„lieben Gruß aus ‚Salvador da Bahia‘ – Brasilien! Kokosnusswasser & Maracuja-Caipirinha, um die Hitze des 27 °C Winters zu vertreiben!“ schreibt uns Checkpoint-Leser Dimas Souza.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint@tagesspiegel.de.
Nicht wenige haben neben dem kühlen Drink am Strand weiter die Wohnungsanzeigen im Blick behalten: Bloß nicht verpassen, wenn vielleicht doch mal irgendetwas… natürlich nicht. Ex-Justizsenator Michael Braun (CDU) hat in seiner Familie offenbar ähnliche Erfahrungen gemacht. Auf Facebook schreibt er:
„Wir haben unsere große Wohnung unserer Tochter und ihrer Familie gegeben, sind in ihre kleinere gezogen. Ich finde es schlimm, dass eine Familie mit einem sechsstelligen Einkommen in Berlin keinen angemessenen Wohnraum findet. Persönlich konnten wir eine Lösung finden. Aber was machen Familien ohne elterliche Hilfe?“
Wir verkneifen uns den Hinweis auf mögliche Schrottimmobilien und sagen mal so: Nicht nur Rentner verlassen die Stadt. Für den Rest heißt das Berliner Unwort des Jahrzehnts: Zwischenebene.
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Freches Foul oder verantwortungsbewusste Verwaltung? Kaum ist die Party am Brandenburger Tor vorbei und die Bierlachen vom Rasen gesaugt, kommt die dicke Rechnung für die Fanmeile zur EM. Der Bezirk Mitte fordert vom Senat eine Sondernutzungsgebühr der Straße des 17. Juni und die Grünanlage vor dem Reichstag, Forderung: rund 1,2 Millionen Euro. Die landeseigene Kulturprojekte GmbH, die das Fanfest durchgeführt hat, legte Widerspruch ein und verwies darauf, dass sie vom Senat beauftragt wurden (Q: Bild). Und dort? Würde man das Ganze gern als „gemeinwohlorientierte Veranstaltung“ vorbeirauschen lassen (und die Gebühren auch).
Mitte aber macht da nicht mit und argumentiert: Nein, es gab schließlich Currywurst für 7 Euro, jede Menge Sponsorenstände und vor allem Personalkosten für den Bezirk. „Es gab Bereiche, die ganz klar kommerziell genutzt wurden – die Gemeinnützigkeit ist für uns entsprechend hier nicht erkennbar“, sagte der zuständige Stadtrat Christopher Schriner (Grüne) dem Checkpoint am Abend. „Das ist ein einfacher Verwaltungsakt: Es gibt eine Gebührenordnung für die Nutzung im öffentlichen Raum. Wir können nicht einfach auf Gebühren verzichten, wie es uns gefällt.“
Der Bezirk habe viele andere Dinge nicht machen können, „weil wir personell mit EM beschäftigt waren“, sagt Schriner. „Und nicht alle Berliner waren uneingeschränkt begeistert von der Fanmeile.“
Moritz van Dülmen, Sprecher der Kulturprojekte, verwies am Abend auf einen Senatsbeschluss, wonach mit der EM verbundene Projekte von Sondernutzungsgebühren befreit seien (Q: Mopo). Schriner kontert: „Senatsbeschlüsse setzen Gebührenordnungen nicht außer Kraft.“
Und wenn Sie jetzt fragen: „Wozu gibt es sie dann?“, heißt die Antwort: Willkommen in Berlin! Für den Steuerzahler ist das Ganze so egal wie ein 4.0 in der 95. Minute (die 1,2 Millionen sind ausgegeben), der Bezirk aber könnte seine Finanzen deutlich aufbessern. Oder anders ausgedrückt: dem Senat nach den Sparankündigungen ein ziemlich freches Kontertor verpassen.
Als Angebot zur Vermittlung zwischen Senat und Bezirk kommt der Checkpoint-Soundtrack des Tages von Gerry & The Pacemakers „You’ll Never Walk Alone“. Zur gesamten Playlist des Sommers geht es hier entlang.
Etwas anders behandelt fühlte sich auch eine 81-jährige Radfahrerin, die ihre Empörung nebst 25-Euro-Bußgeld-Beleg direkt an Polizeipräsidentin Barbara Slowik schickte. Seit Monaten befinde sich in der Lankwitzer Mozartstraße eine Baustelle mit gesperrter Straße und der Möglichkeit, einen beengten Gehweg zu benutzen. „Für Fahrräder ist keine Ausweich- oder Alternativroute vorhanden, sodass (…) der Gehweg benutzt wird, soweit die Fußgängersituation es erlaubt.“ Am 8. August nun „lauerten, so empfand ich es, an die 6 Polizistinnen, gut hinter der Absperrung versteckt, auf Radfahrerinnen, um das Bußgeld von 25 Euro abzukassieren“, schreibt die Leserin. „Ich bitte zu bedenken, ob dies der richtige Umgang mit Bürgern ist und ob nicht nach einer erstmaligen Kontrolle eine polizeiliche Ermahnung ausgereicht hätte.“
Auf Checkpoint-Anfrage antwortet die Polizei, es habe „Beschwerden der Anwohnenden über das Fahrverhalten von Fahrrad- und Motorradfahrenden (verbotswidriges Befahren des Gehweges)“ gegeben. Für Radfahrende bestünde die Möglichkeit, „vom Rad abzusteigen und das Fahrrad an der Baustelle vorbei über den Gehweg zu schieben“.
Tja, wie immer ändert sich die Perspektive beim Wechsel des Verkehrsmittels. Womöglich waren nicht alle nur mit der Maßgabe „soweit die Fußgängersituation es erlaubt“ auf dem Gehweg gefahren. Ob es für die Kontrolle drei (Angabe der Polizei) bis sechs (Angabe der Radlerin) Polizistinnen braucht, und Berlin womöglich dringendere Probleme hat, müssen Sie selbst entscheiden.
Was meinen Sie: Sollten Gehwegradler härter bestraft werden?

Endlich mal eine positive Nachricht: Berlin erwartet mehr Wachstum als der Bund – und als im letzten Jahr. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey rechnet mit einem Wachstum von zwei Prozent und blickt mit „seriöser Zuversicht“ auf die Lage in Berlin.
Einen versteckten Gruß an den Checkpoint hatten Giffey auch noch im Reisegepäck: Mit der Fördergesellschaft Berlin Partner war sie zuletzt ganz schön rumgekommen, der CP berichtete über ihre Dienstreisen. Die gestiegene Zahl von 32 Prozent mehr Ansiedlungen im ersten Halbjahr 2024 (in absoluten Zahlen: 58) führen Berlin-Partner-Chef Stefan Franzke und Giffey direkt auf diese Reisen zurück, Zitat: „Wir machen keine Dienstreisen zum Spaß, sondern wir machen das, weil wir wollen, dass internationale Akteure sich für Berlin entscheiden.“
Sagen wir mal so: Wegen der Schulen kommen die Unternehmen vermutlich eher nicht.
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Und als wir uns gestern durch die Sponsoringvereinbarungen und die Einladungen zum Hoffest beim Regierenden Bürgermeister klickten (CP von gestern), fiel auf: Warum ist eigentlich seit dem Jahr 2020 kein Sponsoringbericht mehr veröffentlicht worden? Der müsste doch eigentlich längst auf der Seite der Innenverwaltung zu finden sein? Antwort der Verwaltung: Der Sponsoringbericht der Jahre 2021/22 befinde sich „in der abschließenden Finalisierung. Eine Veröffentlichung wird voraussichtlich im vierten Quartal dieses Jahres erfolgen.“ Wenn die Finalisierung abgeschlossen ist, melden wir uns wieder (gilt auch für die Jahre 23ff.).
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Die 20. Festivalausgabe „Amériques“ lädt zu einer faszinierenden Reise durch die Kunstmusik der vielen „Amerikas“ ein. 160 Werke von mehr als 80 Komponist*innen werden von 30 Orchestern, Chören und Ensembles in der Philharmonie Berlin und an anderen Orten zum Klingen gebracht.
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Die Empfehlung unserer Bucket-Liste (Was Sie in diesem Sommer in Berlin unbedingt noch tun sollten) kommt heute von Flughafenchefin Aletta von Massenbach:
„Ich liebe Musik – und im Sommer spielt die Musik natürlich draußen. Berlin hat auch auf diesem Gebiet wahnsinnig viel zu bieten. Jazz, Chansons, Klassik, im Englischen Garten, im Skulpturengarten der Neuen Nationalgalerie, auf der Schlossinsel Köpenick bei unseren Flughafen-Nachbarn: Das Angebot ist faszinierend. Auf jeden Fall empfehlenswert ist ein Ausflug in unser Nachbarland, zum Beispiel nach Chorin im Landkreis Barnim. Ein warmer Sommertag, die kühlen Mauern einer eindrucksvollen Klosterruine, dazu Mozart, Haydn, Brahms: Eine einzigartige Atmosphäre, eine ganz besondere Akustik, ein wunderbares Erlebnis.“
Und noch ein paar Leseempfehlungen:
+ „Uffschrei“ im Oderbruch: Ein Brandenburger Dorf wird plötzlich das Ziel einer globalen Flüchtlingsroute. Der Bürgermeister sagt, es gäbe drängendere Probleme.
+ Kann dieser Mann das SEZ retten? Ingenieur Carl Waßmuth kämpft für das ehemalige Sport- und Erholungszentrum an der Landsberger Allee – doch ihm rennt die Zeit davon.
+ „Eine akzeptierende Drogenpolitik ist alternativlos“: Fünf Schritte gegen Rausch und Elend, ein Gastbeitrag des Grünen-Politikers Vasili Franco.
+ Grusel und Geschrei in Babelsberg: Wie man zum Monster wird, wollte mein Kollege Colin Ivory Meyer wissen – und ging zum Casting für die Horrornächte in Babelsberg. Darum geht es heute auch in den Schnuppen:
Berliner Schnuppen
Telegramm
Weißer Rauch überm Roten Rathaus: Der Cannabis-Streit ist offenbar gelöst. Die Antwort lautet (selbstverständlich): Alle sind zuständig! (Gilt, bis der jemand einen neuen Vorschlag aus der Tüte zaubert.)
Noch ein Foul in der Nachspielzeit: Rund 100 Hertha-Fans haben laut Polizei auf dem Rückweg aus Rostock (DFB-Pokal 1. Runde) am Sonntag bei Neuruppin eine Tankstelle geplündert (Q: Abendschau). Die Beute: Alkohol, Softdrinks, Süßigkeiten. Was man so braucht auf Klassenfahrt zum Idiotentest.
Berlin sucht zum 1. November einen Kunsteisbahnwart. Die Stelle ist befristet auf zwei Jahre, 38,5 Stunden und, na klar: Schichtdienst. Aufgaben (u.a.): Schneebeseitigung, Fahren und Bedienen der Eisbearbeitungsmaschinen, Warten der Fahrzeuge, Erste Hilfe bei Unfällen auf der Eisbahn… Wenn Sie jetzt denken „runde Sache!“: Bewerbungen für den Job im Sportforum nimmt das Land Berlin noch bis zum 25. August entgegen (Kennziffer IV 17/2024).
Die Klimakleber sind jetzt offiziell berühmt: Sie haben es in den Duden geschafft. 3000 neue Wörter hat die Redaktion aufgenommen, denn die versteht sich bekanntlich nicht als Wächterin der schönen Sprache, sondern als „Spiegel der Zeit“, wie Chefredakteurin Kathrin Kunkel-Razum der dpa sagte.
Deswegen finden sich nun auch so zauberhafte Worte wie Balkonkraftwerk, Extremwetterereignis, Gasmangellage und Kontaktgrill im Wörterbuch – und (für Berlin besonders relevant): Der Hackenporsche wurde nach Leserbeschwerden wieder aufgenommen. Danke an alle, die das ermöglicht haben.
Warum das hier steht? LKA, Polizei und Pankower Grünflächenamt haben neun Personen ermittelt, die als „Klimakleber“ Schäden an einer Straße in Pankow verursacht haben sollen, sie sollen nun die Kosten tragen (140-260 Euro). Einen Eintrag ins Wörterbuch gibt es dafür nicht.
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Göttliche Stadtentwicklung in Reinickendorf. „Justitia weist Fortuna in die Schranken“ lautet der Titel einer Pressemitteilung des Bezirksamts. Hm, mal schauen… die römische Göttin der Gerechtigkeit siegt also über die Glücksgöttin (was die Schranke da zu suchen hat, muss die Duden-Redaktion beantworten).
Der Hintergrund ist durchaus ernst: Das Verwaltungsgericht Berlin hat ein als Wettannahmestelle getarntes Wettbüro in der Residenzstraße verboten. Denn: Glaubt man Bezirkspolitik und alteingesessenen Anwohnern, ist die florierende Glücksspielindustrie an der Residenzstraße ein Grund dafür, warum die altehrwürdige Geschäftsstraße heute alles andere als ein (in den Worten des BA) „lebenswerter und familienfreundlicher Stadtteil“ ist. Göttin Nike gefällt das.
Bei der Sicherung von Fahrrädern wäre etwas göttlicher Beistand sicher auch hilfreich: Vergangene Woche wurden in Berlin 264 Fahrräder im Wert von 330.325 Euro als gestohlen gemeldet, das sind mehr als in der Woche davor (249). Die meisten Diebstähle gab es in der Wuhlheide (Treptow-Köpenick), am Nordbahnhof (Mitte) und im Tiroler Viertel (Pankow). Obacht heute: Besonders häufig wurden Fahrräder um 19 Uhr sowie am Dienstag gestohlen. Höchster Diebstahlwert: 8594 Euro. (Q: CP-Auswertung von Daten der Berliner Polizei hervor). Auf unserer Fahrraddiebstahl-Karte können Sie sehen, wie die Lage in Ihrem Kiez ist.
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Auf den Spuren der unentdeckten Morde
Eine 82-Jährige liegt tot in ihrem Schlafzimmer. Der Täter wird aufgrund eines fatalen Fehlers laufen gelassen. Oberstaatsanwältin Katrin Faust verrät euch, wie sie dem Mörder nach Jahren doch noch auf die Schliche kam – und wieso viele Tötungsdelikte durch Schlamperei ungesühnt bleiben. Jetzt auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de.
Göttlicher Beistand könnte vielleicht auch in der Verwaltung helfen: Dort gehen bis 2033 nämlich 40.000 Mitarbeiter in Rente (von insgesamt rund 133.000). In manchen Verwaltungen sind das mehr als 40 Prozent. Die gute Nachricht: Angesichts dieser Zahlen hat Berlin gar keine andere Chance, als die Digitalisierung endlich ernst zu nehmen.
17 Schüsse, zwölf Löcher in der Hauswand: Am Sonntagmorgen haben Unbekannte auf Lokal in Neukölln geschossen, mitten im hippen Kiez in der Reuterstraße Ecke Donaustraße. Das Lokal ist ein bekannter Treff einer Clan-Familie.
Pressemitteilung: „Schleckermäuler in Berlin haben es in den nächsten Wochen womöglich schwer.“ Keine Sorge, damit ist nicht der süße Wasserschwein-Nachwuchs im Zoo gemeint, sondern der Streik in der Süßwarenindustrie.
Zitat
„Gießen ist nur bei Jungbäumen sinnvoll, ältere suchen sich ihr Wasser selbst.“
Baumpfleger Wulf Schneider über den Zustand von Berlins Stadtbäumen und die Gefahr herabstürzender Äste. Das ganze Interview meines Kollegen Henning Onken gibt es hier.
Stadtleben
Verlosung – Das Musikfest Berlin startet am Wochenende – 40 Konzerte, 80 Komponist:innen (24.8.-18.9.). Wir laden Sie ein: 5x2 Karten (beste Kategorie!) für die Filarmonica della Scala sind im Lostopf. Das Orchester der Mailänder Scala spielt unter der Leitung von Riccardo Chailly am 29. August um 20 Uhr in der Philharmonie. Im Aufgebot sind Werke von Luciano Berio (*1925), Wolfgang Rihm (*1952) und Maurice Ravel (*1875), klingt nach einem spannenden Mix. Reguläre Tickets gibt es ab 29 Euro, Herbert-von-Karajan-Straße 1, S-/U-Bhf Potsdamer Platz
Auf die Hand – Nach einer kleinen Sommerpause wieder geöffnet: der Telefonzellen-gelbe „Kioski“ im Kreuzberger Office-Hinterhof. Die Kleinigkeiten, die werktags aus der verwinkelten, 2,5 mal 2,5 Meter kleinen Konstruktion gereicht werden, liegen deutlich über gängigem Frühstücks- und Lunchimbiss-Niveau: Die knusprigen Baguettes werden frisch gefüllt und gegrillt, etwa mit Ziegenkäse und Roter Bete, Gruyère und Cornichons oder würzigem, angeschmolzenen Gorgonzola und knackigen Birnenscheiben. Warmen fränkischen Leberkäse und gegrillte Stullen mit Zutaten nach Wahl gibt’s auch, von Serrano-Schinken bis Olive. Die nach Kardamom duftende, nicht zu süße Zimtschnecke wird nach dem finnischen Familien-Rezept der Chefin gebacken. Die modularen Kioske mit den futuristischen Rundungen waren einst die Standard-Büdchen des Ostblocks, jetzt sind sie zur Rarität geworden. Mo-Fr 9-16 Uhr, Ritterstraße 9, U-Bhf Moritzplatz
Mit Kind – Falls auf Ihrer Sommer-Bucket-Liste noch ein Besuch im Zoo steht – machen Sie es bald. Denn jetzt kann man dem niedlichen Zwergflusspferd-Baby „Toni“ beim Warmwerden mit den Menschen zuschauen. Und falls Ihre Kinder den Ferienpass haben, sparen Sie sich wenigstens den Eintritt für die Kids. Ganz abgesehen davon, dass es – wenn die kleinen Pandas erst da sind – im Zoo wahrscheinlich kein Durchkommen mehr geben wird. Etwas Geduld muss man mitbringen, denn wenn das Flusspferdchen müde wird, geht Mama mit ihm rein. Kollegin Constanze Nauhaus war schon gucken und schockverliebt. Falls Sie gar kein Glück haben: Wir haben ein Video gemacht, finden Sie auch im Artikel. Mo-So 9-18.30 Uhr, Hardenbergplatz 8, S-Bhf Zoologischer Garten
Am Wasser – In Rheinsberg liegt das einzige Museum Deutschlands, das allein Tucholsky gewidmet ist. Der Schriftsteller siedelte hier seine Erzählung „Rheinsberg: Ein Bilderbuch für Verliebte“ an, nachdem er selbst ein romantisches Wochenende in dem Städtchen verbracht hatte. Neben der Dauerausstellung zeigt das Museum Kunst, aktuell der Malerin Gaby Weißenfels. Malerischer könnte das Kurt-Tucholsky-Literaturmuseum nicht liegen: im Schloss Rheinsberg, direkt an einem See. Ein Spaziergang durch den Schlosspark ist quasi Pflicht. Wer Mittwoch bis Samstag da ist, sollte dem Café und der Marmeladenmanufaktur Marmelo (Mühlenstraße 12) einen Besuch für Frühstück (auch mit guten veganen Gerichten), sehr guten Kaffee oder Kuchen abstatten. Museum: Di-So 10-12.30 Uhr, 13-17.30 Uhr, 5/4 Euro, Schloß 1/Marstall, Rheinsberg
Grübelstoff – Wenn Menschen in der Bahn lautstark ins Handy trompeten: Nervt es weniger, wenn Sie – wegen mangelnder Sprachkenntnisse – den Inhalt nicht verstehen und der Mono- oder Dialog eher als Geräuschbrei ankommt?
Kiekste
Nein, das ist kein bezahltes Stadtmarketing, das ist unbezahlbare Leserbeteiligung. Dank an Stefan Glunz! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Drontheimer Straße (Gesundbrunnen): Die Straße ist für ca. eine Woche in beiden Richtungen zwischen Osloer Straße und Soldiner Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt (Linienverkehr frei).
Landsberger Chaussee/Stendaler Straße (Hellersdorf): Die Stendaler Straße ist für ca. eine Woche in beiden Richtungen zwischen Landsberger Chaussee und Zossener Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt und die Landsberger Chaussee ist stadtauswärts im Kreuzungsbereich bis Anfang September auf einen Fahrstreifen verengt.
Wendenschloßstraße (Köpenick): In Höhe Am Schloßberg wird der Verkehr ab dem Morgen in beiden Richtungen an der Baustelle vorbeigeleitet (bis Frühjahr 2025).
Landsberger Allee (Lichtenberg/Alt-Hohenschönhausen): Die Straße bleibt voraussichtlich bis 26. August stadteinwärts zwischen Siegfriedstraße und Weißenseer Weg gesperrt.
Wexstraße (Wilmersdorf): In Fahrtrichtung Hauptstraße steht bis Ende August zwischen Bernhardstraße und Prinzregentenstraße nur ein Fahrstreifen zur Verfügung.
S-Bahn – S8 und S9 sowie S41/S42: In der Nacht von 21.30-1.30 Uhr ist der Streckenabschnitt der Linien S8 und S9 zwischen Schöneweide und Treptower Park unterbrochen. Auf der Ringstrecke verkehren die Linien S41/S42 zwischen Treptower Park und Südkreuz nur im 20-Minutentakt. Fahrgäste müssen in Treptower Park umsteigen und den Bahnsteig wechseln.
Demonstration – Für heute sind neun Demos angemeldet (Stand 19.8., 14 Uhr), u.a. „Genozid an den Jesiden“: 1.000 Protestierende, Internationaler Verband unabhängiger jesidischer Vereinigungen in Deutschland, Heinrich-von-Gagern-Straße (0-24 Uhr)
„Radtour für eine sozial- und klimagerechte Verkehrswende“: 100 Menschen, Aktionsbündnis „Keine A49“, Spandauer Straße, Masurenallee, Sachsendamm, Mariendorfer Weg 48 (9-15 Uhr)
„Ersatzdokumente für geflüchtete Ukrainer! Die Kriegsdienstgegner*- innen der DFG-VK protestieren gegen den Versuch des Berliner Senats, Geflüchtete an die Front zu schicken“: zehn Teilnehmende, DFG-VK, Rathausstraße 15 (14-16 Uhr)
„FALUN DAFA – FALUN GONG ist gut. Für eine freie Praxis der Falun Gong Übungen weltweit“: 20 Menschen, S-Bhf. Treptower Park
„Wir pfeifen auf Stuttgart 21“: fünf Demonstrierende, Potsdamer Platz (18.40-19.15 Uhr)
Gericht – Ein 21-Jähriger, der über WhatsApp mehrere Personen kontaktiert und sich ihnen gegenüber als deren Kind ausgegeben haben soll, muss sich wegen Betrugs verantworten. Er habe jeweils um Geld wegen offener Rechnungen gebeten. Drei der Kontaktierten habe er täuschen und insgesamt über 8.500 Euro ergattern können (9.15 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal B 235).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Henryk M. Broder (78), Publizist, Schriftsteller und Journalist / Zsá Zsá Inci Bürkle (29), Schauspielerin und Sängerin, spielte die Trude im Film „Die Wilden Hühner“, drehte Werbespots für RBB und ZDF / Jamie Cullum (45), britischer Singer-Songwriter und Multiinstrumentalist, im Juli spielte er ein Konzert in der Zitadelle / Max Hegewald (33), Schauspieler und Regisseur, spielte in der Jugendtheatergruppe der Volksbühne Berlin, für seine Rolle in „Der Mauerschütze“ wurde er 2012 für den „New Faces Award“ nominiert / Jürgen Heinrich (79), Schauspieler, wurde durch die SAT.1-Krimiserie „Wolffs Revier“ bekannt, in der er die Hauptrolle spielte / Marc Hosemann (54), Schauspieler („Sophia, der Tod und ich“, Serie „Lauchhammer – Tod in der Lausitz“), war im Ensemble der Volksbühne unter Frank Castorf und spielte beim Berliner Ensemble / Antonia Krause (20), Handballprofi, spielt bei den Füchsen Berlin / Demi Lovato (32), US-amerikanische Schauspielerin und Sängerin („Here We Go Again“) / „Claudia PREU, Juristin und Lichterfelderin: Allet Jute von M., C. D.!“ / Denis Milan Špoljarić (45), ehemaliger kroatischer Handballprofi, 2010-2016 bei den Füchsen Berlin
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Gretel Maria Margareta Kirsch-Schwenk (geb. Kölzer), * 19. Mai 1932, verstorben am 3. Juli 2024 / Dr. Heinz-Günter Reyer, * 19. Juli 1946, verstorben am 10. August 2024
Stolperstein – Werner Weinberg wurde am 27. Mai 1924 in Berlin geboren. 1941 wurde die Ehe seiner Eltern geschieden; möglicherweise in der Hoffnung, ihn und den Bruder als „halbjüdische“ Kinder zu schützen. Werner versuchte 1944 in die Schweiz zu fliehen. Am 20. August 1944 nahm er sich in Säckingen, das direkt an der Grenze liegt, das Leben – wahrscheinlich nach einem gescheiterten Fluchtversuch über den Rhein. Lediglich seine Mutter überlebte den Krieg. An Werner Weinberg erinnert ein Stolperstein am Marheinekeplatz 8 in Kreuzberg.
Wer in Berlin über die Gedenktafeln stolpert und mehr wissen will: Mit einem Klick gelangt man über die App „Stolpersteine – Die Schicksale“ zu den Biografien der Verfolgten.
Encore
Sind Sie eher Typ Strandurlaub oder historische Stadttour? Die nächste archäologische Ausgrabungsstätte erreichen Sie jedenfalls mit der U-Bahn und ist auch noch wahnsinnig zentral (U-Bhf Alexanderplatz): Am Molkenmarkt wird bereits seit fünf Jahren nach Artefakten aus 800 Jahren Stadtgeschichte gegraben. Mit einem LOCH von bisher 15.000 Quadratmeter Fläche gilt die Grabung als die größte innerhalb eines Stadtkerns in ganz Deutschland.
Rund 600.000 Fundstücke wurden auf dem ältesten Platz Berlins bereits geborgen, bis Ende 2025 sollen die Arbeiten noch dauern. Anschließend soll hier ein neues Stadtquartier entstehen – wie, ist noch ein Politikum für sich. Bis dahin gibt es freitags Führungen über die Grabungsstätten (kostenfrei, Anmeldung per Mail erforderlich) und Neuigkeiten auf der Website des Landesdenkmalamts.
Ganz neu in der Recherche ist Isabella Klose (herzlich Willkommen!), Antje Scherer hat die Häppchen gereicht (Stadtleben) und Jaqueline Frank hat in der Früh die Fehler rausgesammelt (Produktion). Morgen begrüßt Sie hier Daniel Böldt.
Bis bald!