Checkpoint-Leser Gary Menzel hat ein Stück Berlin in Griechenland entdeckt und schreibt dazu: „Gesehen in Kastorias, Westmazedonien, Griechenland. Ein Café Berlin, passenderweise direkt an der Mauer!“

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Tja, Berlin ist eben überall. Wobei: Eigentlich tut die Stadt doch gerade mal wieder alles dafür, der Welt ihre Einzigartigkeit zu beweisen. Beispiele? Bitteschön.
Beispiel 1: Hier wird in Mietern gemessen. Angesichts der verkorksten Wohnungspolitik der vergangenen Jahre kommt diese Erkenntnis womöglich etwas überraschend. Aber wenn es im Checkpoint steht, muss es ja stimmen, oder? (Grüße an den Ex-Regierenden Michael Müller). In unserer täglichen Ferienrubrik „Sommerloch“ (mehr davon unten im Encore) hatten wir hier am Samstag Berlins aktuell tiefstes Bauloch in der Ida-von-Arnim-Straße in Mitte vermessen, Ergebnis: „ganze 35 Mieter tief“.
Das regte die Fantasie unserer Leserinnen und Leser an:
„Wie viel ist ein Mieter?“ (Rudi Uffelmann)
„Wie viele Zentimeter sind ein Mieter?“ (Dieter Kreutzer)
„35 Mieter x i. Mittel 1,70m Größe macht ein BauLOCH von 59,50 Metern – alle Achtung!“ (Eberhard Gutsche)
Und auch Stephan Natz, Sprecher der Berliner Wasserbetriebe, die an besagter Stelle ein Überlaufbecken bauen, rechnete nach:
„Wir haben heute mit Freude Ihre Begeisterung über unser tiefes Loch neben dem BND gelesen, bei der Tiefe aber gestutzt. Denn 35 Mieter – wir stellen sie uns übereinanderbalanciert vor – entsprächen ca. 35 dreijährigen Kindern. Die Metern zwar, aber mieten dürfen sie erst in 15 Jahren.“
Wir bitten herzlich um Entschuldigung – und darum, keine Stapelversuche mit Dreijährigen zu unternehmen.
Passend dazu kommt der Checkpoint-Soundtrack des Tages von Carl Douglas „Kung Fu Fighting“ (Uh! Ah!), zur gesamten Playlist des Sommers geht es hier entlang.
Und damit sind wir bei Beispiel 2 für die Einzigartigkeit Berlins: Wo unbeliebte Ideen wahlweise verpuffen oder in der Pfeife geraucht werden. Vorab bitten wir Sie, auch dann weiterzulesen, auch wenn Sie beim Thema Cannabis nur noch die Augen verdrehen, weil Sie
a) kein Interesse haben,
b) ihre eigenen zuverlässigen Quellen oder
c) Ihnen auch so schon der Kopf raucht.
Zu Letzterem gibt es mit oder ohne Gras genug Gründe. Denn was sich der Berliner Senat bei der Umsetzung eines Bundesgesetzes leistet, zeigt nicht nur, wie dringend diese Stadt eine Verwaltungsreform benötigt (Bezirke und die zuständige Senatsverwaltung erklären sich jeweils für nicht zuständig), sondern auch, dass es mit dem Koalitionsfrieden womöglich vorbei ist.
Denn im Hintergrund versuchten CDU und SPD in den vergangenen Tagen mit teils drastischen Worten, sich gegenseitig die Schuld an der peinlichen Posse zu geben. Während in Bremen bald geerntet wird, wissen Berliner Hobby-Bauern immer noch nicht, wo sie ihren Antrag auf Anbau denn nun einreichen sollen. Meine Kollegin Constanze Nauhaus hat einen Social-Club-Vorsitzenden begleitet, der den Umschlag einfach mal beim Lageso abgegeben hat („Hallo, ist hier jemand?“).
Mal sehen. Dem Vernehmen nach will der Senat sich bei seiner Sitzung am Dienstag zumindest mit dem Thema beschäftigen. Einen Beschluss wird es aber (wegen des 14-tägigen-Ferienmodus‘) frühestens Anfang September geben.
Auf die Frage, ob der Regierende Bürgermeister gedenkt, in der Causa ein Machtwort zu sprechen, teilte Senatssprecherin Christine Richter dem CP am Sonntagabend mit: „Der Senat wird zeitnah eine Entscheidung treffen.“ Wortgleich dieselbe Antwort hatte Richter bereits am Donnerstag verschickt. Zumindest bis zum Ende der Sommerferien gilt also (frei nach dem Senatsmotto): Berlin bleibt anders.
Etwas anders war bekanntlich auch die Behandlung des Immobilienunternehmers und CDU-Großspenders Christoph Gröner beim Hoffest im Roten Rathaus im vergangenen Jahr. Checkpoint-Leser erinnern sich: Gröners Verein „Wirtschaft kann Kinder“ musste nur 2500 Euro statt dem Listenpreis von 17.017 Euro bezahlen – ein Preisnachlass von 85 Prozent. Zwei Wochen vor der nächsten Sause im Roten Rathaus (3. September) war nicht herauszufinden, ob in diesem Jahr auch andere Vereine von großzügigen Rabatten profitieren. In einer Liste der (vorwiegend Landes-)Unternehmen, die dem Checkpoint exklusiv vorliegt, werden Vereine nicht aufgeführt (Q: Anfrage MdA Schenker, Linke).
Was wir sonst erfahren: Die Gesamtsumme des Festes hat sich seit dem letzten Jahr von 289.950 Euro auf 253.350 Euro reduziert, für die gleichbleibenden rund 4700 Gäste. Bescheidener halten es diesmal die BVG und die Stadt und Land Wohnbauten-Gesellschaft, die ihre Kosten jeweils von 23.500 auf 13.200 reduzieren, die Wasserbetriebe sind in diesem Jahr offenbar gar nicht mehr dabei.
Erhöhen werden sich die Kosten der Senatskanzlei von 70.178,14 € im Vorjahr auf voraussichtlich 80.000 Euro.
Rabatte gibt es allerdings auch diesmal, Begründung: „In Einzelfällen gewährt Partner für Berlin in Absprache mit der Senatskanzlei Sonderkonditionen. Dies erfolgt mit der Prämisse, dass der Beitrag die reinen Infrastrukturkosten deckt, die seitens des Veranstalters anfallen. Diese Sonderkonditionen werden nicht aktiv angeboten oder publiziert.“ Profitieren werden diesmal folgende Unternehmen:
Berlin Tourismus & Kongress GmbH (visit Berlin), 1500 €, Begründung: „fester Bestandteil des Gesamterscheinungsbildes der Veranstaltung“.
Berliner Stadtgüter GmbH, 2500 €, „eine wesentliche Bedeutung für die Hauptstadt“.
UNITE Berlin (Humboldt-Innovation GmbH), 2500€, „herausragendes Aushängeschild für die Stadt als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort“.
Weinmichel GmbH, 6500 €, Beteiligung der Meisterköche, „Weinmichel erbringt einen Teil ihrer Leistung in Form von Weinen als Sachleistung“.
Apropos Sachleistung: Der Betrag kann sich bei allen Beteiligten der Liste zufolge „aus Cash und Sachleistungen zusammensetzen“.
Na, hoffentlich werden da am Ende keine Geldkoffer unterm Klapptisch gefunden.
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Angesichts verschiedenster kursierender Verkehrsideen kann so manchem in der Politik schon mal der Fahrradschlauch platzen. Vermutlich war es die Kombination mit der Hitze der vergangenen Tage, die die SPD-Politiker Linda Vierecke (MdA) und Ephraim Gothe (Vize-BM in Mitte) auf die Idee brachte, einen Prinzen-Klassiker von 1991 bei Instagram aufzuführen („Grüße gehen raus an die CDU Berlin und an die FDP“). Sie erinnern sich?
Jeder Popel fährt ‘nen Opel
Jeder Affe fährt ‘nen Ford
Jeder Blödmann fährt ‘nen Porsche
Jeder Arsch ‘nen Audi Sport
Jeder Spinner fährt ‘nen Tesla (früher: Manta)
Jeder Dödel Jaguar
Nur Genießer fahren Fahrrad und sind immer schneller da.
Echte Genießer wissen allerdings, dass es die SPD war, bei der zuletzt der Porsche knallte (Grüße gehen raus an die Familie Spranger/Stroedter, CP vom 6.8.). Genialer Seitenhieb – oder doch nur ein Manta-Witz? Klingeling.
Die Empfehlung unserer Bucket-Liste (Was Sie in diesem Sommer in Berlin unbedingt noch tun sollten) kommt heute von Justizsenatorin Felor Badenberg: Beeren pflücken.
„Wer, wie ich, gerne backt, sollte einmal in einem der zahlreichen Beerengärten seine eigenen Zutaten pflücken gehen, um danach einen Kuchen zu backen, der bestimmt einmalig lecker sein wird. Schöne Beerengärten gibt es zum Beispiel in Oranienburg, Hoppegarten, Schönfließ oder Gatow.“
Und noch ein paar Leseempfehlungen:
Mehr als 10.000 Tablets verstauben an Berliner Schulen – sie wurden noch nie angeschaltet.
„Berlin ist dreckig, unsicher, kriminell geworden“: Immer mehr Rentner verlassen Berlin
Angst vor der Mpox-Welle: Ist Berlin ausreichend vorbereitet?
Berliner Schnuppen
Telegramm
Dilek Kalayci bekommt ein Problem mit der Justiz: Laut Staatsanwaltschaft verhalf die frühere Gesundheitssenatorin einer Werbefirma zu einem lukrativen Auftrag. Kalaycis Anwalt wies die Vorwürfe am Sonntagabend zurück. Hier geht’s zur ganzen Geschichte meines Kollegen Hannes Heine.
Très Français! Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey möchte aus dem ICC ein „Berliner Centre Pompidou“ machen. (Q: Abendschau). Das passt, nicht nur äußerlich: Der kleine Eiffelturm steht ja auch gleich um die Ecke, die Paris Bar ist nicht weit. Wenn wir dann noch Olympia holen und ordentliche Radwege bauen…
… apropos: Auf unsere Frage „Werden Radwege in Berlin zu wichtig genommen?“ antworteten am Freitag 32 Prozent der gut 4500 Menschen, die abgestimmt haben (nicht repräsentativ): „Ja, ich kann das Gejammer echt nicht mehr hören.“ 64 Prozent hingegen finden: „Nein, wer Rad fährt, muss besser geschützt werden.“
Jetzt aber schnell ins Auto…
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… und hinein in unsere Reihe „Amt, aber glücklich“. CP-Leser Bernd Schimmler hat Anfang Juli per Mail im Bürgeramt Mitte eine neue Anwohner-Parkvignette beantragt. CP-Kenner wissen: Ganz schlechte Kombination (Grüße an Lorenz Maroldt!). Doch siehe da, Mitte geht neue Wege:
„Am nächsten Tag erhielt ich vom Bürgeramt eine Mail, dies würde ca. 6 Wochen dauern, ich solle doch einfach ohne Termin erscheinen. Gesagt – getan: ich stellte mich in der Schlange am Bürgeramt Osloer Str. an, in der Information fragte man mich, ob ich den KFZ-Schein und die alte Vignette dabeihabe… Das Warten dauerte eine Weile, dann stellte mir eine sehr freundliche und hilfsbereite Mitarbeiterin die neue Vignette aus. Insgesamt dauerte es etwas mehr als zwei Stunden.“
Wir wünschen: Gute Fahrt.
Endlich! Ein Interessent für die vor sich hinschimmelnde Goebbels-Villa in Wandlitz, deren Erschließung Berlin 300 Millionen Euro kosten würde (Aussage RegB Wegner). Und nun das: „Sehr geehrter Herr Senator Evers, ich habe heute erfahren, dass Sie beabsichtigen, das Areal am Bogensee in Brandenburg zu veräußern. Da ich einen 2 ½ Jahre alten Neufundländer aus Berlin-Schönefeld besitze und dieser gerne schwimmen geht, interessiere ich mich für dieses Anwesen, um meinem Hund und mir einen angenehmen Ausgleich zum Alltag zu schaffen. Da das Gebiet laut Beschreibung rund 17 Hektar groß ist, biete ich Ihnen siebzehn Euro als Kaufsumme an. Sollen Sie weiterhin Interesse an einer Veräußerung haben, bitte ich Sie um Kontaktaufnahme.“ Wer könnte da Nein sagen?
Und noch mehr gute Nachrichten: Hertha und Union haben ihre Erstrunden-Partien im DFB-Pokal gewonnen. Bleibt zumindest die theoretische Hoffnung, dass Berlin im nächsten Jahr nach Berlin fährt.
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Erfüllt sich unser Traum vom klimaneutralen Fliegen?
Können wir irgendwann wieder ohne Flugscham ins Flugzeug steigen?
Markus Fischer vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt sagt: Theoretisch geht das. Was praktisch alles nötig ist, damit synthetisches Kerosin und Wasserstoffflugzeuge kein schöner Traum bleiben, und was schon ganz kurzfristig möglich wäre, darum geht es in dieser Folge.
Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Etwas Hoffnung aus der Reihe „Checkpoint wirkt“: Nachdem wir hier beschrieben hatten, wie ein Leser trotz freundlichen Vorzeigens seines Personalausweises nicht ins Columbiabad gelassen (CP vom 16.8.) wurde, meldeten sich direkt die Berliner-Bäder-Betriebe und baten um Details. Man werde der Sache nachgehen. Wir halten hier solange die Stellung vorm Kassenhäuschen.
Ein 41-jähriger Mann ist am Sonntagmorgen auf der Karl-Marx-Allee überrollt worden und gestorben. Der Mann hatte aus bisher ungeklärten Gründen auf der Fahrbahn gelegen.
„Bald ist Weihnachten!“, war gestern in der BAMS zu lesen: „Bäcker Ronny Pöttrich schiebt in der Backstube in Annaberg-Buchholz (Sachsen) dieser Tage schon die ersten Stollen in den Ofen.“ Ein Blick in den Kalender zeigt: Vorbereitung ist alles.
In diesem Sinne: Starten Sie gut in die vorletzte Sommerferienwoche.
Zitat
„Nichtssagendes Marketinggewäsch“
Bund der Steuerzahler über eine Tourismuskampagne für Neukölln.
Stadtleben
Verlosung – „Altern ist doof. Das schwant einem schon mit dreißig“, heißt es in der Ankündigung der „Alten Mädchen“ Jutta Habicht und Sabine Urig, die vom 21. bis zum 24. August im BKA Theater gastieren, und weiter: „Ist man jenseits der fünfzig, stellt man fest, dass man vor lauter Leben keine Zeit zum Reifen hatte.“ Das Thema der Abende ist damit wohl gesetzt. Zusammen haben die beiden fast 80 Jahre Bühnenerfahrung, 14 Knallersongs und virtuose Tanzeinlagen im Gepäck. Sie besingen, betanzen und bespielen ihre Lieblingsthemen: Büstenhalter, Bindegewebe, Evolution und Affären. Tickets gibt es noch, außerdem verlosen wir 2x2 für die Vorstellung am 21. August um 20 Uhr.
Auf die Hand – Der Klassiker für auf die Hand ist und bleibt wohl die Stulle – auch Butterbrot oder neudeutsch Sandwich genannt. Im Café „Die Stulle“ gibt es die, das ist wohl mehr oder weniger offensichtlich. Natürlich ist das, was hier zwischen die beiden Brotscheiben kommt, deutlich kreativer als das, was der heimische Kühlschrank zu bieten hat. Die Stullen in der Stulle beinhalten über Thunfisch, Auberginen-Tomaten-Gemüse, Süßkartoffelsalat bis hin zu dreimal Käse, ziemlich viel, was das Herz bisher vielleicht noch nicht begehrte. Ein Versuch sollte es allemal wert sein. Do bis Mo 9-17.30 Uhr, Carmerstraße 10, S-Bhf Savignyplatz
Am Wasser – Der wohl schönste öffentlich zugängliche Garten am Wannsee gehört zur Liebermann-Villa, einst das Sommerhaus des Malers Max Liebermann. Natürlich vermittelt auch die noch bis zum 7. Oktober laufende Ausstellung „Auf nach Italien! Mit Liebermann in Venedig, Florenz und Rom“ Urlaubs-Flair und ist unbedingt sehenswert. Die denkmalgeschützte Grünanlage rundherum aber ist für erholungswütige Großstädter auch unabhängig von Kunst eine wahre Ästhetik-Oase. Mi bis Mo 10-18 Uhr, Colomierstraße 3, Bushaltestelle Liebermann-Villa
Mit Kind – Kinder für Kunst zu begeistern ist wohl gar nicht so einfach: Die alten Meister der Gemäldegalerie sind oft sehr explizit, die Künstler der Gegenwart im Hamburger Bahnhof, vielleicht ein bisschen zu abstrakt. Eine Idee könnte Street-Art sein, alltäglicher geht es kaum und wer Berlin kennt, weiß, dass die Stadt quasi von Graffitis zusammengehalten wird. Es gibt sogar Führungen, die sich auf Beton-Malereien spezialisiert haben. Termine und Tickets finden Sie hier.
Grübelstoff – Es günt so grün, wenn – und so weiter. Was ist Ihr Konzept in Sachen Balkon- oder Fensterbrett-Bepflanzung?
Kiekste
Diese stolze Stadt-Stockrose ist Leserin Angelika Goedeking ins Auge gestochen. Uns auch, danke! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Schönfließer Straße (Frohnau): Ab morgens bis zum bis 26. August ist die Fahrbahn zwischen Gollanczstraße und Senheimer Straße in Höhe Gollanczstraße in beiden Richtungen für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Niederneuendorfer Allee (Hakenfelde): Ab Vormittag bis Ende September regelt in Höhe Aalemannufer eine Baustellenampel den Verkehr.
Nonnendammallee (Haselhorst): In Höhe Daumstraße ist ab frühen Morgen der linke Fahrstreifen stadtauswärts gesperrt.
Raoul-Wallenberg-Straße (Marzahn): Ab ca. 6 Uhr bis Mitte September steht zwischen Landsberger Allee und Lea-Grundig-Straße in beiden Richtungen jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Die Landsberger Allee ist in Höhe Raoul-Wallenberg-Straße stadteinwärts ebenfalls auf einen Fahrstreifen verengt.
Kaiserin-Augusta-Allee (Moabit): Auf der Kaiserin-Augusta-Brücke ist in jeder Richtung ein Fahrstreifen gesperrt. Die Einfahrt vom Goslarer Ufer aus Richtung Gaußstraße auf die Kaiserin-Augusta-Allee ist nicht möglich.
Nahverkehr – Tram M6 und M8: Die Linien sind bis 21.10.2024 zwischen Alt-Marzahn und S Marzahn unterbrochen. Es fahren Busse als Ersatz.
Regionalverkehr – FEX: In der Nacht von 20.45 bis 5 Uhr fallen einige Züge dieser Linie von Berlin Hbf bis Flughafen BER aus. Als Ersatz nutzen Sie bitte alternative Verbindungen.
RB21:´Einzelne Züge dieser Linie fallen von 20 bis 5.45 Uhr zwischen Potsdam Hbf und Berlin-Gesundbrunnen aus. Als Ersatz fahren Busse zwischen Potsdam Hbf und Wustermark. In Wustermark besteht Anschluss zu/von den Zügen der Linie RE 4 ((Stendal Hbf –) Rathenow – Falkenberg (Elster)) in/aus Richtung Berlin bzw. Rathenow. Beachten Sie die vom Zugverkehr abweichenden Fahrzeiten des Ersatzverkehrs.
RB22: Die meisten Züge dieser Linie fallen in der Nacht von 2.30 bis 6.15 Uhr zwischen Potsdam Hbf und Königs Wusterhausen aus und werden durch Busse ersetzt.
Demonstration – Für heute sind 15 Demos angemeldet (Stand 16.7., 12 Uhr), u.a. „Genozid an den Jesiden“: 1.000 Protestierende, internationaler Verband unabhängiger jesidischer Vereinigungen in Deutschland, Heinrich-von-Gagern-Straße (0-24 Uhr)
„Frieden in Gaza“: 70 Demonstrierende, Dachverband arabischer Vereine, Alexanderplatz (15-22 Uhr)
„Die Investitionsbank Berlin IBB sowie die Investitionsbank ILB Brandenburg u. andere Investitionsbanken fordern die 2020 gewährte Corona-Hilfe zurück (...)“: 3 Teilnehmende, ab Wittenbergplatz über Tauentzienstraße, Rankestraße bis Bundesallee 210 (17-18 Uhr)
„Weg mit Hartz IV und dem Bürgergeldbetrug! Aktiver Widerstand gegen einen 3. Weltkrieg! Montag ist Tag des Widerstands!“: 50 Menschen, Montagsdemo Berlin, Alexanderplatz (17.45-20 Uhr)
„Mahnwache am Kanzleramt für die sofortige Abschaltung aller Atomanlagen – nicht nur in Deutschland“: 20 Protestierende, Willy-Brandt-Straße 1 (18-19 Uhr)
Gericht – Weil er als Eislauftrainer mehrere Schützlinge im Alter zwischen 10 und 14 Jahren körperlich misshandelt haben soll, kommt ein 37-Jähriger auf die Anklagebank. Er habe die Jungen disziplinieren wollen. In einem Fall habe er einen Zehnjährigen an den Füßen über die Eisfläche gezogen, das Kind habe Verletzungen erlitten. Sieben Taten sind angeklagt (11.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal D 705).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Michael Bartuli (22), Eishockeyprofi, seit Juli 2023 Stürmer bei den Eisbären Berlin / „Kein Zweifel: sonntags ,die Maus', nahezu täglich Boule bei boule devant, ergänzt um handwerkliches Geschick und einen klaren Blick auf Container, Gebäude, Maße und Zahlen, das hält jung. Dicken Kuss zum 70. Geburtstag, Andi Bohnenberg!“ / Guido Cantz (53), Moderator und Komiker / „Hallo Elke, HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zu deinem 76. Geburtstag, ich wünsche dir aus der Ferne alles, alles Liebe, Gute und vor allen Dingen eine Riesenportion Gesundheit. Ich denke an dich, liebe dich. Dein A./Ingo“/ Olga Holtz (51), russische Mathematikerin, hat eine Professur an der TU Berlin im Fach „Angewandte Analysis und Algebra“ und in Berkeley. Seit 2007 singt sie im Philharmonischen Chor Berlin unter dem künstlerischen Leiter Jörg-Peter Weigle / Toni Leistner (34), Fußballprofi, seit Juli 2023 Abwehrspieler bei Hertha BSC / Bernd Lucke (62), Ökonom und Politiker / „Gert Pflüger (75), Glückwunsch und gute Besserung" / André Schmitz (67), Politiker (SPD) und ehemaliger Kulturstaatssekretär von Berlin / Hans-Christian Schmid (59), Filmregisseur und Autor, 2012 erhielt er für seinen Spielfilm „Was bleibt“ seine bereits vierte Einladung in den Wettbewerb der Berlinale / Florian Wellbrock (27), Schwimmer
Nachträglich: „Roland Stimpel, Fußgängerlobbyist, wurde am Sonntag 67“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Valter Pietro Mazza, * 20. Oktober 1946, verstorben am 31. Juli 2024 / Kurt-Ulrich Prinz, * 26. Januar 1942, verstorben am 1. August 2024
Stolperstein – Dora Herschander (geb. Hirsch), erblicke am 18. Februar 1851 in Rogowo in Posen die Welt. Von 1921 an lebte sie zwanzig Jahre lang, zunächst mit ihrem Mann, dem Handelsmann Israel Herschander, dann ab 1930 als Witwe, in der Berliner Straße. Im Jahr 1941 zwang man sie in ein Haus der Jüdischen Gemeinde in der Choriner Straße 29 in Prenzlauer Berg zu ziehen, von wo man sie am 20. Juli 1942 mit 91 Jahren in das KZ Theresienstadt deportierte. Am 19. August 1942 wurde sie dort ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Berliner Straße 26 in Pankow an Dora Herschander.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Unser heutiges Sommerloch ist das ehemalige Hans-LOCH-Viertel, das erste größere Wohnungsbauprojekt Ost-Berlins: Zwischen 1961 und 1977 zog die DDR das Quartier mit etwa 5.800 Wohnungen für rund 15.000 Menschen in Friedrichsfelde-Süd (Lichtenberg) hoch.
Besonders innovativ war damals, dass neben den Wohnhäusern (größtenteils Platte vom „Typ QX“) auch Geschäfte des täglichen Bedarfs, eine Grundschule und Bibliothek im Zentrum des Viertels miteinbezogen wurden. Die Hauptverkehrsader des Viertels, die Hans-Loch-Straße, wurde nach dem ersten DDR-Finanzminister benannt. Seit 1992 heißt sie „Sewanstraße“ und so änderte sich auch der Name des heutigen Sewanviertels, die verschiedenen Plattenbautypen sind geblieben. Die Geschichte des Bezirks kann man im Museum Lichtenberg online und vor Ort nachlesen.
Besonders innovativ waren für diesen Checkpoint Jessica Gummersbach, Anna Thewalt und Robert Kiesel (Recherche), Tobias Langley-Hunt hat das Popcorn serviert (Stadtleben) und Jasmine Dellé in der Früh alles appetitlich angerichtet (Produktion).
Wir sehen lesen uns hier morgen wieder. Bis dahin!