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Checkpoint-Podcast Eine Runde Berlin Zu Gast: Kurt Krömer

er ist kein Arzt, kein Therapeut und hat „das nicht studiert“, aber er kann seinen „Erfahrungsbericht aufschreiben und Leute können sich darin vielleicht wiedererkennen“: Kurt Krömer, 47 Jahre, Komiker und selbsternannter „Antiheld“ hat ein Buch über seine Depression geschrieben. „Du sollst nicht alles glauben, was du denkst“ heißt es – und erzählt von seiner Krankheit, der Therapie, der Alkoholsucht, der Impotenz, seinem Vater, der früher ein ziemlicher Schlägertyp war und von seinem eigenen Papa-Dasein heute. „Das ist, glaube ich, das erste Mal in meinem Leben, dass ich mit meiner popeligen Prominenz irgendwie helfen kann.“

Pünktlich zum Release habe ich Kurt Krömer für unseren Podcast „Eine Runde Berlin“ auf ein Gespräch in der Ringbahn getroffen. Los ging’s in Gesundbrunnen mit Erinnerungen an seine Kindheit („Ich bin ein richtig schönes Arbeiterkind. Ich habe gelernt: Wenn man zutritt, dann immer nach oben“), weiter mit einem Gespräch über die schlechten, aber auch die guten Tage. „Wenn du Depressionen hast und sich die alte, dicke, fette Hexe, die nach Scheiße stinkt, auf deine Brust setzt, dich bewegungsunfähig macht, und dir einflüstert, dass alles scheiße ist, ist es echt krass, wenn dieser Schleier irgendwann wieder weg ist“, sagt Krömer.

Eine Runde Berlin mit Kurt Krömer

Außerdem Thema: Franziska Giffey (die nicht in seine Show will), Baumärkte, Bayern, Rom, der Wedding, Instagram („Früher konnte ich als Prominenter besoffen aus einer Kneipe fallen, mich auf den Bordstein legen und schlafen. Heute sind alle darauf bedacht, gut auszusehen und werden gedisst, wenn irgendwie der falsche Filter über die Fresse gelegt wird“), Perfektionismus, was im Leben wichtig ist, der Tod („Fakt ist: Irgendwann liegen wir alle tot in der Kiste.

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