Vorwarnung: Dieser Checkpoint wurde mit freundlicher Unterstützung von eisgekühltem Rosé auf dem Balkon verfasst, Spuren von Sommerfreude lassen sich womöglich nicht verbergen.
Passend zum Summer in the City dürfen Sie ab heute auch im Restaurant testfrei Testsitzen, draußen jedenfalls (zu drinnen gleich mehr), und sich dafür vorher sogar eine neue Sonnenbrille kaufen. Welche Auflagen sonst noch fallen, steht hier.
Zur Hoch(sommer)stimmung passt auch folgende Meldung: „Berlin kommt gut durch die Corona-Krise“ titelt heute die Morgenpost (Stichwort: Wirtschaft), der Tagesspiegel gießt allerdings ein wenig Wasser ins Weinglas mit einem Bericht aus Großbritannien: „Ist die Party bald schon wieder vorbei?“ Die Inzidenzen auf der Insel steigen wieder, schuld ist die neue Virusvariante Delta, formerly known as B.1.617.2, die zuerst in Indien auftrat. Während englische Experten schon die nächsten Schulschließungen am Horizont sehen, reiten wir erstmal die wohlverdiente Sommerwelle der niedrigen Inzidenzen (gestern 31,4), unsere Party fängt schließlich gerade erst an. (Vielleicht kann trotzdem schon mal jemand das Rettungsboot entstauben.)
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Kunst vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart, Gemälde, Grafik, Zeichnungen, Skulpturen: Fast 3000 Objekte offeriert Bassenge auf der Auktion vom 9. bis 12. Juni. Darunter eine Berliner Privatsammlung sowie Jenseitiges des legendären Kölner Sammlers Louis Peters. Am 16. Juni Fotografie: vom Shanghai-Panorama bis zu Marilyn Monroe „standing poolside“.
bassenge.com/kataloge
Wobei die Party im eigentlichen Sinne ja noch immer nicht steigt, was die Clubcommission zunehmend erzürnt. Sprecher Lutz Leichsenring fordert: Tanzen unter freiem Himmel jetzt ermöglichen! „Ob auf den Außenflächen eines Clubs oder im Park, es bleibt Menschen verboten, im Freien zu tanzen“, sagt Leichsenring. „Daran können bisher weder ein negatives Testergebnis noch ein ausgefeiltes Hygienekonzept etwas ändern. Das Tanzverbot ist für uns absolut nicht nachvollziehbar und sollte deshalb so schnell wie möglich abgeschafft werden.” Die Clubcommission ärgert, dass die Öffnungsschritte für Kultur vor allem mit Blick „auf die sogenannte Hochkultur“ entwickelt worden seien. „Für viele Menschen kann das Tanzen auf einem Open Air jedoch genauso bereichernd und identitätsstiftend sein wie ein Museumsbesuch.“
Und was meinen Sie? Sollte das Tanzen im Freien wieder erlaubt werden?

Essen hingegen darf der nicht tanzende (aber getestete) Berliner ab heute auch in Innenräumen wieder, seit einer Woche läuft bereits ein Pilotprojekt in Mitte mit acht Restaurants. Und wie schmeckt’s?
Stefan Schneck, Geschäftsführer der Schnitzelei Mitte:
„Der erste Abend in der Schnitzelei war für uns ein voller Erfolg. Die Öffnung des Innenraums war zwar sehr ungewohnt, lief aber von Anfang an reibungslos. Es herrschte sowohl unter den Angestellten als auch unter den Gästen eine wirklich tolle Stimmung, alle hatten ein permanentes Lächeln im Gesicht. Ich würde sagen, es fühlte sich etwa an, wie bei einem ersten Date: Schmetterlinge im Bauch aber grenzenlose Freude, dass es endlich los geht.“
Zeèv Rosenberg, Projektleiter der Amano Group / MANI Restaurant:
„Unsere Gäste sind super glücklich, wieder in eine gewisse Normalität zu kommen, und genießen es sehr, wieder drinnen sitzen zu können. Einige waren überrascht, dass wir Innengastronomie auch anbieten und haben den Test direkt vor Ort gemacht. Für die Mitarbeiter ist es auch ein gutes Signal in die richtige Richtung des Zurückkommens ins normale Leben. Endlich fühlt es sich fast wieder normal an.“
Jörg Nolte, Geschäftsführer Wirtschaft und Politik bei der IHK Berlin (die das Projekt begleitet):
„Der videobasierte Selbsttest wird von Kunden als eine gute Alternative zum Besuch im Testzentrum wahrgenommen, da man unnötige Kontakte vermeidet und zu Hause fälschungssicher einen Corona-Test durchführen kann. Sobald diese erste Testphase abgeschlossen ist, setzen wir uns dafür ein, dass dieses Verfahren möglichst bald auch allen anderen Gastronomen als zusätzliche Option angeboten werden kann.“
Und wie lief‘s in unserem Lieblingsrestaurant Borchardt? „Wir sind dankbar, dass wir die Möglichkeit haben, bei dem Piloten zu partizipieren“, sagt Chef Roland Mary. „Alles, was der Gastronomie und unseren Gästen ein Stück Normalität zurückbringt, ist positiv.“
Moment, war positiv dieser Tage nicht negativ? Egal, nehmen wir noch einen großen Schluck und fragen mal beim Bezirksamt nach: Wie wurde die Einhaltung der Auflagen eigentlich kontrolliert? „Corona-Kontrollen werden in der Statistik nur in ihrer Gesamtheit erfasst“, teilte das Bezirksamt Mitte mit. „Eine detaillierte Auskunft ist daher nicht möglich.“
Also weiter zur Polizei, Antwort: „An oder in den von Ihnen genannten gastronomischen Einrichtungen kam es seit dem 29. Mai 2021 zu keinen Einsatzanlässen der Polizei Berlin im Zusammenhang mit der Infektionsschutzmaßnahmenverordnung Berlin. Ein durch das Pilotprojekt erhöhtes Einsatzaufkommen konnte nicht festgestellt werden.“ Frei nach Adam „Schnitzel“ Riese: Wer nicht kontrolliert, der findet auch nichts.
Apropos nichts finden: Bis aufs Open-Air-Gefühl (endlich mal nicht frieren!) ist bei der Berlinale alles beim Alten. Tickets weg, Server down:
„Der überwältigende Andrang auf das Online-Ticketing hat an einigen Spielstätten zu einer Serverüberlastung geführt.“ Das „Glück“ war schnell ausverkauft. Auch ne gute Story.
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KASKADENEFFEKTE.
ÜBER KLIMASZENARIEN, KÜNSTLICHE INTELLIGENZ
UND KLIMATISIERTE ARCHITEKTUR
Gespräch mit Klimaforscher Wolfgang Lucht, Filmemacherin Sheila Hayman und Architekt Srdjan Jovanovic Weiss
Eine Veranstaltung des Berliner Künstlerprogramms des DAAD im Rahmen der Langen Nacht der Ideen des Auswärtigen Amts 2021
7.6.2021, 20:00 Uhr (online)
Neuigkeiten in Sachen flüchtige Wahlhelfende (CP von gestern): Nicht nur in Tempelhof-Schöneberg haben sich nach dem Versenden von Impfcodes Freiwillige wieder abgemeldet (Stand gestern: 60), auch in Pankow wollten 130 vom Ehrenamt nichts mehr wissen. Ob das mit erfolgten Impfungen zusammenhänge, wollte man dort nicht spekulieren. In Tempelhof-Schöneberg ist man da deutlicher: „Offenbar hat der Vorrang bei den Impfterminen für Wahlhelfende Trittbrettfahrer angelockt, die weder die bevorstehende Mega-Wahl noch die gemeinsame Bewältigung der Pandemie hinreichend ernst nehmen“, sagt Stadträtin Christiane Heiß (Grüne). „Allein die Bearbeitung dieser Absagen kostet das Wahlamt Zeit und Kraft, die für andere Aufgaben fehlen. Schlimmer wiegt aber das Risiko unzuverlässiger Wahlhelfer, da am Wahltag wirklich jede und jeder Ehrenamtliche zählt.“
Nicht abgesagt werden auch reihenweise Termine im Bürgeramt. Allein in Marzahn-Hellersdorf verfallen Tausende Termine (etwa 20 Prozent), wie mein Kollege Ingo Salmen in dieser Woche in seinem Newsletter berichtete (Abo hier). Für die vielen anderen, die dringend einen Termin suchen, hier die gute Nachricht: In der Klosterstraße in Mitte entsteht gerade ein neues Bürgeramt. Eröffnungstermin: Irgendwann im August. Vielleicht klappt‘s ja bis zu den nächsten Sommerferien mit dem Reisepass.
Yannick Brugger, Jurastudent an der FU und Kandidat der Grünen für die BVV in Friedrichshain-Kreuzberg, hat gestern bei Twitter von ungewöhnlichem Unterrichtsstoff berichtet: „Ich weiß ja nicht was ihr so in eurem Studium macht, aber wir prüfen gerade eine Verfassungsbeschwerde, weil das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg einen Wellensittich eingezogen hat.“
Halb Kreuzberg schreckte auf, Bezirksbürgermeisterin Monika Herrmann antwortete: „Wir haben einen Wellensittich eingezogen? (erschrockener Smiley)“ und Sara Lühmann, Sprecherin des Bezirksamts, schrieb: „Na toll. Jetzt habe ich eine Presseanfrage dazu.“ Und während die Grünen-Abgeordnete Marianne Burkert-Eulitz sich noch an ihre Studienzeit erinnerte („Wir mussten die Strafbarkeit von Märchenfiguren prüfen“), stellte Brugger klar, dass es sich um einen fiktiven Sachverhalt handelte, und Lühmann bzgl. der Presseanfrage: „Ich habe nun mitgeteilt, dass das Bezirksamt die Aufgabenstellung der juristischen Fakultät der FU nicht kommentiert.“
Wenn Sie uns jetzt im Verdacht haben: Wir waren es diesmal nicht! (sondern die BZ, wie Reporterin Isabel Pfannkuche heldenhaft gestand). Wie es dem Sittich geht, ist nicht überliefert.
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51,4% der Mieter in Deutschland möchten klimafreundlich wohnen. Als Immobilienwirtschaft sind wir für den gesamten Lebenszyklus unseres Gebäudebestands zuständig – und haben mit energetischen Sanierungen und neuen Energiekonzepten schon viele Meilensteine auf dem Weg zum grünen Immobilienland erreicht.
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Kleiner Trost für alle Behörden, die hier täglich unfreiwillig mit uns Ping-Pong spielen müssen. Wochenendplanung in der (virtuellen) Tagesspiegel-Redaktion.
Szene 1: Anruf bei Kollege 1, ob er von der Demo X berichten könne. Könne er, aber man habe ihm gesagt, dass Kollege 2 das mache.
Szene 2: Kollege 1 ruft wieder an. Die Demo-Veranstalter hätten ihn gerade angerufen, um ihn mit weiteren Informationen zu versorgen. Er sei nicht zuständig, habe er gesagt und auf Kollege 2 verwiesen. Witzig, hätten die Demoveranstalter gesagt, Kollege 2 habe gerade auf Kollege 1 verwiesen.
Szene 3: Blick ins Planungstool, da steht: Kollege 3 kümmert sich.
Szene 4: Nachfrage beim Tagesplaner, ob man nun damit rechnen könne, dass Kollege 3 sich kümmere? Antwort: Davon ist auszugehen.
CP-Prognose: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie etwas über diese Demo erfahren, liegt bei circa 53 Prozent. Aber immerhin haben wir hier mal demonstriert: Im Redaktions-Ping-Pong sind wir Weltmeister.
Berliner Schnuppen
Telegramm
Zwei Eilmeldungen ploppten gestern Vormittag innerhalb einer Minute auf:
+++ EUGH verurteilt Deutschland wegen zu schmutziger Luft in Städten +++
+++ Deutlich mehr Kokain-Spuren im Berliner Abwasser +++
Zu Luft oder zu Wasser... entscheiden Sie selbst.
Apropos Drogen: Auf dem Tempelhofer Feld findet am Samstag eine selbsternannte „Gutmenschen-Demo“ statt. Forderungskatalog:
+ Drogen legalisieren und besteuern nach Schädlichkeit!
+ Drogen-Politik ist korrupt und muss geändert werden!
+ Drogenbeauftragte Daniela Ludwig (CSU) muss weg!
Extra-Goodie: „Wir verteilen 1000 kostenlose Granulat-Pellets des legalen LSD-Derivats 1cP-LSD für Forschungszwecke!“ Angesetzt ist ein Zeitraum von 10-22 Uhr. Ob der Stoff reicht?
Ist Hans-Georg Maaßen, ehemaliger Chef des Verfassungsschutzes und CDU-Bundestagskandidat in Thüringen, ein Antisemit? „Da gibt‘s eigentlich nichts Entlastendes mehr zu bemerken“, sagt Stephan Kramer, Präsident des Thüringer Verfassungsschutzes. „Er nutzt antisemitische Stereotype, um auf Stimmenfang zu gehen. Und ich glaube, als solches muss man es auch einfach bezeichnen.“ Es kommentiert Armin Laschet, CDU-Kanzlerkandidat: „Ich sage Ihnen, er ist nicht Antisemit und er verbreitet auch keine antisemitischen Texte und wenn er es täte, wäre es ein Grund zum Parteiausschluss.“
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In den neuen 20er Jahren steht uns eine Phase der Beschleunigung bevor. Vor welchen Transformationen steht Bildung in den 20ern? Darüber und über die Ideen und Initiativen der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag diskutiert Christian Lindner mit seinen Gästen Andreas Schleicher, Nina Toller, Prof. Dr. Hans Anand Pant und Prof. Dr. Birgit Eickelmann.
Rio bleibt noch Heinrich: Die Umbenennung des Heinrichplatzes in Kreuzberg in Rio-Reiser-Platz wird vorerst nicht vollzogen. Das ist unser Platz, sagten Anwohner und klagten. Was der Bruder des Ton-Steine-Scherben-Sängers von all dem hält (und was er glaub, was Rio Reiser davon gehalten hätte), lesen Sie hier (Abo).
Chinesisches Restaurant in Schöneberg (draußen). Nach dem Essen liest eine Gruppe junger Gäste reihum die Zettel aus ihren Glückskeksen vor. Eine Frau hat „Bereite dich auf vielversprechende Chancen vor“. Ein anderer verkündet: „He, she, it, das s muss mit!“
Das F muss mit: Die Alte Potsdamer Straße (zwischen Potsdamer Platz, Marlene-Dietrich-Platz und Arkaden) wird zur Fußgängerzone (Q: Mopo).
Jetzt muss nur noch wieder Leben in die Bude kommen.
Apropos Marlene-Dietrich: Wenn Sie ihr am Wochenende auf der Straße begegnen sollten, sind Sie nicht im falschen Film, sondern auf der Roten Insel. Hier, in der Leberstraße 65, ist die Dietrich geboren – und anlässlich der Wiedereröffnung des Wachsfigurenkabinetts Madame Tussaud’s am 23. Juni sitzen die Schöneberger Figuren am Sonntag im Kiez herum. Ebenfalls zu Gast: John F. Kennedy, Nina Hagen und Udo Lindenberg. Aber Achtung: Wegen einer Baustelle, wird David Bowie nicht auf der Hauptstraße anzutreffen sein, sondern vorm Plattenladen Dodo Beach in der Vorbergstraße – dafür, Zitat Thomas Wochnik: „im endgeilen Endsiebziger-Kostüm“.
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Warum die Patentfreigabe ein unverzichtbarer Baustein ist, damit weltweit mehr Corona-Impfstoffe und -Medikamente hergestellt werden können?
Hier steht’s. Jetzt für TRIPS Waiver einsetzen!
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Nach 15 Monaten Pandemie bekommt die Schulverwaltung ein eigenes Referat für Digitales. „Das neue Referat I E Schule in der digitalen Welt wird kommissarisch von Frau Tempelhoff (I E komm.) geleitet“, heißt es in einer internen Mail, die dem Checkpoint vorliegt (Standleitung in die Bildungsverwaltung).
Der Abgeordnete Kristian Ronneburg (Linkspartei) wollte wissen, wie der Senat „den verkehrlichen Bedarf“ einer Tramverbindung zwischen Berlin und Potsdam einschätzt (Drucksache 18 /27 587). Antwort:„Der S-Bahnhof Babelsberg ist bereits an das Potsdamer Straßenbahnnetz angeschlossen, sodass für Potsdam allenfalls im Bereich Berliner Vorstadt ein Mehrwert zu generieren wäre. Eine Reisezeitverkürzung zu relevanten Berliner Zielen wäre nicht in nennenswertem Ausmaß erzielbar.“ Und damit ist diese Anfrage wohl nicht mehr relevant.
Aus reinem Zufall folgt nun diese Meldung: In Lübbenau haben Unbekannte einen Spreewaldkahn geklaut, hölzern, 7.5 Meter lang. (Q: BZ)
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„Die Ausstellung gehört unbedingt auf den Post-Lockdown-Merkzettel“, Tagesspiegel vom 16.2.2021
im Atelier Liebermann: Gerhard Richter
Atlas-Übersicht 1:2 (2016)
Stiftung Brandenburger Tor
www.stiftungbrandenburgertor.de
Tickets sind hier erhältlich
4900 Menschen haben sich in Berlin an der „Stunde der Gartenvögel“ des Naturschutzbundes Nabu beteiligt und zwischen dem 13. und dem 16. Mai fast 96.000 Vögel aus mehr als 3000 Gärten und Parks gemeldet. Auf den ersten drei Plätzen piepen wie im Vorjahr Haussperling (7,1 Vögel pro Garten), Star (3,3) und Amsel (2,4), dicht gefolgt von Kohlmeise (2,2) und Ringeltaube (2). Checkpoint-Kollege Stefan Jacobs wollte die entsprechende Tagesspiegel-Meldung mit folgender Überschrift versehen: Stieglitz-Zählendorf: Ein neuer Star bei der „Stunde der Gartenvögel“. Ist aber wieder rausgeflogen.
Schwungvoller Übergang zum neuen Tagesspiegel-Klimapodcast „Der Gradmesser“: In der aktuellen Folge erklärt die Energieökonomin Claudia Kemfert, warum Klimaschutz gerade kein Projekt gutbetuchter Eliten ist, sondern soziale Gerechtigkeit schafft. Außerdem geht es um den Klimaretter Wald, der selbst unter der Klimakrise leidet, und um die Folgekosten der Umweltverschmutzung (Spoiler: Sie sind hoch.) Den Podcast können Sie hier hören – oder überall, wo es Podcasts gibt.
Nachtrag zur gestrigen Meldung zu Laura Neugebauer (kandidiert für die Grünen sowohl fürs Abgeordnetenhaus als aus für die BVV Mitte, „warum sollte man sich für eine Kandidatin entscheiden, die sich nicht entscheiden kann?“). Neugebauer wunderte sich gestern, warum sie unsere Anfrage zur doppelten Kandidatur nicht erreicht hat („Wir haben das Frau Neugebauer natürlich auch gefragt. Sie hat sich allerdings noch nicht für eine Antwort entscheiden.“) Es stellt sich heraus: Die Nummer auf ihrer Website war veraltet. Hat sich wohl für eine neue Nummer entschieden.
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Zitat
„In Prenzlau ohne Berg ist das Auto unverzichtbar“
Linda Teuteberg, Brandenburgs FDP-Chefin kandidiert erneut für den Bundestag. Das ganze Interview mit ihr gibt es hier.
Tweet des Tages
Habe auf dem Spielplatz mit anderen mittelalten Vätern über Krypto-Investments geredet. Schiebt mich einfach unauffällig in den Prenzlauer Berg ab.
Stadtleben
Übersetzen – Erinnern Sie sich an Amanda Gorman? Das ist die Lyrikerin, die mit ihrem Gedicht zu Joe Bidens Amtseinführung Furore auslöste – das Gedicht war außerdem Anlass für eine Debatte, wer wen übersetzen darf. Genau, es ging um Identitätspolitik. Diese Debatte holt das Literarische Colloquium nun nach Berlin. Heute Abend um 19.30 Uhr sprechen die deutschen Übersetzerinnen des Gedichts, Kübra Gümüşay, Hadija Haruna-Oelker und Uda Strätling, mit Insa Wilke, sowohl vor Ort, Am Sandwerder 5, als auch online. Tickets 8/5 Euro, zu buchen online (digital kostenfrei, kein Ticket nötig)
Suchen und Zählen – Welche Art entdecken Sie häufiger, den Siebenpunkt-Marienkäfer oder den Asiatischen Marienkäfer? Dieser Frage widmet sich der Nabu-Insektensommer und ermuntert alle Insekteninteressierten sowie solche, die es noch werden wollen, sich ebenfalls der Käferbeobachtung hinzugeben. Noch bis zum 13. Juni, und dann nochmal vom 6. bis 15. August. Sie brauchen nur eine halbe Stunde Zeit und wache Augen, die alle Punkte und Insektenbeine in ihrer Umgebung registrieren.
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Tagesspiegel-Weinexperte Ulrich Amling und Weinakademiker Jan Kiegeland nehmen Sie mit auf eine genuss- und lehrreiche Weinreise mit hervorragendem Spumante, Vino Bianco und Rosso.
Online-Weinverkostung am 11. Juni um 19 Uhr – jetzt entdecken.
Anschauen – Finden Sie die endlich wärmeren Temperaturen berauschend? Und denken, man könnte doch glatt mal abends draußen sitzen, und – äh – draußen ins Kino gehen? Da kommt es ganz gelegen, dass am Dienstag, 8. Juni, um 20.45 Uhr im Sommerkino im Schloss Charlottenburg die Open-Air-Saison eingeläutet und „Der Rausch“ gezeigt wird. Im Film geht es um einen konstant niedrigen Alkoholpegel, der angeblich vieles im Leben verbessern soll. Ob Sie nun mit hohem, niedrigem oder gar keinem Pegel ins Kino möchten, oder sich sogar mit dem Rausch des lauschigen Sommerabends begnügen: Wir verlosen 3 mal 2 Tickets für die Veranstaltung.
Essen – An den milden Abenden zieht es auch viele an die Ufer des Landwehrkanals, und manch eine bekommt beim dortigen Aufenthalt vielleicht einen kleinen Hunger. Um den zu stillen könnte sie sich in die Graefestraße 10 begeben. Dort ist das Café Atlas ansässig, und mit ihm Kuchen, Kaffee und ausgezeichnete Pizza Calzone. Täglich von 9 bis 22 Uhr, U-Bhf Schönleinstraße
Grübelstoff – Ob wohl die Insekten auch manchmal zur Bestandsaufnahme die großen Zweibeiner zählen?
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Tagesspiegel-Podcast „Gyncast“, Folge 26: Wir lesen im Blut – die Periode als Vitalitätsmesser
Sie gilt als lästig, unhygienisch und versteckenswert: Das Tabu rund um die Periode besteht fort. Dabei kann die Monatsblutung uns viel über unsere Gesundheit verraten. Dr. Mandy Mangler über Regelmäßigkeit, Menge, Konsistenz und Farbe der Menstruation. Jetzt hören auf Spotify, Apple Podcasts und Tagesspiegel.de
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Michèle Déodat, Hand aufs Herz!
„Ab 1. April 2020 habe ich Tische fotografiert: Esstisch, Spieltisch, Küchentisch, Bürotisch, innen, außen usw. Ich habe eine Fotobuch gemacht und es Weihnachten meinem Schatz geschenkt. Seit 1. Januar 2021 fotografiere ich Hände: alt, jung , arbeitende, ruhende, bekannte, unbekannte usw. bis Ende der Pandemie. Dann gibt es wieder ein Buch.“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Kreuzung Siegfriedstraße/ Herzbergstraße (Lichtenberg): Ab 6 Uhr ist der gesamte Kreuzungsbereich bis Ende Juli gesperrt. Lediglich die Ein- und Ausfahrt zum Krankenhaus ist eingeschränkt nutzbar.
Lennéstraße (Tiergarten): Bis Sonntagabend steht für beide Richtungen nur ein gemeinsamer Fahrstreifen zur Verfügung.
Nahverkehr: Wegen Gleisbauarbeiten sind die Tramlinien M8, 21, 37 ab 7 Uhr bis 6. August wie folgt unterbrochen: M8 zwischen Allee der Kosmonauten/ Rhinstraße und Roedernplatz, 21 zwischen Roederplatz und S/U-Bhf Lichtenberg/ Gudrunstraße, 37 zwischen Allee der Kosmonauten/ Rhinstraße und S/U-Bhf Lichtenberg/ Gudrunstraße. Als Ersatz fahren Busse. Zusätzlich ist ein Shuttleverkehr zwischen Allee der Kosmonauten und dem Evangelischen Krankenhaus Herzberge (KEH) eingerichtet. Wegen Bauarbeiten ist die S-Bahn-Linie S25 ab 22 Uhr bis Montag 1.30 Uhr zwischen Schönholz und Hennigsdorf unterbrochen. Als Ersatz fahren Busse.
Demonstration – Am Platz der Republik 1 gibt es zum Internationalen Tag von Kinderopfern der Aggression eine Kundgebung mit etwa 350 Personen von 17 bis 20 Uhr. Am Samstag und Sonntag läuft jeweils ein Aufzug von 6.30 bis 14 Uhr vom Kreuzungsbereich Frankfurter Allee/ Gürtelstraße bis zur Ecke Minsker Straße/ Haltoner Straße, beide Male mit etwa 500 Personen und unter dem Motto „Stoppt den Faschismus“. Ebenfalls an beiden Tagen hat der Berliner VVN-BdA e.V. von 7.30 bis 22 Uhr eine Kundgebung in der Minsker Straße mit 300 Personen angemeldet, Thema: „Kein Raum und kein Acker der AfD!“. Am Samstag findet von 11 bis 19 Uhr in der Karlsruher Straße 1 eine Kundgebung mit rund 1000 Teilnehmenden gegen Gentrifzierung statt. In der Rathausstraße 15 treffen sich von 11 bis 20 Uhr etwa 1100 Personen unter dem Motto „Frieden – Freiheit – Souveränität“. Etwa 500 Personen protestieren am Gendarmenmarkt zwischen 12 und 15.30 Uhr „Gegen sexuelle Belästigungen und sexualisierte Gewalt“. Eine „Fahrraddemo gegen den Weiterbau der A100“, angemeldet mit 500 Personen von A100-Stopp. Lebenswertes Berlin für alle, fährt von 12 bis 17 Uhr vom Platz der Luftbrücke in die Elsenstraße. Rund 1300 Personen ziehen von 14 bis 16 Uhr unter dem Motto „Bessere Rahmenbedingungen für Heilmittel-Erbringer“ vom Washingtonplatz zum Platz des 18. März. Für Sonntag hat der ADFC e.V. 50.000 bis 250.000 Personen zu einer Fahrradsternfahrt angemeldet, zwischen 10 und 15 Uhr auf 16 verschiedenen Routen zum Brandenburger Tor.
Gericht – Ein 38-Jähriger muss sich wegen Volksverhetzung und Beleidigung verantworten. Er soll mehrere Zeuginnen, die an einer Versammlung unter dem Motto „Solidarität mit Israel“ teilgenommen hatten, beschimpft haben (9 Uhr, Amtsgericht Tiergarten, Kirchstraße 6, Saal 1104).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Susanne Barnebeck (55), „Der besten Mama alles Liebe und Hochprozentige zur Schnapszahl!“ / „Guten Morgen, liebe Carmen, und herzlichen Glückwunsch. Christa“ / „Wir gratulieren unserem Dani, Daniel V. Ehrlinger, dem liebsten Ehemann, Bruder und Sohn zum 35.Geburtstag. Ein 3-Fach hoch für ihn“ / „Meinem Freund Dieter Eichert gratuliere ich seit 1969 in jedem Jahr mit Freude zum Geburtstag. Hans-Joachim Melchior“ / Manfred Joachim Günter, „Meinem besten Ehemann von allen und freundlichsten Menschen, den ich kenne, alles Liebe zum 71. und weiter schön negativ bleiben! Vera“ / Nele Jensch, „Tagesspiegel Leute“-Autorin für Friedrichshain-Kreuzberg / Yaak Karsunke (87), Schriftsteller, Lyriker und Schauspieler / Katharina Krüger (41), „ein Flaschenflöten-Ständchen von der Mallorca-Gang (mit Dirigent!)“ / Marie NDiaye (54), Schriftstellerin / Tammo Myrrhe (9), „herzliche Glückwünsche von den Berlinern!“ / Sonsee Neu (48), Schauspielerin / Kathrin Passig (51), Journalistin und Schriftstellerin / „Wir gratulieren der lieben Mücke nachträglich herzlich zum Geburtstag. Bleib, wie du bist. Herzlich, Edda und Micha“
Samstag – Monika Fleischmann (71), „Medienkünstlerin - Happy Birthday! Bald feiern wir die letzten ausgefallenen Geburtstage nach. Das wird ein schönes Fest am See!“ / Hansjörg Göritz (62), Architekt / Sebastian Krumbiegel (54), Sänger bei „Die Prinzen“ / Nicole Ludwig (50), für die Grünen im AGH
Sonntag – D-Bo (43), Rapper und Produzent / Alexander Demandt (84), Historiker / Fritzi Haberlandt (46), Schauspielerin / „Der wohnmobilkritischen, birnenmarmeladeliebenden und tolle-Fotobücher-herstellenden Christine Hauft wünschen wir einen sonnigen Geburtstag“ / Peter Lenk (74), Künstler und Bildhauer / „Liebes Lieschen, alles Liebe und Gute zum Geburtstag von Mama und Papa, nun auch zweistellig. Liesbeth lebe hoch. Eine tolle Party!! Und 1000 Küsschen.“ / Ulrike Ottinger (79), Regisseurin, Fotografin und Drehbuchautorin / Jasenka „Senka“ Villbrandt (70), Pädagogin und ehem. für die Grünen im AGH (2004-16) / Keno Wetzel (17), „Wie schön, dass es Dich gibt!“
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Helga Mauersberger, * 23. April 1931, Journalistin und Filmproduzentin, langjährige Leiterin des „Studio Hamburg“ / Irmgard Tromm, * 21. Februar 1931 / Norbert Waldow, * 12. Januar 1930
Stolperstein – Der Direktor einer Wollfabrik und Besitzer des Theater-Kinos „Elysium“ Richard Salomon Lehmann (Jg. 1864) wohnte im Falterweg 13 im Westend. Anfang Februar 1943 deportierten die Nationalsozialisten ihn nach Theresienstadt, wo sie ihn am 4. Juni 1943 ermordeten.
Encore
Die Polizei Berlin sucht zum nächstmöglichen Zeitpunkt, unbefristet, eine/einen
Leiterin/Leiter der Gruppe Zentrale Fachaufgaben und Digitalisierung in der Bußgeldstelle (BGSt 1). In der Ausschreibung heißt es: „Die Bearbeitung von Verkehrsordnungswidrigkeitenverfahren und damit das gesamte Verwaltungshandeln der Bußgeldstelle ist unter Berücksichtigung von Qualitätsanspruch und politischer Bedeutung (z.B. wachsende Stadt, Klimapolitik, zunehmende Bedeutung des Radverkehrs und alternativer Verkehrsmobilität, Ausweitung von Parkraumüberwachung) dauerhaft, eigenverantwortlich und prozessorientiert zu betrachten und zu optimieren.“
Prozessorientiert betrachten wir mal das Anforderungsprofil:
+ Fähigkeit, auch unter schwierigen Bedingungen überlegt zu agieren
+ Fähigkeit, engagiert zu arbeiten und aktiv Wissen und Erfahrungen einzubringen sowie sich auf neue Aufgaben einzustellen
+ Fähigkeit, mit Arbeitskraft- und mitteln sowie Kosten und zeitökonomisch umzugehen
+ Fähigkeit, den zur Verfügung stehenden Handlungsrahmen aktiv auszufüllen
Klingt ja alles wie beim Checkpoint.
Aktiv Wissen und Erfahrung eingebracht haben heute Thomas Lippold (Recherche) und Teresa Roelcke (Stadtleben), unter schwierigen Bedingungen überlegt agiert hat Cristina Marina (Produktion). Morgen wird hier Lorenz Maroldt den zur Verfügung stehenden Handlungsrahmen aktiv ausfüllen – ich arbeite derweil an der Zeitökonomie.
Bis nächste Woche!