nach der Gesundheitssenatorin erwägt jetzt auch Berlins Regierender ein nächtliches Alkoholverbot. „Ich gehe davon aus, dass wir tatsächlich auch wieder Einschränkungen vornehmen müssen, bei diesen Feiern vor allen Dingen im öffentlichen Raum“, sagte er am Donnerstag im ZDF-Morgenmagazin. Kalter Entzug? Grüne und Linke reagieren genervt. Sibylle Katzenstein, Hausärztin in Neukölln, kontert am Abend bei „Maybrit Illner“: „Dann geht alles in den Untergrund.“ Weiter diskutiert wird in der Senatssitzung am kommenden Dienstag. Folgende Fragen geben wir gerne mit: Wieso setzt man beim Alkohol und nicht bei der Anzahl der Menschen an? Was spricht gegen ein gemeinsames Abstands-Wegbier? Wann wäre eine gute Verkaufsverbotszeit? Wer soll das kontrollieren? Werden bei Fanta-Flaschen Geruchstests vollzogen? Und wie will man verhindern, dass sich die Parkpartymenschen mittags im Supermarkt eindecken, um dann zu Hause zu trinken?
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Die Tagesklinik Waldfriede hat ihren Schwerpunkt in der Behandlung psychiatrisch-psychosomatischer Erkrankungen. Patienten können in ruhiger und familiärer Atmosphäre Erholung und Entspannung erleben und neue Kraft schöpfen. Dabei bietet sie eine deutlich intensivere Therapie als bei ambulanter Behandlung und kommt doch ohne Übernachtung aus. Wir beraten Sie gern.
www.tagesklinik-waldfriede.de
Die Kernfrage für Kneipen lautet aktuell „Heizpilz oder Nicht-Heizpilz“. Am heutigen Freitag soll sie beantwortet werden. Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) hat zum „Gastro-Gipfel“ geladen, um über Strategien für den Herbst und Winter zu beraten. Die Bezirke fordern einheitliche Lösungen. Wäre nur blöd, wenn sich die Beratungen deshalb bin in den Sommer ziehen.
„Corona ist nur eine Delle. Die Emissionskurve von Kohlendioxid steigt schon seit Jahrzehnten stetig an“, schreibt Kollege Patrick Eickemeier heute im Tagesspiegel. Die Erde könnte sich bis zur Jahrhundertwende um drei bis fünf Grad erwärmen. Genau aus diesem Grund gehen am heutigen Freitag wieder weltweit KlimaaktivistInnen auf die Straße. #KeinGradWeiter: 2500 Proteste soll es „Fridays For Future“ zufolge geben. In Berlin sind mehrere Fahrraddemos und eine 10.000-Menschen- Kundgebung vor dem Brandenburger Tor geplant. Auf die Frage, was sich seit den ersten FFF-Demos verändert hat, antwortet Sprecher Quang Anh Paasch: „Das Bewusstsein. Vor zwei Jahren waren es noch die ‚Ökos‘, die sich um Klimafragen gekümmert haben, mittlerweile ist das Thema in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Überall wird diskutiert.“ Bis hin zum rot-rot-grünen Senat? „Eigentlich würde man bei so einem Bündnis ja denken, dass es progressiv ist, aber da muss noch mehr Bewusstsein geschaffen werden.“ Bisher seien es eher einzelne Abgeordnete, die sich für ihre Belange interessieren.
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Kultur, Natur und jede Menge Freizeitspaß – so spannend ist Spandau!
Ob Konzert, Kino, Shopping oder einfach ein ruhiger Tag im Grünen oder am Wasser: Im Quartier BUWOG SPEICHERBALLETT ist alles nur einen Spaziergang entfernt. Neu im Verkauf: Die Eigentumswohnungen im Bauabschnitt HAVELKIESEL, z.B. 4 Zimmer, ca. 89 m², 1.OG, 519.000 Euro ohne Provision direkt vom Bauträger. Jetzt informieren!
Das Thema „Klimafreundliche Dienstreisen für die Berliner Politik und Verwaltung“ stand am Donnerstag im Umweltausschuss auf der Agenda. Um die Teilnahme der Finanzverwaltung wurde gebeten. Weil die Einladung allerdings „irrtümlich“ an das falsche Referat ging, war keiner da. Die Vertretung hätte sich sonst der Frage stellen müssen, warum innerdeutsche Flüge weiterhin möglichsind, obwohl das Abgeordnetenhaus Ende Januar eine „grundsätzliche“ Bahnpflicht beschlossen hat. SenFIN-Sprecherin Eva Henkel verweist am Checkpoint-Telefon auf eine bereits existierende Änderung im Bundesreisekostengesetz (die wahrscheinlich in einem Jahr in Kraft tritt, dann aber auch für Berlin gilt). Eine „Soll-Formulierung“ soll bis dahinberücksichtigen, dass die für eine „Muss-Formulierung“ erforderliche Gesetzesgrundlage noch aussteht. Eigenständige Änderungen der Landesgesetze – auch das wäre möglich – sind nicht geplant. Die Finanzverwaltung selbst flog im Jahr 2019 übrigens 126 Mal innerdeutsch. Nach „Der Polizeipräsident in Berlin“ der zweithäufigste Wert.
Noch ein Skandal zum Schluss? Der Staatsanwaltschaft Neuruppin liegt eine Strafanzeige vor, die frühere Geschäftsführer der Flughafengesellschaft (FBB) und Aufsichtsräte betrifft. Der Verdacht: Korruption. Zwei FBB-Betriebsratsmitglieder, die auch im Aufsichtsrat sitzen, sollen ohne dienstlichen Bezug deutlich höher eingruppiert worden sein. Durchaus brisant. Immerhin entscheidet der zwanzigköpfige Aufsichtsrat – der zur Hälfte mit Arbeitnehmern besetzt ist – über Vorlagen der Geschäftsführung (& Millionenausgaben). FBB-Sprecher Hannes Hönemann zufolge soll sich die hauseigene Compliance-Abteilung bereits Anfang des Jahres mit dem Vorgang beschäftigt und der damalige Personalgeschäftsführer veranlasst haben, dass „die Vergütungsgruppe wieder abgesenkt wurde und für die Zukunft der Vorteil abgeschmolzen wird“. Jetzt, wo der Fall bei der Staatsanwaltschaft liegt, wurden „die zusätzlichen Zahlungen für die Zukunft gestoppt und gleichzeitig die Rückforderung der bisherigen Gehaltszuschläge im Rahmen des rechtlich Möglichen eingeleitet“. Schlimmer geht immer.
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Die Ausstellung Living the City bietet ein vielseitiges Veranstaltungsprogramm an, dass die ganze Stadt zur aktiven Teilnahme einlädt. Während des Eröffnungswochenendes vom 25.–27. September 2020 gibt es im ehemaligen Flughafen Berlin-Tempelhof öffentliche Führungen, Workshops, Performances, Musik, DJs und ein Online-Radio.
livingthecity.eu
Schnell noch eine Runde Behörden-Tischtennis. Der heutige Ball: Eine Sperrzone. Wer kurz hinter dem Wullenwebersteg am Spreekanal entlang will, kommt nicht weiter. Ein Bauzaun mit Banner „Bewacht durch City Control Gebäude- und Sicherheitsservice“ versperrt (wie uns mitgeteilt wurde, schon seit einiger Zeit) den Weg. Nachgefragt beim Bezirksamt Mitte: „Die Zuständigkeit liegt im Nachbarbezirk, da sich die Sperrung nicht mehr auf dem Gebiet des Bezirks Mitte befindet. Es handele sich „um einen Zaun, der ein Bauvorhaben im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf direkt an der Bezirksgrenze absperrt“. Das Bezirksamt Charlottenburg pongt zurück: „Wir wollen ja nicht ungefällig sein, aber egal, was man Ihnen im BA Mitte erzählt, Kauperts (ein gutes Hilfsmittel in solchen Fällen) und auch unsere beschlagenen Kollegen versichern, dass der Wullenwebersteg in Moabit liegt, also folglich zu Mitte gehört.“ Kommt da noch ein Ping?
Berliner Schnuppen
Telegramm
In Berlin wird das Heizen teurer. Der Anbieter Vattenfall stellt zum 1. Oktober sein Tarifsystem um, sodass für einen typischen Berliner Haushalt mit 70 Quadratmetern monatliche Mehrkosten von 7,60 Euro anfallen. Zumindest gibt’s einen guten Grund: Klimaneutralität.
Die unendliche Geschichte um die Rekommunalisierung der Berliner Energienetze wird weitergeschrieben. Das Kammergericht hat am Donnerstag das Urteil des Landgerichts bestätigt und untersagt damit weiterhin, die Konzession an die landeseigene Gesellschaft Berlin Energie zu vergeben. Für den Senat scheint da nicht mal Kerzenlicht am Ende des Tunnels.
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Heute ist der Tag der Zahngesundheit.
Für Zahnärzte galt schon immer: Hygiene first! Zahnarztbesuche sind trotz Corona sicher, denn Zahnärzte sind Hygiene-Spezialisten. Durchschnittlich 70.000 Euro investiert ein Zahnarzt pro Jahr in den Schutz der Patienten – deutlich mehr als andere Ärzte es müssen.
Mehr Infos unter: gesund-ab-mund.de
Die Wirtschaft kann sich freuen: Börsenneuling „Siemens Energy“ zieht in die Hauptstadt. „Berlin bietet Spitzenforschung, internationale Talente, ein starkes Cluster an Energietechnik und eine wachsende Digitalwirtschaft“, begrüßt Grünen-Wirtschaftssenatorin Ramona Pop. Fehlt nur noch die passende Verwaltung.
Die Berliner Woche hat ihre LeserInnen gefragt, ob sie das Gefühl haben, dass die neue Berlin-Marke („Wir sind ein Berlin“) das Wir-Gefühl in der Stadt stärkt. 906 Menschen haben telefonisch und online abgestimmt. 91 Prozent sagen „nein“.

Das Projekt @wasihrnichtseht macht Rassismuserfahrungen von Schwarzen sichtbar. Wir machen das durch eine Kooperation an dieser Stelle auch.
Die Berliner Integrationsbeauftragte Katarina Niewiedzial hat anlässlich des Europäischen Tags der Sprachen die Forderung des Rates für Migration bekräftigt, bei Schulabschlüssen eine Mutter- bzw. Herkunftssprache als Prüfungssprache zuzulassen. „In einer Stadt wie Berlin hat bald jedes zweite Kind eine familiäre Migrationsgeschichte. Viele Kinder und Jugendliche sprechen Deutsch und Englisch und im Elternhaus noch eine dritte oder vierte Sprache – etwa Türkisch, Vietnamesisch oder Arabisch. Das sollte für Schulabschlüsse gewürdigt und berücksichtigt werden.“
Ein 21-Jähriger hat am Mittwochabend bei einem illegalen Autorennen auf der Berliner Stadtautobahn einen schweren Unfall verursacht. Der Wagen schlug links in die Leitplanke ein, schleuderte gegen die rechte Leitplanke, drehte sich mehrfach um die eigene Achse und kam erst nach 100 Metern auf der rechten Spur zum Stehen. Die Front des Wagens wurde zerstört, herumfliegende Teile beschädigten fünf weitere Autos. Der Fahrer hatte mehr Glück als Verstand und blieb unverletzt.
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Hätten Sie’s gewusst? Im Bezirk Mitte gibt es nur eine einzige Nebenstraße ohne geschwindigkeitsregelnde Verkehrszeichen und zwar die Reinickendorfer Straße (1-9). Das Straßen- und Grünflächenamt prüft derzeit, ob es bauliche Maßnahmen oder eine Tempo-30-Zone anordnen wird. (Q: Anfrage Sonja Kreitmair, SPD).
Die Prüfung sollte übrigens extrem schnell verlaufen! Laut Eigenaussage arbeitet das Straßen- und Grünflächenamt „permanent“ an seiner Selbstoptimierung, weshalb „kein Anlass für weitere Prozessoptimierungsnotwendigkeiten“ gesehen wird. Ein Berlinsatz zum Einrahmen, der – natürlich! – auf Wiedervorlage kommt.
Wie arbeitet der Verlag? In unserem heutigen Tagesspiegel-Live-Talk spricht Herausgeber Stephan-Andreas Casdorff mit den GeschäftsführerInnen Ulrike Teschke und Farhad Khalil. Um 11 Uhr geht’s (hier) los. Fragen sind wie immer erwünscht.
Eine sehr ehrliche Ausschreibung: Die Humboldt-Universität vergibt „Nichtkonstruktive Abbrucharbeiten“. Ausführungszeitraum: 02. bis 30.11.2020.
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Was für ein Sportjahr! URBAN SPORTS greift die Sorgen vieler Sportler und Veranstalter auf. Aber wir bleiben optimistisch. Lesen Sie hier über die Möglichkeiten, intensiv Sport zu treiben, denn die gibt es in unserer wunderbaren Stadt nach wie vor. Inklusive Laufkalender für Berlin und Brandenburg!
urbansports.tagesspiegel.de
Eine eher unehrliche Zeitangabe: „In der Regel verbringen Menschen hier 15 Min. bis 2 Std“, heißt es auf Google. Die Rede ist von der JVA Moabit.
Der Countdown läuft! Die ersten Trassen-Arbeiten haben begonnen, in neun Jahren soll die Siemensbahn wieder fahren. Hoffen wir mal, dass es nie einen Count up braucht. Auch wenn wir da bald einen gewissen Newsletter-Platz zu vergeben hätten…
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
„Ich finde es traurig, dass wir fußballerisch die schlechteste Hauptstadt der Welt haben. Selbst in der Hauptstadt von Burkina Faso wird besserer Fußball gespielt. Aber ich sehe da Hertha BSC in der Verantwortung. Union muss derzeit nur die eigenen Fans glücklich machen.“
Kida Khodr Ramadan (Schauspieler) im Tagesspiegel-Interview
Tweet des Tages
In 50 Jahren werden Menschen mit implantierten Chips und direkt auf die Netzhaut projizierten sozialen Netzwerken interagieren. Und sie werden darüber streiten, ob es Pfannkuchen, Krapfen oder Berliner heißt.
Stadtleben
Essen & Trinken – Mittelerde? Kollwitzkiez! Fauchende Drachen schlängeln sich über die Decke des Restaurants Ryong, das vor wenigen Tagen die Tore seines zweiten Lokals aufstieß. Zwischen rauem Holz und Neonleuchten schnabulieren Besucher asiatische Galettes, Tapas, Wraps und Miso-Brühen – rein vegetarisch! In stilgemäßer Fabeltier-Fasson empfehlen wir das Drachennest, samt gebackener Nudeln, Chilischoten und Seidentofublättern (9,50 Euro). Dazu mixt die Bar vietnamesischen Sesam-Kaffee, Sake, Mezcal und Pfeffer-Limonaden, die ab 3,50 Euro zu haben sind. Morgen Mittag laden die Köche zur offiziellen Eröffnungsfeier – ab 12 Uhr in der Rykestraße 36. Mo-So 12-22 Uhr, U-Bhf Eberswalder Straße
Von strahlenden Fassaden bis zum Freitagsbrunch: Das ganze Stadtleben gibt's mit Tagesspiegel-Plus-Abo.
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Tagesspiegel-Reihe „Digital auf Nummer sicher!“ Online Sicherheit im New Normal?! Online-Event | 8.10.2020 | 11:15 - 12:15 Uhr
Homeoffice, Videokonferenzen, flexibles Arbeiten - die Pandemie hat der digitalen Transformation neuen Schub verliehen. Doch wie ist es um die Online Sicherheit im New Normal bestellt? Darüber diskutieren Arne Schönbohm (BSI), Tabea Rößner MdB (Bündnis90/Die Grünen), Stephan Micklitz (Google Germany GmbH), Dr.-Ing. Alexander Wolf (TÜV SÜD AG). Diskutieren Sie mit: www.digitalaufnummersicher.de
Berlinbesuch durch nächtliche Straßen flanieren lassen, denn: die Stadt strahlt! Das „Festival of Lights“ mag die Scheinwerfer verstaut haben, doch „Berlin leuchtet“ knipst seine Lichter gerade erst an. Bis zum 4. Oktober wandeln Nachtschwärmer entlang von Videos und Installationen, die schillernd über die Fassaden flimmern – unser Favorit: die Projektion „Mood of Berlin“ (Nikolaiviertel), die die Sentiments der Stadtspazierer live zum Teil des Kunstwerks werden lässt. Alle Lichtorte – inklusive spontaner Pop-Ups – finden Sie unter diesem Link. Das Festival strahlt täglich ab 20 Uhr.
Geschenk – Waad al-Kateab bringt ihre erste Tochter zur Welt, während um sie herum Bomben fallen. In einem Kriegstagebuch filmt die Journalistin die Zerstörung Aleppos, die eigene Hochzeit, die Arbeit ihres Mannes im Krankenhaus – und die schwere Entscheidung, aus Syrien zu fliehen. „Für Sama“ erhielt bereits 50 Auszeichnungen, unter anderem als bester Dokumentarfilm der Filmfestspiele in Cannes. Heute erscheint der erschütternde, mutige Videobericht auf DVD – wir verlosen drei Exemplare.
Noch Hingehen – It’s Brunch Time! Mehr als nur Hipster-Granola-Bowls – doch diese in vorzüglichster Variante – servierte drei Jahre lang das Selig Berlin. Nun muss das Neuköllner Café jedoch vorerst schließen: Der aktuelle Betreiber gibt auf. Wann ein neuer Pächter folgt, steht noch nicht fest. Wer ein letztes Mal im seligen Überdruss der Pancakes, Eier und Bowls schwelgen will, flitzt daher schleunigst an den Herrfurthplatz – ab morgen ist der Brunch passé. Am Samstagabend feiert das Team mit einer letzten Drag-Show seinen Abschied, alle Infos erhalten Sie hier. 10-22 Uhr, U-Bhf Boddinstraße
Neu in Tempelhof – Das Leben in der Stadt ist hässlich, einsam, bereichernd, intim – doch vor allem eines: voller Geschichten. „Living the City“ will diese erzählen. Mitten in der Abfertigungshalle des Flughafens Tempelhof hat die Ausstellung eine begehbare Stadtcollage geschaffen, die Besucher anregt, Berlin zu gestalten – in Workshops, Performances, Straßenumzügen. Dass ihr „spielerischer Ansatz“ keine Worthülse bleibt, beweist die Sammlung schon bei der heutigen Eröffnung, an dem eine blaue-gelbe Europa-Hüpfburg die Gäste vor den Pforten der Halle empfängt. Wer mithüpfen will, begibt sich samt Maske bis Ende Dezember zum Flughafen, Zutritt erhalten Sie mit kostenlosem Zeitfensterticket. Di 10-20, Mi, Fr, Sa & So 12-20, Do 12-22 Uhr, U-Bhf Platz der Luftbrücke
Verlosung – Von Istanbul bis nach Berlin: Samt Band und Livekamera erzählt der Heimathafen die Geschichte einer türkischen Gastarbeiterin, die in den Sechziger Jahren ihren Weg nach Deutschland fand. Tickets für die Premiere von „Gazino Berlin“ (1. Teil) sind schon lange ausverkauft, doch wir haben 1x2 Karten erwischt – los geht’s morgen um 20 Uhr. Wer möchte?
Last-Minute-Tickets – (ein Tipp von Ingolf Patz) Mit einer Postkarte von Andy an Melissa beginnt 1937 eine unschuldige Jugendliebe, aus der schließlich eine Beziehung fürs Leben wird. Die tatsächlichen Begegnungen verlaufen enttäuschend, auch wegen der gegensätzlichen Rollen, die die beiden in der Öffentlichkeit spielen. Andrew Makepeace Ladd III. wird erfolgreicher Anwalt mit politischen Ambitionen, Melissa ringt nach einer verkrachten Künstler-Existenz mit ihrer Rolle als Mutter und dem Alkohol. Mit ihren „Love Letters“ bringen heute Imogen Kogge und Michael Rotschopf ihr Publikum im Renaissance-Theater zum Lachen und Weinen. 19.30 Uhr, Tickets hier.
Berlin heute
Verkehr – Gesamte Innenstadt: Aufgrund von mehreren Demonstrationen kommt es zu diversen Verkehrseinschränkungen. Die Straße des 17. Juni ist aufgrund einer Großkundgebung zwischen Großer Stern und Brandenburger Tor gesperrt, auch die Ebertstraße ist betroffen (6-20 Uhr).
A10 (Nördlicher Berliner Ring): Hier kommt es zu einer Sperrung zwischen Kreuz Oranienburg und AS Birkenwerder, in beiden Richtungen ist eine Umleitung ausgeschildert (22 Uhr bis Montagmorgen, 5 Uhr).
A114 (Pankow-Zubringer): Auch diese Strecke ist zwischen dem Autobahndreieck Pankow und der AS Schönerlinder Straße in beiden Richtungen gesperrt, eine Umleitung ist ebenfalls ausgeschildert (20 Uhr bis Montagsmorgen, 5 Uhr).
S-Bahn: Die S8 ist zwischen Pankow und Mühlenbeck-Mönchmühle unterbrochen, zum Ersatz fahren Busse. Auf den Linien S8 und S9 ist zwischen Baumschulenweg und Treptower Park ein Pendelverkehr im 15-Minutentakt eingerichtet. Der bestehende Ersatzverkehr auf der Linie S2 zwischen Pankow-Heinersdorf und Buch fährt nur noch zwischen Pankow – Buch (alle von 22 Uhr bis Montagmorgen, 1.30 Uhr).
Demonstration – Fridays for Future ruft erneut zur Klimademo: Zu einer „Mahnwache im Rahmen des globalen Klimastreiks“ werden am Vormittag 10.000 Teilnehmende auf der Straße des 17. Juni erwartet (11-14 Uhr). Im Zuge des Protests sind mehrere Zubringerdemos angemeldet, unter anderem ein Fahrradaufzug ausgehend von der Amalienstraße in Weißensee (9-10.45 Uhr, 50 Radelnde), eine Demo des BUND Berlin mit dem Titel „Mobilitätswende jetzt! Für Klimaschutz und eine lebeswerte Stadt“ (9.30-11.29 Uhr, 300 Personen, ab Hermannplatz) sowie eine „Sitz- und Gehmeditation verschiedener Berliner buddhistischer Gruppen zum Klimawandel“ (10.30-12.30 Uhr, 100 Meditierende, ab dem HKW). Unter dem Motto „Lagerevakuierung sofort! Tage der Empörung“ demonstrieren außerdem 50 Personen am Reichstagsufer 8. Am Sonnabend fordern 1000 Teilnehmende vor dem Bundeskanzleramt: „Familienleben für alle – Familiennachzug jetzt!“ (11-18 Uhr). Auf dem Oranienplatz veranstaltet die Initiative Schwarze Menschen in Deutschland eine „Gedenkkundgebung für die Opfer von Rassismus“ (11-16 Uhr, 250 Personen). Unter dem Motto „Frauenrechte – Stillen an öffentlichen Orten“ protestieren 20 Personen auf dem Pariser Platz (9.40-12 Uhr). Am Sonntag gehen 80 Demonstrierende für „Milieuschutz und Durchsetzung des bezirklichen Vorkaufsrechts für unsere Häuser“ auf die Straße (14.30-17 Uhr, Mariannenplatz).
Gericht – Ein Prozess gegen fünf Angeklagte, die eine Verwandte nach Georgien verschleppt haben sollen, wird fortgesetzt. Ziel sei gewesen, eine Aussage der Frau in einem Unterbringungsverfahren am Landgericht Berlin gegen ihren Ehemann zu verhindern (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal 500).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Brigitte Burmeister (80), Schriftstellerin / Tanja Dückers (52), Schriftstellerin und Journalistin / Benjamin Griffey aka Casper (38), Rapper / Burgunde Grosse (77), ehem. für die SPD im AGH / Michael Grubert (61), Bürgermeister von Kleinmachnow (SPD) / Nora, „Herzliche Grüße von Deiner Mom und Deiner Tochter, alles Liebe zum Geburtstag!“ / Angelika von der Nuell, „Ganz herzliche Geburtstagsgrüße von Thea“ / „Liebe Oma, auch dir die herzlichsten Geburtstagsgrüße von meinem kleinen Herzen. Liebste Grüße von deiner Enkelin Lotte.“
Sonnabend – Natja Brunckhorst (54), Schauspielerin, Drehbuchautorin und Produzentin / Karin Gregorek (79), Schauspielerin / Ruth Stephan, „Rektorin und liebe Freundin“ / Nikolai Wojtko, „Dankbare Wünsche für einen großzügigen Feingeist, Kulinariker und Autor von Thea. Hab‘ einen schönen Tag in Deinem Dreimäderlhaus.“
Sonntag – Andreas Dorfmann (58), Chefredakteur von Hauptstadt TV / Miss Platnum (40), Musikerin und Komponistin / Gabriele Schöttler (67), ehem. Berliner Arbeitssenatorin und Bezirksbürgermeisterin von Treptow-Köpenick (SPD) / Maria Schrader (55), Schauspielerin, Regisseurin und Drehbuchautorin
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Hans-Joachim Groepler, * 24. September 1943 / Dipl.-Psych. Hagen Oenicke, verstorben am 5. August 2020 / Harald Scherdin-Wendlandt, * 11. Dezember 1947
Stolperstein – Chana Bannass (Jg. 1864) wurde Anfang September 1942 gemeinsam mit ihrem Mann Siegmund Bannass (Jg. 1869) nach Theresienstadt deportiert. Heute vor 78 Jahren wurde sie dort ermordet, auch ihr Mann überlebte das Konzentrationslager nicht. Seit Mai 2019 erinnern in der Rüdigerstraße 50a in Lichtenberg zwei Stolpersteine an das Ehepaar.
Encore
Eicheln sammeln & Gutes tun: Das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg bittet darum, in den kommenden Wochen intakte Eicheln aufzulesen und mit dem Fundort beschriftet bei einem der Gartenreviere abzugeben (montags bis freitags zwischen 6 und 12 Uhr im Viktoriapark und Volkspark Friedrichshain). Die Früchte werden Brandenburg zur Aufforstung von Waldbrandflächen gespendet. Manchmal sind es die kleinen Dinge…
Meldungen gesammelt haben für den heutigen Checkpoint Vivien Krüger (Recherche) und Lotte Buschenhagen (SL). Verpackt und verschickt wurde der Newsletter von Kathrin Maurer. Morgen übernimmt Felix Hackenbruch. Außerdem erscheint die neue Podcastfolge „Eine Runde Berlin“! Bis dahin!