die Stadt ist blau. Das klingt im Spätfrühling wenig überraschend, wird sich aber in den nächsten Tagen deutlich verstärken (in jeder Hinsicht). Die Stadtvermarkter von Visit Berlin erwarten zum DFB-Pokalfinale 100.000 Fans von Arminia Bielefeld – bei rund 300.000 Einwohnern und einer Stadt, die es womöglich gar nicht gibt, eine beachtliche Quote. Visit-Sprecher Christian Tänzler (gebürtiger Ostwestfale) sagte dem Checkpoint: „Bielefeld steigt auf, ist das erste Mal im Pokalfinale, die Fans sind vollkommen euphorisiert. Von den Stuttgartern habe ich eine ähnliche Reaktion noch nicht mitbekommen.“ Vom VfB werden nur rund 25.000 Fans in Berlin erwartet (bei gut 600.000 Einwohnern).
Wobei natürlich auch Nicht-Bielefelder den Club anfeuern, allen voran der Berliner Kevin Kühnert (SPD). Der sagt: „Ich muss davon ausgehen, dass es das einzige Mal in meinem Leben ist.“ Einen Vorgeschmack auf das Doppelinterview mit dem Stuttgarter Edelfan Cem Özdemir (Grüne) gibt es hier im Video, das ganze Gespräch am Samstag im Tagesspiegel.
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„Ich will heute jemanden abstechen“, soll der 13-Jährige gesagt haben. So schildert es eine Mitschülerin der Grundschule am Weinmeisterhorn in Spandau. Wenig später attackierte er einen 12-Jährigen mit einer Stichwaffe, der Junge musste operiert werden. Nach Checkpoint-Informationen befand sich der Junge am späten Abend noch auf der Flucht, die Polizei suchte mit Hunden und Hubschraubern. Beide gehen in die sechste Klasse. Stephan Weh, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei, sagte: „Es ist seit Jahren zu erkennen, dass die Auseinandersetzungen auf Schulhöfen auch mit dem Einsatz von Waffen mehr werden, der Einfluss von Social Media steigt, Kompromissfähigkeit sinkt.“ Und dennoch gebe es weder ein generelles Messerverbot in der Öffentlichkeit noch sei das Thema Medienkompetenz fest im Lehrplan verankert.
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Konsequenter Lösungsansatz: Projekte zur Demokratiebildung und Medienkompetenz streichen. Das Projekt „Jup! Berlin“ verliert die komplette Förderung von jährlich rund 270.000 Euro. Das Portal bietet Informationen, Orientierung, Beteiligung und Hilfe für Jugendliche. Auch wir vom Tagesspiegel haben jahrelang den Berliner Schülerzeitungswettbewerb mit „Jup!“, der Bildungsverwaltung und der Jugendpresse gemeinsam ausgerichtet. Wie es dort weitergeht, ist nun ebenfalls unklar.
Eine Sprecherin der Senatsverwaltung teilte auf Checkpoint-Nachfrage mit, man sei sich „des hohen Engagements und der langjährigen Arbeit“ bewusst, könne das Projekt aber nicht weiter finanzieren. Es werde ein neues digitales Projekt vorbereitet, bei dem „Inhalte von und für Jugendliche“ erstellt werden. Es soll in Kürze vorgestellt werden. Der Fokus liege „auf der Abbildung der kostenfreien Angebote der Jugendarbeit“. Na, hoffentlich ist das nicht umsonst.
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Während in Berlin neue Exzellenzcluster an den Unis ausgerufen werden (wenn auch weniger als gewünscht und erwartet), will die US-Regierung der Eliteuni Harvard die Aufnahme von internationalen Studierenden verbieten.
„Nach dem Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner in Berlin die freie Wissenschaft mitaufgebaut, weil sie wussten, dass das eine Grundfeste der Demokratie ist“, sagte Berlins Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) dem Checkpoint am späten Abend. „Jetzt will sich Trump nicht nur Harvard unter dem Vorwand des Antiamerikanismus gefügig machen – er greift damit auch genau diese Grundfeste an und sägt zugleich an der Innovationskraft seines Landes.“ Wenn Harvard umfalle, dürfte das eine verheerende Wirkung auf andere Wissenschaftseinrichtungen nicht nur in den USA haben.
„Ich hätte nicht gedacht, dass wir das eines Tages sagen müssten, aber umso wichtiger ist es jetzt: Berlin steht ganz klar solidarisch an der Seite seiner Partner in der amerikanischen Wissenschaft, die jetzt unter der Trump-Regierung zu leiden haben.“
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Jonathan Tetelman als WERTHER,
Und Aigul Akhmetshina als Charlotte u. a. versprechen unter musikalischer Leitung Enrique Mazzolas großen, ganz puren Musikgenuss bei Jules Massenets Vertonung von Goethes Briefroman.
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Irgendwas ist ja bekanntlich immer. Während sich die einen über den Frühling freuen, nutzen die anderen „die Zeit auf dem Balkon oder im Garten, um sich über Nachbars Musik und den Geruch seines Grills zu ärgern“, schreibt der Bund Deutscher Schiedsmänner und Schiedsfrauen. Insgesamt 40 davon helfen in allen Bezirken als ehrenamtliche Schlichter in zivil- und strafrechtlichen Streitfragen. 157 Schlichtungsverfahren wurden so im vergangenen Jahr geführt, die meisten in Marzahn-Hellersdorf (32), die wenigsten Mitte (2). Überraschung: In den Außenbezirken streitet man meist um Grundstücksgrenzen, stadteinwärts eher um Lärm. Und Sie?

Wer von Wilmersdorf nach Lichtenberg läuft, ist rund dreieinhalb Stunden unterwegs. Schätzfrage: Wie lange dauert da wohl ein Einschreiben? Richtig: eine Woche. „Beim nächsten Mal nehme ich das Fahrrad und tue was für den Kreislauf und die Muskulatur“, sagt CP-Leser Norbert Gundacker. Laut Sendungsverfolgung verbrachte sein Brief die meiste Zeit in einem Logistikzentrum. Die DHL zeigt sich auf Nachfrage zerknirscht. „Wir können uns für diesen absoluten Einzelfall nur entschuldigen“, sagte ein Sprecher. Einschreiben sollten in der Regel am Tag nach der Einlieferung zugestellt werden. Woran es hier scheiterte, lasse sich ohne Sendungsnummer nicht klären. Immerhin: die Zusatzkosten fürs Einschreiben will DHL erstatten. Checkpoint wirkt.
Apropos Wirkung: Nach der ausverkauften Premiere unserer Checkpoint-Revue im April arbeiten wir bereits intensiv an der zweiten Show. Fest steht: Es wird unvergesslich. Begleiten Sie unsins Kabarett-Theater „Die Stachelschweine“ auf einer Reise durch Berliner Alltagsfreuden – hier geht’s zu den Tickets für die Revue am 6. Juli. Und falls Sie da nicht können: Für die nächsten Termine – 25. September und 16. Oktober – gibt es ebenfalls schon Tickets.
Sollten Sie noch etwas musikalische Entscheidungshilfe brauchen (oder einfach nicht genug von uns bekommen): Die Checkpoint-Band tritt zur Fête de la musique am 21. Juni um 20 Uhr im Hof des Kommunikationsmuseums auf.
Und noch ein paar Leseempfehlungen:
+ „Ein Baby ist kein Hindernis für ein wichtiges Regierungsamt“: Die neue Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser im Interview.
+ Eliteschule für Ballett wehrt sich: Schwere Vorwürfe gegen die Schulaufsicht.
+ Die Zukunft der Alten Münze ist entschieden – und die Freie Kulturszene trauert.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Apropos Exzellenz: Der Braindrain des Senats nach der Regierungsbildung im Bund geht weiter. Staatssekretärin Esther Uleer wechselt von der Berliner Justizverwaltung ins Bundespresseamt. Und in der CDU kommen langsam einige ins Grübeln, ob die gleichfarbige Bundesregierung ein politischer Vorteil für Berlin ist.
In Washington wurden gestern zwei Mitarbeiter der israelischen Botschaft auf der Straße erschossen. Videoaufnahmen zeigen, wie der Täter bei seiner Festnahme „Free, free Palestine“ ruft.
Der frische Mai-Wind fegt auch durch die Pressemitteilungen. Die Clubcommission meldete gestern: „Free-Open-Air-Saison startet mit Rückenwind.“ Hilft nur: Kragen hochschlagen und weitertanzen.
Die Angelegenheit klebt an ihm wie Kaugummi: Bauunternehmer Christoph Gröner hatte der Berliner CDU vor fünf Jahren 820.000 Euro gespendet. Die Bundestagsverwaltung fand das unproblematisch, nun hat die Satirepartei „Die Partei“ vor dem Verwaltungsgericht geklagt und erreicht: Gröner muss Ende August vor Gericht aussagen.
Checkpoint-Leser wohnen besser: Rund 1000 Menschen haben gestern auf unsere Frage geantwortet, ob sie ihre Miete für angemessen halten. Das Ergebnis: 69 Prozent sagen Ja, 20 Prozent fühlen sich abgezockt, elf Prozent sind unentschieden – oder noch auf Wohnungssuche.
Gut zu wissen: Die Preise für Eigentum sinken laut Wohnmarktreport leicht – außer in Lichtenberg und THF-Schöneberg (Q: Mopo).
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Apropos Abzocke: Der Immobilieninvestor „Patrizia“ stellt in seinem „Student City Index“ fest: London, Paris und Berlin sind europaweit die „attraktivsten Investmentstandorte für private Studentenwohnheime“. Merke: Berlin punktet mit der Wohnungsnot unter Studierenden… Verzeihung, mit der „innovationsgetriebenen Nachfrage“. Können wir die WG von 2004 noch mal sehen?
Protest statt Pauken: Das Lilienthal-Gymnasium in Lichterfelde demonstriert heute am Rathaus Steglitz für „Frieden, Freiheit, Menschlichkeit“. Anlass ist der 76. Geburtstag des Grundgesetzes. Zum ersten Mal überhaupt hat eine Berliner Schule die Genehmigung für eine solche Demo erhalten, offiziell gilt der Protest als Schulveranstaltung nach dem Prinzip „Lernen an einem anderen Ort“. Wieder was gelernt.
Vor dem Abgeordnetenhaus wird der Grundgesetzgeburtstag wie schon im vergangenen Jahr gefeiert: Um 15 Uhr leisten junge Rekrutinnen und Rekruten der Bundeswehr den Fahneneid. Die Linke will das Gelöbnis boykottieren – sie beklagt eine Militarisierung der Gesellschaft. Es kommentiert Checkpoint-Gastautor Konfuzius: Dummheit ist die beste Verteidigung.
Knapp 710.000 Berlinerinnen und Berliner sind in einem Sportverein, knapp vier Prozent mehr als im Vorjahr. Das meldet das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg. Besonders erfreulich: Fast die Hälfte der Kinder zwischen sieben und 14 Jahren machen Sport im Verein.
Schwarz-weiß, knuffig – und ausnahmsweise mal kein Panda: „Bienvenue Rakiju!“ Ein Schabrackentapir aus Frankreich ist der neueste Bewohner des Zoos. Mit etwas Glück ist er schon am Wochenende zu sehen.
Währenddessen wurden im Stadtdschungel mehrere als ausgestorben oder verschollen geltende Tier- und Flechtenarten wiederentdeckt, meldet die Stiftung Naturschutz Berlin. Mit dabei: der Glänzendschwarze Furchenstirn-Prachtkäfer, der Eichen-Zackenrandspanner, der Kleine Heldbock und der Mädesüß-Perlmutterfalter. Eignen sich auch herrlich als kreative Schimpfwörter. Viel Spaß.
Zitat
„Alles okay, Bruder. Hier, 20 Euro. Döner essen.“
Der Entschuldigungsversuch eines Taxifahrers in Steglitz-Zehlendorf, nachdem er einen E-Scooter-Fahrer angefahren hatte. Der blieb unverletzt – und lehnte das Angebot dankend ab (via Reddit).
Stadtleben
Verlosung – Betreutes Trinken in allerbester Gesellschaft, das können Sie haben. Das Grape Odyssey Wine Festival ist eine kleine, feine Weinmesse im Kühlhaus – und für die verlosen wir nicht nur 3x2 Eintrittskarten, sondern auch noch eine exklusive Verkostungstour mit dem Tagesspiegel-Weinexperten Ulrich Amling (Start 14 Uhr). Bei der dritten Ausgabe stehen am 31. Mai Slowenien und seine Nachbarn im Fokus, 20 ökologisch arbeitende Winzer:innen zeigen in entspannter Atmosphäre mehr als 100 Weine. Eine Afterparty mit DJ gibt es auch. 12-20 Uhr, Eintritt regulär 20 Euro. Luckenwalder Straße 3, U-Bhf Möckernbrücke
Essen & Trinken – Naht das Wochenende, beginnt die Schloßallee zu duften. Dann surrt es nur so, in der Backstube von „Madam Eule“ in der Nähe des Schlossparks Schönhausen. Über 20 Gebäcksorten kommen frisch in die Auslage: Brote, Brezeln, Baguettes, blättrig-knusprige Croissant-Variationen, Cheesecake, Plunder mit Vanillecreme und Rhabarber, Zimtschnecken. Das meiste wird aus lang fermentiertem Sauerteig gebacken und schmeckt an einem der pinkfarbenen Tischchen im Vorgarten am besten. Später am Tag genießt man dort köstliche Pizza. Gebacken wird auf dem Blech, wie in Rom. Der Chef ist gelernter Koch und beweist, dass großer handwerklicher Genuss auch außerhalb des S-Bahn-Rings möglich ist. Do-So 9-18 Uhr, Schloßallee 35, Bushaltestelle Grumbkowstr./Pankower Str.
Noch hingehen – Es ist „StadtLesen“-Zeit. Rund 3.000 Bücher verwandeln den Bebelplatz noch bis Sonntag in eine große Bibliothek mit gemütlichen Sitzgelegenheiten zum Lesen. Los geht es jeden Tag um 9 Uhr bis zum Einbruch der Dunkelheit. Heute ist Integrationslesetag, zu dem Menschen mit (und ohne) Migrationshintergrund eingeladen sind, in ihrer Muttersprache selbst verfasste Texte zu präsentieren. Am Sonntag stehen Familien im Fokus. Eintritt frei, Bebelplatz, U-Bhf Unter den Linden
Berlinbesuch – Ruth Winkelmann ist eine der letzten Shoah-Überlebenden, noch immer geht die 96-Jährige in Schulen, um ihre Geschichte zu teilen. Sie überlebte versteckt in einer Gartenlaube in Wittenau. Heute Abend können Familien bei einer Veranstaltung, die sich auch an Schulkinder ab 9 Jahren richtet, im Weiten Theater mit ihr ins Gespräch kommen. Anschließend wird das Stück „Susi. Die Enkelin von Haus Nummer 4“ gezeigt, das von einem jüdischen Mädchen erzählt und auf wahren Ereignissen beruht. Ruth Winkelmann ist außerdem Teil des Ausstellungsprojektes „In Echt?“, bei dem sie als eine von fünf Zeitzeug:innen interviewt und dabei dreidimensional und lebensecht eingescannt wurde. Ab 18 Uhr, Eintritt 10/7 Euro, Storkower Straße 207, S-Bhf Storkower Str.
Grübelstoff – Wie viele Menschen gibt es in Ihrem Leben, bei denen Sie mitten in der Nacht anrufen oder an der Haustür klingeln könnten?
Kiekste
Hätte auch gut an der „Insel der Jugend“ sein können, war aber am Urbanhafen in Kreuzberg. Schön, dass es Orte in Berlin gibt, wo die Welt noch in Ordnung ist. Dank an Leser Andreas Metz. Weitere Bilder, die uns weiter an das Gute in der Hauptstadt glauben lassen, gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100/A113: Beide Straßen sind ab 21 Uhr bis Montag, 6 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Gradestraße und Späthstraße voll gesperrt.
Berliner Straße (Tegel): Bis Frühjahr 2027 ist die Fahrbahn stadtauswärts zwischen Wittestraße und Ernststraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn – S1: Ab 21.45 Uhr bis Montag, 1.30 Uhr, fahren keine Züge der Linie zwischen Wannsee/Nikolassee und Zehlendorf.
S2: Ab ca. 3.45 Uhr bis Montag, 1.30 Uhr, fahren keine Züge zwischen Blankenfelde und Priesterweg.
S41, S42 und S8: Ab 21.45 Uhr bis Sonnabend, 4.15 Uhr, fahren keine Züge der Linien zwischen Landsberger Allee und Ostkreuz.
Demonstration – Für heute sind 18 Demos angemeldet (Stand 22.5., 13.30 Uhr), u.a. „Stadtradeln? Suche sicheren Radweg! – Statt gute und sichere Radinfrastruktur zu bauen, wie es das Mobilitätsgesetz vorschreibt, ruft die Senatsverwaltung zum ‚Stadtradeln‘ auf. (...)“: 50 Protestierende, Netzwerk fahrradfreundliches Tempelhof-Schöneberg, Hauptstraße/Langenscheidstraße, Potsdamer Platz (8.30-9 Uhr)
„Stolpersteinverlegung und Gedenkfeier“: 20 Teilnehmende, Stolpersteininitiative Stierstraße, Ansbacher Straße 76 (11-12.30 Uhr)
„Grundwerteversammlung zum 76. Jahrestag des Grundgesetzes – Frieden, Freiheit, Menschlichkeit“: 500 Menschen, Lilienthal-Gymnasium Berlin, Ringstraße 2-3, Schloßstraße, Hermann-Ehlers-Platz (12-14 Uhr)
„Aufmerksamkeit für mehr Organspenden mit der MHHmedizinischen Hochschule Hannover“: 50 Teilnehmende, Streetbunnycrew, Platz vor dem Neuen Tor, Warschauer Straße, Karl-Liebknecht-Straße, Platz des 18. März (13.20-15.30 Uhr)
„Wir geloben der Kriegsdienstverweigerung“: 30 Demonstrierende, Niederkirchnerstraße (14,30-16 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 39 Demos, u.a. „Fellows Ride Motorrad-Demo – mit offenem Visier für Depressionshilfe“: 350 Menschen, Rhinstraße 54, Frankfurter Allee, Potsdamer Platz, Kurfürstendamm, Am Juliusturm 32 (9-15 Uhr)
„Transparenter politischer Dialog“: 10.000 Protestierende, Platz des 18. März (11-22 Uhr)
„Rechten Aufmarsch in Berlin stoppen – Berlin bleibt bunt“: 500 Demonstrierende, Platz des 18. März, Friedrichsstraße, Pariser Platz (13-20 Uhr)
„Friedensmarsch“: 10.000 Demonstrierende, Brandenburger Tor, Hauptbahnhof, Heinrich-von-Gagern Straße, Brandenburger Tor (15-22 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Wir demonstrieren für die Schaffung von (bezahlbarem) Wohnraum, durch mehr Neubau und Hochhäuser. Insbesondere unterstützen wir das geplante Hochhaus gegenüber des Edge East Side (amazon tower)“: 20 Demonstrierende, Junge Liberale, Warschauer Straße 33 (15-16 Uhr)
„Wir protestieren gegen die aktuelle Migrations- und Grenzpolitik, insbesondere der USA (...)“: 100 Teilnehmende, Reference Studios, Friedrichstraße 43, Kochstraße, Friedrichstraße 43 (EP) (16-18 Uhr)
„Zusammen singen auf der Straße! Laut und Vielstimmig gegen Hass und Hetze, für einen solidarischen Kiez“: 70 Menschen, Hohenstaufenplatz (18-21 Uhr)
Universität – Studierende der Hochschule für Musik Hanns Eisler zeigen heute Abend die Kammeroper „Der Kaiser von Atlantis oder die Tod-Verweigerung“. Komponist Viktor Ullmann schrieb das Werk 1943/44 mit einem Mithäftling in Theresienstadt. Es spielt das Ensemble „Eisler Sinfonietta“. 19 Uhr, Karten 6/4 Euro, Charlottenstraße 55.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebe Dörte, heute Abend feiern wir Dich, bei und mit Dir. Für die Sonnengrüße ist es zu spät; wir tanzen einfach alle (um) den Baum. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Jens“ / „Dem Tagesspiegelleser Johann herzlichste Geburtstagsgrüße von den Plüschsessel-Aspirant*innen“ / „Dem früheren Wilmersdorfer Bau- u. Verkehrsstadt UWE SZELAG alles Gute zum Geburtstag. Dein rigoroses Vorgehen u. a. gegen Leerstand und zweckfremde Wohnungsnutzung, die ersten Verkehrsberuhigungen im Kiez oder die Einrichtung der KuDamm-Busspur waren wegweisend für die Stadt. Du warst der aktuellen Senatspolitik schon vor 30 Jahren (!) um Meilen voraus. Gut, dass Du immer noch ein wenig mitwirkst. Gesundheit u Lebensfreude wünschen Dir die ‚alten Weggefährten‘“ / Tom Tykwer (60), Filmregisseur, Drehbuchautor und Produzent („Lola rennt“, „Das Parfum“, „Babylon Berlin“) / Nadja Uhl (53), Filmschauspielerin („Die Stille nach dem Schuss“, „Der Baader Meinhof Komplex“) / Stefan Ziller (44), Politiker (Grüne), MdA
Nachträglich: „Lieber Zaza, liebe Annilie, Edwin und ich schicken euch, verspätet, die allerherzlichsten Glückwünsche zu euren Geburtstagen und wünschen euch ein rauschendes Fest bei sonnigem Wetter, bleibt beide gesund. Wir freuen uns euch bald zu sehen und bedanken uns für eure Einladung, alles Gute für das neue Lebensjahr, herzliche Grüße, Manka & Edwin“
Sonnabend – „Glückwunsch zum 16. Geburtstag, liebe Anna!“ / Sebastian Blomberg (53), Schauspieler („Zeit der Kannibalen“, „Alles auf Zucker!“) / Milena Dreißig (50), Schauspielerin („Stromberg“), spielte u.a. an der Schaubühne in den „Vagina-Monologen“ / „Meinem Freund und Kollegen PETER P. wünsche ich zum XX. Geburtstag dauerhafte Gesundheit und viel schöne Reisen!“
Sonntag – Friederike Fless (61), Archäologin, Präsidentin des Deutschen Archäologischen Instituts / „Liebe Heide, wir wünschen dir zu deinem 70. Geburtstag viel Freude, Kraft, Gesundheit und immer ein gutes Buch zum Lesen. Berit, Ronja und Andreas“ / „Meine tolle Frau Iris (und sie ist nicht nur toll, weil sie mir jeden Tag aus dem Checkpoint vorliest) wird am 20. Mai 60 Jahre alt. Danke für alles und danke, dass du ausgerechnet mich … dein Hans“ / Gregor Kempert (51), Politiker (SPD), Bezirksstadtrat in Spandau / „An diesem Sonntag gratulieren wir ‚Herzschrittmacher‘ 🎼 ganz herzlich unserer Altistin HEIDI M. und singen ihr ein Ständchen🎶“/ „Herzlichen Glückwunsch, geliebter Schmulik, alles Gute für Dich, bleib‘ vor allem gesund und munter! Lass‘ uns auch im nächsten Jahr ordentlich in den Clubs und Hallen rocken und am schönsten Platz der Welt gemeinsam fiebern und jubeln! With love, Schmuli“ / Tessa Stammberger (32), Profibasketballerin, spielt bei Alba Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Erika Deppe, * 21. Dezember 1946, verstorben am 7. Mai 2025 / Dorothea Antonie Kopp (geb. Roßbach), * 17. August 1934, verstorben am 8. Mai 2025 / Wolfgang Sporberg, * 23. April 1950, verstorben am 5. Mai 2025 / Dr. Helmut Teichelmann, * 2. März 1937, verstorben am 25. März 2025
Stolperstein – Erika Haitner wurde am 23. Mai 1927 in Berlin geboren. Sie und ihre Schwester Meta kamen nach der Deportation ihres Vaters in ein Kinderheim. Er wurde 1939 aus ungeklärten Gründen aus dem KZ Sachsenhausen entlassen und beide Eltern emigrierten nach Palästina. Geplant war, dass die Kinder mit einem Kindertransport nachkommen sollten. Am 29. November 1942 wurden die 15- und 14-jährigen Schwestern nach Auschwitz deportiert. Wann sie ermordet wurden, ist nicht bekannt. An Erika Haitner erinnert ein Stolperstein in der Torstraße 112 in Mitte.
Encore
Eines der letzten großen Rätsel der Moderne ist gelöst: Der ARD-Podcast „Döner Papers“ hat den Urheber des roten „Dönermann“-Logos auf den weißen Papiertüten aufgespürt. Mehmet Unay aus Düsseldorf hat demnach Ende der 80er Jahre für einen Bekannten einen Flyer gestaltet. Als Vorlage benutze er einfach eine Bildvorlage: einen Spitzenkoch mit Rollbraten in der Hand. Unay ersetzte den Braten durch ein langes Messer – und ergänzte einen Dönerspieß. In nicht mal einer Stunde sei das rote Logo fertig gewesen, das heute nicht nur Dönerpapier schmückt, sondern auch auf T-Shirts und allerhand anderem Merch-Gedöns zu haben ist. Die Rechte hat Unay dafür leider nicht angemeldet. Nach eigener Aussage freut er sich einfach, dass so viele Menschen etwas kennen, was er geschaffen hat.
Richtig was geschafft hat auch Team Checkpoint mal wieder. Produktionszeit: rund 14 Stunden. Letzter Anruf: 1:09 Uhr. An den Drehspießen: Christoph Papenhausen (Recherche), Alexander Fröhlich, Julius Geiler, Julia Schmitz (Hinweise), Antje Scherer (Stadtleben) und Jasmine Dellé (Produktion). Morgen serviert Jessica Gummersbach handverlesene Tipps und das Checkpoint-Wochenrätsel (mit Knoblauch und scharf). Bis dahin, einen schönen Freitag