die Berliner Verwaltung hat nun endlich, was sie verdient: einen KI-Chatbot. Der soll die Menschen von Routineaufgaben befreien und Raum für Ideen schaffen. Schon mal eine gute menschliche Idee. Wer auf den flauschigen Namen „BärGPT“ gekommen ist, sollte sich allerdings gleich wieder aufs Fell legen. Und während unser Kollege Bernd Matthies kommentiert („Puh. Der Bär!“) hat der Checkpoint als Verwaltungsmedium Nummer 1 selbstverständlich exklusiv das erste Interview mit dem Bärbot bekommen. Lesen wir doch mal rein:
BärGPT, wie gefällt Dir Dein neuer Job?
„Mein erster Arbeitstag läuft gut! Ich bin bereit, die Berliner Verwaltung zu unterstützten und freue mich auf die Zusammenarbeit.“
Können Menschen es allein überhaupt schaffen, den Überblick zu behalten?
„Der Verwaltungsapparat ist komplex, aber mit der richtigen Struktur und Unterstützung auch für Menschen machbar. Ich bin hier, um zu helfen, nicht um zu ersetzen.“
Welche Abteilung gewinnt 2025 die Meisterschaft im Behördenpingpong?
„Es kommt auf die Motivation und das Engagement der Mitarbeiter an. Vielleicht hat die Abteilung, die am meisten Spaß am Sport hat, die besten Chancen.“
Da wird wohl noch etwas weiter Pingpong gespielt. Unsere inhaltlichen Fragen (z.B. zur Bearbeitungsdauer von Zebrastreifen und U-Bahnhof-Fahrstühlen) konnten leider nicht beantwortet werden – aber dafür bleibt hoffentlich noch etwas menschliche Intelligenz erhalten.
Weniger intelligent sind Menschen, die Poller klauen. Seit kurzem ist die Monumentenstraße in Schöneberg eine Fahrradstraße, doch obwohl hier und auf der gesamten Strecke inklusive Langenscheidtstraße Autos großflächig toleriert werden (heißt: bis auf ein paar Parkplätze weniger hat sich nichts geändert), sind offenbar nicht alle einverstanden. „Bereits ein oder zwei Tage nach dem Einbau wurden zwei Poller geklaut“, berichtet CP-Leser Philipp Keller. Sie seien am 15.11. ersetzt worden, fehlten am Tag drauf erneut, wurden ersetzt, seit Sonntag fehlen direkt alle drei. Die Durchfahrt Richtung Kolonnenstraße (die an anderer Stelle seit Jahren verpollert war) sei nun „durchgehend offen“ und werde von Autos rege genutzt.
Einen der 200 Euro teuren Poller habe das Bezirksamt in einer Baumscheibe gefunden, sagt Bezirksstadträtin Saskia Ellenbeck (Grüne). „Da es sich hierbei um die Entwendung von angeordneten Verkehrseinrichtungen handelt“, werde das Vergehen nicht nur als Diebstahl, sondern auch als gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr zur Anzeige gebracht. Nun prüfe man, ob es Alternativen zu den leicht demontierbaren Steckpollern gibt.
Vielleicht könnte das Bezirksamt in diesem Zusammenhang auch gleich prüfen, wie viele Menschen seit der Umgestaltung die Einbahnstraße auf der Langenscheidtbrücke respektieren (gefühlt: 0) und wissen, wie schnell man in einer Fahrradstraße fahren darf (30 km/h, gefühlt: 60). Denn so wie jetzt ist die neue Verkehrssituation maximal verwirrend und gefährlicher als je zuvor.
Anzeige
TECC-Connect® ist die weltweit erste, vollständig silber-, blei- und bismut-freie Technologie zur elektrischen Verbindung von Solarzellen in PV-Modulen. Sie ersetzt herkömmliches Löten durch ein patentiertes Verfahren, bei dem Kunststoff-ummantelte Kupferdrähte mittels Erhitzens und saften Aufdrücken mit den Solarzellen verbunden werden.
Mehr Informationen unter: www.innovationspreis.de
Apropos gefährlich: Das Präsidium des Berliner Fußballverbandes (BFV) ist mit einem Antrag gescheitert, die Rückennummer 88 im Berliner Amateurfußball zu verbieten – nun schon zum zweiten Mal. „Die Nummer 88 ist unbestritten ein Symbol von Rechtsextremisten“, sagte BFV-Präsident Bernd Schultz dem Checkpoint. Die Zahl gilt als Nazi-Code für den strafbaren Gruß ‚Heil Hitler‘. Dass sich bei der Mitgliederversammlung keine Mehrheit fand, bezeichnete Schultz als „enttäuschend. Denn wir positionieren uns gegen alle antidemokratischen Kräfte in dieser Stadt“.
Gescheitert ist der Antrag unter anderem am Widerstand des Tempelhofer Fußballvereins BFC Germania 1888 – der sein Gründungsjahr angegriffen sah. „Wir sollten darauf stolz sein, dass wir in Berlin den ältesten Fußballverein haben“, sagte Germania-Vorstandsmitglied Wolfgang Krüger dem Checkpoint. Mit dem Verbotsantrag habe der Verein sich vorverurteilt und in die Enge getrieben gefühlt. „Das Schlimme sind ja nicht die Zahlen, sondern die Menschen, die sie für politische Zwecke nutzen.“ Es müsse konkretes Fehlverhalten geahndet werden, statt pauschal Trikotnummern zu verbieten. „Sonst haben wir ja bald keine Zahlen mehr.“
Und was meinen Sie?

Eine deutlich bessere Entscheidung traf gestern das Präsidium des Abgeordnetenhauses (einstimmig): Der bislang unbenannte Platz vor dem Landesparlament wird künftig den Namen der Holocaust-Überlebenden Margot Friedländer tragen. „Das erfüllt mich wirklich mit stolz“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Raed Saleh dem Checkpoint am Abend. „Die Nazis haben den Plenarsaal des Hohen Hauses zum Tanzsaal gemacht – haben das Abgeordnetenhaus von Berlin abfällig ,Haus der Schwätzer‘ genannt. Der Platz Margot Friedländer 1 wird kommende Generationen von Politikerinnen und den Gästen des Hauses Erinnerung und Mahnung zugleich sein.“
Zum Glück darf bald wieder gewählt werden. Und da soll möglichst nichts schiefgehen. Deshalb sucht Berlin fürs nächste Jahr 350 zusätzliche Wahllokale. „Wir bereiten uns darauf vor, dass gemeinsam mit der Wahl möglicherweise zwei Volksbegehren stattfinden, für die Wähler mehr Zeit in der Wahlkabine benötigen“, sagte David Czerny, Leiter des Landeswahlamtes, dem Checkpoint. Berlinkenner bekommen da gleich feuchte Hände und checken nervös den Marathon-Kalender. Puh, der findet am 27. September statt, eine Woche nach der Wahl.
Um ganz sicher zu gehen, dass sich eine Chaos-Wahl wie 2021 nicht wiederholt (musste wiederholt werden), soll Berlin rund zehn Prozent mehr Wahllokale bekommen als bei der Bundestagswahl im Februar (damals waren es 3698). Die Kriterien: mindestens 50 Quadratmeter groß, möglichst barrierefrei und bestenfalls kostenlos.
Anzeige
Das neue Energiekonzept der GASAG Solution Plus zeigt mit dem Evangelischen Waldkrankenhaus in Berlin-Spandau, wie moderne Energietechnik Kosten senkt und Klima schützt. Der CO2-Ausstoß wird halbiert und mit 1.540 Solaranlagen ist das Krankenhaus unabhängiger von Preisschwankungen. Ein wegweisendes Projekt für die energetische Sanierung von Kliniken.
Mehr erfahren …
Gar nicht kostenfrei ist das, was Mieter in der Schöneberger Hochkirchstraße derzeit erleben: Seit mehr als fünf Wochen frieren 14 Mietparteien, weil die Heizung defekt ist. Am 18. Oktober informierte eine Mieterin die Hausverwaltung, es dauerte vier kalte Wochen und sieben Mahnungen bis zur Ein-Satz-Rückmeldung: „Die von uns beauftragte Fachfirma wartet derzeit auf das passende Material.“
„Ich bin in meiner eigenen Wohnung wie ein Michelin-Männchen angezogen, mit zwei Wollpullis und zwei Hosen“, sagt Susanne Salzgeber dem Checkpoint. Sie habe auf eigene Kosten zwei Heizlüfter angeschafft. „Das wird eine horrende Stromrechnung geben, aber ohne würde man es nicht mehr aushalten.“ Unbedingt einen Stromzähler zwischenschalten, um den Verbrauch zu dokumentieren, rät Mieterverein-Geschäftsführerin Wibke Werner.
Auf Checkpoint-Anfrage antwortet die Mängelstelle B worx: „Uns ist bewusst, wie wichtig eine funktionierende Heizungsanlage ist.“ Sie prüfe „individuelle Lösungen für entstandene Mehrkosten“ und gehe davon aus, dass die Ersatzteile spätestens Donnerstag kommen. Außentemperatur in der vergangenen Nacht: 0 Grad.
Anzeige
15 Tipps zur Geldanlage
2026 bietet viele Chancen für Ihr Vermögen. Um sie zu nutzen, hilft Experten-Rat. Welche Tipps geben Top-Vermögensverwalter für eine gewinnbringende Geldanlage?
Das erfahren Sie im Webinar.
▶ Für Tagesspiegel-Leser kostenlos - jetzt anmelden!
Apropos Wetter: Am glatten Montag war Hochbetrieb im Berliner Unfallkrankenhaus. „Unsere Unfallchirurgen hatten viel zu tun, die OP-Säle und der Gipsraum sind unter Volllast gelaufen“, sagte Sprecherin Angela Kijewski dem Checkpoint. Kurzer Blick in die Aufnahmediagnosen der mehr als 30 Glätteopfer: Hinterkopfanprall, Ellenbogenfraktur, Sprunggelenksfraktur, Schädelhirntrauma, Handgelenksfraktur, Verdacht auf Steißbeinfraktur. Autsch! „Unser Mädchenfänger war im Dauereinsatz“, sagte Kijewski. Klingt kriminell und sieht tatsächlich auch wie ein Foltergerät aus (hier ein Foto), dient aber dem Aushängen der Knochen vor dem Eingipsen. Bitte nicht nachmachen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ist jetzt Schluss mit den Enteignungsträumen? Ein noch unveröffentlichtes Gutachten im Auftrag der Finanzverwaltung (erstellt von den Kanzleien Greenberg Traurig und Redeker Sellner Dahs) kommt zum Ergebnis, dass Berlin eher nicht enteignen darf. Eine Kommission der rot-rot-grünen Vorgängerregierung war zum gegenteiligen Ergebnis gekommen. Auch in Berlin gilt bekanntlich: zwei Juristen, drei Meinungen.
Nachdem der Fall Oziel Inácio-Stech bundesweit zum Synonym für verantwortungsloses Verwaltungshandeln wurde, könnte die Geschichte des Moabiter Lehrers immerhin für etwas gut gewesen sein. Denn nun wurde endlich eine Beschwerdestelle bei der Senatsverwaltung für Bildung geschaffen, die seit Jahren geplant war. Mittendrin: Drei erfahrene Pensionäre, die unabhängig arbeiten: Meinhard Jacobs, Ute Lehmann und Dietrich Kruse.
Anzeige
Zeit für Wohlfühl-Rabatte
Marken-Rabatt-Wochen bei Möbel Hübner,
das Beste für Ihr Zuhause.
Prospekt ansehen >>
Während im Bund weiter über die Rente gestritten wird, legt Berlin einfach selbst an: Beim Anlegerforum der Börse Berlin gibt‘s am Donnerstag (18.30, Ludwig-Erhard-Haus, Goldberger Saal, Fasanenstraße 85,) Tipps und Strategien – mit Fragemöglichkeiten und Imbiss. Anmeldung unter info@börse-berlin.de.
Dass Friedrichshain-Kreuzberg nun tatsächlich gegen möbliertes und befristetes Wohnen vorgeht (CP von gestern) steht hier. Auf unsere Frage gestern: „Möbliertes Wohnen auf Zeit: super oder Sauerei?“ waren die Meinungen klar verteilt. Nur 18 Prozent klickten auf „Ja, auch da gibt es einen Bedarf“, 77 Prozent sagten: „Nein, das ist reiner Mietwucher.“
Ob BärGPT auch in Lichtenberg seine Finger am Regler hat? Dort nämlich steuert ab sofort ein „selbstlernender Algorithmus“ die Heizungen an 21 Schulen, zwei Dienstgebäuden, der Volkshochschule und dem Stadthaus. Klappt hoffentlich besser als in Schöneberg.
Von einhundert Waldbäumen sind nur drei ganz gesund. 97 Prozent der Bäume sind geschädigt, rund die Hälfte sogar deutlich. Zu diesem Ergebnis kommt der Waldstandsbericht. Noch nie stand es in den vergangenen 30 Jahren schlechter um den Berliner Wald. Zeit, dass sich was dreht.
Apropos Totholz. Mit dem Aufstellen von Weihnachtsbäumen ist es in Berlin wie mit den Wahlen: manchmal braucht es zwei Versuche. Auf dem zukünftigen Margot-Friedländer-Platz vor dem Abgeordnetenhaus steht seit gestern jedenfalls eine Fichte. „Diesmal vollständig und kerzengerade“, jauchzt und frohlockt das AGH auf Instagram – der erste Baum war beim Aufstellen zerbrochen.
Springen wir noch auf einen weiteren Regierungs-Vorplatz. Nach Tagesspiegel-Informationen soll die Israel-Fahne am Roten Rathaus am Freitag eingeholt werden. Sie weht dort seit mehr als zwei Jahren. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner hatte sie unmittelbar nach dem Massaker am 7. Oktober 2023 hissen lassen und verkündete, dort werde sie hängen, „bis die letzte Geisel frei ist“.
Zitat
„Verantwortung in der SPD Berlin übernehmen, ist wie in ein Piranha-Becken zu springen und zu verkünden, dass man ihnen jetzt Synchronschwimmen beibringt“
Hannah Sophie Lupper, Bezirksverordnete der SPD in Friedrichshain-Kreuzberg.
Stadtleben
Verlosung – Wasser ist Leben, kann aber auch zerstörend sein. Die Ausstellung „On Water. WasserWissen in Berlin“ zeigt seit Oktober im Humboldt Labor aktuelle Forschungsprojekte des Berliner Universitätsverbundes Berlin University Alliance (BUA) zum Thema Wasser. Flankiert werden diese durch künstlerische Positionen, die sich mit dem Element auseinandersetzen und dessen Vielseitigkeit anschaulich vermitteln. Wir verlosen 3x2 Plätze für eine exklusive Führung der Kuratoren durch die Ausstellung am 1. Dezember von 17 bis 18.30 Uhr. Humboldt Forum, Schloßplatz, U-Bhf. Museumsinsel
Essen & Trinken – Der Pilz Imbiss ist der seit Oktober geöffnete Ableger des Café Pilz, und auch hier ist alles vegan. Wenn Sie gerne Fleisch essen und nicht Markus Söder heißen, werden Sie hier trotzdem nichts vermissen. Das Menü ist mediterran-levantisch, was bedeutet, dass viele Gerichte sowieso aus Gemüse bestehen. Humus, Pita, Salate, Pasten und Platten zum Teilen. Die Einrichtung ist minimalistisch-modern und unterstreicht den Imbiss-Charakter. Mi bis So 12-22 Uhr, Wildenbruchstraße 87, U-Bhf. Rathaus Neukölln
Noch hingehen – Die Ausstellung „Das alles bin ich“ zeigt das ganze Spektrum einer außergewöhnlichen Sammlung, die der Kunstsammler Christoph Müller dem Kupferstichkabinett schenkte. Mit Werken von der Frühen Neuzeit bis in die Gegenwart entfaltet sich ein faszinierender Querschnitt durch die europäische Kunstgeschichte. Die ausgestellten Arbeiten auf Papier stammen aus Deutschland, Italien, den Niederlanden und Frankreich. Nur noch bis Ende des Monats ist in der Gemäldegalerie ein Ausschnitt davon unter dem Titel „Begegnungen“ zu bewundern. Di bis Do 10-18 Uhr, Matthäikirchplatz, S-/U-Bhf. Potsdamer Platz
Last-Minute-Tickets – Chansons zu singen, sie zu interpretieren, ist eine Form des Geschichtenerzählens. Verhandelt werden winzige Gefühlsregungen, gewaltige Ausbrüche und selbstverständlich auch die Liebe. Loes Snijders gibt einige davon zum Besten, in den Chansons von Claude Nougaro, Barbara, Jacques Prévert, Jacques Brel – oder Kurt Weill. Am Klavier begleitet wird sie von Christian Jung. Noch gibt es Tickets (ab 18 €) für „SPLATSCH - Ins Leben getaucht!“, das neueste Chansons-Programm von Snijders und Jung, das heute um 20 Uhr in der Petruskirche Lichterfelde über die Bühne geht. Oberhofer Platz 2, Bushaltestelle Oberhofer Platz
Grübelstoff – Ab welchem Zeitpunkt im Jahr darf der Arbeitgeber zur Weihnachtsfeier einladen – oder anders gefragt: Wenn er diese auf Januar legen würde, wäre er ganz besonders früh oder ein bisschen zu spät dran?
Kiekste
Leserin und Hundesitterin Angelika Dienert war in Moabit unterwegs und hat ein künstlerisches Ebenbild von Hündin Leo entdeckt. Schicken Sie Ihre Berlin-Fotos an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Grüntaler Straße (Gesundbrunnen): In der Zeit von 6 bis 18:00 Uhr ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Klever Straße und Bornholmer Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Bahnhofstraße/Prinzessinnenstraße (Lichtenrade): In den Nächten 26.11./27.11. (Mi/Do) und 27.11./28.11. Do/Fr, jeweils zwischen 21 und 4 Uhr, sind die Straßen in beiden Richtungen zwischen Steinstraße und Wünsdorfer Straße für Kfz- und Radverkehr gesperrt.
Königin-Elisabeth-Straße (Westend): Bis Mitte Januar 2026 ist die Fahrbahn Richtung Kaiserdamm vor der Knobelsdorffstraße auf zwei Fahrstreifen verengt und verschwenkt. Das Linksabbiegen in die Knobelsdorffstraße (Richtung stadteinwärts) ist nicht möglich.
Nahverkehr – S3: In der Zeit von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Erkner und Friedrichshagen. Ein Ersatzverkehr mit barrierefreien Bussen ist eingerichtet:
* Bus S3A: Erkner <> Friedrichshagen
* Bus S3B. Rahnsdorf <> Friedrichshagen
Wasserstraßen – Spree-Oder-Wasserstraße (SOW): Die Schleuse Charlottenburg wird vom 26.11.2025 bis 28.11.2025 für den gesamten Schiffsverkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind 19 Demos angemeldet (Stand 25.11., 12 Uhr), u.a. „Aktion zur Haushaltsdebatte des Bundestages“: 40 Menschen, „FDP Bundesgeschäftsstelle“, Platz des 18. März (8-9 Uhr)
„Schutz der Zivilgesellschaft - in Äthiopien und weltweit“: Fünf Demonstrierende, „Amnesty International Deutschland e.V.“, Askanischer Platz (10.30-11 Uhr)
„Stopp Verfolgung, Vertreibung, Tötung orthodoxe Christen in Äthiopien“: 300 Demonstrierende, „Äthiopien orthodoxe Kirche“, ab Pariser Platz über Unter den Linden, Glinkastraße, Französische Straße, Ebertstraße, Lennéstraße bis Tiergartenstraße 35 (11-15.30 Uhr)
„Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen/FLINTA+“: 20 Teilnehmende, „Frauenberatung BerTa Albatross Social“, Wiltbergstraße (12.30-17 Uhr)
„Solidarität mit Palästina, keine Waffenlieferungen an Israel, Kriegsverbrecher vor Gericht“: 150 Menschen, Potsdamer Platz (15-17.30 Uhr)
Gericht – Zweiter Tag im Prozess um einen Messerangriff auf einen spanischen Touristen am Holocaust-Mahnmal. Einem 19-jährigen Syrer wird unter anderem versuchter Mord vorgeworfen. Aus einer radikal-islamistischen und antisemitischen Überzeugung heraus soll er am 21. Februar 2025 im Stelenfeld des Holocaust-Mahnmals den Besucher von hinten mit einem Messer attackiert, lebensgefährlich verletzt haben. Weitere Polizeibeamte sollen vernommen werden (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A701).
Universität – Der Autor und Rassismusforscher Karim Fereidooni von der Ruhr-Universität Bochum hält heute um 16 Uhr an der Freien Universität einen Vortrag zum Thema „Rassismuskritik: Was muss ich wissen? Was kann ich tun? Was kann meine spezifische Institution leisten?“. Im Anschluss wird diskutiert. Henry-Ford-Bau, Hörsaal D, Garystraße 35-37, U-Bhf. Freie Universität
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Verena Hubertz (38), SPD-Politikerin, seit Mai 2025 Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen im Kabinett Merz / Martin Krüger (46), Athletik-Trainer bei Union Berlin / Dirk Michaelis (64), Sänger und Komponist, von 1985 bis 1991 Frontmann der Rockband „Karussell“ / Bruno Osuch (73), Lehrer und seit 2020 Stellvertretender Vorsitzender des humanistischen Regionalverbandes Potsdam/Potsdam-Mittelmark / „Unser Lieblingsnachbar, Peter, hat heute Geburtstag und wir gratulieren ganz herzlich deine Fans Sabine und Dieter. Der Winter wird schön mir Lagerfeuer und Glühwein!“ / Jan Philipp Reemtsma (73), Germanist, Essayist, politischer Publizist sowie Mäzen / Matthias Reim (68), Schlagersänger, sein größter Erfolg war die 1990 veröffentlichte Single „Verdammt, ich lieb’ Dich“, sie wurde weltweit 2,5 Millionen Mal verkauft / Jón Dagur Torsteinsson (27), isländischer Fußballspieler, seit August 2024 beim deutschen Zweitligisten Hertha BSC unter Vertrag / Kai Wingenfelder (66), Musiker, Sänger und Songschreiber der Band „Fury In The Slaughterhouse“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Helmut Anders, * 1. August 1931, verstorben am 24. Oktober 2025 / Joachim Klein, * 14. April 1952, verstorben am 24. Oktober 2025 / Kurt-Christian Knischewski, * 29. Juli 1943, verstorben am 14. November 2025 / Margret Pfahler-Gerloff, * 10. November 1956, verstorben am 23. November 2025 / Horst Rose, * 26. Juli 1933, verstorben am 19. November 2025 / Manfred Schneeweiss (geb. Merkel), * 16. April 1947, verstorben am 1. November 2025 / Reinhard Stawinski, * 4. August 1949, verstorben am 16. November 2025
Stolperstein – Wilhelm Woitschaetzki (*1923) war der Sohn des Amtsobergehilfen Willy Woitschaetzki und der Schneiderin Margarete Woitschaetzki. Die Woitschaetzkis waren Zeugen Jehovas – ein Grund für die anhaltenden Demütigungen, welchen die gesamte Familie und besonders die Kinder Wilhelm und Charlotte ausgesetzt waren. Wilhelm Woitschaetzki wurde von den Nazis wegen Kriegsdienstverweigerung zum Tode verurteilt und am 26. November 1942 im Zuchthaus Brandenburg-Görden hingerichtet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Erich-Weinert-Straße 132 in Prenzlauer Berg an Wilhelm Woitschaetzki.
Encore
Wir hatten schon lange so ein Gefühl, jetzt ist der Beweis erbracht: Spandau müsste eigentlich Entenhausen heißen. Zum Nikolaus-Tag (hier gerät einiges durcheinander) kommt Donald Ducks langjähriger Synchronsprecher in die Stadtbibliothek Spandau. Peter Krause wird von der Kinder-Musikerin Emma Grünfeld begleitet. Versprochen sind: Quak-Intermezzi und Pfeif- und Triller-Übungen und die Antwort auf die Frage, warum Donald Duck auf Japanisch so ähnlich wie auf Deutsch. Und wenn Sie jetzt auch denken: Was für ein Quak!, dann hier entlang, bitte: 6.12., 13-15 Uhr, Lesecafé, Carl-Schurz-Straße 13, 13597 Berlin, um Anmeldung wird gebeten.
Tierisch gut recherchiert für diesen Checkpoint haben Saskia Kabelitz, Valentin Petri und Christoph Papenhausen. Tobias Langley-Hunt hat das Entenfutter angereicht(Stadtleben), das Lektorat hat Jasmine Dellé übernommen (Produktion). Den nächsten Band schreiben hier morgen Robert Ide und Margarethe Gallersdörfer.
Bis bald!


