bevor sich Berlins Politik in die Weihnachtsferien verabschiedet, hat das Abgeordnetenhaus am frühen Donnerstagabend noch den neuen Doppelhaushalt 2026/27 beschlossen. Eine frühzeitige Bescherung gabs im Abgeordnetenhaus dagegen für die Chefetage der Berliner Feuerwehr. Landesbranddirektor Karsten Homrighausen, sein Stellvertreter Per Kleist und die Leiter der Feuerwehr- und Rettungsakademie, des Leitungsstabs und verschiedener Abteilungen werden je eine Besoldungsgruppe heraufgestuft. Für Feuerwehrchef Homrighausen, der schon Fußballgucken als Dienstzeiten aufgeschrieben und eine Dienstreise nach Paris um private Freuden ergänzt hat, startet der Verdienst nun bei 11.172,26 Euro monatlich.
Das kommt bei den arg gebeutelten Rettungskräften nicht gut an. „Bitte dort anfangen, wo seit Jahren echte Probleme liegen und nicht an der Spitze“, kommentierte Lars Wieg, Landeschef der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft. Für Grünen-Politiker Vasili Franco ists gar „ein Schlag ins Gesicht aller Feuerwehrbeschäftigten, mit welcher Dreistigkeit der Landesbranddirektor in größenwahnsinnige Gehaltsvorstellungen verfällt“. Da hat der Oppositionspolitiker zur Abwechslung auch Innenstaatssekretär Christian Hochgrebe (SPD) auf seiner Seite. Auch ihm war es am Montag im Innenausschuss wichtig zu betonen: Die Heraufstufung durch die Koalitionsfraktionen sei „nicht mit der fachlichen Zustimmung“ der Innenverwaltung erfolgt.
Der Baum brennt kurz vor Weihnachten auch bei den freien Schulträgern. „So kann es nicht weitergehen. Wir Schulträger stehen im winterlichen Regen“, erklärt Eva-Maria Kopte, Vorstandsvorsitzende der Evangelischen Schulstiftung in der EKBO in einer von allen großen privaten Trägern unterzeichneten Pressemitteilung. Auslöser ist, dass die schwarz-rote Koalition in diesem Jahr nicht mehr die für die Träger wichtige Novelle zur Schulfinanzierung verabschieden wird. „Damit gehen die Schulträger in eine ungewisse Zukunft und haben keinerlei Planungssicherheit für das Kalenderjahr 2026“, kritisiert Torsten Wischnewski, stellvertretender Geschäftsführer des Paritätischen Wohlfahrtsverbands Berlin.
Zwar haben die Fachpolitiker von CDU und SPD die Novelle längst im Bildungsausschuss beschlossen, seither jedoch geht‘s nicht voran. Nach Checkpoint-Informationen versuchten kleinere Träger, die Reform zu verhindern, die die Schulgebühren auch für Haushalte mit mittleren Einkommen deckeln soll – und machen dafür Druck bei der CDU-Fraktion. Seither liegt das Vorhaben auf Eis. Dreimal wurde es im Hauptausschuss bereits verschoben.
SPD-Bildungsexpertin Maja Lasić glaubt dennoch, dass es im neuen Jahr Bewegung gibt. „Ich bin zuversichtlich, dass wir es in der nächsten Hauptausschusssitzung so beschließen werden wie der Senat es ins Parlament eingebracht hat.“
Noch nicht zur weihnachtlichen Ruhe kommt Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU). Ihr Haus hat bei der Anordnung von Tempo 50 an Berliner Hauptstraßen offenbar dilettantisch gearbeitet. Wo Eltern auf der Albrechtstraße in Steglitz morgens fast tausend Schüler gezählt haben, kamen Bondes Mitarbeiter nur auf 25 – zu wenig, um mehr Tempo im Weg zu stehen. Nun zeigt ein brisantes Senatspapier, das Tagesspiegel-Kollege Boris Buchholz vorliegt: Die Mitarbeiter haben den Straßenbereich in Nähe des Gymnasiums Steglitz nie beobachtet. Wo keine Zählung, da auch keine Schüler.
Ist es Unvermögen oder bewusste Täuschung? Bei Bonde und ihrer Verwaltung muss man sich diese Frage gerade ziemlich oft stellen. Seit Wochen steht der Vorwurf im Raum, die CDU-Politikerin habe sich eine von ihr erwähnte Verkehrssimulation vor Eröffnung des A100-Abschnitts zum Treptower Park nur ausgedacht. Jetzt steht fest: Bonde hat die angebliche Verkehrssimulation frei erfunden. Das belegen Aussagen der Autobahn GmbH. Die letzte Untersuchung, wie sich die Autobahn auf den Verkehr am Treptower Park auswirkt, stammt von 2010, berichtet Kollege Robert Kiesel.
Und wie war das mit der dritten Landebahn für den BER, die Bonde diese Woche gefordert hat? So richtig versteht außer der Senatorin bis heute keiner, warum es die bräuchte. Oder war Bonde gar nicht klar, dass der BER schon zwei Landebahnen hat? Laut Checkpoint-Informationen spricht manches dafür. In der CDU sorgt die Verkehrssenatorin mit all dem für viel Kopfschütteln. Sieht gerade jedenfalls eher so aus, als müsste Bonde nach der Wahl im Herbst die Ausfahrt aus dem Senat nehmen.
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Genug gemeckert. Nun mal was Positives! Wir wollten gestern von Ihnen wissen, was 2025 in Berlin richtig gut gelaufen ist. Offenbar mehr als gedacht: In Lichterfelde-West beseitigt die BSR das Laub seit diesem Jahr zügig, berichtet Jochen Erfurt. „Der Winter kann jetzt kommen.“ Gut funktioniert auch das Störungsmanagement vom Stromnetz Berlin, lobt Daniela Schneider. Geradezu „unerwartet“ gut läuft es auch im Bürgeramt Neukölln. Die Mitarbeiter sind glatt „umarmenswert“, schreibt Leserin Patricia.
Außerdem macht Ihnen Freude: Das bald fertiggestellte Klettergerüst der Ruppin-Grundschule in Friedenau (Ulrike Kriegel), das Ordnungsamt in Charlottenburg, die Opernroute Nord (Gabriele Kriegs), neue Radwege (Isa Ducke) und mehr Behindertenparkplätze (Christina Bentele). Und besser lief es in diesem Jahr auch an der berüchtigten Friedrich-Bergius-Schule, meldet der dortige Verwaltungsleiter Axel Jürs. Und was heißt das für Ihr Gesamtfazit?

Der Senat hat den Streit um die zwei Silvesterpartys am Brandenburger Tor zwar für sich entschieden (Checkpoint vom 16.12.), der Jahreswechsel wird in Mitte aber wohl trotzdem doppelt gefeiert. Das unterlegene Bündnis von Kulturschaffenden will die geplante Partydemo nun am Großen Stern durchführen und dort mit Musiktrucks gegen die Kulturkürzungen protestieren. „Wir haben jetzt keine Zeit mehr für Beef und konzentrieren uns auf unsere 100 DJs“, erklärt Veranstalter Armin Mostoffi Kamari. Inzwischen rechnet das Bündnis mit etwa 20.000 statt 100.000 Besuchern. „Durch den Wegfall des Brandenburger Tors haben wir fast alle Unterstützung verloren“, sagt Mostoffi. Auch für die Pyroshow sieht es momentan nicht gut aus.
Das Bezirksamt Mitte hat noch keine Genehmigung erteilt. Das Bündnis habe sich erst am Mittwoch beim zuständigen Grünflächenamt gemeldet und bisher „nicht annährend bearbeitungs- oder prüffähige Unterlagen“ vorgelegt, heißt es vom Bezirk. Ohnehin seien im Tiergarten zusätzliche Sondernutzungen wie ein Feuerwerk „sehr gut zu begründen und mit dem Umwelt- und Naturschutz abzuwägen“. Ein Feuerwerk will anderthalb Kilometer entfernt am Silvesterabend auch der Senat veranstalten. Die nächsten kostenfreien Tickets für die landeseigene Party werden heute freigeschaltet.
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Und noch ein paar Lese-Empfehlungen aus der Tagesspiegel-Redaktion:
+ Komplett-Umbau bei der BVG zum Jahreswechsel: Neue Top-Manager, neue Vision, neue Strukturen
+ Ich bin 49, lebe gesund und habe Krebs: Wie kann das sein?
+ Für kleine und große Überraschungen: 16 Geschenke unter 50 Euro, die wirklich etwas hermachen

Noch 5 Tage bis Weihnachten! Heute schenken wir Ihnen eine Auszeit – mitten in der Stadt, fernab vom Trubel.
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Berliner Schnuppen
Telegramm
Heute vor neun Jahren verübte der Attentäter Anis Amri mit einem Lkw einen Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz. Am Freitagabend wird der Opfer bei einer Andacht in der Gedächtniskirche im Beisein von Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gedacht. Der Breitscheidplatz ist auch in dieser Adventszeit ein Ort, an dem Trauer und weihnachtlicher Trubel nah beieinander liegen.
Bevor am Montag offiziell die Weihnachtsferien beginnen, rollt heute eine traditionelle Driving-Home-for-Christmas-Kolonne aus der Stadt. Laut VIZ wird der Höhepunkt der Reisewelle bereits am Freitagnachmittag erreicht. Wo mit Stau zu rechnen ist, sehen Sie hier.
Frohe Botschaft für Berliner Autofahrer: Die Autobahnbrücke über die Mecklenburgische Straße in Wilmersdorf muss nicht abgerissen werden. Die nächste A100-Vollsperrung ist damit vom Tisch. Bis es wieder mehr als aktuell eine Spur Richtung Dreieck Funkturm gibt, wird’s aber noch dauern.
Anders schauts bei der Langenscheidtbrücke in Schöneberg aus. Nach einem Feuer unter dem Bauwerk bleibt die Brücke für Autos vorerst weiter gesperrt.
Und wo wir schon beim Thema sind: Finanzsenator Stefan Evers (CDU) streicht den Brückentag, den Charlottenburg-Wilmersdorfs Bezirksbürgermeisterin Kirstin Bauch (Grüne) allen Bezirksmitarbeitern für den 2. Januar schenken wollte. „Hierfür besteht keine Rechtsgrundlage“, sagte ein Sprecher der Finanzverwaltung der „B.Z.“. Apropos Sonderurlaub: In unserer Meldung vom Mittwoch haben wir Treptow-Köpenick unbeabsichtigt unter den schweigsamen Bezirken geführt. Das Bezirksamt hatte sehr wohl geantwortet – und zwar, dass die Ämter am 2. Januar auch im Südosten regulär geöffnet oder erreichbar sind.
Berlin soll eine Yad-Vashem-Straße bekommen. Die Bau- und Raumkommission des Bundestags hat gestern empfohlen, einen Teil der Dorotheenstraße am Jakob-Kaiser-Haus nach der internationalen Holocaust-Gedenkstätte zu benennen.
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Es kann weitergefeiert werden in der Wilden Renate. Der Friedrichshainer Club meldet, dass das für Jahresende geplante Ende nach einer Einigung mit dem Vermieter vom Tisch ist. Eine Pause gibt’s nun trotzdem. Weiter ums Überleben kämpft dafür das Jonny Knüppel in Prenzlauer Berg, und hofft am Wochenende auf Spenden und Clubbesucher.
Nach fast drei Jahren Betrieb ist das einstmals größte Flüchtlingszentrum Deutschlands auf dem Gelände des ehemaligen Flughafens Tegel seit gestern leer. Allerdings nicht lange. Ab Januar werden im früheren Terminal C vorübergehend 500 Plätze für Geflüchtete geschaffen.
Berlins Fiskus ist nicht feierlich zu Mute. Säumige Steuerzahler können in der Hauptstadt nicht auf einen „Weihnachtsfrieden“ hoffen – anders als unsere Nachbarn. In Brandenburg führen die Finanzämter vom 22. bis einschließlich 30. Dezember keine Vollstreckung für Steuerschuldner durch.
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Die Staatsanwaltschaft Berlin bekommt eine neue Chefin. Ingrid Jaeger wird künftig leitende Oberstaatsanwältin. Die aktuelle Abteilungsleiterin in der Verwaltung des Abgeordnetenhauses folgt auf Jörg Raupach, der am Freitag offiziell verabschiedet wird.
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) machte vergangene Woche Schlagzeilen, indem er in allen deutschen Botschaften ein Bild von sich aufhängen ließ (neben das des Bundespräsidenten). Lächelt Kai Wegner (CDU) in Berlin also bald auch von allen Verwaltungs-Wänden? „In der Senatskanzlei ist es nicht üblich, Porträts des aktuellen Regierenden Bürgermeisters von Berlin aufzuhängen“, schreibt Pressesprecherin Christine Richter dem Checkpoint. Na gut.
Auch die Löwen-, ach nee, die Wildschwein-Ortung wird digitaler. Die Anwohner von Kleinmachnow können ihre Sichtungen ab sofort in ein Online-Formular eintragen und Fotos hochladen.
Zitat
„Ihre Bilanz, Herr Wegner, ist eine verunsicherte Stadt im Dauerchaos.“
Grünen-Fraktionschef und Spitzenkandidat Werner Graf ging den Regierenden in der Generaldebatte zum Haushalt scharf an. Kai Wegner selbst wertet den 92 Milliarden Euro schweren Rekord-Doppelhaushalt dagegen als „Fahrplan für die Zukunft“.
Stadtleben
Verlosung – Dass Max Goldt immer noch keine Angst vor Fettnäpfchen hat, macht er gleich zu Beginn seines neuen Buches klar. Er halte nüscht von Frauenfußball. Eigentlich generell von Fußball. Wovon er sonst noch nichts hält, kann man am Tag vor Silvester von ihm selbst erfahren: Er liest am 30. Dezember (20 Uhr) im Delphi Filmpalast unter anderem aus „Aber?“. Wir verlosen 2x2 Karten für diese sicher gut gelaunte Veranstaltung! Bewerben können Sie sich übers Checkpoint-Postfach. Karten kosten regulär 30 Euro, Kantstraße 12a, S/U-Bhf Zoologischer Garten
Essen & Trinken – Wer um 22.50 Uhr Hunger bekommt und gerne etwas Warmes essen, sich dabei hinsetzen möchten, vielleicht sogar in einem gemütlichen Laden – der hat es schwer, selbst in Berlin. Aber: Im Neuköllner „Volume One“ bekommt man sogar bis 24 Uhr warme Küche. Auf der Karte stehen acht Gerichte. Vorneweg ein Baguette mit geschmolzenem, geräuchertem Scamorza-Käse und ein Spießchen mit Olive, Anchovis und Chilischote. Im weiteren Sinne Hauptgänge gibt es vier, u.a. Habibi-Tacos: Lamm- und Rinderhack auf Fladenbrot mit Petersilie, Minze und eingelegten Zwiebeln (vegan: mit Austernpilzen). Gelungen sind vor allem die Desserts, etwa die dunkle Schokomousse, und die Drinks. Mi-Sa 18-1 Uhr, Reuterstraße 47, U-Bhf Schönleinstraße
Noch hingehen – Na, los, bald ist es vorbei. Wer bisher alle Weihnachtsmärkte gemieden hat, sollte es auf dem Lucia-Weihnachtsmarkt versuchen. Im historischen Areal der Kulturbrauerei gibt es immerhin eine richtig gute Bratwurst (vom Biohof Gut Hirschaue aus Brandenburg) im angetoasteten Sauerteigbrot. Außerdem öffentliche Mäntel zum Einkuscheln, flackerndes Feuer, wandelnde Engel und ein kindgerechtes Kettenkarussell. Noch bis Montag. Fr/Mo 15-22 Uhr, Sa/So ab 13 Uhr, Eintritt frei, Knaackstraße 97, U-Bhf Eberswalder Straße
Geschenk – Bevor Sie in Versuchung geraten, einem kochbegeisterten Menschen noch schnell einen „Gourmet Whip“ (schäumt alles Mögliche dank Stickstoff-Kapseln), einen Spargeltopf oder eine Eismaschine zu kaufen, legen wir Ihnen dringend diesen warnenden Überblick unseres Genuss-Ressorts ans Herz: Acht Küchengeräte, die man sich und anderen ersparen sollte. Schlaue Alternativen gibt es auch, etwa einen langweiligen, aber extrem nützlichen Pürierstab. Oder statt voluminöser Gerätschaften zum Selber-Brauen (nur für Menschen mit sehr viel Platz und Zeit) etwa den Braukurs bei Flessa Bräu, im Brauhaus Spandau oder bei Hops & Barley. Letzterer kostet 90 Euro (inkl. Kaffee, Brezel und Kursheft), Brauerei: Zur Alten Börse 41, S-Bhf. Friedrichsfelde Ost
Grübelstoff – Leben Sie vielleicht auch in einer interkulturellen Weihnachtsbeziehung? Also, wo der Partner oder die Partnerin alles, was mit diesem Fest zu tun hat, wundervoll findet – und Sie halt nicht. Oder umgekehrt. Und wie entschärfen Sie dieses unlösbare Dilemma?
Kiekste
Festliche Stimmung in Berlin – sogar beim Mülleimer. Gesehen und festgehalten von Leserin Sandra Ronca in der Westfälischen Straße in Halensee. Vielen Dank dafür! Schicken Sie uns auch Ihre schönsten, kuriosesten und überraschendsten Berlin-Momente an checkpoint@tagesspiegel.de und nehmen mit Ihrer Zusendung aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr –Königsheideweg (Baumschulenweg): Eine Baustellenampel regelt bis Ende Januar 2026 den Verkehr in Höhe Späthsfelder Weg. Der Späthsfelder Weg ist für den Kfz- und Radverkehr vom Königsheideweg gesperrt (Sackgasse).
Bölschestraße (Friedrichshagen): Die Straße ist von 6 Uhr bis Sonntagnacht, 24 Uhr, in beiden Richtungen zwischen Aßmannstraße und Fürstenwalder Damm gesperrt.
Leipziger Straße (Mitte): In der Zeit von 22 bis 6 Uhr ist die Straße in beiden Richtungen zwischen Stresemannstraße und Wilhelmstraße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Eine Umleitung ist ausgeschildert
Alt-Rudow (Rudow): Ab 19 Uhr bis Sonntagnacht, 24 Uhr, sind die Straße Alt-Rudow zwischen Krokusstraße (inkl.) und Köpenicker Straße (exkl.) sowie die Krokusstraße zwischen Alt-Rudow und Prierosser Straße (exkl.) für den Kfz-Verkehr gesperrt.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 18.12., 17.15 Uhr), u.a. „Gasbohrungen vor Borkum verhindern“: 25 Demonstrierende, Fridays for Future, Leipziger Straße 3 (8.30-10 Uhr)
„SOLIDARISCH GEGEN ANTISEMITISMUS – Wir wünschen unseren jüdischen Nachbarn: Chag Sameach“: 30 Menschen, Brunnenstraße 33 (15.15-23.59 Uhr)
„Uneingeschränkter Zugang humanitärer Hilfe und Öffnung aller Zugänge für die Menschen in Gaza, Stopp der Siedlergewalt im Westjordanland (...)“: 50 Demonstrierende, Friends of Standing Together Berlin, Blücherplatz 1 (17-18.20 Uhr)
„Gegen die Schließung des Görlitzer Parks“: 60 Menschen, Skalitzer Straße, Wiener Straße, Planufer (17-18.30 Uhr)
„Mahnwache zum Schutz jüdischen Lebens“: 20 Teilnehmende, Fraenkelufer 10 (17.30-19 Uhr)
Sonnabend – Angemeldet sind 22 Demos, u.a. „Stopp den Krieg im Sudan“: 300 Menschen, Sudanesische Gemeinde Berlin-Brandenburg, Platz des 18. März, (14-16 Uhr)
„Berlin steht ein für jüdisches Leben – gegen Antisemitismus und gegen Judenhass“: 50 Teilnehmende, „Forum Israel – nie wieder schweigen!“, Pariser Platz (17-18 Uhr)
„Demo Frieden und Toleranz Chanukka“: 100 Menschen, Chabad Berlin, Rathausstraße 1 (19.30-20.30 Uhr)
Sonntag – Angemeldet sind 13 Demos, u.a. „Kulturelle Wiederbelebung der Ukraine“: vier Personen, Pariser Platz 1 (12-20 Uhr)
„Tag der kurdischen Flagge“: 100 Menschen, Platz des 18. März (14-16 Uhr)
„Entmiliardärisieren für Klima Natur und Demokratie“: 25 Demonstrierende, Extinction Rebellion, Königin-Luise-Straße (16-18 Uhr)
Gericht – Zwei Frauen, die in einem BVG-Bus zwei weitere Fahrgäste fremdenfeindlich beleidigt und körperlich attackiert haben sollen, kommen auf die Anklagebank. Eine 29-Jährige habe einer Betroffenen ins Gesicht gegriffen. Die 31-jährige Angeklagte habe sich mit beiden Händen an der Haltestange festgehalten und der Frau mit Wucht gegen den Oberkörper getreten. Beiden Opfern sei Reizgas ins Gesicht gesprüht worden (9 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A572).
Universität – Studierende der Hochschule Ernst Busch führen heute das Stück „Peer Gynt“ nach Henrik Ibsen auf. Es spielt das 3. Studienjahr Schauspiel, Regisseur Ruslán Viktorov studiert ebenfalls im dritten Jahr. In der modernen Interpretation geht es um immer neue Ich-Entwürfe. Heute bis Sonntag, je 19 Uhr, weitere Vorstellungen ab Januar, bat-Studiotheater, Belforter Straße 15
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Ben Becker (61), Schauspieler und Sänger, spielte in mehr als 80 Film- und Fernsehproduktionen, Mitgründer der Bar „Trompete“ am Lützowplatz / Thomas Brussig (61), Schriftsteller („Helden wie wir“) und Drehbuchautor / „Lieber Dietrich, zu Deinem denkwürdigen 90. Geburtstag wünschen wir Dir alles, alles Gute. Hab‘ weiterhin eine schöne Zeit bei guter Gesundheit, herzliche Grüße Dieter + Claudia“ / „Ein herrliches neues Jahr, liebe Nina! Nomi & Leni“ / „Liebe Sabine, an Deinem heutigen Geburtstag gratuliere ich dir von ganzem Herzen! Ich bin überglücklich, dich an meiner Seite zu haben. Ich wünsche dir nur das Beste, und unzählige glückliche Momente. Ich schicke dir 1000 Küsse und noch viel mehr! In Liebe Dieter“ / „Lieber Wurmi, wir gratulieren dir herzlichst zum Geburtstag und wünschen dir vor allem Gesundheit und hoffen auf ein Wiedersehen im neuen Jahr! Doro und Uwe“
Sonnabend – „Wir gratulieren unserem reizenden Enkel August Franz Ehrlinger zu seinem 2. Geburtstag, den er 4 Tage vor Weihnachten feiern darf. Möge er immer seinen Charme behalten. G. & E. Ehrlinger“ / Alexander Herrmann (50), Politiker (CDU), Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin / August von Joest (76), Manager und Investor, seine nach ihm benannte Stiftung für Bildung und Talente wurde 2009 gegründet und wird seit dieser Zeit von der Bürgerstiftung Berlin als Treuhänder verwaltet / Leopold Querfeld (22), österreichischer Fußballspieler, steht beim 1. FC Union Berlin unter Vertrag / Hans-Jochen Wagner (57), Schauspieler, ermittelt im Schwarzwald-„Tatort“, im Ensemble der Schaubühne Berlin
Sonntag – Georg Kössler (41), ehemaliger Politiker (Bündnis 90/ Die Grünen), bis 2021 Mitglied im Abgeordnetenhaus, jetzt Leiter Politik bei Greenpeace / Matthias Lilienthal (66), Dramaturg, war Intendant des Hebbel-Theaters Berlin, designierter Intendant der Volksbühne / „Hans-Joachim Matzky wird 80! Mit den besten Wünschen, dass Du noch viele Jahre das Leben – wenn auch inzwischen etwas eingeschränkt – genießen kannst, gratulieren ganz herzlich Sigrid, Martin, Loni und Heike“ / Reinhard Mey (83), Komponist und Chansonsänger, zuletzt erschien 2024 das Album „Nach Haus“ / Cem Özdemir (60), Politiker (Bündnis 90 / Die Grünen), bis Mai 2025 Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft sowie für Bildung und Forschung / „Christoph Papenhausen, akribischer Rechercheur, rasender Revue-Berichterstatter und Checkpoint-Jugend-Mitglied, das Team lässt dich hochleben und stößt auf dich an!“
Damit wir allen Geburtstagskindern über die Feiertage im Checkpoint-Newsletter gratulieren können, bitten wir darum, die Grüße für diesen Zeitraum bis morgen (19.12.) um 11 Uhr bei uns einzureichen.
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Dr. Hella Monika Sigrid Conrad, * 16. Februar 1940, verstorben am 16. November 2025
Stolperstein – Helene „Lenchen“ Gottschalk geb. Kalischer (*1853) war verheiratet mit Adolf Gottschalk. Das Ehepaar hatte zwei Kinder: Martha und Siegfried. Die Familie lebte in Danzig; nachdem Helenes Mann gestorben war, zog sie nach Berlin zu ihrer Tochter. Gemeinsam wurden Mutter und Tochter am 3. Oktober 1942 von den Nazis nach Theresienstadt deportiert. Helene starb am 19. Dezember 1942 an den unmenschlichen Bedingungen im Lager, offiziell lautete die Todesursache Altersschwäche und Herzstillstand. An Helene Gottschalk erinnert ein Stolperstein in der Freisinger Straße 6 in Schöneberg.
Encore
Dass die Schwaben und Berliner mehr gemeinsam haben, als beide gerne hätten, mag eine unangenehme Wahrheit sein. Hier wie dort wird mit Lob jedenfalls gern gespart. (Es gilt der Grundsatz: „Nicht geschimpft ist genug gelobt.“)
Doch rund um Weihnachten kommt man im Südwesten plötzlich aus dem Loben gar nicht mehr raus: Man tourt beim Christbaumloben von einem Nachbarhaus zum nächsten, um die geschmückte Tanne im Wohnzimmer wortreich zu loben. Als Dank werden Schnaps und Plätzchen kredenzt. Wenn Ihnen der merkwürdige Brauch zusagt oder Sie einfach mal ein Lob loswerden wollen: Die Landesvertretung von Baden-Württemberg will heute Mittag ihre 13 Meter hohe Schwarzwald-Tanne loben lassen.
Auch wir kommen aus dem Loben heute nicht heraus bei den Recherchen und Beiträgen von Christoph Papenhausen und Alexander Fröhlich. Natürlich war auch das Stadtleben von Antje Scherer ganz vorzüglich, genauso wie Jennifer Katona in der Frühproduktion einen klasse Job gemacht hat. Morgen starten Sie hier mit Jessica Gummersbach ins vierte Adventswochenende. Wir lesen uns im neuen Jahr wieder.
Bis bald und machen Sie es gut,
