dieser Checkpoint wird Ihnen präsentiert vom Grundgesetz. Artikel 5: „Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.“ Keine Grenze des Schreibbaren.
Mit Mut und Wut für einheitliche Freiheit protestiert haben am 04. November 1989 knapp 500.000 Menschen auf dem Alexanderplatz. „Privilegien für alle“, „Visafrei bis Hawaii, „Asterix ins Politbüro“. Es wurde die größte unabhängige Demonstration, die je in der DDR stattgefunden hat, ein Happening, bei dem sich das Volk die erhoffte, ungeahnte Möglichkeiten bietende Zukunft und nicht zuletzt sich selbst feierte.
Heute, genau 30 Jahre später, beginnt auf dem Alexanderplatz mit einer Theaterperformance die Festwoche zum Mauerfalljubiläum. Bis zum Sonnabend wird Berlin erinnern: unterhaltend, aufarbeitend, mit Blick auf das Vergangene, mit Blick in die Zukunft. Das ganze Programm ist hier zu finden. Unseren täglichen Instagram-Countdown gibt’s hier. Und dann ist da noch der Sonderzug nach Pankow! Gemeinsam mit der Berliner Zeitung und der BVG lädt der Tagesspiegel in einen Wagon der U2. Der speziell beklebte Zug startet am Sonnabend (09.11.) um 10.09 Uhr am Bahnhof Pankow. Pendelt dreimal zwischen Ost und West. Bringt ZeitzeugInnen, RedakteurInnen, PolitikerInnen, BerlinerInnen, Ängste, Träume und Hoffnungen zusammen.
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Sport verbindet, heißt es immer. Gilt mitunter nicht für Berlinfans. 25 Strafermittlungsverfahren wegen Zusammenrottung, Körperverletzung, Hausfriedensbruch, Sachbeschädigung, Landfriedensbruch sowie Verstößen gegen das Versammlungs-, Waffen- und Sprengstoffgesetz wurden am Sonnabend im Zuge des Hauptstadtderbys eingeleitet. Feuerwerkskörper flogen auf Spieler und Zuschauer. 1.100 Polizisten waren im Einsatz. Der DFB-Kontrollausschusses ermittelt. Und Hertha-Coach Ante Covic fasst treffend zusammen: „Dummheit kennt keine Farben“.
Der kleine Fußballticker: +++ Eine Woche nach dem Streik der Berliner Fußball-Schiedsrichter: Kollege Frank Bachner war beim Kreisliga-A-Spiel Eintracht Südring II gegen Mahlsdorf/Waldesruhe (Artikel hier) +++ Der Wedding geht. Weg vom FC Bayern München. Der Verein trennt sich nach der 5:1 Niederlage gegen Frankfurt von Trainer Niko Kovac +++ „Mega Los! Freuen uns auf die Nummer 1 aus der Hauptstadt“, twittert der Sportclub Verl und meint damit den DFB-Pokal und Union Berlin +++ Blau-weißes Duell: Hertha BSC muss gegen Schalke 04 ran! +++
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Die „Berliner Meisterköche“ des Jahres 2019 stehen fest.
Die unabhängige Meisterköche-Jury hat die Preisträger in sechs Kategorien gewählt. Die Auszeichnung wird zum 23. Mal von Berlin Partner vergeben. Der Tagesspiegel stellt Ihnen die sechs Gewinner vor – heute Mathias Brandweiner. Seien Sie dabei auf der Aftershowparty am 23.11.!
Berliner Meisterköche auf Facebook
Instagram: @berlinermeisterkoeche
Der allmonatliche Olympiaticker: +++ Der Chef des Israelischen Olympischen Komitees, Igal Carmi, hat sich für die Ausrichtung der Olympischen Spiele 2036 in Berlin ausgesprochen. Man würde „eine sehr starke Botschaft an die Welt senden. Eine Botschaft von Werten, die bewahrt werden müssen“ +++ (Q: „Bild am Sonntag“)
Das älteste Kino Deutschlands steht am Kottbusser Damm und vor der Verdrängung. Die Räume in denen sich das „Moviemento“ seit 1907 befindet, sollen verkauft werden. Die einzige Chance für den Erhalt liegt den Betreibern zufolge darin „die Räume selbst zu kaufen“. Das Angebot (ca. 2 Millionen Euro inklusive Nebenkosten) liegt, wie Kreuzberg-Kollegin Nele Jensch weiß, Geschäftsführer Wulf Sörgel vor. Rund 1,6 Millionen will man über Spenden in die Kinokasse spülen. Am morgigen Dienstag startet die Crowdfunding-Kampagne. Kreuzbergs Baustadtrat Florian Schmidt (Grüne), Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) und der Leiter des Senatorenbüros der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, Andreas Prüfer, haben Unterstützung zugesichert. Kultur gut.
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Wer in Berlin einen Kleingarten will, muss warten. Mitunter mehrere Jahre. In Neukölln läuft es derweil andersrum. Hartmut Nieske (77) wird seinen nicht los. Seit einem Jahr ist der Bezirksverband Berlin-Süden Kleingärten e.V. nicht in der Lage, eine durch den Tod des Pächters (in dem Fall Hartmut Nieskes Schwager) frei gewordene Parzelle neu zu vergeben. Die Kündigung erfolgte bereits zum 30.09.2018, die Schätzung der Laube (4.469,92 Euro) liegt seit Anfang März 2019 vor. Für Bewerberprüfung und Kaufabwicklung zuständig ist der Vorstand der Kolonie, in diesem Fall Platanenblick e.V. Nachgefragt beim zweiten Vorsitzenden, Harald Fischer, der sagt: Potentielle Pächter hätten sich nicht mehr gemeldet. Er selbst könne keine 24 Stunden darauf verwenden, eine Nachfolge zu finden. Man werde schon noch jemanden raussuchen und er „hat jetzt auch keine Lust mehr“. Dann legt er auf.
Noch ein Beitrag zu Berlins Debattenkultur. Vor gut zwei Wochen twitterte FDP-Fraktionschef Sebastian Czaja mit Bezug auf eine rbb-Sendung: „Fr. Haufe ist Vermieterin von 10 Wohnungen. Reich war sie nie. Sie hat seit den 90ern viel Geld und Herzblut in die Sanierung gesteckt & die Mieten trotzdem moderat gehalten. Sie sagt, der #Mietendeckel würde sie in den Ruin treiben, ihre Altersvorsorge zerstören. #wirmüssenreden“. Was folgt war ein Shitstorm und eine Anfrage unsererseits, ob Herr Czaja bereit wäre, sich in einer Diskussion den Usern zu stellen. Raus aus dem Netz, rein in die Realität. Am Donnerstag (07.11.) um 17:30 Uhr diskutieren wir im Tagesspiegel-Verlagshaus (Askanischer Platz 3) über die Definition von „reich“ und „Ruin“. Wer mitreden will: Anmeldung mit Ein-Satz-Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Presseerklärung Anschlag auf unsere Freiheit / Presseerklärung Rüge für Doktorarbeit Giffeys immer fragwürdiger / Presseerklärung Rigaer verkommt zum Ghetto der Gewalt – auch am Wochenende hat die Berliner CDU ihr Bild der R2G-Hauptstadtapokalypse weiter verfestigt. Angst als politische Waffe.
Gewaltig gewaltbereit waren die Vermummten, die am Sonnabend Polizisten in der Rigaer Straße mit Steinen beworfen, Müllcontainer auf die Fahrbahn geschoben und angezündet haben. Die in Mitte Pflastersteine gegen Fassaden und Fenster warfen und Autoreifen in Brand setzten. 16 Polizisten wurden verletzt.
Im Fall der tödlichen Schubserei am U-Bahnhof Kottbusser Tor hat ein Richter am Sonntagnachmittag Haftbefehl wegen Mordes gegen einen 26-Jährigen erlassen. Der Tatverdächtige schweigt.
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Die Mauer ist seit 30 Jahren Geschichte. Zu diesem Anlass lädt die FDP Berlin herzlich zur #STADTPERSPEKTIVEN Diskussion mit Roland Jahn und Linda Teuteberg MdB in die Bundesakademie für Sicherheitspolitik ein, wo einst der Zentrale Runde Tisch tagte und die 2+4 Gespräche stattfanden. Wir wollen die Vergangenheit, aber auch Zukunftsperspektiven beleuchten. Infos zu Event & Anmeldung finden Sie HIER.
Zusammenarbeit fürs politische Wunder: Im Koalitionsvertrag, auf den sich SPD, CDU und Grüne in Brandenburg geeinigt haben, wird ein „gemeinsamer Ausschuss von Abgeordnetenhaus und Landtag“ mit Berlin vorgeschlagen. Berlins rot-rot-grünen Fraktionsvorsitzenden gefällt das. Gerade im Bereich Wohnen und Verkehr gäbe es wohl das ein oder andere zu tun.
Kein Platz für Kinder. Vor rund fünf Jahren hat Babette Sperle vom Dachverband Berliner Kinder- und Schülerläden angefangen, Fälle von Verdrängung zu dokumentieren, bei denen entweder die Kündigung ausgesprochen oder der Mietvertrag nicht verlängert wurde. Bis heute sind es knapp 80 (bei 600 Verbandsmitgliedern).
Analoges aus der Digitalhauptstadt des Universums: Weil es bisher keine führende eAkte in der Berliner Justiz gibt, die einen ständigen medienbruchfreien Umgang mit beA-Nachrichten (Anm. der Redaktion ‚besonderes elektronisches Anwaltspostfach‘) ermöglichen würde, wird jeder Eintrag ausgedruckt. (Q: Anfrage Sven Kohlmeier / MdA SPD)
Dazu die Meldung: „IT-Dienstleistungszentrum Berlin braucht Koffein“. Die Ausschreibung zur Sicherstellung der „Kaffeeversorgung“ läuft.
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Schon gewusst? Vor 30 Jahren verpasste die Kanzlerin in der Sauna am Ernst-Thälmann-Park fast den Mauerfall. Auch heute noch können Sie die Zeit vergessen in den Saunen der Berliner Bäder-Betriebe – am besten mit der Sammelkarte für 30 Besuche zum Sonderpreis. Erhältlich vom 4. bis 10. November
an der Kasse aller Bäder!
www.berlinerbaeder.de
Nach dem Eklat um Ekelwursthersteller Wilke fordern die deutschen Lebensmittelkontrolleure mehr Personal. Berlin zumindest wäre froh, die vorhandenen Stellen überhaupt erst besetzen zu können. Wie eine Tagesspiegel-Anfrage zeigt, sind von 103 Planstellen in den Bezirken 15 unbesetzt. Dabei gäbe es auch in der Hauptstadt einiges zu tun. Mehr als 50.000 Betriebe haben in Berlin mit Lebensmitteln zu tun, 2018 wurden gerade einmal gut 18.000 kontrolliert.
New York will 250 neue Fahrradwege und eine 92 Quadratmeter große Fußgängerzone schaffen, um mit der „Autokultur zu brechen“. 1,7 Milliarden Euro werden in den kommenden 10 Jahren dafür investiert. Corey Johnson, Sprecher des City Council, spricht von einer Revolution,
Eine kleine Berlinrevolution ist der neue rote Radweg, der von der Urbanstraße zur Hasenheide abkürzt und FahrerInnen den Hermannplatz erspart. Man soll ja auch mal loben.
Wo wir gerade dabei sind: Von heute an werden auf drei Linien die von der Bahn angekündigten Kapazitätserhöhungen umgesetzt. Der RE7 bekommt 467 Sitzplätze mehr, die RB10 580 und die RB13 300.
Pünktlich zum neuen Fahrbahnwechsel hat die BVG einige Stationen umbenannt. Die Buschallee/Hansastraße heißt jetzt Hansastraße/Buschallee. Die Mohrenstraße heißt übrigens unverändert Mohrenstraße.
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Eine Frauenfigur im Mittelpunkt, die aus Sehnsucht, Angst und Liebe ihrem Unglück, gar ihrem Tod entgegentritt:
TOSCA von Giacomo Puccini zum 400. Mal in der Inszenierung Boleslaw Barlogs mit u.a. Nina Stemme, Fabio Sartori und Ambrogio Maestri.
Am 16., 20. und 23. November 2019 in der Deutschen Oper Berlin.
Bild: Sasha Arutyunova
Note in Hamburg: „An den E-Scooter-Eigentümer: Wenn das hier ein Dauer-Platz wird, wird der E-Scooter bei wildem Parken (…) kostenpflichtig abgeschleppt.“ Wir fragen: Von wem? Wohin? Weiter als auf die gegenüberliegende Straßenseite? Und geht das auch in Berlin?
Notes of Berlin: „Hallo liebe Nachbarn, wir wollen gegen die Wohnung Planufer 78, wo am Samstag die Party war, Anzeige erstatten…Wer von Euch im Hinterhof sich also auch massiv gestört fühlte oder nicht schlafen konnte, kann bei der Anzeige als Zeuge auftreten. (…)“ Darunter in fett: „Zieht doch lieber nach Zehlendorf!“
Aus „Weltall, Erde, Mensch“: „Der Flughafen Berlin-Schönefeld wird nach seiner Fertigstellung einer der modernsten Verkehrsknotenpunkte sein. In einem gemeinsamen Bauwerk werden die S-Bahn-, U-Bahn- und Fernbahnanlagen, die Flughafenanlagen und die Straßenanlagen [...] zusammenfließen.“ Erschienen ist das Buch im Jahr 1971.
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Es gibt immer und überall etwas Schönes, das man vermissen kann. Keine Diktatur der Welt kann die Jahreszeiten oder die Liebe abschaffen. Und gute Musik auch nicht.“
Ex-Bundespräsident Joachim Gauck auf die Frage, ob es etwas gibt, was er aus DDR-Zeiten vermisst.
Tweet des Tages
Am #BfZoo fragte mich ‚der einzig legitime Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland‘ mit einer Vodkaflasche in der Hand, ob ich sein Außenminister werden will. 14 Uhr fang ich an.
Stadtleben
Neu bei den Hummus Guys sind die erweiterten Öffnungszeiten. Seit Kurzem hat der Laden von Frank und Martina in der Hohenstaufenstraße 39 (Schöneberg) auch montags geöffnet. Dort gibt es werktags einen gesunden Mittagstisch rund um die Kichererbse: Ob Kichererbsensalat, Salat mit Hummus und Pita oderHummusstullen – satt macht die reichhaltige Paste allemal. Das Besondere bei Hummus Guys sind aber vor allem Kreativität und Abwechslung, zumal nicht nur die klassische Aufstrichvariante angeboten wird. Thai Spice, Balsamico Onion, Smoked Red Pepper und Carrot Ginger sind nur einige der immer neuen Kreationen aus Franks und Marinas Küche, die dem ein oder anderen vielleicht schon vom Winterfeldtmarkt oder dem Markt am Südstern bekannt sein könnte. Mo-Fr 11-19.30 Uhr, U-Bhf Gützelstraße
Trinken – Ist es draußen grau, kann ein guter Kaffee, gerne auch mit einer Prise Zimt auf der prallen Schaumkrone, die Stimmung durchaus heben. Den gibt’s im Coffee & Deli an der Hermannstraße 164 in Neukölln auch noch in nicht allzu geschäftiger Atmosphäre. Der Blick durch die Glasfassade auf die trubelige Hauptstraße hat auch etwas beruhigendes, zumal sie einen von dem Treiben draußen abschirmt. Und wer sich seine Auszeit noch mehr versüßen will, probiert einen der Muffins oder Cupcakes aus der Vitrine – nicht umsonst trägt das Café den Beinamen „Queen of Muffins“. Mo-Fr 8-19 Uhr, Sa-So 9-19 Uhr, S/U-Bhf Hermannstraße
Berlinbesuch – Ein Spaziergang über den Ku’damm, Alexanderplatz oder entlang der Eastside Gallery gehört bei den meisten Berlinbesuchen auf die Tagesordnung. Gerade in dieser Woche wird das Sightseeing, wenn es denn abends ist, zur Kunstshow. Anlässlich der Festivalwoche „30 Jahre Friedliche Revolution“ wird nämlich mit großflächigen 3D-Videoprojektionen der Mauerfall an den Originalschauplätzen rekonstruiert. Da lohnt sich das Abklappern der Standard-Touristenattraktionen auch für Berliner! Bis So tägl. um 18 Uhr, alle Orte finden Sie hier.
Geschenk – Zwölf Arbeitsschritte muss Porzellandesignerin Katy Jungs ausführen, bis ihre geradlinigen, schlichten Teller und Tassen in der Auslage ihres Ladens in der Lychener Straße 51 landen. Mit Verzierungen und allzu verspielten Details geht Jungs sparsam um. Ihr Porzellangeschirr glänzt vielmehr durch seine Klarheit, weshalb ihr Geschäft auch Feinesweißes heißt. Wer ein Geschenk zu gehobeneren Anlässen braucht, kann also ruhig mal einen Blick auf Jungs Arbeiten werfen. Do, Fr 11-19 Uhr, Sa 11-17 Uhr und nach Absprache, S-Bhf Prenzlauer Alle
Last-Minute-Verlosung für die Premiere des Dokumentarfilms „2040 – Wir retten die Welt!“ im Kino der Kulturbrauerei: Der Film begleitet junge Menschen, die mit alternativen Lebensmodellen und kreativen Ansätzen versuchen, klimafreundlicher zu leben. Nach dem Screening geht es aufs Podium, wo u.a. Umweltsenatorin Regine Günther, „Fridays for Future“-Aktivistin Luisa Neubauer und Génica Schäfgen von der Öko-Suchmaschine Ecosia über das Klima und unsere Zukunft debattieren. Los geht’s um 19.30 Uhr in der Schönhauser Allee 36 (U-Bhf Eberswalder Straße). Für den Film- und Diskussionsabend in Prenzlauer Berg verlosen wir 10x2 Karten (bis 12 Uhr).
Noch hingehen – Noch fünf Tage bis zum Mauerfalljubiläum: Das heißt, es gibt noch fünf Geschichten in unserer Foto-Serie „30 Jahre, 30 Tage“, aber auch nur noch fünf Tage bis zur Finissage der Ausstellung „Ost-Berlin. Halbe Hauptstadt“ im Museum Ephraim-Palais. Sie zeigt, wie die Widersprüche der geteilten Stadt den Alltag der Berliner*innen damals dominierte. Der Eintritt kostet 7 Euro. Poststraße 16, U-Bhf Klosterstraße, Di-Do 10-18 Uhr, Mi 12-20 Uhr
Das Stadtleben zum Wochenstart von: Maria Kotsev
30 Jahre, 30 Tage
4. November 1989, 5 Tage bis zum Mauerfall – Die ersten DDR-Flüchtlinge verlassen die BRD-Botschaft in Prag und steigen in Sonderzüge Richtung Bundesrepublik. Im West-Berliner Bezirk Steglitz kümmert man sich derweil um die Integration der dort lebenden Übersiedler aus Ost-Berlin und der DDR. In einem Wohnheim an der Benzmannstraße startet die Volkshochschule mit der Arbeiterwohlfahrt ein neues Integrationsprogramm in Form eines Wochenendseminars. Rund zwanzig Übersiedler sollen dort bis Weihnachten sowohl Informationen und Tipps über Arbeits- und Lebenssituationen im Westen erhalten als auch Kontakte zu Altberlinern knüpfen. Nach den einführenden Wochenendseminaren sind „Kompaktseminare“ über zwei Wochen vorgesehen, die Themen wie Arbeiten, Wohnen, Verbraucherkunde und Bildungssystem behandeln, ferner vertiefende Einzelveranstaltungen mit Beratungen durch Experten. Dieses erste Integrationsprogramm kostet rund 8500 DM und wird aus Mitteln der Volkshochschule finanziert.
Foto: Tagesspiegel vom 5.11.1989, S.2
Berlin heute
Verkehr – Die Stargarder Straße in Prenzlauer Berg ist ab 6 Uhr bis Sonntag in beiden Richtungen zwischen Greifenhagener Straße und Gethsemanestraße gesperrt – der Fuß- und Radverkehr sind nicht betroffen. Genauso die Bahnhofstraße (Blankenburg / Französisch Buchholz) in beiden Richtungen zwischen Pasewalker Straße und Blankenburger Weg. In Charlottenburg gibt’s auf der Otto-Suhr-Allee bis Samstag (tägl. 8-14 Uhr) in Richtung Spandauer Damm zwischen Warburgzeile und Richard-Wagner-Straße nur eine Spur. Ebenso in Blankenburg auf dem Karower Damm / Blankenburger Chaussee in Höhe Sellheimbrücke in beiden Richtungen (ab 8 Uhr bis Ende November), sowie in Lichtenberg auf der Sewanstraße (ab 6.30 Uhr bis Mitte November) in Richtung Am Tierpark zwischen Ontarioseestraße und Am Tierpark. Auf jeweils zwei Spuren verengt ist bis Ende November die Straße Alt-Friedrichsfelde in Friedrichsfelde in Höhe Robert-Uhrig-Straße in beiden Richtungen – der Fuß- und Radverkehr wird um die Baustelle herumgeleitet. Jeweils zwischen 22 und 5 Uhr ist die A10 (Östlicher Berliner Ring) bis zum 20. Dezember in Richtung Dreieck Spreeau gesperrt, umgeleitet wird über die AS Berlin-Marzahn. Und die A100 (Stadtring) ist Richtung Neukölln zwischen 21 und 5 Uhr zwischen den AS Gradestraße und AS Buschkrugallee gesperrt.
Demonstration – Die Naturfreunde Berlin fordern mit rund 30 Teilnehmenden am Platz vor dem Neuen Tor „Grüne, Klimaretten. Stoppt Ceta im Bundesrat!“. Etwa 15 Personen treffen sich mit der Albert-Schweitzer-Stiftung in der Hardenbergstraße 34 und demonstrieren für „höhere Tierschutzstandards in den Mensen der Berliner Studienwerke“ (11.45-14.30 Uhr). Und Greenpeace spricht sich vor den Nordischen Botschaften in der Rauchstraße von 14-17 Uhr mit rund 25 Menschen gegen „die Erteilung neuer Öllizenz in der arktischen Barentssee“ durch die Norwegische Regierung aus.
Gericht – Zwei mutmaßliche Drogendealer kommen auf die Anklagebank. Es geht unter anderem um ein Kilogramm Amphetamin, das ein 45-jähriger Angeklagter an den 38-jährigen Mitangeklagten verkauft haben soll (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 806).
Universität – Sharon Strauss von der University of California Davis referiert um 12 Uhr am Institut für Biologie der FU (Königin-Luise-Straße 1-3) im Rahmen des Kolloquiums „Evolution und Ökologie“ zu „Ecological similarity and coexistence in close relatives“. Der Eintritt ist frei.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebster Justin, zu Deinem 25.ten Purzeltag all das Gute , Liebe , Schöne; Guess how much i love you…Mama“ / Christopher Kurbjuhn (63), „Autor und bester Onkel der Welt! Herzliche Glückwünsche von Kirsten“ / Joachim Luchterhand (77), ehem. Für die CDU im AGH (2006-16) / Dagmar Reim (68), Journalistin und ehem. Rbb-Intendantin (2003-16) / Katrin Schultze-Berndt (50), Stadträtin in Reinickendorf (CDU) / Bettina Wegner (72), Liedermacherin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Mariluise Gochtmann, * 5. Mai 1930 / Klaus Lange-Lehngut, * 13. März 1942, Ltd. Regierungsdirektor a.D. der JVA Tegel / Udo Rosenkranz, * 14. September 1939 / Dr. Friedrich Utting, * 14. Januar 1949
Stolperstein – In der Witzlebenstraße 16 in Charlottenburg liegt ein Stolperstein für Bertha Moses (Jhg. 1863), die heute vor 77 Jahren nach Theresienstadt deportiert wurde. Sie starb dort am 13. November 1943 an Nahrungsmangel und den desaströsen hygienischen Umständen. Auch Moses wurde von den Nazis ermordet.
Encore
Gut getauscht, ist halb geschenkt – oder so ähnlich. Werfen wir also einen Blick in den BSR-Tausch - und Verschenkemarkt. Folgendes wird aktuell geboten: Das große Häkelbuch – Techniken und Modelle gegen 5 x Laktosefreie H-Milch / Eck-Motiv-Locher gegen 5 x Laktosefreie H-Milch / Zwei Sandbadegläser für Zwerghamster gegen eine Packung 4-lagiges Toilettenpapier von Aldi / Salz- und Pfefferstreuer (Entenstyle) gegen 4 x Erdbeersaft / Jede Menge Knöpfe gegen 4 x Erdbeersaft und das Taschenbuch "Projektmanagement Trainer mit CD-Rom" gegen 1 Packung Kekse und 1 Tafel Schokolade nach eigener Wahl.
Ich würde an dieser Stelle meinen Montag gerne gegen Ihren Samstag tauschen. Bei Interesse gerne melden. Ansonsten lesen wir uns hier morgen früh wieder. Bis dahin!