Das ist doch mal eine wirklich gute Nachricht: Sie müssen gar nicht weit weg fliegen, um ausgefallene Türme, exotische Skulpturen und rasende Reisende zu sehen. Es reicht ein kleiner Ausflug an die Flughäfen dieser Stadt (BVG-Ticket bis TXL: 2,80, SXF: 3,40 Euro), da gibt es das Sightseeing quasi for free. Turmhohe Kofferskulpturen stapelten sich am Sonntag in Tegel. Zum Abschluss des ersten Ferienwochenendes trat dann doch noch das ein, was der Flughafengesellschaft bei sonst idealen Bedingungen (gutes Wetter, keine Streiks, mehr Personal) Sorge bereitet hatte: Ein technischer Defekt an einem Gepäckband in Tegel und zack: chaotische Zustände statt laotischer Langeweile. „Hier stapelten sich schon morgens die Koffer“, sagte ein Flughafenmitarbeiter. Das Wochenende zeigte einmal mehr, wie eng es an den Berliner Flughäfen geworden ist, die schon im Normalbetrieb völlig überlastet sind. In der Hauptferienzeit kommen jetzt täglich rund 30.000 Passagiere mehr als sonst, da reicht eine Kleinigkeit, um den Kofferberg zum Einsturz zu bringen. Deshalb bittet die FBB weiterhin: Mindestens zwei Stunden vor Abflug anreisen (und in Richtung Tegel ab sofort die Bauarbeiten auf der Rudolf-Wissell-Brücke mit einplanen, siehe Verkehr). Kann allerdings sein, dass sie die zusätzliche Zeit dann in einer langen Schlange vorm (noch geschlossenen) Schalter verbringen.
Ach, aber das ist ja ganz praktisch, wo wir hier gerade so schön doof herumwarten …
…haben wir Zeit für ein kleines Rätsel. Ab heute gibt es in jeder Checkpoint-Ferien-Ausgabe (Achtung: in den nächsten fünf Wochen immer montags und donnerstags) eine kleine Kopfnuss zu knacken. Wer sie alle löst, kann am Ende richtig was gewinnen (alle Infos unten im Stadtleben).
Und da sind wir ja auch schon dran am Schalter, sehen Sie, mit etwas Geduld (und einem Rätselheftchen) ist das doch alles kein Problem (sind Sie in Berlin doch gewohnt). Die Morgenpost hat am Sonntag in einer schönen Grafik zusammengefasst, warum es so eng ist an den Flughäfen: 500.000 Touristen halten sich täglich in Berlin auf – 3,6 Millionen Ankünfte in den Sommermonaten (Juli, August, September) stehen 3,5 Millionen Abreisen gegenüber. In der Stadt ist es also ungefähr gleichvoll (nur die Autos stehen alle an der Ostsee). Weitere Erkenntnisse: 82 Prozent der Berliner fühlen sich durch Touristen (eher) nicht gestört und wenn, dann vor allem, weil es zu voll ist (33 Prozent) und nachts zu laut (17). Also schnell weg: 69 Prozent der Berliner planen in diesem Jahr einen Sommerurlaub, einer von durchschnittlich 3,5 jährlich, das Reisebudget liegt bei durchschnittlich 1466 Euro pro Person. Wobei ja gefühlt die Hälfte davon schon für (lauwarme) Verpflegung am Flughafen draufgeht (mehr dazu unten).
Aufgewärmt ist sicher nichts von dem, was Yorai Feinberg in seinem Restaurant in der Schöneberger Fuggerstraße anbietet, koscher aber auf jeden Fall – deswegen ist der 36-Jährige schon häufig attackiert worden. Als er davon im Dezember ein Video veröffentlichte, löste das weltweit Reaktionen aus. Seither sei es nur noch schlimmer geworden, sagt Feinberg nun, ein gutes halbes Jahr später: Er bekomme unzählige Hassmails und Morddrohungen, schrieb er auf Facebook. „Da es seitens der Staatsanwaltschaft wenig Erfolge und Verfolgung der Straftaten zu geben scheint, erlauben sich die Täter mehr und mehr.“ Facebook löschte den Post wenig später, weil der gegen die Standards zur Hassrede verstoße – Feinberg hatte einige Anschuldigungen zitiert. Zehn Anzeigen habe er bei der Polizei gestellt, bis auf die letzte seien alle eingestellt worden. Die Hasspost hat er dokumentiert und meinem Kollegen Alexander Fröhlich geschickt: Es sind widerliche 31 Seiten.
Im Dezember noch hatte Feinberg entspannt gewirkt und sich über die Anteilnahme gefreut: „In Berlin kommen auf einen Teufel vielleicht 500 Engel“, hatte er damals gesagt. Es ist nur ein Gefühl, dass dieses Verhältnis sich stetig verschlechtert.
Denn auch am Wochenende gab es wieder einen offenbar antisemitisch motivierten Vorfall: Am Hackeschen Markt fragte ein junger Syrer eine größere Gruppe gleicher Herkunft nach Feuer, als jemand seinen Davidstern bemerkte, beleidigten sie ihn und schlugen zu, traten auf ihn ein. Der 25-Jährige wurde im Krankenhaus behandelt, die drei Frauen und sieben Männer wurden festgenommen und später wieder freigelassen. Der Staatsschutz ermittelt.
Derweil hat die Verteidigung des 19-jährigen Syrers, der im April einen Kippa-tragenden Israeli in Prenzlauer Berg mit einem Gürtel geschlagen hatte, Berufung gegen das Urteil des Amtsgerichts eingelegt: Knaan al S. war zu vier Wochen Arrest verurteilt worden, hatte aber zwei Monate in Untersuchungshaft gesessen. Dafür fordert er nun Entschädigung – ihm stünden pro Tag 25 Euro zu, macht bei fünf Wochen knapp 1000 Euro.
Mehr Ehrlichkeit im Umgang mit dem Antisemitismus von Muslimen fordern mehrere jüdische Organisationen in einer Grundsatzerklärung, die heute veröffentlicht werden soll. „Ich erwarte, dass die Bundesregierung und die Landesregierungen auch den Antisemitismus unter Muslimen als solchen ernst nehmen“, sagt Lala Süsskind, Vorsitzende des Jüdischen Forums. Dass der muslimische Antisemitismus durch Muslimfeinde instrumentalisiert werde, könne nicht durch Relativieren verhindert werden. Das Verharmlosen schade „einer wirksamen Bekämpfung des Antisemitismus“ und wirke auf die Opfer wie Hohn.
Das trockene Wetter macht der Region zunehmend zu schaffen, in Lieberose ist gestern Abend erneut ein Feuer ausgebrochen, in den vergangenen Tagen waren bereits 400 Hektar Lieberoser Heide und Wald abgebrannt. Viele Brandflächen können nicht betreten werden, weil auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz noch Munition vermutet wird. Eine Brandbekämpfung sei nicht möglich, hieß es gestern Abend. Wegen der vielen Feuerstellen wird Brandstiftung nicht mehr ausgeschlossen. In Niemegk (PM) ist gestern ein Getreidefeld in Brand geraten, fünf Hektar Roggen wurden zerstört. Auch hier breitete sich das Feuer rasend schnell aus.
Doch nicht nur in Brandenburg hoffen alle Beteiligten nun auf einen ordentlichen Schauer, die Gartenbesitzer in der Redaktion starrten gestern permanent auf ihre mobilen Endgeräte, weil die Regenwahrscheinlichkeit für heute zwischen 10 und 30 Prozent schwankte. „Das Weihnachtsgeld ist für die Wasserrechnung schon beiseitegelegt“, sagte ein Kollege. Derweil wirft die gemeine Platane ihre Rinde auf die Straße, ist aber nur für Sie gefährlich, nicht für den Baum: Der kann Hitze ab, sagen Experten, kommt schließlich aus Italien. Falls Sie gerade so etwa zehn Liter Wasser dabeihaben: Gießen Sie sie trotzdem – nötiger haben es aber andere Straßenbäume, vor allem die jungen. Ab dieser Woche stellt der Senat 600.000 Euro zur Verfügung, um die rund 433.000 Straßenbäume zu retten.
Nicht mehr zu retten sind die 531 Bäume im Landschaftspark Johannisthal, die gerade „qualvoll verdurstet“ sind, wie mein Kollege Thomas Loy heute in seinem „Leute“-Newsletter für Treptow-Köpenick berichtet (Leute.tagesspiegel.de). Rund zehn Jahre nach ihrer Pflanzung sind sie gefällt worden, weil abgestorben – Schaden: rund 300.000 Euro. Nachgepflanzt werden sie nicht, das Wässern sei zu teuer, sagt Stadtrat Rainer Hölmer (SPD). Eine Kombination aus Frühjahrsdürre und schwierigen Bodenverhältnissen (30 bis 70 Zentimeter tiefes Gemisch aus Bauschutt, Asphaltresten und Talsanden) lässt den Birken und anderen Baumarten keine Überlebenschance.
Zumindest Reserven haben wir genug, sagte der Chef der Wasserbetriebe, Jörg Simon, am WE in der Mopo, nur um dann (bewährte Wellenmethode) gleich eine schlechte Nachricht hinterherzuschieben: Unter vielen Hauptverkehrsstraßen müssen demnächst die Leitungen ausgetauscht werden: Erstmal Tempelhofer Damm (2020), dann Landsberger Allee. Man bemühe sich, die Arbeiten mit den Sanierungsprojekten anderer Leistungsbetreiber zu synchronisieren, um die Straßen nicht mehrfach in kurzer Zeit sperren zu müssen. Checkpoint-Prognose: Sicher fällt BVG und S-Bahn auch noch was ein, was sie synchron bearbeiten können.
Passend dazu hat die Hauptstadt-Presse am Wochenende mal wieder den Straßenkampf verhandelt. Während die Morgenpost mit den Bezirken gegen die Leihfahrräder in die nächste Runde ging, trafen sich in Kurier und Berliner Zeitung Radler und Autofahrer mal wieder zur blutigen Auseinandersetzung. Derweil ist im Tagesspiegel Susanne Kippenberger mal ganz gemächlich durch die Stadt flaniert, wie einst Hessel, Kierkegaard, Nietzsche und Rousseau. Fazit: Gehen macht glücklich und klug, Bewegung setzt das Hirn in Gang. Davon könnten einige in der aufgeladenen Debatte ja durchaus etwas gebrauchen. Und: Wer in der Stadt zu Fuß unterwegs ist, stinkt nicht (in der Regel), verpestet keine Luft, überfährt niemanden und beansprucht kaum Platz. Ihren wunderbaren Text finden Sie im Epaper.
Telegramm
+++ Kurzer Umweg über Großbritannien+++ Eilmeldung um 0:45 heute früh. Der britische Brexit-Minister David Davis ist in der Nacht zurückgetreten, ebenso der zuständige Staatssekretär Steve Baker. +++
Jetzt aber zurück zu den unangenehmen Gerüchen: Stinkt zum Himmel (I): Im Botanischen Garten hat sich der Titanenwurz am Wochenende entfaltet. Die Blüte der größten Blume der Welt ist 1,30 Meter groß, riecht nur leider ziemlich schei… Wenn Sie trotzdem mal hinwollen: Täglich 9-19 Uhr, 6 Euro, ermäßigt 3.
Stinkt zum Himmel (II): Eigentlich sollten die ersten Polizisten ab heute mit einer neuen Dienstwaffe ausgebildet werden (24.000 Exemplare von Heckler & Koch sollen bestellt werden), aber jetzt gibt es Probleme mit dem Modell: Magazine rasten nicht ein oder fallen raus, die Trefferquote sei auch schlecht, berichten BamS und B.Z. Mit der mangelhaften Ausbildung (Polizeischule in Not, Schießstände marode…) hat das diesmal aber ganz sicher nichts zu tun.
Stinkt zum Himmel… nein, halt! So gut hat es im Olympiastadion wahrscheinlich noch nie gerochen! Wie in allem ist Helene Fischer sicher auch olfaktorisch perfekt (siehe „R“ im großen HF-ABC von Nadine Lange). Fazit meiner Kollegin Gunda Bartels, die sich gestern Abend zweieinhalb Stunden im bestuhlen (?!) Innenraum gegeben hat: Als sie in einem roten Fransenfummel auf einem Riesenherz reitet wie beim Rodeo wissen die 55.000 Frauen und Männer im Olympiastadion: das lange Warten hat sich gelohnt. Rote Pappherzen und Prosecco-Laune allüberall – indisches Holi-Fest, Silvesterparty und Kindergeburtstag in einem.
Apropos HF – einen Tag Geduld noch: Morgen geht es weiter mit Frankreich-Belgien, Mittwoch Kroatien-England, jeweils 20 Uhr.
Was der DFB derweil in Sachen „Aufarbeitung“ des WM-Debakels betreibt (Özil ist schuld und sonst niemand), ist so erbärmlich, dass ich es Ihnen gern ersparen möchte. Den Stand der Dinge können Sie hier nachlesen.
Ansonsten empfehle ich Ihnen dieses Interview mit einem japanischen Schiedsrichter-Fan, einsam, mutig und natürlich unparteiisch.
Ach, und Matthäus hat sich übrigens mit Putin fotografieren lassen. Tschuldigung, aber für die Nachrichten können wir ja nichts.
Außer vielleicht für diese hier: Als Reaktion auf unsere #Gefahrenmelder-Aktion hat Wilmersdorf nun einen #Müllmelder eingeführt: Die SPD-Abgeordnete Franziska Becker ruft dazu auf, ihr bis Ende September fehlende oder defekte Mülleimer im Bezirk zu melden. Und wenn Sie mit ihr darüber diskutieren wollen: Heute von 9.30 bis 11.30 Uhr ist Becker am Infostand vorm Edeka, Berliner Straße 24-25, anzutreffen, immer mit dabei ein „knallroter Briefkasten“, genannt: Kümmerkasten. Gücken Sie döch mäl vörbei.
Sie merken, ich komme langsam in den Ferienmodus. Weil der in den Parks bekanntlich schwierig ist (mehr Müll als Rasen), haben rund 100 Engagierte gestern im Volkspark Friedrichshain aufgeräumt. Die Initiative Plan A („Es gibt keinen Plan B für die Erde“), hatte eigentlich im Görli aufräumen wollen (3000 Facebook-Anmeldungen), durfte das aber nicht, weil dafür jetzt die BSR zuständig ist („We kehr for you“!). Hätten Sie gerne mitgemacht? Am 7. und 8. September putzt auf Initiative des Tagesspiegels wieder die ganze Stadt die ganze Stadt, alle Infos hier.
Update zum Sommersong (CP von Donnerstag): Auf Platz 1 der 100 besten Coversongs hat die Jury von radioeins gestern „Hurt“ von Johnny Cash gewählt (Original von Nine Inch Nails), dahinter: 2 The Jimi Hendrix Experience „All along the watchtower“, 3 Nirvana: „The Man Who Sold The World“ und mein Favorit auf Platz 4: Jeff Buckley „Hallelujah“. Es folgen, jeweils sonntags 9-19 Uhr: 5.7.: Die 100 besten Partysongs; 22. 7: Duette; 29. 7.: Soul-Songs; 5. 8.: Singer/Songwriter/innen; 12. 8.: One Hit Wonder). Heute ganz ohne dum und dran.
Dieses ganze Gute-Laune-Sommersong-Feriengedöns schlägt inzwischen offensichtlich auch auf die bürokratischen Gemüter:Überdurchschnittlich viele Zuschriften für unsere Reihe Amt, aber glücklich erreichten uns in den vergangenen Tagen.
Folge 1: Lageso. Gestohlener Behindertenausweis, Neubeantragung in der Sächsischen Straße: „Ich war überpünktlich dort: im Warteraum nur wenige Besucher. Punkt 10:30 Uhr erschien meine Nummer auf der Anzeigetafel, im Raum 5 empfing mich eine freundliche Mitarbeiterin, überprüfte die Unterlagen, das Passbild und die Verlustmeldung und stellte in Windeseile einen neuen Ausweis aus, den ich mir im Nachbarraum bei einer ebenso freundlichen Dame abholen konnte. Nach genau 15 min. stand ich glücklich wieder vor der Tür. Bravo – es geht also doch!“ (Lore Gewehr)
Folge 2: BA Steglitz-Zehlendorf. „Gestern fragte ich bei der Abteilung Wirtschaftsförderung nach der neuen Dahlem Radtour und bat um Unterlagen. Und heute Morgen war die Antwort mit Flyer und verschiedenen Tipps, einschließlich Fahrradverleih in der Ladenstraße in Onkel-Toms-Hütte, von Frau Dörge in meinem Mailaccount.“ (Angelika Haas-Kraus)
Folge 3: ITDZ. „Nach tagelangem Telefonieren (immer besetzt oder keine Antwort) hat mir heute eine Service-Mitarbeiterin, rundherum befriedigend weitergeholfen, indem sie für mich eine Auskunft nachgeschlagen und sogar noch erläutert hat. ,Sie machen mich richtig glücklich‘, sagte ich, und sie antwortete: ,Das ist Balsam für meine Seele, heute Nacht schlafe ich gut.‘ Ich habe mir ihren Namen buchstabieren lassen, damit der Checkpoint sie feiern kann: Frau Baars-Bayram.“ (Jeanette Hofmann)
Hiermit geschehen. Wenn das so weitergeht, haben wir hier bald nichts mehr zu tun.
Ach, aber Moment, zum Glück ist da ja noch unsere Lieblingsbaustelle, bei der wir zur Not immer eine Zwischenlandung einlegen können…
…nicht nur die Straßenbäume dürstet es dieser Tage, auch am Flughafen sollten Sie viel trinken. Doch das ist bekanntlich gar nicht so einfach, schließlich dürfen Getränke nicht mit durch die Sicherheitsschleuse. Die Verbraucherzentrale Brandenburg kritisiert: Während es zum Beispiel in Frankfurt, Hamburg, Brüssel und Zürich Trinkbrunnen zum Auffüllen gibt, setze die FBB weiterhin allein auf den Verkauf von Plastikflaschen. GF Christian A. Rumpke: „Zumindest für den neuen BER sollten die Planer bis zur Eröffnung auch in diesem Bereich nachbessern.“ Am neuen BER? Wissen die mehr als wir? So oder so: Es bleibt noch genügend Zeit zur Nachrüstung.
Apropos Zeit: Der Termin für den nächsten Airport Night Run steht fest, ein „Lauf in einzigartiger Atmosphäre über die beleuchtete Start- und Landebahn, vorbei an Sambabands, DJ, Lichtinstallationen und unter den Fluggastbrücken hindurch vor dem neuen Terminal ins Ziel“. Die Anmeldung für den Lauf am 13. April 2019 öffnet laut Plakat am 7. Mai 2019. Muss sich wohl irgendwas verzögern. (via Manja Schüle)
BER Count Up – Tage seit Nichteröffnung:
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat das Wunder vollbracht: Am 31. Oktober 2020 ist der Flughafen BER offiziell eröffnet worden. 3.073 Tage nach der ersten Nicht-Eröffnung stellen wir damit unseren Count Up ein. Wer nochmal zurück blicken will: Im Tagesspiegel Checkpoint Podcast "Eine Runde Berlin" spricht Lütke Daldrup mit Tagesspiegel Chefredakteur Lorenz Maroldt und Checkpoint Redakteurin Ann-Kathrin Hipp über detailverliebte Kontrollen, politische Befindlichkeiten und aufgestaute Urlaubstage.
Zitat
"Ein Arzt hat zu mir gesagt: Ist ja egal, ob du vorne oder hinten rausscheißt, Hauptsache, du scheißt noch. Hat er recht, oder?"
Wilfried Gräfling, seit zwölf Jahren Chef der Berliner Feuerwehr, sprach bei seiner Verabschiedung vor 300 Leuten über seine Krebserkrankung. Ende des Monats geht er in Ruhestand. Das Porträt meiner Kollegin Helena Piontek lesen Sie hier.
Tweet des Tages
"Ich bin von Flughäfen im Kongo, in Nepal, in Burundi, in Sierra Leone und Liberia geflogen. Keiner, wirklich keiner war auch nur annähernd so chaotisch wie Berlin Schönefeld zu Ferienbeginn."
Stadtleben
Hummus essen in Kreuzberg Das Kichererbsenpüree ist längst zum Must-Have in der Berliner Gastronomie avanciert. Wer Hummus anbietet, muss ihn gekonnt und qualitativ zubereiten. Das trifft im Café Mugrabi in der Görlitzer Straße 58 (U-Bhf Görlitzer Bahnhof) definitiv zu, finden die Kollegen des digitalen Stadtmagazins „Mit Vergnügen“. Samtig weich und in verschiedenen Variationen ist der arabische Aufstrich dort zu haben: Etwa klassisch mit Tahini, als Hummus Sabich mit gerösteter Aubergine oder „Hamshuka“, Hummus mit dem Eiergericht Shakshuka. Die Rezepte hat Inhaber Guy aus Tel Aviv von seiner Mutter und Großmutter – der Authentizitätsfaktor ist also gewahrt. Genauso authentisch ist die familiäre, gastfreundliche Atmosphäre in dem hellen, modern-minimalistisch eingerichteten Laden, wo weiße Kacheln an den Wänden und zusammengewürfelte Sitzmöbel für Kreuzberger Hipster-Touch sorgen. Tägl. 10-18 Uhr