Guten Morgen und aloha heja he vom Indischen Ozean, von wo uns Leser Matz Wietheger grüßt: „Der Checkpoint liest sich sehr entspannt hier. Hakuna Matata aus Sansibar!“ Wenn Du mich fragst, wo’s am schönsten war.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Für Berlinerinnen und Berliner rückt das Meer immer meer weg. Nachdem Regionalzüge an die Ostsee am Wochenende wegen Überfüllung keine Leute mehr mitnahmen, können Reisende mit einem Deutschlandticket nun auch nicht mehr umständehalber auf Fernverkehrszüge umsteigen. Bisher war das möglich bei zu erwartenden Verspätungen von mindestens 20 Minuten. In einem solchen Fall durfte das gekaufte Ersatzticket hinterher zur Erstattung eingereicht werden. Ab heute geht das nicht mehr, da das Deutschlandticket laut Eisenbahnverkehrs-Verordnung ab sofort als „Angebot mit erheblich ermäßigtem Beförderungsentgelt“ gilt. Auf dem Weg zum Meer bietet die Bahn wieder weniger.
Komm Karlineken, komm Karlineken komm, wir woll’n nach Pankow jeh’n, da is it wunderschön. Schon im Kaiserreich wurde der Gassenhauer im wunderschönsten, aber inzwischen verstaubten Kellergewölbe von Pankow geschwungen. Seit 1907 wurde im Ratskeller des prachtvollen Rathauses getanzt und gespeist, doch nach der Vereinigung rentierte sich der Betrieb an der umtosten Breiten Straße nicht mehr. Selbst als Kantine für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bezirks scheiterte der Ratskeller, zwischenzeitlich lagerte der Bezirk hier Akten ein. Aber so ganz aufgegeben hat Pankow sein traditionelles Gewölbe noch nicht. „Am liebsten wäre mir da unten ja ein Jazzkeller“, bekennt Pankows Bezirksbürgermeisterin Cordelia Koch (Grüne) im Checkpoint-Gespräch. Für ein neues Restaurant wären wohl zu hohe Investitionen nötig, die Rede war zuletzt von 150.000 Euro.
Realistischer erscheint da eine andere Idee, mit der der Bezirk zumindest seine Mitarbeitenden beköstigen will: ein Lieferdienst. „Wir möchten den Angestellten des Bezirksamts gerne ein warmes Mittagessen liefern lassen“, berichtet Koch. Da sich auch die Idee einer Kantine auf dem Gelände des Bezirksamts in der Fröbelstraße zerschlagen hat, soll nun an alle Standorte der Verwaltung ein vorher von den Angestellten ausgewähltes Essen gebracht werden. Der Preis könnte vom Bezirk bezuschusst werden. Pankow will nun ein Interessenbekundungsverfahren starten, im Herbst soll es einen ersten Pilotversuch geben. „Falls alles klappt und sich ein guter Anbieter dafür findet, wollen wir das ab dem nächsten Jahr dauerhaft anbieten“, erzählt Koch. „Dann können wir auch für Mitarbeitende in entlegenen Amtsgebäuden als Arbeitgeber noch attraktiver werden.“ Damit die Laune im Pankower Rathaus noch seltener im Keller ist.
Viel Laune auf den Bühnen und in den Kneipen der Stadt hat der Berliner Barde Frank Zander gemacht. Am Wochenende nun ist der 81-Jährige beim „Schlager-Olymp“ im Strandbad Lübars von der großen Bühne abgetreten. Wie es für ihn weitergeht, erzählt der gebürtige Neuköllner im Checkpoint-Gespräch.
Frank Zander, wie ist es, nach dem letzten Hit „Nur nach Hause geh’n wir nicht“ wirklich nach Hause zu gehen?
Ick geh ja nich in Rente… Aber das war ein echt emotionaler Abschied von der großen Bühne. Meine Familie, meine Fans und meine Freunde haben es mir leichter gemacht, denn sie waren alle da. Ich widme mich ab jetzt mehr meiner Malerei, bin auch gerne bei Galerie-Ausstellungen dabei und sing da mal einen Song. Dann planen wir gerade die nächste Weihnachtsfeier für Obdachlose und Bedürftige im Hotel Estrel. Es gibt dieses Jahr auch wieder einen von mir gemalten Fisch-Kalender. Tja, und wenn Hertha ruft, bin ich natürlich da und singe vor der Ostkurve.
Der größte Hit war „Hier kommt Kurt“ über einen Aufschneider, der durch Berlin stolziert. Was war das Besondere an diesem Lied?
Rein finanziell war tatsächlich der Ententanz von 1981 noch erfolgreicher. Aber Kurt ist einfach viel cooler und bis heute klingt der Song frisch und lässig. Ich schlüpfe gern in Rollen und Kurt ist meine absolute Lieblings-Verkleidung. Diese etwas nervigen Typen, die sich zu wichtig nehmen und denken, sie seien der Mittelpunkt der Welt, wird es immer geben. Ich glaube der wunderbare Text von Hanno Bruhn hat es damals auf den Punkt gebracht. Deswegen wird dieser Song für immer in den Köpfen bleiben.
Was wünscht sich Frank Zander für die Zukunft und für Berlin?
Klar, ich wünsch mir Gesundheit für meine Familie und dass ich fit bleibe. Für Berlin wünsche ich mir, dass die Stadt ihr Herz behält und dass die kleinen Kiezkneipen erhalten bleiben. Vielleicht gibt es ja irgendwann mal ‘ne Zander-Kneipe – dann gerne einfach bei mir melden!
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Auf dem Vorplatz der Berlinischen Galerie werden an einem lauen Sommerabend zeitgenössische Videoarbeiten des preisgekrönten Künstlers Gernot Wieland gezeigt. Dazu gibt es Drinks, Popcorn, Musik und einen Artist Talk zwischen Gernot und dem Direktor des Museums.
Einen Schnaps in der Gerichtsklause kann man wohl gebrauchen, wenn man es gerade mit dem Berliner Kammergericht zu tun hat. Dort warten nach Aussage des Rechtsanwalts Thomas Herro mehrere seit Jahren anhängige Verfahren auf weitere Bearbeitung, darunter Berufungsverfahren aus dem November 2020 und Februar 2021. In einem Schreiben des Gerichts wird nun gar mitgeteilt, dass „keinerlei Vorhersage gemacht werden kann, wann mit der Bearbeitung des vorliegenden Verfahrens begonnen werden kann“. Selbst mit einem „auch nur mittelfristigen Bearbeitungsbeginn wird indes nicht zu rechnen sein“. Eine vakante Stelle im 5. Zivilsenat des Gerichts bleibe bis zum Jahresende unbesetzt, danach müsse die Kollegin oder der neue Kollege „zunächst in die Spezialgebiete des Senats einarbeiten“ und die teilweise seit 2020 anhängigen Verfahren „grundsätzlich chronologisch abarbeiten“. In dem Gerichtsschreiben „regt der Senat nachdrücklich an“, eine „gütliche oder sonstige nichtstreitige Erledigung“ zu suchen. Und bittet nahezu darum, möglichst nicht mehr damit behelligt zu werden.
„In diesem Fall würde ich nicht nur von einem Stillstand der Rechtspflege, sondern von einer Kapitulation sprechen“, sagt Anwalt Herro dem Checkpoint. Zwar gebe es wegen der vielen Prozesse nach dem Diesel-Betrugsskandal der Autoindustrie und angesichts des Nachwuchsmangels in der Justiz überall längere Gerichtsverfahren. „Aber dass Verfügungsverfahren in der Berufungsinstanz zum Teil mehrere Jahre beim Kammergericht hängen, ist in der Form deutschlandweit einzigartig.“
Das Gericht räumt auf Checkpoint-Anfrage ein, entsprechende Schreiben an mehrere Anwälte verschickt zu haben. Darüber hinaus lässt es wissen, „dass die derzeitigen Vakanzen sehr unerfreulich sind, jedoch davon auszugehen ist, dass diese nur kurzfristig bestehen“. Demnach sollen durch neun neue Richterinnen und Richter „die derzeit leider bestehenden Lücken in einigen Senaten bis Ende des Jahres gefüllt sein“. Die Justizverwaltung zeigt sich auf Anfrage von dem Gerichtsschreiben überrascht, teilt aber mit: „Das fragliche Schreiben zeigt auch auf, wie und wann das Verfahren voraussichtlich weiter gefördert werden wird, auch wenn dies für die Parteien sicherlich unbefriedigend war.“ Wegen der richterlichen Unabhängigkeit obliege es „den Richterinnen und Richtern selbst, wie sie das Verfahren führen“. Oder wie eben nicht.
Auf die Frage, ob es sich hier nicht längst um einen Stillstand der Rechtspflege handelt, antworten Kammergericht und Justizverwaltung unisono mit einem schlichten „Nein“. Darüber sollte mal ein Richter befinden – wenn es denn einen geben würde.
Falls Sie neben dem Aktenstudium noch Zeit für drei gute Artikel haben, dann lesen Sie heute diese bei Tagesspiegel plus:
Und wir so? Deutschland ist die drittälteste Nation der Welt. Trotzdem kann das Land innovativ bleiben – wenn Jung und Alt gemeinsam an neuen technischen Ideen tüfteln. Ein Report von Barbara Gillmann.
Und Du so? Warum wird man in Berlin ständig geduzt? Und ist es nicht höflicher, beim Sie zu bleiben? Informell und international gibt sich die Stadt auch beim Sprechen. Eine Erkundung von Lotte Buschenhagen.
Und wieso? Für Wandersleute gibt es immer aufwändigere Ausrüstung. Das Outdoor-Erlebnis wird oft zum Konsum-Ereignis. Dabei sind in der Natur nur wenige Hilfsmittel unverzichtbar. Ein Test von Martin Einsiedler.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Sie waren eine fahrende Legende. Nun haben die Mietlaster von „Robben & Wientjes“, erkennbar am Logo einer Ball spielenden Robbe und selbst unverkennbares Symbol der Berliner Umbrüche und ständigen Wohnungswechsel vor Ausbruch des Mietwuchers, ihre letzte Fahrt absolviert. „Die ‘Robbe‘ war für Generationen von Berlinern das Synonym für Umzugswagen“, schreibt Caspar Schwietering als Nachruf ins Fahrtenbuch. Wer ist schon so wahnsinnig, heute noch umzuziehen?
Die Hoffnung nie aufgeben – das kann man lernen von Andreas Thamm, dem Fischer vom Müggelsee. Nachdem wegen eines mutmaßlichen Stromdefekts am Donnerstag sein Verkaufswagen und sein Räucherofen niederbrannten (Video hier), räumte er mit Hilfe der Nachbarschaft am Wochenende die Schäden weg und beschaffte sich einen neuen Verkaufswagen. Schon an diesem Wochenende will der 69-Jährige wieder Fische an der Ruderfähre von Rahnsdorf räuchern. Und sein abgesagtes Fährmannsfest wohl noch im Herbst nachholen. Hol über!
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Ach, da gerade alle wieder gern ins Kino gehen: Am Donnerstag kommt der Publikumsliebling der Berlinale vor die Leinwand. In „Past Lives“ erzählt die Südkoreanerin Celine Song eine berührende Hymne auf das verpasste Leben, das jede und jeder in sich trägt – nicht nur für meine Kino-Kollegin Christiane Peitz „der bewegendste Film des Jahres“. Welches Leben hätten Sie gerne gelebt?
Eine gute Nachricht im Kampf gegen Hass im Netz verkündete Kinder- und Jugendpsychologe Eberhard Schlie im Netz, obwohl es darin um Hass im Netz gar nicht geht. Aber um etwas anderes Interessantes. Schlie hatte den Berliner Arzt und Unternehmer Paul Brandenburg, der trotz öffentlicher Zweifel an der Corona-Pandemie mehrere Testzentren betrieben hatte, Mitglieder der Bundesregierung als „Faschisten“ bezeichnet hatte und in dessen Haus bei einer Durchsuchung Waffen gefunden worden waren, wegen übler Nachrede bei Twitter angezeigt. Einem Schreiben der Berliner Amtsanwaltschaft zufolge, das Schlie beim Twitter-Nachfolger X postete, werde dieses Verfahren eingestellt, da gegen den Beschuldigten ein anderes Verfahren geführt werde, „in dem er eine Freiheitsstrafe zu erwarten hat“. Paul Brandenburg sprach von „Falschbehauptungen“ und schrieb dazu: „Ist die Amtsanwaltschaft Berlin inkompetent oder böswillig?“ Derzeit wird gegen Brandenburg wegen eines möglichen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz ermittelt.
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Querpass nach Köpenick: Die Bundesliga-Überrascher vom 1. FC Union stehen kurz vor der Verpflichtung von Nationalspieler Robin Gosens von Inter Mailand. Die Ablöse für den Verteidiger soll 15 Millionen Euro plus Bonuszahlungen betragen (via „Kicker“ und Sky). Berlin hat wieder einen Big City Club.
Ach ja, die Ferienfrage an die KI haben wir auch noch: Hallo ChatGPT, wie lange gibt es Dich noch?
Antwort: „Als von OpenAI entwickeltes Modell habe ich keine individuelle Lebensdauer im herkömmlichen Sinne. Meine Funktionalität hängt von der Technologieentwicklung und den Entscheidungen von OpenAI ab. Sie könnten mich weiter verbessern, neue Versionen entwickeln oder andere Ansätze verfolgen.“ Suchen wir uns was davon aus.
Wussten sie das schon? Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sitzen am längsten rum, und zwar fast zehn Stunden am Tag. Oder wie es der Deutschlandfunk (gefunden von Dirk von Ehlen) einordnete: „Am wenigsten sitzen den Angaben zufolge die Menschen in Ostdeutschland. Hier liegen die Brandenburger vorn.“ Das lassen wir mal so stehen.
Zitat
„Die Ukraine muss diesen Krieg gewinnen.“
Finanzminister Christian Lindner (FDP) spricht bei einem Besuch in Kiew das aus, wozu sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) nicht zu bekennen getraut.
Tweet des Tages
Alle: - Du arbeitest Teilzeit? - Genau. - Weil du ein Kind hast? - Nein. - Weil dein Partner das Geld nach Hause bringt. - Nope. - Hattest du einen schweren Unfall und wirst allmählich wieder eingegliedert? - Auch nicht. GenZ: - Du arbeitest Teilzeit? - Ja. - Cool!
Stadtleben
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In Postleitzahlen durch Berlin: Während der Sommerferien bringen wir Sie jeden Tag an Orte zwischen 10115 und 14199. Heute: 10119 Prenzlauer Berg (Pankow) und Mitte.
Essen & Trinken – Nudeln gehen immer und bei Wen Cheng kann man zuschauen, wie sie von Hand gezogen werden. Die extrabreiten Biang-Biang-Nudeln werden in scharfer Brühe mit viel Chili oder Knoblauchöl serviert, wahlweise mit Beef, Lamm oder mit Tofu und Shiitake. Bao Buns gibt es auch, die leckeren asiatischen Burger kommen mit Buttermilch-Hähnchen oder knusprigem Tofu daher. Di-Fr 17 bis 22 Uhr, Sa/So 12-15 und 17-22 Uhr, Schönhauser Allee 10, S/U-Bhf Schönhauser Allee
Berlinbesuch – Die evangelische Zionskirche ist ein Ort mit Geschichte: Dort predigte Dietrich Bonhoeffer; in den 1980ern befand sich im Keller die von der Stasi verfolgte und überfallene Umwelt-Bibliothek der DDR-Opposition; heute wird dort rege geheiratet und getauft. Sonntags darf man auf den Turm steigen, 104 Stufen hoch, und von oben über das Viertel und die Stadt schauen. Zurück auf dem Boden gibt es wechselnde Ausstellungen, aktuell zu sehen: „Goldflicken“. Darin beschäftigt sich die iranische Künstlerin Ghazal Dabbaghi mit verschiedenen Formen des Widerstands (bis 31.8.), Mo bis Sa 14–18 Uhr, So 12–18 Uhr, Eintritt frei, die Turmbesteigung kostet einen Euro, Zionskirchstraße, Tram-Haltestelle Zionskirchplatz
Mit Kindern – Das ist jetzt echt kein Geheimtipp, aber ein Besuch in einer der Filialen der Eisdiele Hokey Pokey macht einen Lasst-wenigstens-noch-mal-kurz-um-den-Block-Spaziergang um einiges attraktiver. Es gibt u.a. Indisches Mangosorbet, Marzipan-Blutpfirsich oder die Haussorte Vanille mit knusprigen Karamellstückchen. Danach Händewaschen und noch in die schöne Buchhandlung ocelot, die auch am Samstag bis 20 Uhr geöffnet hat, und eine auf Kinder und Jugendliche spezialisierte Buchhändlerin beschäftigt (Brunnenstraße 181). Eisdiele: Torstraße 141, tgl. 12-22 Uhr, U-Bhf Rosenthaler Platz
Und sonst? Unsere heutige Postleitzahl liegt sowohl im Prenzlauer Berg als auch in Mitte. Der Prenzlauer Berg war bis 2001 ein eigenständiger Bezirk, aktuell leben dort 167.807 Menschen (Stand Ende 2022). Tippt man die PLZ 10119 bei Google Maps ein, poppen massenhaft tolle Restaurants, Cafés und Bars auf; ein etwas versteckterer Ort für eine Pause ist die Kantine des Büros von Architekt David Chipperfield (Joachimstraße 11). Und sonst wird für jeden Anlass und jedes Alter etwas geboten: Weinbergpark, „Tchoban Foundation - Museum für Architekturzeichnung“ (Christinenstraße 18A), Comicladen Grober Unfug (Torstrasse 75), kleiner Skatepark ...
Feriengewinn – Was macht es mit einer Beziehung, wenn ein Kinderwunsch nicht in Erfüllung geht? Dieses hochemotionale Thema steht im Zentrum von „Frau ohne Schatten“. Der Musiktheaterabend ist eine Kollaboration von und nach Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal sowie Ulrike Schwab und Tobias Schwencke. Erzählt werden die Geschichten dreier Frauen, die versuchen, über Widerstände hinweg glücklich zu werden. Für die Premiere in der Neuköllner Oper am 25. August werfen wir 2x2 Tickets in den Lostopf! Für die Premiere gibt es höchstens noch Restkarten, nächste Vorstellung am 27.8. (ab 22 Euro), Karl-Marx-Straße 131/133, U-Bhf Karl-Marx-Straße
Kiekste
Für den Fall, dass Sie die Machete schon zücken wollten, kann Sie vielleicht noch dieses Schild aufhalten. Gesichtet und abgelichtet von Leser David Baltzer am Schlachtensee. Über weiter ausgefallene Berlin-Sichtungen freuen wir uns jederzeit unter: checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – A111 (Reinickendorf-Zubringer): In den beiden folgenden Nächten wird die A111 von 21-5 Uhr in beiden Richtungen im Bereich der Anschlussstelle Seidelstraße gesperrt.
Die Sperrung umfasst die Bereiche:
* In Richtung Oranienburg zwischen AS Am Festplatz und AS Holzhauser Straße
* In Richtung AD Charlottenburg (stadteinwärts) zwischen AS Holzhauser Straße und AS Eichborndamm. Mit der Sperrung der ersten Auffahrten wird jeweils ab 20 Uhr begonnen.
Germanenstraße (Altglienicke): Bis Anfang September regelt eine Baustellenampel zwischen Germanenplatz und Wendenstraße den Verkehr.
Bahnhofstraße (Köpenick): Richtung Lindenstraße ist zwischen Seelenbinderstraße und Kinzerallee der rechte Fahrstreifen für ca. zwei Wochen gesperrt.
Dominicusstraße/Sachsendamm (Schöneberg): In Richtung Tempelhof ist die Fahrbahn zwischen Hauptbahnhof und A103 teilweise auf einen Fahrstreifen verengt. Die Arbeiten sind bis Ende Oktober geplant.
Kurt-Schumacher-Damm (Tegel): Bis 25.8. ist in Richtung Am Festplatz in Höhe des ehemaligen Flughafens Tegel der linke Fahrstreifen gesperrt.
Regionalverkehr – FEX: Von 20.45-4.45 Uhr enden/beginnen einzelne Züge abweichend in Flughafen BER – Terminal 5 (zusätzlicher Halt). Der Halt Terminal 1-2 fällt aus. Zudem fahren die Züge ab Berlin Ostkreuz bis zu 20 Minuten später.
RE6: Die Züge fallen von 6.45-15.15 Uhr zwischen Hennigsdorf (b Berlin) und Berlin-Charlottenburg aus.
Demonstration – Für heute sind sieben Demos angemeldet (Stand 14.8., 14 Uhr), u.a. „Nein zu den Taliban in Afghanistan“: 100 Demonstrierende, European Organization for Integration e.V., Werderscher Markt 1 (14-19 Uhr)
„Menschen mit Schildern“: 30 Menschen, Schloßstraße (17-18.30 Uhr)
„Wir pfeifen auf Stuttgart 21“: fünf Demonstrierende, Potsdamer Platz (18.40-19.15 Uhr)
Gericht – Knapp sechs Monate nach dem gewaltsamen Tod eines fünfjährigen Mädchens beginnt der Prozess gegen einen 20-Jährigen. Er soll das ihm für kurze Zeit anvertraute Kind im Bürgerpark Pankow mit sieben Messerstichen umgebracht haben. Bei dem Angeklagten handelt es sich um einen Bekannten der Familie des Opfers. Die Anklage lautet auf Totschlag (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 219).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Liebster Franz, wahrhaftiger Freund! Wir gratulieren und wünschen! MJ“ / Dominique Heintz (30), Fußballspieler, Abwehrspieler bei Union Berlin, aktuell VfL Bochum / „Liebes Lenchen – Zu deinem 20. Geburtstag gratuliert dir ganz Berlin und deine alte Keksback-Freundin Astrid. Genieße deinen besonderen Tag auf Mallorca in vollen Zügen“ / „Lieber Max und lieber André – zu Eurem 40. Geburtstag wünscht Euch Eure Astrid natürlich nur das Allerbeste, und wunderbare weitere tolle Lebensentwürfe, Zuversicht und ganz, ganz viel Lebensfreude. Lasst Euch feiern!“ / „Für Natalie: Hi, meine Süße, zum Geburtstag ein dickes Päckchen voller Geschenke ?, eine feine Torte ? und vor allem viel Liebe, Gesundheit und ne superjeile Zick wünscht dir deine Mami ♥️??“ / „Hi Pearl, ich wünsche dir alles Liebe und Gute zum Geburtstag und hoffe, dass wir noch lange gemeinsam Abenteuer erleben können. Bleibe auch weiterhin der positive Einfluss, der du für deine Freunde und Familie bist. In Liebe dein Moritz“ / „León W. Schönau, ¡Happy 81st cumpleaños!“ / Friede Springer (81), Unternehmerin, Verlegerin des Axel-Springer-Verlags
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Sven Lemiss, * 1966, Geschäftsführer Berliner Immobilienmanagement GmbH / Dr. Hartmut Ludwig, gestorben am 24. Juli 2023 / Dr. Ursula Orlowsky, * 8. Mai 1929 / Walter Rasch, * 13. Mai 1942 / Prof. em. Dipl.-Ing. Horst Schumacher, * 23. Juni 1955
Stolperstein – Margarete Knopf, geb. Löwenberg, wurde am 24. Oktober 1884 in Berlin geboren. Sie war mit Paul Knopf verheiratet, einem Kaufmann. Das Paar hatte zwei Söhne, die nach New York auswandern konnten. Margarete nahm sich am 15. August 1942 das Leben, am selben Tag wurde Paul verhaftet und nach Riga deportiert. Sofort nach der Ankunft am 18. August 1942 wurde er ermordet. An Margarete und Paul Knopf erinnert ein Stolperstein in der Giesebrechtstraße 10 in Charlottenburg.
Encore
An dieser Stelle präsentieren wir Ihnen in der Ferienausgabe des Checkpoints unserer Serie „Reihum Berlin“: An jedem Ziel, das hier empfohlen wird, erfragen wir die Empfehlung für den nächsten Tag. Zu lesen gibt es die Reihe exklusiver Berlin-Tipps von Montag bis Freitag. Die heutige Empfehlung kommt von Helene Stolzenberg, Gründerin von Nordliebe:
„Die alte Apotheke an der Ecke Goltzstraße und Pallasstraße liebe ich, seit ich sie kenne. Sie stammt aus dem Jahr 1892. Bis heute gibt es dort das kunstvolle Interieur von damals: unzählige Schubladen, eingefasst von schmuckvollen Schnitzereien. Ein toller Ort, der als Apotheke schon hinreißend war. Natascha Kespy hat daraus ein Schokoladengeschäft (Winterfeldt Schokoladen) gemacht, in dem es wirklich tolle und besondere Sorten zu entdecken gibt. Es macht Spaß, dort zu stöbern und kurz aus der Zeit zu fallen.“ Dienstag bis Samstag 10-18 Uhr, Goltzstraße 23, 10781 Berlin.
Morgen lesen Sie an dieser Stelle die Berlin-Empfehlung von Natascha Kespy von Winterfeldt Schokoladen.
Lassen Sie sich heute von drückender Wärme nicht erdrücken. Und drücken Sie mit mir die fleißigen Hände von Thomas Lippold (Recherche), Antje Scherer (Stadtleben) und Florian Schwabe (Produktion). Morgen stellt hier Christian Latz was auf die Beine. Ich grüße Sie!
