten. Die Blätter des Quittungsblocks werden für ungültig erklärt. (Q: Amtsblatt)
CDU-Mann Thorsten Schatz hat bei der SPD eine Bildungslücke entdeckt: Die können das Berziksamt nicht mal schreiben!
Kann aber auch nur ein Test sein, wie genau die politische Konkurrenz die eigene Wahlwerbung anschaut.
Apropos Werbung: Hans-Georg Maaßen ist seit Freitag auf Twitter, als „Nüchterner Realist“, macht er sich dort „große Sorgen um die Zukunft Europas“. Erster Tweet: „Ich freue mich darauf, die notwendige Politikwende für Deutschland durch meine geplanten Auftritte für die @cducsubt und @WerteUnion bei den Landtagswahlen in #Sachsen und #Brandenburg zu unterstützen.“
In den CDU-Führungen in Sachsen und Brandenburg will man davon allerdings nichts wissen.
Seit Ende Januar läuft die Checkpoint-Laufgruppe durch Berlin. Nach der Praxis wollen wir uns nun auch der Theorie widmen und starten deshalb den "Sport-Check", eine Gesprächsreihe rund ums Thema Laufen. Los geht‘s am Freitag, 3. Mai, um 19 Uhr, Askanischer Platz 3, am Anhalter Bahnhof: Jan Fitschen (Ex-Europameister über 10 000 Meter) und Uta Pippig (mehrfache Berlin-Marathon-Siegerin) sprechen mit Lorenz Maroldt und Laufgruppen-Chef Felix Hackenbruch über die Faszination Laufen und die Kommerzialisierung im Profisport. Einlass auf Spendenbasis, Anmeldung bitte unter: checkpoint@tagesspiegel.de (Betreff: Sport-Check).
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Wir müssen auf dich aufpassen, Heino. Seit Karl Lagerfeld tot ist, bist du die letzte lebende Sonnenbrille.“
Thomas Gottschalk in der Jubiläumssendung „50 Jahre ZDF-Hitparade“
Tweet des Tages
"Wir erreichen Berlin-Spandau 15 minuten zu frueh. Bitte erzaehlen Sie's nicht weiter. Es glaubt Ihnen sowieso keiner." #bahnansagen
Stadtleben
Essen – „Det Morgens, wenn mir hungern tut, / ess ick ne Butterstulle…“ So bescheiden war der Lebenswandel des Berliner Originals „Eckensteher Nante“. Bekannt wurde der Gelegenheitsarbeiter, der im 19. Jahrhundert nahe Unter den Linden wohnte, besonders durch seine kecken Sprüche, alles kommentierend, was ihm gerade in den Sinn kam. Diesem Urberliner Geist verschreibt sich das Nante-Eck Unter den Linden 35, wo es von besagter Butterstulle über Schweinshaxe und Lasagne (auch vegetarisch!) bis zum Eisbein alles an deftiger Hausmannskost gibt, die man sich wünschen kann. Tägl. 9-24 Uhr, U-Bhf Französische Straße
Berlinbesuch muss auch beim Städtetrip nicht auf Sport verzichten – und kann, statt sich im Fitnessstudio zu verschanzen, obendrein noch Berlins Parks erkunden. Die Trainingsgruppe „Get out“ hält nämlich nicht viel von Indoor-Sport. Stattdessen macht sie den Volkspark Humboldthain, Friedrichshain und Schöneberg-Wilmersdorf sowie den Treptower Park zu ihrer sportlichen Spielwiese. Je nach Park und Termin steht Laufen oder Kraft-, Ausdauer- oder Schnelligkeitstraining auf dem Programm. Heute um 19 Uhr kann im Volkspark Schöneberg-Wilmersdorf (Fritz-Elsas-Straße, U-Bhf Rathaus Schöneberg) losgeschwitzt werden, das erste Training ist kostenlos, den Treffpunkt erfährt man nach Anmeldung.
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Lachen, leben, lieben und laufen beim AVON Frauenlauf am 18. Mai: Über 17.000 Frauen und Mädchen laufen oder walken eine 5- oder 10-km-Runde. Ein Teil des Teilnahmebetrages wird Brustkrebs-Erkrankten gespendet. Zum Dank erhält jede Teilnehmerin ein Event-Shirt und einen AVON Präsentbeutel. Die Anmeldung ist auf www.avon-frauenlauf.de möglich.
Last-Minute-Konferenz – Es herrschen katastrophale Zeiten, findet die Deutsche Film- und Fernsehakademie. Rechtsruck, Klimawandel, autoritäre Staaten: Diesen weltpolitischen Entwicklungen widmet die Akademie eine zweitägige Konferenz (ab 10 Uhr bis Di 18 Uhr). Was das mit Film zu tun hat? Gute Frage! Die stellt man sich in der Aula der UdK (Grunewaldstraße 2-5, U-Bhf Kleistpark) ebenfalls. Soll sich der Film politisch positionieren, gar versuchen, aktivistisch zu sein? Und kann er das überhaupt? Es wird spannend und philosophisch bei „Kino in Zeiten der Katastrophe“. Der Eintritt ist frei. Das ganze Programm finden Sie hier.
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Maria Kotsev wünscht einen guten Start in die Woche!
Prominent verraten
Unser gesuchter Berliner der Woche kann nicht nur im Fernsehen Verbrechen lösen und lustig sein, sondern im echten Leben auch singen. Ob er auch in Höhen balancieren kann?
Bekannte Berliner fotografieren für uns eine Woche lang täglich Ausschnitte aus ihrem Leben. Erraten Sie, wer sich diesmal hinter den Bildern versteckt? Senden Sie uns bis Donnerstag eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de mit dem richtigen Namen und gewinnen Sie zwei "Checkpott"-Kaffeetassen. Die Auflösung kommt immer freitags - mit einem Selfie. Alle bisherigen Fotos und Hinweise finden Sie hier.
Berlin heute
Verkehr – Die A103 (Steglitz-Zubringer) ist stadteinwärts zwischen AS Saarstraße und Kreuz Schöneberg bis Dienstag, 22 Uhr, auf einen Fahrstreifen verengt. Die Einfahrt Saarstraße ist gesperrt sowie die Überfahrt auf die A 100 Richtung Wedding und Neukölln nicht möglich. In Höhe U-Bahnhof Jakob-Kaiser-Platz steht auf dem Kurt-Schumacher-Damm (Charlottenburg) Richtung Heckerdamm nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Ab ca. 7 Uhr steht nur ein Fahrstreifen auf der Warschauer Straße (Friedrichshain) zwischen Revaler Straße und Marchlewskistraße Richtung Oberbaumbrücke zur Verfügung. Zwischen 18 und 0 Uhr kann es aufgrund von einer Demonstration zu Verkehrsbehinderungen auf der Treskowallee (Karlshorst) auf Höhe HFTW kommen. Auf der Wendenschloßstraße (Köpenick) regelt bis Ende Juni zwischen Pritstabelstraße und Segewaldweg eine Baustellenampel den Verkehr. Zwischen 7 und 17 Uhr steht auf der Berliner Straße (Pankow) Richtung Pankow Kirche nur ein Fahrstreifen in Höhe Eschengraben zur Verfügung. An der Kreuzung Greifswalder Straße/Danziger Straße (Prenzlauer Berg) kommt es zu wechselnden Fahrstreifensperrungen und Abbiegebeschränkungen bis Mitte Juni. Die Martin-Luther-Straße (Schöneberg) wird ab ca. 7 Uhr für etwa eine Woche in Richtung Innsbrucker Platz ab Heylstraße gesperrt. Ab ca. 8 Uhr werden beide Fahrbahnen der Grunewaldstraße (Schöneberg) Höhe Eisenacher Straße auf je nur einen Fahrstreifen verengt.
Demonstration – Etwa 200 Teilnehmer werden zwischen 12 und 14 Uhr am Pariser Platz zur „Kundgebung gegen den Putschversuch Khalifa Haftar in Tripolis in Lybien“ erwartet. Ebenfalls am Pariser Platz erwarten B'90/ die Grünen von 13 bis 14 Uhr 100 Teilnehmer zum „Wahlkampfstart B90 die Grünen“. Von 18 bis 19.30 Uhr werden etwa 100 Teilnehmer in der Willy-Brandt-Straße vor dem Bundeskanzleramt zur „Protestkundgebung gegen die innere und äußere Teilung des Kosovo sowie gegen Fremdbestimmung“ erwartet. Außerdem wollen um 10 Uhr Familienangehörige von Kämpfern des „Islamischen Staates“ (IS) vor dem Auswärtigen Amt in Berlin-Mitte demonstrieren. Nach Tagesspiegel-Informationen soll die Bundesregierung mit der Kundgebung aufgefordert werden, sich für die Rückkehr der Kinder von IS-Gefangenen aus Syrien einzusetzen. Angemeldet sind 70 Teilnehmer.
Gericht – Weil er seine 54 Jahre alte Ehefrau gefesselt, vergewaltigt und erstochen haben soll, kommt ein 49-Jähriger wegen Mordes vor Gericht. Er soll die Frau aus Verärgerung über eine gegen ihn erstattete Strafanzeige getötet haben (12.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 701). Und im Prozess gegen den früheren Vorstand der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin wegen Verdachts auf Untreue wird das Urteil erwartet. Angeklagt sind vier Mediziner. Es geht um Übergangsgelder in Höhe von insgesamt rund 549.000 Euro, die drei der damaligen Ärzte-Funktionäre mithilfe des vierten zu Unrecht kassiert haben sollen. Die Affäre liegt rund acht Jahre zurück (15 Uhr, Saal 500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Sean Backman (33), Eishockeyspieler bei den Eisbären / Barbara Frey (56), Theaterregisseurin / Martin Kesici (46), Rockmusiker und Radiomoderator / Martin Kusch (50), „ganz herzliche Glückwünsche zum Geburtstag von Anke und Deinem Bruder Matthias aus Teltow“ / Monika Rinck (50), Schriftstellerin / Ulrich Roloff-Momin (80), Jurist und ehem. Kultursenator (1991-96) / Jürgen Schitthelm (80), ehem. Intendant der Berliner Schaubühne (1962-2012) / Jürgen Vogel (51), Schauspieler / „Liebe Grüße an den besten Ehemann und Vater, Christian Zander, Geschäftsführer der CDU-Fraktion in Tempelhof-Schöneberg zum 41sten von seiner grünen Frau“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Franz Braun, * 11. Juni 1935, CDU-Politiker / Jürgen Kloth, * 13. Juli 1940, Schauspieler / Ina-Maria Reuß / Friedrich Wilhelm Wiethege, * 26. Juli 1929
Stolperstein – Heute vor 78 Jahren wurde Ernst Alexander (Jhg. 1882) in Dachau ermordet. Wegen eines Verstoßes gegen die „Nürnberger Rassengesetze“ wurde er am 24. November 1937 von der Gestapo in „Schutzhaft“ genommen und einige Tage später nach Dachau deportiert. Von dort aus folgte eine Deportation nach Buchenwald am 22. September 1938 und eine wieder zurück nach Dachau am 24. Oktober 1940. Er lebte zuvor in der Dennewitzstraße 19 in Schöneberg.
Im Tagesspiegel
Vor 90 Jahren eskalierten die Auseinandersetzungen zwischen demonstrierenden Arbeiternund der Berliner Polizei – mit verheerenden Folgen. Die Ereignisse wurden zuletzt durch Volker Kutschers Roman „Der nasse Fisch“ und die Fernsehserie „Babylon Berlin“ wieder in Erinnerung gerufen. Einen Blick in die Geschichte des 1. Mai wirft Andreas Conrad auf Seite 10 im Tagesspiegel und im E-Paper.
Encore
Zur Erinnerung an seinen verstorbenen Bruder, der 75 Jahre alt geworden wäre, hat Hans-Georg Kauert gestern einen Bienenstich gegessen. „Der wurde für meinen Bruder immer extra gebacken“, schreibt Kauert auf Twitter. „Kurz vor seinem Tod hat er gestanden, dass er den nicht mochte. Trotzdem aß er 3 Stück davon. ,Aus Höflichkeit‘. So war er.“ Sollten Sie auch eher Typ Schokotorte sein: Sagen Sie’s Ihren Lieblingsmenschen noch heute – haben im Zweifel alle was davon.
In diesem Sinne: Essen Sie doch, was Sie wollen. Morgen serviert Ihnen hier Laura Hofmann die Neuigkeiten.