ob heute alles glatt geht? Hoffentlich nicht. Denn Berlins Bürgersteige sind gerade so eisig wie das Klima in der Großen Koalition der Geschrumpften. Da hilft auch kein Streusalz in den Augen: Diesem Ende von Merkels Regierung wohnt kein Zauber inne – egal, wie lange es sich noch hinzieht. Schlittern wir also schleunigst rüber zum Berliner Senat, der heute über die Ausrufung einer Klimanotlage beraten will. Natürlich vermeldet auch der örtliche Koalitions-Wetterbericht regelmäßig Tag- und Nachtfrust. Rot, Rot und Grün scheinen sich selten grün zu sein, die Grünen wollen jetzt sogar noch mal beim Mietendeckel nachbessern. Aber bei aller gegenseitigen Deckelung: Das Eis dieser Koalition ist dick genug, es trägt noch eine Weile. Auch wenn immer wieder jemand drauf ausrutscht.
Berlins Stadtschloss wird schon vor der Eröffnung zum Ballast der Republik. Im Humboldtforum sollte auch ein Utensil des DDR-Palastes, der für den Aufbau der betonierten Schlossattrappe abgerissen wurde, wieder aufgestellt werden: Die Gläserne Blume, die einst glänzend den Empfangssaal schmückte, sollte als kleineres Modell wiederkehren. Da aber nur einer der beiden Urheber an der Palast-Kopie für das Kopie-Schloss beteiligt war, zersplitterte die Idee vor Gericht. Auch der Plan, die originale Blume aus Stahl und Glas zu sanieren, die fünf Tonnen schwer in einem Depot in Spandau verrottet, scheint nun zu scheitern. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) lässt dazu auf eine Parlamentsanfrage (via „Berliner Zeitung“) wissen: „Die vergilbten Kleber zu entfernen und zu ersetzen, die beim Bau des Objekts verwendet wurden, ist nach Aussage verschiedener Restauratoren nicht nur aufwändig, sondern birgt vor allem die Gefahr, die Originalelemente aus lndustrieflachglas zu beschädigen.“ So passiert also berlinisch erst mal nüschte – und danach guckt man, ob man weitersieht. In der Glaskugel der Zeit.
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Berlins Staatssekretärin Sawsan Chebli (SPD) muss schon lange mit Bedrohungen und Beleidigungen leben. Nach der von ihr organisierten Verleihung des „Farbe Bekennen“-Awards für in Deutschland engagierte Flüchtlinge erhielt sie sogar Morddrohungen. „Auch du Negerliebhaberin hast es auf unsere Todesliste geschafft und hast hiermit offiziell den dritten Platz eingenommen. Keine Regierung dieser Welt wird dich vor unserem Attentat bewahren können, denn dein Leben ist ihnen nichts wert“, heißt es in einem Schreiben von selbst ernannten „Soldaten der Cyberreichswehr“. Am Montag machte Chebli die Drohung auf Twitter öffentlich, verbunden mit dem Bekenntnis: „Ich lasse mich von Euch Nazis nicht einschüchtern, werde weiter meine Stimme erheben, mich für Vielfalt einsetzen.“ In den sozialen Netzwerken, aber auch persönlich erhielt sie dafür viel Zuspruch. „Ich bin entspannt und lasse mich nicht einschüchtern“, erklärt Chebli auf Checkpoint-Nachfrage. „Ansonsten habe ich Anzeige erstattet.“ Sawsan Chebli macht klar, was allen klar sein muss: Wer anderen Menschen droht, bedroht uns alle.
Wenn man in Berlin den Park vor lauter Bäumen nicht sieht, ist man in der Schönholzer Heide. Hier oben im Norden des nordöstlichen Pankow ruhen sich neben dem sowjetischem Ehrenmal immer mehr genervte Großstädter aus – und werden nur von Reinickendorfer Füchsen und vom Tegeler Fluglärm gestört. Andere Unruhestifter wurden im kleinen Stadtwäldchen schon lange nicht mehr gesehen: Eine amtliche Ergebung (erfragt vom FDP-Abgeordneten Marcel Luthe) ergab: Im Volkspark Schönholzer Heide wurde im vergangenen und in diesem Jahr bisher keine einzige Straftat angezeigt. Das sind immerhin 2177 weniger als im gleichen Zeitraum im Görlitzer Park in Kreuzberg – weitere Schwerpunkte der Kriminellen sind der Kleine Tiergarten mit 663 und der Gleisdreieckpark mit 630 Straftaten. Vielleicht kein Wunder, dass viele am Rande der Stadt ihr Zentrum sehen.
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In der Schwierigen Partei Deutschlands (SPD) sucht man weiter nach der eigenen Mitte links von der Mitte. Da bei der Schwarzen Null immer mehr Genossinnen und Genossen rot sehen, wird nun nach einem grünen Gewinnerthema gesucht: der sowieso nötigen Nachbesserung des Klimapakets. Junge Wählerinnen und Wähler aller Parteien finden das Umfragen zufolge gut. Nur diejenigen, die vornehmlich die laue Luft der Berliner Regierungsblase einatmen, orakeln mit dem neuen Doppel Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans den Untergang der SPD herbei. Immerhin ein alter Sozialdemokrat lässt aufatmen: Franz Müntefering, der Interviews noch immer per Fax zur Veröffentlichung freigibt, ließ den Tagesspiegel wissen, was er am neuen Duo gut findet: „Ihr guter Wille. Und sie führen die Partei ja nicht alleine.“ Also marschiert die SPD weiter getrennt, getreu ihres Parteimottos: Gemeinsam sind wir schwach.
Wie barmherzig ist Berlin? Auf jeden Fall warmherziger als viele denken. Für die „Nacht der Solidarität“, bei der Ende Januar alle sichtbaren Obdachlosen der Stadt gezählt werden sollen, haben sich bis Montagmittag bereits 2859 Freiwillige gemeldet. Diese sollen in allen Bezirken ausschwärmen und notieren, wo sie Menschen antreffen, die im Freien übernachten. Für die Rekrutierung ist die Freiwilligenagentur Marzahn-Hellersdorf zuständig – und deren Chef Jochen Gollbach erzählt, was bei der Zählung wichtig ist: die Privatsphäre der Wohnungslosen. „Es wird niemand aufgeweckt, nicht an Zelten oder Schlafsäcken gerüttelt.“ Bisher hatte die Sozialverwaltung nur mit 2000 Helfern kalkuliert, doch trotz des Engagements gibt es noch Lücken, berichtet mein Kollege Ingo Salmen in seinem Kiez-Newsletter. In Spandau haben sich erst 83 Freiwillige gemeldet, in Marzahn-Hellersdorf gut 100, in Reinickendorf nur 128. Also, worauf warten Sie noch?
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Die Rixdorfer Perlen gehören zum Inventar des Heimathafen Neukölln – sie sprechen und singen Neukölln aus der Seele und übersetzen Berliner Gassenhauer ins Jetzt wie kaum jemand sonst. Nun haben sich die ungekrönten Königinnen von Rixdorf Rio Reiser vorgeknöpft. Und mit »Königin von Berlin« nichts Geringeres als eine Hymne auf Berlin geschaffen.
Das Zentrum für Politische Sensationslust hat wieder ein Mahnmal aufgebaut. Diesmal sollen in einer Art Stele vor dem Reichstag Bodenproben eingebracht worden sein, in denen sich auch Asche von Ermordeten des Naziregimes befinde. Sollte es sich dabei auch um die Asche ermordeter Juden handeln, hätten die Aktionskünstler für ihre aktionistische Kunst allerdings die Totenruhe gestört, kritisierte am Montagabend das American Jewish Committee. „Die Asche der Ermordeten eignet sich ebenso nicht für schiefe historische und politische Vergleiche. Die Opfer werden so nochmal entwürdigt und entmenschlicht.“ Auch das Internationale Auschwitz-Komitee zeigte sich „bestürzt“, dass die Gefühle von KZ-Überlebenden verletzt würden. Grünen-Politiker Volker Beck stellte Strafanzeige gegen die Aktionskünstler um Philipp Ruch. Der sollte unter diesen Umständen seine Kunstaktion vielleicht lieber rasch beerdigen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
So, kurz mal im Amtsblatt blättern: Die BVG sucht derzeit strategische Einkäuferinnen und Einkäufer. Die wünschen sich wahrscheinlich viele in der Vorweihnachtszeit.
Dann gleich noch eine kurze Ansage an die S-Bahn. Die automatische Durchsage „Bitte benutzen Sie zum Einsteigen die gesamte Länge des Zuges“ wird bitte so lange automatisch ausgesetzt, bis wieder genügend Züge mit einer gesamten Wagenlänge fahren. Also für die nächsten zehn Jahre.
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Staatsoper Unter den Linden
Hitzig aufgeladene Gefühlswogen und irisierende Musik setzen wir mit Richard Strauss' »Salome« gegen die kalten, dunklen Dezemberabende. Ausrine Stundyte ist die exzentrische Prinzessin, deren seelischen Verfall und Verführungskraft die drastische Klangmacht aufregend wie verstörend einfängt. Am 4., 10., 13. und 15.12.
Zahra ist zwölf Jahre jung, als ihre Eltern sie in ihrer deutschen Schule abmelden und nach Pakistan bringen. Sie wird zwangsverheiratet – wie jährlich Hunderte Mädchen aus Berlin. Doch Zahra kann fliehen. Und ihre Geschichte erzählen. Meine Kollegin Ronja Ringelstein hat sie aufgeschrieben – nachzulesen ist sie hier.
Dänen zeigen wir’s – dachten sich wohl die Dänen und schlossen gestern ihren Grenzzaun nach Deutschland. Der dehnt sich auf 70 Kilometern Länge zwischen Ost- und Nordsee aus und soll Wildschweine aufhalten, die die Schweinepest einschleppen könnten (via ARD). Wird ja auch Zeit, dass mal jemand diese Schweinselbstständigkeit eindämmt.
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Heute haben Sie das Glück gleich doppelte Tagespreise gewinnen zu können: Beantworten Sie dazu entweder diese erste Frage und sichern Sie sich mit etwas Glück die Gewinnchance auf eine Husqvarna Akku-Kettensäge.
Wenn Ihnen ein stilechtes Barbecue mit Freunden und Familie lieber wäre, beantworten Sie diese Gewinnspielfrage.
Das Attentat auf sein Leben, mitten in seinem Leben, mitten in unserer Stadt, mitten in einem öffentlichen Vortrag des Arztes, hatte Berlin erschüttert. Nun ist Fritz von Weizsäcker auf dem Waldfriedhof in Dahlem beigesetzt worden.
Bauer besucht Frau: Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) versprach gestern beim Agrargipfel den protestierenden Bauern mehr Respekt, mehr Gehör und mehr Gespräche im Kanzleramt. Abstriche an Umweltgesetzen oder Zugeständnisse für am Preisdumping für Lebensmittel leidenden Höfen versprach sie nicht. Kommentar der „taz“ heute auf der Titelseite: Dame schlägt Bauer.
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Straßenkinder e.V. setzt sich seit 20 Jahren für Straßenkinder und von Kinder- und Bildungsarmut betroffene Kinder und Jugendliche ein. Mit verschiedenen Angeboten unterstützt sie der Verein auf dem Weg von der Straße zurück in die Gesellschaft und finanziert sich dabei zu fast 100% aus Spenden. Helfen Sie jetzt mit unter www.straki-hilft.de
Blech gehabt: Beim Raubzug im Stasi-Museum nahmen die Diebe blöderweise bloß blass blinkende Nachbildungen goldener DDR-Orden mit. Bereits 2008 hatte es einen Raubzug in dem Lichtenberger Museum gegeben. Damals war ein Brikett mit dem Aufdruck „30 Jahre DDR“ gestohlen worden. Inzwischen wird eben aus allem Kohle gemacht.
Zum Glück ist es in Berlin nie zu späti. Deshalb gibt es beim Tagesspiegel jetzt auch einen Abend-Newsletter mit den vielen Fragen des Tages (erste Ausgabe und kostenlose Bestellung hier). Und im KaDeWe kann man künftig bis Mitternacht schlemmen auf den leeren Magen des Tages. Eines baldigen Tages sollten sie beides mal wagen.
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Am 9.-10.12 findet die Digital Society Conference 2019 an der ESMT Berlin statt. Namhafte internationale Sprecher diskutieren zum Thema „Sheep, Wolf, or Shepherd? Europe's Role in a Digital World”. Weitere Informationen und Anmeldung zur englischsprachigen Veranstaltung: https://bit.ly/2DhtWBG
So, bevor wir hier nachglühen, noch schnell die wichtigsten Weihnachtsmarkt-Lügen, gesammelt von Twitterer „DrWauMiau“:
1. „Klar ist das Handarbeit.“
2. „Unser Glühwein ist bio!“
3. „Alles original aus dem Erzgebirge.“
4. „Das gibt‘s online gar nicht zu kaufen.“
5. „Dieser Christbaumschmuck hält ein Leben lang.“
6. „Ho ho ho! Fröhliche Weihnachten.“
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Lochfassaden-Langeweile und Dämmstoff bis ins Delirium“
Architekturexperte Jürgen Tietz beschreibt Berlins unästhetische Ästhetik beim Neubau
Tweet des Tages
Apfelsinen haben es gut. Die haben immer Netz.
Stadtleben
Essen – Es gibt nix, was es nicht gibt! Schon gar nicht in Berlin. Auch kein Algen-Pop-Up-Dinner. Natürlich hat das etwas mit Kunst zu tun, denn das Vier-Gänge-Menü, das am 11. und 19. Dezember im Kraftwerk aufgetischt wird, findet seine Inspiration in der aktuellen Installation „Latent Being“ von Refik Anadol (Köpenicker Straße 70, U-Bhf Heinrich-Heine-Straße). Vor den Essen gibt es eine Führung durch die inszenierte Welt der Hauptsauerstofflieferanten der Welt. Tickets kosten 49 Euro.
Trinken –Der „Gang in die Kneipe“ wird immer häufiger zu einen „Besuch in der Bar“, auch in Neukölln. Nicht die bierselige Geselligkeit im Dämmerlicht steht dabei im Fokus, die Drinks selbst werden inszeniert und zelebriert, manchmal in so minimalistisch-steriler Atmosphäre, dass selbst das Klimpern der Eiswürfel im Glas stört. Eine Bar, die den Spagat zwischen Fine Drinking und zeitgemäß-gemütlicher Atmosphäre trotzdem hinbekommt, ist das Brutal54 in der Hobrechtstraße. Wo ehemals der Raumfahrer diffuse Tischgespräche bei Bier und Wein in orangerotes Licht tauchte, setzen seit einigen Monaten Kerzen raffinierte Whisky- und Sake-Kreationen ins beste Licht. Gemütlich ist es geblieben, besonders am Tresen, aber mit der Schrammeligkeit ist es vorbei. Di-Sa ab 20 Uhr
Berlinbesuch zu einem Konzert des ersten inklusiven Ensemble Berlins einladen: Das Utopia Orchester zeigt heute Abend um 18 Uhr in der Gethsemanekirche in Prenzlauer Berg, dass Menschen mit Behinderungen selbstverständlich Musik machen können. Gespielt werden u. a. Werke von Haydn, Beethoven, Bizet oder Léo Delibes, wobei die Auswahl der Stücke auf die Künstler zugeschnitten sind. So interpretiert der armenische Tenor Artak Kirakosyan zwei Arien, die des Lenski aus Tschaikowskys „Eugen Onegin“ sowie „Ombra mai fu“ aus Händels „Serse“, am Klavier sitzt der 14-jährige Pianist Odric Aurelian. Die Kirche in der Stargarder Straße 77 (S-Bhf Schönhauser Allee) ist barrierefrei, Besucher, die nicht mobil sind, können Plätze reservieren unter Tel. 030 31 16 26 49 oder per Mail an utopia@kulturleben-berlin.de.
Geschenk –Wohin mit alten Büchern? Eine Alternative zum Wegschmeißen hat Anka Brüggemann entwickelt: Die „Bookaholikerin” aus Quedlinburg verrät auf ihrer website bookogamie.de wie man aus aus alten Dingen neue Objekte macht. Sie faltet, flechtet und klebt zum Beispiel „Wörter in Bücher”, oder „kleine Tannenbäumchen nach alter Rechtschreibung“. Ihr Wissen gibt Sie in Workshops und Büchern weiter oder live im Bikini Berlin, wo Sie am Freitag im Pop-Up-Store des Tagesspiegel-Shops mit Kindern ab fünf Jahren „bewegliche Sterne“ bastelt (begrenzte Plätze, Anmeldung unter kinderraetsel@tagesspiegel.de erforderlich, alle Infos hier). In ihrem Online-Shop finden sich auch Ohrringe aus Buchseiten (24,95 Euro) – die hängen sicher nicht nur schön am Tannenbaum.
Noch hingehen – Vor 50 Jahren rief der West-Berliner Senat einProgramm ins Leben, um frühere Bürgerinnen und Bürger der Stadt, die durch die Nazis ins Exil vertrieben worden waren, für eine Woche nach Berlin einzuladen. Etwa 35.000 Personen folgten seither dieser Einladung – ihre Biografien stehen im Mittelpunkt der Ausstellung „Charterflug in die Vergangenheit“, die noch bis zum 8. Dezember in der Neuen Synagoge zu sehen ist. Oranienburger Straße 28-30 (S-Bhf Oranienburger Straße), Mo–Do 10–18 Uhr, Fr 10–15 Uhr, So 10–18 Uhr
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„Konstant in Bewegung: Wohin geht die Rheuma-Versorgung?“, beim Tagesspiegel Fachforum Gesundheit am 11. Dezember wird über eine bessere medizinische Versorgung für Rheumapatienten gesprochen. Diskutieren Sie unter anderem mit Jörg Pilawa, Christa Stewens und Dr. Roy Kühne, MdB (CDU).
Jetzt noch anmelden!
Last-Minute-Tickets sind noch zu haben für Literatur am Wannsee: Im Literarischen Colloquium dreht sich der heutige Abend um aktuelle britische Newcomer. Gleich vier junge Schriftsteller*innen aus dem Vereinigten Königreich stellen ihre Werke vor, im Anschluss gibt es Glühwein und britische Snacks – klingt nach einem anregenden kleinen Happening. „Don´t be a stranger“ beginnt um 19.30 Uhr, Karten kosten 8 Euro. Am Sandwerder 5 (S-Bhf Wannsee)
Last-Minute-Verlosung – Wer lieber Live-Musik als Live-Lesung möchte: Im Urban Spree schmettert Lauren Ruth Ward dem Publikum ihre Lebensweisheiten ins Gesicht, dass die Ohren schlackern. Sie wird als eine Mischung aus Janis Joplin und Courtney Barnett beschrieben, stand mit Keith Urban und Eddie Vedder auf der Bühne und nannte ihr erstes Album „Well, Hell“. Sollte reichen, um in der Revaler Straße 99 Bambule machen zu dürfen. Wenn Sie dabei sein möchten: Wir verlosen bis 12 Uhr 2x2 Freikarten, um 20 Uhr soll´s losgehen.
Karten sichern, um mit Musik, Performance und der nötigen Exzentrik ins neue Jahr zu feiern: Am 31. Dezember präsentiert Peaches, Ikone des Queerfeminismus, ein „futuristisches Bühnenhappening“ in der Volksbühne. Motto: „There´s only one Peach with the Hole in the Middle“. Noch gibt es Tickets! Zu sehen außerdem am 28. (Premiere), 29. und 30. Dezember.
Mit diesem Stadtleben wünscht Stefanie Golla einen atemberaubenden Dienstag.
Ein Türchen Berlin
Noch 21 Tage bis Weihnachten und bis es so weit ist, hier ein paar Ideen, was Sie mit Ihren Liebsten unternehmen können, um dem Weihnachtstrubel zu entkommen, denn das schönste Geschenk – egal zu welcher Jahreszeit – ist Zeit miteinander. Und die verfliegt und macht richtig Laune mit Mehl im Gesicht und Schokolade an den Fingern: Schon mal Macarons kredenzt? Oder Zimtschnecken gerollt? Bis zum 22. Dezember laden Bake Nights in die Backstuben Berlins, um vom Profi zu lernen, wie man weihnachtliche Cupcakes oder Brownie-Bäumchen macht. Es gibt sogar einen speziellen Plätzchen-Workshop nur für Kinder (4-10 Jahre, 20.12.) und gleich mehrere für Lebkuchenhäuser. Wenn Sie bei einer Weihnachtsbäckerei ihrer Wahl dabei sein möchten: Wir verlosen 2x2 Gutscheine.
Bild: Naomi Fearn
Berlin heute
Verkehr – Turmstraße (Moabit): Aufgrund von Kranarbeiten ist in Richtung Beusselstraße in Höhe der Kreuzung Stromstraße nur ein Fahrstreifen frei (6-12 Uhr).
Segelfliegerdamm (Johannisthal): Ab 9 Uhr beginnen Leitungsarbeiten, in Höhe Trützschlerstraße regelt bis Ende Januar 2020 eine Baustellenampel den Verkehr.
Holländerstraße (Reinickendorf): Wegen Fahrbahnarbeiten kommt es zwischen Belfaster Straße und Londoner Straße zu Verkehrseinschränkungen in beiden Richtungen (ca. eine Woche).
Tunnel Tiergarten-Spreebogen (Tiergarten/Moabit): Gesperrt in Richtung Kreuzberg (21-5 Uhr).
Demonstration – Vor dem Roten Rathaus demonstrieren heute Mittag ca. 25 Personen unter dem Motto „Klimanotstand“ (12:30-14:30 Uhr, Rathausstraße 15), angemeldet von „Volksinitiative Klimanotstand Berlin“. „Steglitz-Zehlendorf bleibt bunt“: Gegen die AfD-Veranstaltung „Staatsreparatur“ protestieren in Steglitz ca. 25 Teilnehmende, die Anmeldung erfolgte hier durch die Initiative „Weltoffenes Steglitz-Zehlendorf“ (18:45-23:59 Uhr, Jungfernstieg 26a). Direkt gegenüber am Jungfernstieg 4b demonstriert auch die Initiative #noafd unter dem Motto „Kein Raum für die AfD in Lichterfelde-Ost/Für ein buntes Lichterfelde-Ost“. Hier werden zwischen 18:30 und 21:30 Uhr ca. 40 Teilnehmer erwartet.
Zu Gast – Vor ihrer Reise zum NATO-Treffen empfängt die Kanzlerin am Vormittag Jugendliche im Bundeskanzleramt: Gemeinsam mit Familienministerin Giffey wird sie sich mit ihnen über die Jugendstrategie der Regierung austauschen.
Universität – Alexander von Humboldt gilt als Universalgenie. Seiner Bedeutung für die moderne Linguistik geht heute Jürgen Trabant auf den Grund: In einer Betrachtung des Textes „Das nächtliche Thierleben im Urwalde“ nimmt der Sprachwissenschaftler seine Zuhörer mit in den Dschungel. Los geht’s um 18 Uhr im Senatssaal der HU Unter den Linden 6, der Eintritt ist frei.
Gericht – Nach dem Unfalltod eines sieben Jahre alten Jungen in Spandau muss sich ein Lkw-Fahrer wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Der 61-Jährige soll mit seinem Lkw ohne anzuhalten nach rechts abgebogen sein. Dabei hat er das Kind auf seinem Fahrrad erfasst und überrollt (9 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 2108). Außerdem sind drei Männer angeklagt, weil sie nach einem Bundesligaspiel zwischen Hertha BSC und dem FC Bayern München in einer S-Bahn einen Fan der Bayern attackiert haben sollen. Eine vierte Angeklagte muss sich wegen Beihilfe verantworten (12.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 671).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Simone Peter (54), ehem. Grünen-Politikerin, jetzt Präsidentin des Bundesverbands Erneuerbare Energie / Katarina Witt (54), Eiskunstläuferin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Ortrud Björner, * 12. November 1939 / Lisa „Oma Lili“ Böhm, * 24. Dezember 1942 / Prof. Dr. Wolfgang Heckmann, * 23. März 1946, Leiter des Forschungsbereichs und Vorstand der Stiftung SPI / Bernd zur Nedden, * 15. September 1941
Stolperstein – Julius Kantorowicz lebte in der Charlottenburger Sybelstraße 26. Am 22. September 1942 wurde er vom Anhalter Bahnhof gemeinsam mit 100 weiteren Menschen nach Theresienstadt deportiert. Am 3. Dezember 1942, heute vor 77 Jahren, nahm sich Kantorowicz dort das Leben.
Encore
So, der Rest dieses Newsletters wird Ihnen automatisch ausgeliefert. In China werden schließlich ganze Hotels mit Künstlicher Intelligenz gesteuert. In den Zimmern des Alibaba-Konzerns wird per Gesichtserkennung eingecheckt, Computer bringen das Handtuch aufs Zimmer und – nach Anweisung per Lautsprecher – auch den Drink an die Bar. Menschen sind hier nur noch zum Putzen da. Staub aufwirbeln können wir eben immer noch am besten.
Bleiben Sie heute am besten sauber! Morgen fegt hier Ann-Kathrin Hipp durch die Nachrichten der Stadt. Ich mache mich aus dem Staub und grüße Sie,