zum Start in den Mittwoch muss nicht nur die CDU tief durchatmen (dazu gleich mehr): Der legale Verkauf von Cannabis droht zu platzen, das gemeinsame Modellprojekt von Friedrichshain-Kreuzberg, Neukölln und Pankow steht auf der Kippe. Geplant war, zusammen mit der Sanity Group und der HU kontrollierte Verkaufsstellen einzurichten und zu untersuchen, wie sich diese auf den Schwarzmarkt auswirken. Die ersten Shops sollten im Sommer öffnen. Passiert ist nichts.
Der Grund: Die Genehmigung für dieses Modellprojekt muss die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) erteilen, wo die Anträge aktuell liegen. Allerdings interpretiert man dort die Rechtslage etwas anders. „Die BLE vertritt die Auffassung, dass der Gesetzgeber mit der Teillegalisierung im Rahmen der ersten Säule regional und zeitlich begrenzte Modellvorhaben ausdrücklich vom Regelungsbereich des Konsumcannabisgesetzes ausgenommen hat“, erklärt ein Sprecher auf Checkpoint-Nachfrage. Mit der gleichen Begründung wurde bereits ein Projekt für Frankfurt (Main) und Hannover abgelehnt.
„Es ist nicht gerade wahrscheinlich, dass Berlin eine Zusage bekommt“, räumt der Neuköllner Stadtrat Hannes Rehfeldt (CDU) ein. Aber: „Wenn die Bundesanstalt sagt, dass ihr die gesetzliche Grundlage nicht reicht, muss man sich fragen, warum es die Möglichkeit für wissenschaftliche Modellversuche im Gesetz überhaupt gibt.“ Antragsteller und Sanity-Group-Gründer Finn Age Hänsel will das Joint-Venture noch nicht aufgeben: „Wir glauben, dass es eine Perspektive gibt“, sagte er dem Checkpoint. Entspannt bleiben.
Auch ein gutes Credo für die CDU. Nachdem wir berichteten, dass Ex-Kultursenator Joe Chialo auf Druck aus der CDU-Fraktion rechtswidrig Gelder für Antisemitismusprävention verteilt haben soll, fordern Grüne und Linke die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses. Details wollen sie am Vormittag bekanntgeben.
Fraktionschef Dirk Stettner wehrte sich derweil: Die „Mutmaßungen, Unterstellungen und Vorwürfe“ entbehrten jeder Grundlage. „Wir sorgen dafür, dass Antisemitismus in Berlin bekämpft wird“, sagte er am Abend dem RBB. Damit seien alle Fragen „für heute“ beantwortet.
Einige Punkte bleiben aber durchaus offen. Die Kulturverwaltung strebt eine „vollständige Aufklärung“ an und bittet den Landesrechnungshof um Prüfung. Der wiederum hat selbst Fragen: Man habe ein Auskunftsersuchen an die Senatsverwaltung gestellt, sagte Präsidentin Karin Klingen dem Tagesspiegel. Ein solches Ersuchen ist die Vorstufe zu einem möglichen Prüfverfahren – was zeigt, wie ernst die Lage ist.
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Themenwechsel: Nicht nur Franziska Giffeys künftige Rolle in der Landespolitik ist einigermaßen offen (Checkpoint von gestern), auch für weitere Sozialdemokraten könnte es bei der Berlin-Wahl eng werden – unter anderem, weil es an Rückendeckung aus der eigenen Partei mangelt. Sozialsenatorin Cansel Kiziltepe beispielsweise braucht zwar wie Giffey für ihre Arbeit im Senat kein Mandat im Abgeordnetenhaus. Sie wird aber im kommenden Jahr wohl weder in einem Kreisverband kandidieren, noch einen eigenen Wahlkreis erhalten. Insbesondere letzteres scheint ihr auch nicht wichtig zu sein: „Als Senatorin kann ich in meiner Stadt mit meinen Erfahrungen konkret gestalten und die Menschen in Berlin unterstützen“, schreibt sie dem Checkpoint. „Das ist der schönste Job für mich. Dafür brauchte ich keinen Wahlkreis. Das geht auch so.“
Ob das so nach der Wahl noch geht, ist fraglich. Und warum es auch für Christian Hochgrebe, Nicola Böcker-Giannini und Kian Niroomand eng werden könnte, lesen Sie hier.
Zeit, Wunschlisten zu schreiben: In 49 Tagen ist Bescherung. Ein Stimmungstest vor der heutigen Weihnachtspressekonferenz des Deutschen Handelsverbands zeigt: Vor Corona war mehr Lametta. „Die Stimmung im Einzelhandel ist mindestens durchwachsen“, sagt Phillip Haverkamp, Geschäftsführer des Handelsverbands Berlin-Brandenburg, auf Checkpoint-Anfrage. „Wir stabilisieren uns.“ Für das Weihnachtsgeschäft rechnet er mit etwa 5,6 Milliarden Euro – preisbereinigt ungefähr auf Vorjahresniveau. Generell stehe man am Anfang, abgerechnet werde zum Schluss. Das Vor-Corona-Niveau sei aber noch nicht erreicht.
Für gute Geschäfte seien nun sichere und stimmungsvolle Einkaufsstraßen und Weihnachtsmärkte entscheidend. Besinnliche Zeiten seien „nicht nur gut für den Seelenfrieden, sondern auch für Kaufleute“. Auch gut für die Seele: Geschenke. Hoch im Kurs stünden erneut Kosmetik und Bücher sowie Spielzeug. Ungeschlagene Nummer 1 bleibe aber der Gutschein.
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Apropos Lektüre: „Mit Fritzi durch den Kiez“ heißt ein neues Kinderbuch des Bezirks Friedrichshain-Kreuzberg, das nun kostenlos verteilt wird. Klingt niedlich, bietet aber Diskussionsstoff: Die Idee entstand beim „Runden Tisch Görlitzer Park“, entwickelt wurde das Heftchen dann mit Experten von Fixpunkt, Gangway, Kiezanker und der Kindergruppe „Quatsch mit Soße“. Ziel ist es, Kinder und Eltern über Drogen und Obdachlosigkeit zu informieren.
Der Plot: Stadtfuchs Fritzi streift mit drei Kindern durch den Kiez und stößt auf Obdachlose, Drogenkonsum, Prügeleien und gefährliche Gegenstände. Aber keine Sorge: „Diese von Natur aus besonders vorsichtigen Tiere erkennen mögliche Gefahren schneller als Menschen und gehen unsicheren Situationen besonnen aus dem Weg“, schreibt das Bezirksamt in einer Mitteilung. „Für die Kinder hat Fritzi daher einige fuchsschlaue Tipps für den Großstadtalltag gesammelt“. Wir warten noch auf unser Exemplar und sind gespannt auf Ihre Meinung:

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Trotz Müll, Verkehrschaos, Wohnungsnot und Behördenwirrwarr bleibt Berlin international vor allem eins: die Stadt der Freiheit. Um auf deren Zerbrechlichkeit hinzuweisen, startet am Sonnabend die erste „Freedom Week“ – mit Führungen, Workshops, Filmen, Lesungen und Diskussionen, insgesamt gibt es mehr als 130 Veranstaltungen (hier geht’s zum Programm). Als Medienpartner haben wir mit der Tagesspiegel-Konferenz „Der Osten“ am Dienstag das Warm-up gestartet und mit rund 900 Teilnehmende diskutiert, was 35 Jahre nach der Wiedervereinigung in Ostdeutschland passiert – und warum.
Ein besonderes Highlight ist am Montag die „Freedom Conference“ auf dem EUREF-Campus. Internationale Gäste, die so wahrscheinlich noch nie aufeinandergetroffen sind, entwickeln Strategien für eine demokratische Zukunft. Unter anderem dabei: die ukrainische Bürgerrechtlerin Oleksandra Matviichuk, der ehemalige US-Army-General Ben Hodges, der Hongkong-Aktivist Ray Wong Toi-yeung und Taiwans ehemalige Digitalministerin Audrey Tang.
Sie können als Tagesspiegel-Abonnent kostenlos teilnehmen: Wir verlosen 10 x 2 Tickets. Schicken Sie eine Mail mit dem Betreff „BFC-Tickets“ an tickets@berlin-freedom-conference.com. Wir sehen uns dort.
Und noch drei Lese-Tipps:
+ Zwischen Museum und Biergarten: Im ehemaligen Café Warschau kommen beim Umbau bunte Wandbilder zum Vorschein.
+ Zwischen Spree und Molkenmarkt: Die Direktvergabe der Alten Münze ist perfekt, der Vertrag unterzeichnet. Wer den Zuschlag bekommen hat – und was Christian Goiny (CDU) damit zu tun hat.
+ Zwischen Ausbildung und Abhängigkeit: Immer wieder verschwinden vietnamesische Azubis spurlos. Dahinter steckt ein System, das aus Hoffnung ein Geschäft macht.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Margot Friedländer wäre heute 104 Jahre alt geworden. Posthum wird sie mit einer Sonderbriefmarke geehrt. Sie zeigt ihr Portrait und den Schriftzug: „Schaut nicht auf das, was euch trennt. Schaut auf das, was euch verbindet. Seid Menschen, seid vernünftig.“
Wie nötig diese Worte sind, zeigt ein aktueller Fall: Der Berliner Comedian Tutty Tran berichtet auf Instagram von einem rassistischen Angriff und zeigt sein verletztes Gesicht. Am Wochenende sei er auf offener Straße beleidigt und angegriffen worden, „nur, weil ich so aussehe, wie ich aussehe“. Tran hat vietnamesische Wurzeln.
Noch mehr Stau auf der A100: Um die marode Brücke an der Mecklenburgischen Straße zu entlasten, ist jetzt in Richtung Norden nur noch eine Spur frei. Laut Autobahn GmbH wird an einem Sanierungskonzept gearbeitet.
In Sachen Bußgeldkatalog meldet der Senat Vollzug: Der aktualisierte Entwurf ist beschlossen und tritt nach der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft. Für eine weggeworfene Zigarette können dann bis zu 250 Euro fällig werden.
Ziemlich beste Freunde bleiben die Regierungschefs von Berlin und Brandenburg: „Mit dir macht es richtig Spaß, lieber Dietmar“, sagte Kai Wegner (CDU) nach der gemeinsamen Kabinettssitzung zu Dietmar Woidke (SPD). Die Länder wollen noch enger kooperieren – etwa bei Fachkräftegewinnung, Wohnungsbau und Abschiebungen.
Dazu ein spannendes Detail auf dem Gruppenfoto in Potsdam, das Franziska Giffey auf Instagram postete: In der letzten Reihe lächelt Thomas Heilmann (CDU), Ex-Justizsenator und Ex-Bundestagsabgeordneter. Ein Blick in das Programm der nicht-öffentlichen Sitzung zeigt: Vor dem TOP 1 Wirtschaft hielt Heilmann einen 15-minütigen Gastvortrag – in seiner Funktion als Aufsichtsratsvorsitzender des Projekts UNITE, das wissenschaftsbasierte Start-ups fördert.
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Potsdam feierte dann am Abend die Amtseinführung der neuen Oberbürgermeisterin. Noosha Aubel (parteilos) kündigte an, beim Haushalt klare Prioritäten zu setzen.
Hex hex: Die weltberühmte Münchener Eisbachwelle ist verschwunden. Stadt und Surfer sind ratlos: Nach der jährlichen Gewässerreinigung baut sich die Welle nicht mehr auf, obwohl der Pegel längst wieder stimmt. Merke: Sauberer ist nicht immer besser.
Am Sonntag ist Kick-Off im Olympiastadion, heute wird am S-Bahnhof Savignyplatz ein XXL-Football-Mural enthüllt. Was bislang fehlte, waren die Tickets. Die werden jetzt nach und nach per Mail verschickt, schreibt die NFL auf Checkpoint-Anfrage. Dass der Versand erst in der Spielwoche erfolgt, sei üblich bei internationalen Spielen in neuen Stadien.
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Falls Sie gerade jemanden zum Mond schießen möchten, die Gelegenheit ist günstig: Um 23.16 Uhr erscheint der Mond riesengroß und ist der Erde so nah wie noch nie in diesem Jahr.
Auch traumhaft: Mit einer Recyclingpapierquote von 100 Prozent belegt die Hauptstadt den dritten Platz im „Papieratlas“ der Initiative Pro Recyclingpapier (vor Heidelberg und Bottrop, die Bonuspunkte sammelten). Ein Problem bleibt der hohe Papierverbrauch: Rund 267 Millionen DIN-A4-Blätter wandern jährlich durch die Amtsstuben.
Ganz ohne Papier kommt unsere Tagesspiegel Talkreihe „High Noon“ aus: Zum einjährigen Jubiläum spricht Anja Wehler-Schöck aus der Chefredaktion heute ab 12 Uhr mit US-Korrespondentin Helena Wittlich, Cathryn Clüver-Ashbrook von der Bertelsmann-Stiftung und Wahlkampfberater Julius van de Laar darüber, wie sich die USA seit Trumps Wiederwahl verändert haben. Melden Sie sich hier an, um digital mitzudiskutieren.
Zitat
“Wenn alle Bäume aus der Region stammen sollen, brauchen wir drei bis vier Jahre Vorlauf.”
Holger Zahn, Chef der Späth'schen Baumschule, rüstet sich für den Ansturm durch das neue Baumgesetz. Bis zu 10.000 Bäume könnte er pro Jahr liefern, sagte er dem Checkpoint.
Stadtleben
Verlosung – Probieren, wie der Wein der Zukunft schmeckt. Am Wochenende treffen sich beim „PIWI World Summit“ Winzer:innen in Berlin, die auf neue Rebsorten setzen: umweltfreundlich, widerstandsfähig gegen Krankheiten und angepasst an klimatische Veränderungen. Doch wie schmecken eigentlich Souvignier Gris, Blütenmuskateller oder Satin Noir? Testen Sie am Sonntag mehr als 200 Weine von über 30 Winzern aus sieben Ländern beim „PIWI Weinsalon“ im Kühlhaus Berlin: Wir verlosen 3x2 Tickets, inklusive Begrüßung und einer exklusiven Verkostungstour um 14 Uhr mit Ulrich Amling, dem Weinexperten des Tagesspiegels! Bewerben beim Checkpoint-Postfach. Luckenwalder Straße 3, Sonntag 13 bis 21 Uhr, regulär 25 Euro, Karten gibt es hier
Essen & Trinken – Banana Pudding gab’s in der New Yorker „Magnolia Bakery“ schon in den 90ern. Zum Pop-Phänomen wurde das Schichtdessert aus Keksen, Instant-Vanillepudding, Kondensmilch, Schlagsahne und Bananenscheiben durch TV-Auftritte, etwa bei „Sex and the City“, später auf Social Media. Heute steht man Schlange dafür. In Berlin bekommt man eine vegane Variante des süßen Bechers seit 2024 in den vier Cookie-Läden von „Round & Edgy“. Das Rezept ist geheim, verraten wird nur, dass Bananen, Vanille-Kekse, vegane Sahne und Salzkaramell drin sind. Und tatsächlich, der Reiz bleibt auch vegan derselbe: künstliche, wohl gerade deshalb unwiderstehliche Vanille, im Pudding aufgeweichte Kekse, tiefe Bananennoten und ganz viel Creme (120 ml, 4 Euro). Tägl. 11-19 Uhr, Maybachufer 21, U-Bhf Schönleinstraße
Noch hingehen – Den Kreis schließen kann man in mehrfacher Hinsicht in der Installation „Stuhlkreis“: Die Berliner Künstlerin Luise Schröder hat eine großformatige Schwarz-Weiß-Fotografie in den Raum erweitert. Auf dem Bild sind Frauen ins Gespräch vertieft, auf dem Boden davor findet sich – gebildet aus realen Stühlen und Hockern – die andere Hälfte des Stuhlkreises. In der Schau „Die Antwort lautet: Nein!“ präsentiert Schröder Ergebnisse ihrer Recherchen in Archiven der DDR-Opposition (bis 15.11.). Es geht um die unabhängige Frauen- und Lesbenbewegung, um die Bedeutung von Literatur, kollektive Erinnerung und Möglichkeiten für Widerstand – dass Queerness heute wieder bedroht ist, schwingt mit. alpha nova & galerie futura, Eintritt frei, Mi-Sa 16 bis 19 Uhr, Am Flutgraben 3, U-Bhf Schlesisches Tor
Last-Minute-Lesung – Leonie ist hoch qualifiziert, kann aber nicht mehr in ihrem Job arbeiten (lange Geschichte), weswegen sie nach München zieht, um Insekten zu sortieren. Was sie nicht weiß: In Bayern schließen die Supermärkte um 20 Uhr und die Stadt ist zu teuer für ein normales Gehalt. Dann trifft sie einige Frauen, die einträgliche (vielleicht nicht ganz legale) Wege gefunden haben, um in der modernen Konsumgesellschaft klarzukommen – und entwickelt ein eigenes Geschäftsfeld. Tagesspiegel-Kollegin Julia Bähr schreibt in „Hustle“ für alle, die sich immer wieder mal fragen, warum am Ende vom Geld immer noch so viel Monat übrig ist und für alle, die wissen, wie wichtig Freundinnen sind. Lesung morgen um 20 Uhr, Buchbox, Kastanienallee 97; die Veranstaltung ist ausverkauft, wer an der Abendkasse kein Glück hat (Karte 14 Euro) kauft das Buch und legt sich zu Hause damit aufs Sofa.
Grübelstoff – Haben Sie auch schon mal erlebt, dass Sie missmutig durch einen Tag stiefeln, an dem alles schiefgeht – und dann lächelt Sie jemand in der U-Bahn an und die Welt hellt sich auf? Schön, oder?
Kiekste
Könnte man nicht schöner malen, das Bode-Museum vor Magentawölkchen. Dank an Sabine Skott! Weitere pittoreske Werke gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – A100 (Stadtring): Der Verkehr wird an der Brücke über die Mecklenburgische Straße bis auf Weiteres einspurig über den linken Fahrstreifen geführt. Die Auffahrt Detmolder Straße bleibt weiterhin gesperrt.
A100 (Stadtring): Bis Donnerstag/Freitag ist die Fahrbahn nachts, jeweils von 21 bis 5 Uhr, in Richtung Am Treptower Park zwischen Dreieck Neukölln und der Anschlussstelle Am Treptower Park gesperrt.
Yorckstraße (Kreuzberg): Von 9 bis 15 Uhr ist die Fahrbahn in beiden Richtungen zwischen Mehringdamm und Möckernstraße verengt.
Reinhardtstraße (Mitte): Der gesamte Kreuzungsbereich Reinhardtstraße/Luisenstraße ist für den Kfz-Verkehr für voraussichtlich zwei Wochen gesperrt.
Stromstraße (Moabit): Bis Ende November ist die Fahrbahn Richtung Putlitzbrücke zwischen Turmstraße und Perleberger Straße auf einen Fahrstreifen verengt.
Treptow-Köpenick: Von 9 bis 14 Uhr kommt es zu kurzzeitigen Sperrungen (max. 25 Minuten) an etlichen Kreuzungen.
Buschallee (Weißensee): Bis Mitte Dezember ist die Fahrbahn Richtung Berliner Allee hinter der Kreuzung Hansastraße auf einen Fahrstreifen verengt.
Nahverkehr – S-Bahn – S41 und S42: Ab 22 Uhr bis Freitag, 1.30 Uhr, fährt zwischen Westhafen und Gesundbrunnen ein Ersatzverkehr mit barrierefreien Bussen.
Regionalverkehr – RB22: Von 21.15 bis 4.45 Uhr werden einige Züge zwischen Ludwigsfelde-Struveshof und Königs Wusterhausen über Schönefeld (bei Berlin) umgeleitet. Der Halt in Flughafen BER entfällt.
Demonstration – Für heute sind elf Demos angemeldet (Stand 4.11., 16.15 Uhr), u.a. „Gewaltfreie Psychiatrie jetzt!“: zwölf Menschen, Bundes-AG Psychiatrie-Erfahrener e.V., Luisenstraße 58 (8.30-11.30 Uhr)
„Mahnwache Tiertransporte in Drittländer beenden“: 15 Protestierende, Tierschutznetzwerk Kräfte bündeln, Wilhelmstraße 54 (12-13.30 Uhr)
„Respect Cyclists – Die Fahrraddemo für sichere Radwege“: 100 Teilnehmende, Falkplatz, Schönholzer Brücke, Mauerpark (17.30-21 Uhr)
„Unterstützung von Karoline Preisler zur Verleihung des Paul-Spiegel-Preises, Solidarität mit den Opfern des Hamas-Terrors vom 7. Oktober 2023“: 50 Menschen, FDP, Behrenstraße 42 (18-21 Uhr)
„Glaubt an Palästinenser*innen und anti-Zionist Jüd*innen. Gegen die Verleihung des Paul-Spiegel-Preise an Karoline“: 150 Teilnehmende, Charlottenstraße (18.30-21 Uhr)
Gericht – Nach einem Kampf mit Macheten, Messern und Holzlatten im asiatischen Großmarkt „Dong Xuan Center“ in Berlin-Lichtenberg kommt es zum Prozess gegen einen 50-Jährigen. Er soll zu einer der beiden Gruppen gehört haben, die in einen handfesten Streit geraten waren. Es habe zwei Verletzte gegeben (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A862).
Universität – Die Reihe „Queen's Lecture“ hat eine lange Tradition: Sie wurde anlässlich des Besuches der Königin Elizabeth II. im Mai 1965 in Berlin als ein Geschenk der Briten an die Stadt eingeführt. Morgen wird an der Technischen Universität mit einem Vortrag zum Thema „Kosmische Ursprünge und fremde Welten: Die nächste Ära der Weltraumforschung“ das 60-jährige Jubiläum gefeiert (17-19.30 Uhr), Hauptgebäude, Audimax (H 0105), Straße des 17. Juni 135
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ulla Berkéwicz (77), Schriftstellerin und Verlegerin, von 2003 bis 2015 Geschäftsführerin des Suhrkamp-Verlags / Sonja Fuss (47), ehemalige Fußballspielerin, wurde mit der deutschen Mannschaft Weltmeisterin (2003 und 2007), spielte zeitweise für den 1. FFC Turbine Potsdam / Eliud Kipchoge (41) kenianischer Leichtathlet, gewann fünfmal den Berlin-Marathon, hält zahlreiche Rekorde / Alexander Graf Lambsdorff (59), Politiker (FDP) und Diplomat, seit 2023 deutscher Botschafter in Russland / „Herzliche Geburtstagsgrüße senden Dir, liebe Marlis, die beiden ‚gerade-noch-so-Verlobten‘!“ / Walter Plathe (75), Theater- und Filmschauspieler, große Bekanntheit erlangte er durch seine Hauptrolle des Dr. Ulrich Teschner in der ZDF-Fernsehserie „Der Landarzt“ / Elke Sommer (85), Schauspielerin („Ein Schuss im Dunkeln“), u.a. mit zwei Bambis ausgezeichnet / Johanna Steiner (42), Hörspielautorin und -regisseurin, u.a. bei einer „Bibi & Tina“-Livehörspiel-Inszenierung im Huxleys Neue Welt (2019) / Tilda Swinton (65), britische Schauspielerin („The French Dispatch“, „The Room Next Door“) und Oscar-Preisträgerin, 2009 Jurypräsidentin der Berlinale
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Sigrun Anselm, * 15. Januar 1941, verstorben am 22. Oktober 2025 / Margarethe Eberhard, * 28. April 1941, verstorben am 23. Oktober 2025 / Alice Forberg, * 11. Januar 1948, verstorben am 27. Oktober 2025
Stolperstein – Sally Kornblum (*1878) war verheiratet mit Eleanore Kornblum. Sie war Stenotypistin, Sally führte eine Strohhutfabrik, später eine In- und Exportfirma. Das Paar hatte zwei Söhne. Mit der Machtübernahme der Nazis wurden Sallys Geschäfte immer weiter eingeschränkt, bis er sie vermutlich 1939 ganz aufgeben musste. 1942 wurde Sally im Rahmen der Verhaftungswelle nach dem Anschlag auf die Ausstellung „Das Sowjetparadies“ verhaftet, er wurde nach Sachsenhausen, später nach Auschwitz deportiert. Am 5. November 1942 wurde er dort ermordet. An Sally Kornblum erinnert ein Stolperstein in der Goethestraße 69 in Charlottenburg.
Encore
Zum Abschluss der wohl flauschigste Griesgram der Stadt: Schneeleopard Sayan ist kürzlich in die „Himalaya Gebirgswelt“ des Tierparks gezogen und fällt mit seinem permanent grimmigen Gesichtsausdruck auf (Beweisfoto). Perspektivisch soll er mit Leopard-Dame Layla für Nachwuchs sorgen. Die Chancen stehen nicht schlecht: Trotz der genervten Miene sei Sayan ein „ausgesprochen gutmütiger und kooperativer Kater“, heißt es in einer Mitteilung. Typisch Berliner Charme eben.
Charmant und ergiebig waren Recherchen und Texte von Christoph Papenhausen, Hinweise lieferte Lorenz Maroldt, Antje Scherer hat das Stadtleben zusammengestellt und Jennifer Katona die Produktion übernommen. Morgen starten Anke Myrrhe und Sönke Matschurek mit Ihnen garantiert gut gelaunt in den Tag.
Bis bald,