das Schönste zuerst: Berlin hat ein Herz. Viele Menschen in unserer rasenden Metropole nehmen sich Zeit für das Wichtigste, was Menschen tun können: anderen Menschen helfen. So wie der Busfahrer, der im heftigsten Juni-Sturm dem 96-jährigen Rudi Gehrig das Leben rettete.
Der fast blinde Reinickendorfer wollte mit dem Bus durch Heiligensee zurück nach Hause fahren, als ihn schon an der Haltestelle der Orkan erwischte, der im Berliner Nordwesten zahlreiche Bäume entwurzelte. Als er sich endlich in einen Bus retten kann, muss dieser schon bald stoppen, weil riesige Bäume quer über der Hennigsdorfer Straße liegen und ein Ast aufs Busdach gefallen ist.
Im Interview erinnert sich Rudi Gehrig: „Der Busfahrer sagte: ‚So, jetzt ist Feierabend.‘ Die anderen Gäste sind alle einer nach dem anderen ausgestiegen, und der Busfahrer sagte: ‚Da werden Sie wohl laufen müssen.‘ Und ich sagte: ‚Da haben wir schon das Problem. Ich kann nicht laufen. Meine Beine haben mich zwar 96 Jahre getragen, aber jetzt schwächeln sie doch ganz schön.‘ Und dann hat er gesagt: ‚Da müssen wir beide eben hierbleiben.‘“
Wie der Busfahrer half, den durchgefrorenen Fahrgast aufzuwärmen und es schließlich gemeinsam mit der Leitzentrale der BVG, der Diakonie und der Feuerwehr gelang, den Fahrgast sicher durch das Sturmchaos nach Hause zu bringen, erzählt Rudi Gehrig im bewegenden Gespräch mit unserem Kiezreporter Valentin Petri, das Sie hier nachlesen können – und das so endet: „Ich bin an dem Abend direkt unter die heiße Dusche. Dann habe ich mir ein Glas Rotwein in die Mikrowelle gestellt und einen Grog getrunken. Kein Schnupfen, keine Erkältung, alles gut.“
Grünen wird’s nicht mehr. In den Parks der Stadt sitzt Berlin schon auf dem Trockenen, bevor der Sommer richtig angefangen hat. Angesichts des ramponierten Stadtgrüns warnen nun die Bezirke vor „nicht verantwortbaren Kürzungen“ bei den Grünflächenämtern, die die Bäume und Grünanlagen verantworten. „In diesem Bereich drohen im kommenden Doppelhaushalt Einsparungen, obwohl die Mittel schon im laufenden Haushalt nicht reichen“, sagt Neuköllns Stadtrat Jochen Biedermann (Grüne) dem Checkpoint. „Der alte Satz ‚Grün wächst von alleine‘ stimmte noch nie, aber heute weniger denn je.“
Hätten früher drei Jahre Entwicklungspflege für neu gepflanzte Bäume gereicht, brauche es heute zehn Jahre, um sie groß zu bekommen. Zudem entwickelten ältere Bäume wegen des Trockenstresses viel mehr Totholz als früher, das beseitigt werden muss, damit es niemanden beim nächsten Sturm erschlägt. Zudem müsse man die Grünanlagen in diesem Jahr so früh im Sommer wässern wie noch nie. „Das alles kostet Geld“, stellt Biermann trocken fest.
Zusätzlich zu Buche schlagen die zunehmende Übernutzung und Vermüllung der Parks. So beziffert das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg die jährlichen Reinigungskosten für den Volkspark Friedrichshain mit inzwischen 107.000 Euro. Auch der Humboldthain am Gesundbrunnen leidet unter Vandalismus und Unrat. „Gerade in den Sommermonaten ist das Müllaufkommen beachtlich“, berichtet Julia Mösch vom Bezirksamt Mitte. „Es werden zusätzlich zu den vorhandenen Mülleimern dann drei Kubikmeter große Absetzcontainer aufgestellt, die nach einem Wochenende auch voll sind.“
Der Bedarf für die Pflege der Berliner Parks jedenfalls wächst schneller als das Grün selbst. In Neukölln fehlen für den Erhalt der grünen Infrastruktur laut Bezirksamt drei bis vier Millionen Euro pro Jahr. Und auf die Frage, wie viel Personal aktuell in Pankow zur Herrichtung der Parks fehlt, antwortet das Grünflächenamt knapp, aber deutlich: „Derzeit sind 88 zusätzliche Stellen angemeldet.“ So schnell wächst auch hier nichts nach.
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Die sensationellen Bronzen von San Casciano dei Bagni – 2022 im Schlamm eines etruskisch-römischen Heiligtums entdeckt – sind nun erstmals außerhalb Italiens in Berlin zu sehen. Die Ausstellung auf der Museumsinsel zeigt einzigartige Statuen und neue Funde von 2024. Ein Blick auf antike Rituale und Kulturgeschichte.
Huch, ein Schauer! Aber wollen wir uns wirklich über Regen aufregen? Nach dem trockenen, windigen Frühjahr hat sich Berlins Umland in die Steppe Brandenburg verwandelt. Den Bäuerinnen und Bauern geht das ins Mark.
„In Niederungen wächst der Mais noch ganz gut, aber auf vielen Flächen haben wir Totalausfälle – da schaffen es die Pflanzen nur, kleine Halme zu bilden, aber keine große Frucht“, berichtet Agraringenieurin Lilian Guzmán von der Agrargenossenschaft Groß Machnow. Bei der Gerste habe die Ernte 18 Prozent unter dem Durchschnitt gelegen, beklagt die 48-Jährige. Selbst die Sonnenblumen würden vertrocknen.
Der Wassermangel hat auch Folgen für die nötige Bewässerung der Felder. „Sorgen machen uns neuerdings die Kartoffeln, die wir normalerweise regelmäßig beregnen“, erzählt Guzmán. „Da aber der Wasserstand im Kanal wegen der Trockenheit zu niedrig ist, haben wir gerade keine Erlaubnis für die Wasserentnahme mehr.“
Welche Folgen die inzwischen strukturelle Trockenheit aufgrund des Klimawandels für die ostdeutsche Landwirtschaft hat und mit welchen neuen Methoden und Kulturen die Landwirtinnen und Landwirte die traditionell sandigen Böden aufzubessern versuchen, erzählt Guzmán im Interview – nachzulesen heute in unserem Tagesspiegel-Newsletter „In Osten“; zum kostenlosen Abo geht es hier.
Und wie geht es Ihnen: Soll für uns immer die Sonne scheinen?

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281 Millionen Euro soll Berlins wichtigster Museenbetreiber noch in diesem Haushaltsjahr vom Bund bekommen. Sage noch einer, es bringe uns nichts, wenn konservative Meinungsmacher Kulturstaatsminister werden! Da lächeln und schweigen wir fein, wenn also Wolfram Weimer (CDU) im Bundestag sagt: „Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz bildet mit dem Louvre und dem British Museum das glorreiche Triumvirat europäischer Kulturmuseen.“ Und wir können uns auch kein Gekicher leisten über diesen Satz: „Wir stärken es mit unseren aufgestockten Mitteln so, dass Glanz und Gloria strahlen – aber auch die Fackeln der Aufklärung, der Weltoffenheit, der deutschen Leidenschaft ums Wissen und Können darin leuchten und uns wunderbare Wege weisen.“ Einfach zurücklehnen und ans Geld denken…
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Stiftung Brandenburger Tor
Slow-Art Führung in der Ausstellung: „Geschenkt, getauscht, geraubt – Liebermann-Büsten“
12. Juli 2025 | 14:00 Uhr
Nehmen Sie sich Zeit für Kunst: In Ruhe schauen, spüren, ertasten – und ins Gespräch kommen. Entschleunigt erleben, was bewegt.
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„Die Regenbogenfahne gehört in die Mitte unserer Stadt, die Regenbogenfahne gehört in die Mitte unserer Gesellschaft.“ So sagte es – mit wohl besten Grüßen aus Berlins Mitte ins Bundestags-Berlin – der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gestern beim Hissen der Pride-Flagge vor dem Roten Rathaus. Er sei schließlich „auch der Regierende Bürgermeister der Regenbogenhauptstadt“.
Doch im Alltag muss Berlins Queerbeauftragter Alfonso Pantisano feststellen: „Die Anfeindungen gegen queere Menschen und die Ablehnung werden immer größer. Und in Berlin nimmt die Gewalt immer mehr zu.“
Im Interview mit unserer Queerspiegel-Redaktion (kostenloser Newsletter hier) äußert sich der Beauftragte auch explizit zum Fall des schwulen Lehrers Oziel Inácio-Stech, der Mobbing durch Schüler und Unterstellungen im Kollegium erleben musste und sich von Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) nicht unterstützt fühlt.
Partisano sagt dazu deutlich in Richtung Bildungsverwaltung: „Unabhängig von der angeblichen Komplexität, die dieser Fall haben soll, geht es hier um ein Menschenleben, das aus meiner Sicht nicht ausreichend geschützt wurde. Oziel Inácio-Stech ist durch diese Vorgänge sehr krank geworden. Wer ihn erlebt hat, wie er weint, zittert und von den Vorkommnissen berichtet, der weiß, welchen Riesenschaden an seiner Seele angerichtet wurde. Das ist aus meiner Sicht unverzeihlich.“
In seinem Amt lägen inzwischen mehrere Fälle von queeren Lehrkräften auf dem Tisch, „die massive Probleme innerhalb ihrer Schulstrukturen haben“. Vielleicht sollten sich Katharina Günther-Wünsch und Kai Wegner mal nach ihnen erkundigen, bevor sie symbolisch die nächste Toleranzflagge hochziehen.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wenn das mal nicht gestört ist: Die Störung zwischen Berlin und München verlängert sich – nicht die zwischen Wegner und Söder (das wird eh nichts mehr), sondern die auf der ICE-Strecke. Die Reparaturen nach einem offensichtlich vorsätzlich gelegten Brand im fränkischen Hirschaid werden wohl erst am Sonntag statt wie geplant heute abgeschlossen. Die Fahrt verlängert sich in beide Richtungen um bis zu 1 Stunde und 40 Minuten. Nicht angefahren werden Coburg, Erlangen und Bamberg. Dann fährt eine Checkpoint-Autorin wohl mit dem Auto.
Gibt es eine mildere Strafe für Daniela Klette? Im Prozess gegen die mutmaßliche ehemalige RAF-Terroristin hat das Landgericht Verden mit einem rechtlichen Hinweis den Vorwurf des Mordversuchs vom Tisch gewischt – der schwerwiegendste Punkt in der Anklage. Klette wird beschuldigt, mit ihren mutmaßlichen Komplizen Burkhard Garweg und Ernst-Volker Staub Geldtransporter und Supermärkte bewaffnet überfallen zu haben. In einem Fall fielen dabei Schüsse – hier gehen die Richter nun von einem „bedingten Tötungsvorsatz“ aus. Allemal schlimm genug.
Jetzt aber endlich gute Nachrichten:
Berlin ist 173 Mal um die Welt geradelt – in nur drei Wochen. Mehr als 35.000 Berlinerinnen und Berliner nahmen im Frühjahr am diesjährigen Stadtradeln teil und stiegen angemeldet aufs Rad um. Das Ergebnis: 1138 eingesparte Tonnen CO2, massenweise gestärkte Oberschenkel und fast sieben Millionen zurückgelegte Kilometer. Zum Vergleich: Wer einmal den Äquator umrundet, fährt 40.075 Kilometer. Stadtsieger sind das Team „Mehrwert Berlin“ der landeseigenen Unternehmen mit 401.444 abgeradelten Kilometern vor der Berliner Polizei und dem Team „Suche sicheren Radweg“. Das hat sich bestimmt verfahren.
Lust auf Anfeuern? Heute beginnen die Landesspiele der Special Olympics in Berlin und Brandenburg. Bis Sonntag messen sich mehr als 1600 Athletinnen und Athleten mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung in Leichtathletik, Fußball, Basketball, Kanu oder Schwimmen. Das inklusive Sportfest findet unter anderem im Sportforum Hohenschönhausen und im Sportkomplex am Velodrom statt. Einfach hingehen und mitfiebern – der Eintritt ist frei.
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Suchen Sie Ihren Schmuck? Im Januar stellte die Berliner Polizei bei der Durchsuchung eines 43 Jahre alten Tatverdächtigen Ohrringe, Ringe, Halsketten und Uhren sicher. Und fragt nun: Wem gehören diese Schmuckstücke? Ein Lob den Ermittelnden – auch für die kreative Präsentation auf dem letzten Foto.
Endlich wieder Hollywood-Alarm in Berlin: Beim Ausflug von Pedro Pascal zu seinen deutschen Fans entdeckte mein Kollege Tobias Langley-Hunt den perfekten Star mit 50: „Nahbar, mit mehr oder weniger nur rein beruflich-genutztem Instagram-Kanal. Frei von Allüren, aber nicht ohne Anspruch. Mit Ecken und Kanten, aber ohne Skandale. Gutaussehend, gleichzeitig nicht makellos. Politisch und dabei nicht aufdringlich. Von seinem Privatleben gibt er bei all dem nur so viel preis, dass jung, alt, Mann wie Frau, in ihn reinprojizieren kann, was ihre oder seine Fantasie gerade will.“ Womöglich also einfach ein guter Schauspieler.
Alter und Schönheit vereint das Berliner Antike-Kolleg. Der Verbund der Universitäten lädt am kommenden Donnerstag zum Leseabend mit toten Sprachen. Dort stehen unter anderem auf dem Programm: Das einsame Mondbesäufnis auf Mittelchinesisch, ein altlitauisch-mittelpolnisches Drama über Met, Bier, blutende Hostien und den Holundergott Pušaitis sowie ein Klospruch in Latein. Latrinam, quaeso, perfunde!
Zitat
„People Have The Power! Ich glaube immer noch daran.“
Punk-Ikone Patti Smith im Tagesspiegel-Interview vor ihrem Konzert in der Zitadelle Spandau am Freitag.
Stadtleben
Verlosung – Europäer, die Funk spielen? Vor Nils Landgren alias Mr. Red Horn gab es das eigentlich gar nicht. Gut 30 Jahre später liegt der schwedische Posaunist und vermutlich umtriebigste Jazzer des Kontinents keineswegs auf dem Sofa und sonnt sich in seiner Vorreiterrolle, sondern hat immer noch Spaß an Konzerten. Zum Beispiel in der schönen Kulisse von Schloss Neuhardenberg, wo er am Sonnabend mit seiner Funk Unit im Park auftritt. Wir verlosen 5x2 Karten! Regulär kosten die 28-46 Euro, los geht es um 19 Uhr. Schinkelplatz, 15320 Neuhardenberg
Essen & Trinken – Dass das Hausbrot von „Albatross“ beim Reinbeißen Krach macht, hat sich rumgesprochen. Auch den anderen Laiben im Holzregal sieht man ihre knusprige Hülle schon von der Tür aus an, Misch-, Roggen- oder Aprikosen-Walnuss-Brot, selbst das Dinkel-Kastenbrot gibt sich oben gut gebräunt. Wie kriegt man das hin? „Mit Dampf und Hitze“, sagt Anders Alkærsig, einer der drei Leiter:innen der 2017 gegründeten Bäckerei. Die Teige dürfen außerdem lange gehen, langsam und kühl, mindestens über Nacht. Die Brote werden allesamt von Sauerteig auf Volumen gebracht, auch in einer Reihe von süßen Pastries steckt er. In den knusprigen Blätterteig-Kreationen natürlich nicht: Unbedingt „Queen A“ probieren, buttrig, dicht und doch knusprig, mit keksigen Aromen, wachgekitzelt von einer Prise Meersalz. Tägl. 8-18 Uhr, Graefestraße 66/67, U-Bhf Schönleinstraße
Noch hingehen – Unterwegs mit 1000 Rentieren in der Arktis: Die finnische Künstlerin und Forscherin Emilia Tikka hat monatelang einen Rentierhirten begleitet, der nördlich des Polarkreises unterwegs ist. Dabei hat sie Routen der indigenen Sami aufgezeichnet, die immer kleiner werden. In der Schau „Johtingeaidnu – The Path Within“ beschäftigt sie sich mit dem Klimawandel, aber auch mit der Frage, ob Erinnerungen zwischen Menschen und Tieren weitergegeben werden können. Nur noch bis Sonntag im Projektraum der Schering Stiftung, Do/Fr von 13 bis 19 Uhr, Sa/So von 11 bis 19 Uhr, Eintritt frei, Unter den Linden 32–34, S-Bhf Friedrichstraße
Last-Minute-Kombipackung – Das in der migrantischen Szene bestens vernetzte Kinoprojekt Sinema Transtopia ist mittlerweile in dem alten Industriekomplex unweit des Silent Green heimisch geworden. Es zeigt aktuelle Filme und beherbergt Veranstaltungen wie das „Xposed Queer Film Festival“: Kino an der Schnittstelle von Kunst, Unterhaltung, Empowerment und Bildung. Im Sommer finden die Veranstaltungen auf dem schönen Hof statt, heute Abend ab 18 Uhr lesen Khuê Pham („Wo auch immer ihr seid“) und Nguyễn Phan Quế Mai („Der Gesang der Berge“), anschließend laufen drei thematisch passende Kurzfilme (21.30 Uhr). Je 9 Euro, Lindower Straße 20/22 (Haus C), S-Bhf Wedding
Grübelstoff – Alle reden über (bezahlbare) Pflege, Sie auch? Falls Sie (noch) nicht betroffen sind – ist das ein Thema, das Ihnen den Schlaf raubt, oder lassen Sie sowas auf sich zukommen?
Kiekste
Ziegen, die auf Leser starren. Anders als in der ähnlich betitelten Parodie mit George Clooney und Jeff Bridges, geht es hier nicht um parapsychologische Experimente der US-Armee. Leserin Ibolya Kluge wollte uns einfach mal nach Hahneberg (Spandau) entführen. Danke! Weitere filmreife Fotos aus Berlin gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Hönower Straße (Hellersdorf): Die Straße wird zwischen Am Rosenhag und Am Lupinenfeld bis voraussichtlich 16.7. für den Kfz-Verkehr gesperrt. Die Uslarer Straße sowie Am Lupinenfeld (von beiden Richtungen) sind abgehängt (Sackgassen).
Tiergarten: Heute Nacht ist der Tunnel Tiergarten Spreebogen von 20.30 Uhr bis 5 Uhr in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S3 und S9: Von 21.45-1.30 Uhr besteht zwischen Olympiastadion und Spandau nur ein Zugverkehr im 20-Minutentakt mit der S9.
S25: Die Linie ist von 21.45-1.30 Uhr zwischen Lichterfelde Ost und Südende unterbrochen.
S41/S42: Von 21.45-1.30 Uhr fahren die Züge zwischen Bundesplatz und Halensee nur im 20-Minutentakt.
Regionalverkehr – FEX: Ab 20.45 Uhr bis Samstag, 23.45 Uhr, werden zahlreiche Züge über Lichtenberg (zusätzlicher Halt) umgeleitet. Der Halt in Ostkreuz entfällt.
RB10 und RB14: Ab 20.15 Uhr bis Freitag, 23.30 Uhr, fallen mehrere Züge zwischen Nauen und Berlin Südkreuz aus.
RB24: Von 21.15-4.45 Uhr werden einzelne Züge zwischen Lichtenberg und Schönefeld (bei Berlin) umgeleitet. Die Halte in Ostkreuz und Schöneweide entfallen.
RB32: Von 20.45-22.30 Uhr werden einzelne Züge zwischen Hohenschönhausen und Schönefeld (bei Berlin) umgeleitet. Die Halte in Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide entfallen.
Demonstration – Für heute sind 18 Demos angemeldet (Stand 9.7., 13.45 Uhr), u.a. „Vereint für Palästina – (United for Palestine!) Gegen die Blockade humanitärer Hilfe für Gaza; gegen Waffenlieferungen gegen Unterdrückung, für die Umsetzung des internationalen Haftbefehls gegen B. Netanjahu und J. Gallant“: 150 Menschen, Heinrich-von-Gagern-Straße (0-24 Uhr)
„Mehr Marktmacht für die Milcherzeuger“: 20 Teilnehmende, Bundesverband Deutscher Milchviehhalter, Hiroshimastraße 17 (8-14 Uhr)
„Wir haben Agrarindustrie satt!“: 40 Demonstrierende, Kampagne Meine Landwirtschaft, Hiroshimastraße 17 (8.30-14.30 Uhr)
„Mittagspause gegen Kürzungen“: 80 Teilnehmende, Verdi, Otto-von-Simson-Straße 26 (12-13 Uhr)
„Milliarden für die Bundeswehr, aber kein Geld für Geflüchtete“: zehn Protestierende, Tempelhofer Damm 106 (18-20 Uhr)
Gericht – Der Prozess um die tödliche Messerattacke auf eine 27-jährige Frau in Berlin-Marzahn wird fortgesetzt. Ihr Ex-Lebensgefährte soll sie im Fahrstuhl eines Mehrfamilienhauses mit 85 Messerstichen ermordet haben. Die Staatsanwaltschaft geht von einem Femizid aus. Der Mann habe aus übersteigertem Besitzdenken heraus gehandelt (9.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A537).
Universität – Im Geschichtsbuch ist alles schön nach Datum sortiert, aber ist das wirklich immer so eindeutig? An der Freien Universität gibt es heute einen öffentlichen Gastvortrag mit dem Titel „Wann (und wie) Ereignisse beginnen“. Es geht um „theoretische und empirische Perspektiven der Geschichtswissenschaft“ (18 Uhr), Fabeckstraße 23/25 (Raum 2.2058, Holzlaube)
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Gisela von der Aue (76), Politikerin (SPD), bis 2006 Präsidentin des Landesrechnungshofs Brandenburg, Berliner Senatorin für Justiz (2006-2011) / „Lieber Julius Betschka, herzliche Geburtstagsgrüße sendet dein ehemaliges Checkpoint-Team!“ / Ulla Kock am Brink (64), Fernsehmoderatorin („Die große Welt der kleinen Menschen“) / Karl-Heinz von Liebezeit (65), Schauspieler (u.a. „Hinter Gittern – Der Frauenknast“ und „Der Rote Kakadu“), Mitglied der Deutschen Filmakademie / „Lebenskünstler, Staatssekretär a.D. und endlich Landarzt der Brandenburger Sandkiste: alles Gute zum Geburtstag, Du meine liebste Nervensäge. Die Muse küsst mit Großvergnügen.“ / „Sabine ist 80, was nicht zu glauben ist. Die wunderbare Sopranistin in unserem Chor ‚Crazy Birds‘ trifft wunderbar die hohen Töne nach wie vor. Wir gratulieren herzlich zum heutigen Tage und wünschen Dir demnächst Reisen ohne Zwischenfälle, die keiner braucht. Wir freuen uns weiterhin auf Deine Teilnahme und wünschen dazu viel Gesundheit“
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Ulrike Luise Beller, * 17. Mai 1956, verstorben am 16. Juni 2025 / Lore Petra Rose Große Siestrup, * 20. April 1949, verstorben am 9. Juni 2025 / Monika Hansen-Sander, * 9. April 1942, verstorben am 26. Juni 2025 / Axel Kirchner, * 31. März 1936, verstorben am 26. Juni 2025 / Manfred Müller, * 27. Februar 1943, verstorben am 17. Juni 2025
Stolperstein – Elsbeth Moses geb. Metzenberg wurde am 6. September 1910 in Berlin geboren. Sie arbeitete als Laborantin bei einem jüdischen Arzt und war verheiratet mit Fritz Moses. Sie wurden am 1. November 1941 zusammen mit Elsbeths Mutter Charlotte ins Ghetto Litzmannstadt (Łódź) verschleppt. Fritz und Elsbeth mussten dort Zwangsarbeit leisten, bis sie am 10. Juli 1944 nach Chełmno deportiert und dort sofort ermordet wurden. An Elsbeth Moses erinnert ein Stolperstein in der Mommsenstraße 67 in Charlottenburg.
Encore
Schön, aber Velten: Der in Berlin gesichtete Polarfuchs ist wohlauf und zurück bei seinem Halter im brandenburgischen Velten. Berlins Wildtierreferent Derk Ehlert hatte mitgesucht und berichtet, dass der Fuchs vergangenen Mittwoch Kirschen futternd im Schatten eines Baumes in Heiligensee gefunden wurde. „Dem Tier ging es gut“, sagt Ehlert. „Es schien beinahe froh, dass es eingefangen wurde.“ Ein Fuchs muss tun, was ein Fuchs tun muss – aber bei 37 Grad und nach einer Woche Freiheit sei das sonst in Gefangenschaft lebende Tier zunehmend überfordert gewesen. Auch Ehlert ist erleichtert: „Wir haben genug heimische Arten und brauchen nicht auch noch Polarfüchse.“
Die leckersten Checkpoint-Kirschen gesucht und gefunden hat heute Christoph Papenhausen. Antje Scherer hat fürs Stadtleben schattige Plätze herausgesucht. Unsere Frühdienst-Füchsin war Jennifer Katona. Morgen erforschen Lorenz Maroldt und Jessica Gummersbach hier die Berliner Freiheit. Wir grüßen Sie!
