noch liegt sie ruhig da, am frühen Morgen, unsere halb verträumte Stadt. Doch schon gleich lärmen sie wieder herum, die Menschen und ihre Maschinen, die Berlin zum Schwingen bringen. Und die anderen Menschen sich still die Köpfe zerbrechen lassen über die Frage: War es hier früher leiser? Beim traditionsreichen Winzerfest am Rüdesheimer Platz soll jedenfalls jetzt Ruhe einkehren, fordert ein vor Gericht klagender Nachbar. Der Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf will deshalb am Weinbrunnen eine Lärmampel installieren, die bei zu viel Gelächter rot sieht. Schon an der Kreuzberger Admiralbrücke hatte im vergangenen Jahr ein „Lärmomat“ angezeigt, wie oft die Partypeople den Pegel hier überschritten. Und so summt sich Berlin mehr und mehr zurück in den Schlaf: „Alle meine Freunde finden, dass ich leiser bin, seit ich bei Dir bin.“
Vielleicht sieht die Stadt nicht mehr so viel Sinn im Schillernden. Ansonsten würden dem „Boulevard der Stars“ am Potsdamer Platz nicht so viele Zacken aus den Sternen fallen. Ramponiert verrottet die Hollywoodkopie auf der extra rot gepflasterten Mitte der Potsdamer Straße, die zur Berlinale 2010 mit einem damals noch golden schimmernden Stern für Marlene Dietrich eingeweiht worden war.
Bald wird der Versuch, dem bodenständigen Berlin etwas Weltglanz zu verleihen, wohl für immer verschwinden wie eine Sternschnuppe. „Ein Gutachten hat festgestellt, dass eine Sanierung der Baumängel nicht möglich ist“, schreibt das Bezirksamt Mitte auf Checkpoint-Anfrage.
Hier am Nicht-mehr-Sony-Center soll mittelfristig sowieso die Straßenbahn entlangfahren. Wie praktisch, dass sich schon lange niemand mehr um die verglühenden Sterne kümmert. „Die Boulevard der Stars GmbH, deren Aufgabe die inhaltliche Ausgestaltung der Tourismusattraktion war, ist liquidiert“, schreibt Julia Mösch vom Bezirksamt Mitte. „Mit der Liquidation ist eine inhaltliche Weiterentwicklung praktisch beendet worden.“
Künftig kümmert sich der Bezirk nur noch darum, die Fläche „in einem verkehrssicheren Zustand“ zu halten, also Stolperfallen im aufplatzenden Sterne-Pflaster einzuebnen. Dabei sei aber klar: „Derzeit sind keine Mittel für die grundhafte Erneuerung oder deren Planung vorgesehen.“ Sprich: Das ist nicht mal Kunst; das kann wirklich weg. Darauf ein letztes Sterni!

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Nachts, wenn die Sonne im Westen untergeht, dann färbt sie sich in melancholische Farben: Berlins Westernstadt am Rande der urbanen Peripherie. Hier in Spandau, wo sich Großstadt-Cowboys im Saloon die letzte Ölung geben, soll bald das finale Lied auf der Mundharmonika gespielt werden. Die mehr als 70 Jahre alte Westernstadt steht vor der Schließung, um nach dem Willen des Eigentümers einem Rechenzentrum zu weichen.
Doch die letzten Bewohner des Bretterdorfes „Old Town Texas“ und inzwischen auch der Bezirk leisten heftigen Widerstand gegen die Kündigung – und holen sich nun Hilfe von Berlins singenden Country-Cowboys.
Die Band „The BossHoss“ will nach Checkpoint-Informationen am nächsten Dienstag in der bedrohten Stadt einreiten und den High Noon verhindern. Schon an diesem Freitag planen Berlins Western-Fans eine Demo am Brandenburger Tor. Frei nach dem Motto von Karl May: „Wir dürfen nie vergessen, dass wir nicht auf der Erde, sondern in der Hölle leben, und an der Aufgabe zu arbeiten haben, aus den Teufeln Menschen zu machen!“
Huch, fast wären wir reingefallen: In Berlin tut sich ein erstes Sommerloch auf – und das mitten in Mitte. Der CDU-Bezirksverordnete Hendrik Böckermann (bis Februar noch verkehrspolitischer Sprecher bei den Grünen) sorgt sich um eine „wiederkehrende 15 bis 20 Zentimeter tiefe Senke“ an der Kreuzung Annen-/Heinrich-Heine-Straße.
Das Bezirksamt will das Schlagloch nun sommerfest versenken. Bereits im März sei es („ca. 7cm tief“) festgestellt und provisorisch verfüllt worden, eine dauerhafte Reparatur folge noch.
Falls Böckermann aber ein anderes Loch meine, bittet das Amt um „einen Lageplan mit konkreter Ausweisung der Stelle“. Bevor Sie nun mit Stadtplan und Stift auf Lochsuche gehen, zwei wichtige Hinweise des Bezirksamtes: Erste Anlaufstelle für solche Meldungen sei weiterhin die Ordnungsamt-App.
Und es gebe einen Unterschied zwischen „Schlagloch“ und „Senke“. Benannt wird der allerdings nicht. Haben Sie eine Ahnung? Dann schreiben Sie uns gerne zurück! So haben wir schon mal Material fürs Sommerloch.
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Beim traditionellen Open-Air-Konzert mit Daniel Barenboim und dem West-Eastern Divan Orchestra in der Berliner Waldbühne ist in diesem Jahr Starpianist Lang Lang als Solist in Mendelssohns Klavierkonzert Nr. 1 zu Gast. Mit Beethovens „Eroica“ steht außerdem eine der berühmtesten Symphonien des klassisch-romantischen Repertoires auf dem Programm.
Sonntag, 10. August, 19 Uhr, Waldbühne Berlin
Nachdem die BVG am Montag ihre „steigende Zuverlässigkeit“ gefeiert hatte, bluteten gestern unsere Ohren am U-Bahnhof Vinetastraße, als beim Nachmittags-Betriebsstörungsbingo die Durchsage ertönte: „Nächste Hiobsbotschaft: Signale kaputt, eine U-Bahn kaputt, alles kaputt.“
Immerhin: Schlimmer kann’s kaum noch kommen. Das war auch der Grundtenor vieler Leserinnen und Leser, die uns ihre Erfahrungen in zahlreichen Mails schilderten.
Michael Failenschmid wünscht sich, dass die BVG hält, was sie verspricht, und gibt zu bedenken: „Zu früh ist auch unpünktlich.“ Jens Hahn wäre dankbar, „wenn es auf der U2 so problemlos laufen würde wie vor 20 Jahren“.
Dorit Heyn ärgert sich über Unzuverlässigkeit insbesondere in den Außenbezirken: „Gestern fiel der 172er wieder mal aus. Oder die Busse kommen wirklich, aber mit erheblicher Verspätung.“ Ralph Misske dagegen sieht das Hauptproblem im „obsessiven Herumnörgeln“ in Berlin: „Oft denke ich, was für ein Geschenk es ist, dass dieser Riesenapparat überhaupt funktioniert.“
Vor der Abfahrt noch eine tröstliche Zuschrift aus Germering bei München. Torsten Berndt schreibt, dort übertreffe die S-Bahn „in puncto Verspätungen und Zugausfälle die Berliner S-Bahn deutlich“. Er übermittelt dazu die trockene Analyse einer Kollegin, die dort täglich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt: „In Bayern fallen keine Züge aus. Sie fahren nur nicht.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Wir beginnen mit Selbsterkenntnis, diesmal von höchster Stelle. „Es gibt zu wenige Wohnungen in Berlin“, gestand der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) ein. Nun soll das Wohnungsbaubündnis, das am Dienstag mal wieder tagte und dessen Häuser bisher nicht in den Himmel wachsen, das Bauen endlich einfacher und billiger machen: mit weniger Vorschriften – und hoffentlich weniger leerstehenden Worten.
Sich selbst Mut macht auch Werner Graf, der Spitzenkandidat der Berliner Grünen für die Wahlen in einem Jahr. „Vielleicht kann ich nicht berlinern, aber Berlin kann ich“, erzählt Graf im Tagesspiegel-Porträt unseres Kollegen Christian Latz (nachzulesen hier). Durch seine Herkunft könne er sich besser in die Lage von Menschen in den Außenbezirken hineinversetzen. „Ich bin in Bayern auf dem Dorf aufgewachsen, ich weiß, was Leben außerhalb des Stadtzentrums heißt.“ Für eine auffallend gute Beziehung zum Spandauer Kai Wegner reicht das schon mal.
Berlin kehrt sein Inneres gerne mal ins Äußere. Da verwundert es kaum, dass die CDU in Reinickendorf ein Jahr vor den Wahlen schon einen Bezirksbürgermeisterkandidaten gefunden hat: Sebastian Pieper, momentan Fraktionschef in der Bezirksverordnetenversammlung Mitte. Der 46-Jährige wohnt aber immerhin in dem Bezirk, den er verantworten möchte (was nicht bei allen Bezirksbürgermeisterinnen und -bürgermeistern der Fall ist). Die CDU regiert in Reinickendorf seit 30 Jahren fast durchgehend durch. Und geht nun mit einem im Kiez eher unbekannten Kandidaten aufs Äußere.
Haben Sie auch mal Lust auf was ganz anderes? Dann werden Sie Wirtin oder Wirt mitten im Grünen! Pankow sucht weiterhin neue Betreiber für das beliebte Café Rosengarten im Bürgerpark, Details erfahren Interessenten bei einem Infotermin am nächsten Donnerstag. Garantiert wäre Ihnen die ewige Dankbarkeit der Pankowerinnen und Pankower – und ein Sanierungsstau von 1,5 Millionen Euro. Ach komm, Karlineken!
Jetzt aber zu den wirklich guten Nachrichten:
Berlins „Raumschiff“ landet kurz in der Wirklichkeit: Der in Schwerelosigkeit ruhende Stadtkoloss ICC lädt vom 12. bis 14. September zu zwei Tagen der offenen Türen und Säle. Kostenlose Zeitfenstertickets gibt’s ab heute, 10 Uhr, unter diesem Link – sie dürften so schnell weg sein, wie die Neueröffnung fern ist.
Ein zarter Hauch von Olympia weht immer öfter durch Berlin. Heute starten die „World University Games“, die olympischen Spiele des Universitätssports. Die meisten Wettkämpfe werden an Rhein und Ruhr ausgetragen, Volleyball, Schwimmen und Wasserspringen allerdings in Berlin. Immer rein ins kalte Wasser!
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Entdecken Sie den Secret Champagne Garden im The Ritz-Carlton, Berlin und genießen Sie in dieser Oase inmitten den Großstadtdschungels eine luxuriöse Etagere mit feinen Petit Fours und frischen Früchten, begleitet vom sommerlichen Cocktail „Golden King Kong“. Jetzt buchen!
Auch Berlins beliebtes Zwergflusspferd Toni taucht bald ab. Immerhin noch bis Ende August bleibt der Internet- und Kinderstar dem Zoo noch erhalten. Danach kümmert sich das größer werdende Mädchen Toni im Rahmen eines europäischen Zuchtprogramms um Wichtigeres: die Erhaltung seiner Art.
Friedlich die Flatter macht auch Berlins umstrittene Landestierschutzbeauftragte Kathrin Herrmann. Nach Zerwürfnissen innerhalb der Justizverwaltung, unter anderem wegen einer verkorksten „Konzeption eines berlinweiten Taubenmanagements“ (der Checkpoint berichtete), bekommt sie nun unbezahlten Sonderurlaub für ein Forschungsprojekt im Ausland und wird 2027 in den Landesdienst zurückkehren. Darauf einigte man sich in einem arbeitsrechtlichen Güterichterverfahren. Bis dahin müssen die 20.000 Berliner Tauben wohl ohne Tierbeauftragte klarkommen.
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Demokratie-Statement
„Demokratie bedeutet Teilhabe, Vielfalt und ein freies Miteinander. Als Kreativunternehmen in der Veranstaltungswirtschaft glauben wir an die Kraft des Dialogs. Wir gestalten Events, die den Austausch fördern und Haltung zeigen. Gemeinsam mit dem Tagesspiegel machen wir sichtbar, was unsere Gesellschaft zusammenhält.“
Ayke Bröcker, Geschäftsführung
www.edelmat.de
Korrektur zur Meldung über die Toilettenpapier-Knappheit im Roten Rathaus: Der gestern hier vorgestellte Aushang, auf dem die Betreiber des Ratskellers mit der Schließung der Kantine drohen, falls weiter Klopapier gestohlen werde, ist bereits fünf Jahre alt. „Er stammt noch aus der Corona-Zeit, womit sich der hohe Bedarf an Klopapier erklärt“, schreibt Leiterin Ursula Laumann. Damit wäre das (Achtung!) geklärt.
Zitat
„Die Kleingärten sind eine große soziale Errungenschaft für alle Bürger einer Stadt.“
Umweltsenatorin Ute Bonde (CDU) über das Kleingartenflächensicherungsgesetz, das der Senat nach zehn Jahren intensiver Debatte am Dienstag beschlossen hat. Alle Hintergründe beschreibt Robert Kiesel in seinem Bericht hier.
Stadtleben
Verlosung – Die trauen sich was: Als „Kriegskomödie“ wird Kleists schwergewichtiger Klassiker verkauft. Und das in diesen Zeiten ... Am 1. August feiert der „Prinz von Homburg“ beim Theatersommer Netzeband als Freiluftspektakel mit Masken Premiere, inszeniert von Frank Matthus. Wir verlosen 3x2 Karten! Das Stück findet quasi am historischen Ort statt, die „Schlacht von Fehrbellin“ jährt sich 2025 zum 350. Male. Reguläre Tickets kosten im Vorverkauf ab 31,50/27,50 Euro (bis 30.8. je Fr/Sa um 20.30 Uhr), Gutspark, 16818 Netzeband
Essen & Trinken – Er hat die Käselandkarte der Stadt neu gezeichnet: Vor 16 Jahren begann Fritz Lloyd Blomeyer damit, die besten Produkte von deutschen Manufakturen auszusuchen, sie auf den Punkt zu reifen und der Gastronomie anzubieten (die bis dato auf französischen Käse setzte). Seine Leidenschaft für heimischen Käse sorgte dafür, dass auf vielen Speisekarten als letzter Gang „Blomeyers Käse“ auftauchte. Ob Ziegenkäse vom Brandenburger Capriolenhof, Urstromkäse aus Milch von Jersey-Kühen oder würziger Schafskäse aus Sachsen-Anhalt: Was in der Vitrine des Charlottenburger Ladengeschäfts liegt, ist konzentrierter Geschmack. Di-Fr 12-19, Sa 10-17 Uhr, Pestalozzistraße 54a, U-Bhf Sophie-Charlotte-Platz
Noch hingehen – Endspurt: In den nächsten Tagen gehen die Berliner Theater nach und nach in die Sommerpause. Also fix nochmal hingehen, zum Beispiel in „Mein Herz dein Bunker – 290 BPM“ am Deutschen Theater (Sonntag, 19.30 Uhr). Das Stück beamt zurück ins Berlin der frühen 90er-Jahre, wir begleiten eine Gruppe von Freund:innen, die beschließen, in einem Ex-Schlachthof ihren eigenen Club zu gründen, u.a. mit der Kinder- und Jugendtanzcompany von Sasha Waltz & Guests und DJ-Set live auf der Bühne. Karten 24/18 Euro, Schumannstraße 13a, U-Bhf Oranienburger Tor
Last-Minute-Besuch – Geben Sie es zu, Sie träumen doch auch davon, ein Buch zu schreiben. Den Traum wahr gemacht oder zumindest einen Schritt näher dran sind die Autor:innen, die im Gästehaus des LCB wohnen und arbeiten. Heute kann man die aktuellen Sommergäste beim Imbiss kennenlernen (ab 19.30 Uhr). Die künstlerische Bandbreite reicht von Roman und Essay über neue deutschsprachige Lyrik bis hin zu Comic-Kunst. Eintritt 3 Euro, Am Sandwerder 5, S-Bhf Wannsee
Grübelstoff – Falls Sie dieses Jahr schon mal ein paar Tage verreisen konnten: Wo hatten Sie das Gefühl, dass Ihre dreckige Heimatstadt an der Spree die Nase vorn hat und irgendwas definitiv besser hinkriegt als, sagen wir, der Musterknabe Paris?
Kiekste
Den Katzen gehört die Welt, Alter Luisenstädtischer Friedhof inklusive. Dank an Leser Alexandre Sladkevich! Weitere feline Fotos gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berlin heute
Verkehr – Hardenbergstraße (Charlottenburg): Die Fahrbahn in Richtung Budapester Straße hinter der Knesebeckstraße wird bis Ende dieses Jahres auf einen Fahrstreifen verengt.
Johannisthal: Im Bereich der Baustelle zwischen Südostallee und Michael-Brückner-Straße muss tagsüber mit zusätzlichen Verkehrseinschränkungen gerechnet werden (bis 7.8).
Treskowallee (Karlshorst): Heute und morgen ist in Richtung Am Tierpark vor dem Richard-Kolkwitz-Weg die Fahrbahn auf einen Fahrstreifen verengt.
Alt-Kaulsdorf (Kaulsdorf): Stadtauswärts ist die Fahrbahn auf zwei Fahrstreifen verengt und das Linksabbiegen in die Dorfstraße ist untersagt.
Friedrichshagener Straße (Köpenick): Ab ca. 16 Uhr wird (bis Anfang August) die Straße in beiden Richtungen im Einmündungsbereich Salvador-Allende-Straße für den Kfz-Verkehr gesperrt. Auch der Radverkehr ist eingeschränkt. Die Salvador-Allende-Straße ist in Richtung Müggelheimer Damm auf einen Fahrstreifen verengt.
Bahnhofstraße (Lichtenrade): Der Abschnitt zwischen Riedingerstraße und Mellener Straße in Richtung Lichtenrader Damm ist nun zusätzlich gesperrt, außerdem ist die Goltzstraße zwischen Bahnhofstraße und Briesingstraße gesperrt.
Schönhauser Allee/Bornholmer Straße/Wisbyer Straße (Prenzlauer Berg): Bis 2.8. steht auf der Bornholmer Straße in beiden Richtungen sowie auf der Schönhauser Allee stadteinwärts jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Zusätzlich ist auf der Schönhauser Allee stadtauswärts sowie auf der Wisbyer Straße das Linksabbiegen nicht gestattet.
Landsberger Allee (Marzahn): Voraussichtlich bis Donnerstag ist die Fahrbahn stadteinwärts in Höhe Rebhuhnweg auf einen Fahrstreifen verengt.
Tiergarten: In den folgenden Nächten bis Freitag, jeweils von 20.30 bis 5 Uhr, ist der Tunnel Tiergarten Spreebogen in beiden Richtungen zwischen Reichpietschufer und Heidestraße gesperrt.
Nahverkehr – S-Bahn – S9: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Ostkreuz und Schöneweide.
S41/S42: Von 22 bis 1.30 Uhr fahren keine Züge zwischen Ostkreuz und Neukölln.
Demonstration – Für heute sind 16 Demos angemeldet (Stand 15.7., 14.15 Uhr), u.a. „Warnstreik im Rahmen der Haustarifvertragsverhandlungen“: 100 Demonstrierende, IG Metall, Hansastraße 205 (11-12 Uhr)
„Friedensmahnwache“: sechs Menschen, Müggelheimer Straße (17.30-21 Uhr)
„Straßenkundgebung 10 Jahre Bizim Kiez – 10 Jahre nachbarschaftlicher Kampf gegen Verdrängung und für eine solidarische Stadt“: 200 Teilnehmende, Wrangelstraße 77 (18-22 Uhr)
„#BerlinForBlago – Solidaritätskundgebung für Bürgermeister Blagomir Kotsev“: 50 Demonstrierende, Mauerstraße 11 (18.30-20 Uhr)
„Stop feeding Genocide. Hört auf, Genozid zu füttern. Wir protestieren gegen die Eröffnung des israelischen Restaurants ‚Nancy and Gila‘ (...)“: 65 Protestierende, Mohrenstraße 30 (19-21 Uhr)
Gericht – Weil er in einem Hostel in Berlin-Mitte in Zimmer geschlichen und Bargeld, Kleidung sowie Elektronik gestohlen haben soll, kommt ein 50-Jähriger auf die Anklagebank. Zwei Zeugen, die ihn ertappten, habe er mit einem Messer bedroht (10.30 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal A606).
Universität – Zum Feierabend kann man heute für lau bei einem Saxofonkonzert entspannen – für die Interpretin der Hochschule Hanns Eisler hängt allerdings viel von dem Abend ab: Es ist ihr Examenskonzert. Auf dem Programm stehen u.a. Telemann, Hindemith, aber auch zeitgenössische Komponist:innen. 19 Uhr, Eintritt frei, Neuer Marstall, Schloßplatz 7
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Anna, meine Lieblingstochter hat heute Geburtstag. Du hast Glück und kannst ihn auf der Sonneninsel Ibiza mit Deinem Schatz feiern. Wir holen das zu Hause nach, wenn Du wieder zurück bist. Umarmung von Deiner Mimi“ / Thomas Arslan (63), Filmregisseur („Verbrannte Erde“), lehrt an der UdK / „Dagmar Behrendt (74), ehrenamtliche Mitarbeiterin der ZeitZeugenBörse Berlin. Alles Gute und herzlichen Glückwunsch! Bitte bleibe so aktiv, wie bisher. Vor allen Dingen wünsche ich Erfolg im gesundheitlichen Bereich. Ich freue mich auf viele gemeinsame Stunden und Tage. Umarmung Hans-Dieter“ / „Aus Berlin ein ‚Bon anniversaire, léif Dina‘ am fernen Atlantik“ / Thomas Heilmann (61), Politiker (CDU), bis 2025 MdB, Senator für Justiz und Verbraucherschutz in Berlin (2012-2016) / „Dankward U. K. A. Legde (85), Diplom-Ingenieur, Geschäftsführer a.D. (...) Berlin, seine Geschichte und seine Entwicklung sind wichtig für dich. Mit dem Tagesspiegel bleibst du dran. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!“ / „Hola Maria Perez Serrano, bindo por un año más de alegrías aventuras y recuerdos contigo, hasta luego Hartmut!“ / Steffen Zillich (54), Politiker (Linke), MdA
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Prof. Dr. Dr. Roland Felix, * 15. Mai 1938, verstorben am 24. Juni 2025 / Barbara Freier, * 19. Januar 1953, verstorben am 21. Juni 2025, Psychologin bei der Lebenshilfe/Elternarbeit / Jenny Freier, * 17. Mai 1980, verstorben am 27. März 2025 / Dr. Rudolf Hilker, * 9. Februar 1933, verstorben am 23. Juni 2025 / Hella Stuke, * 12. August 1949, verstorben am 26. Juni 2025 / Renate Walter, * 29. November 1943, verstorben am 6. Juli 2025
Stolperstein – Selma Latte geb. Noah (*1878) war verheiratet mit Paul Latte, einem Flaschenhändler. Der stellte einen Teil seines Fabrikgeländes in Pankow für eine Ausbildungswerkstätte für junge jüdische Menschen zur Verfügung. Ob Selma berufstätig war, ist nicht überliefert. Das vermutlich kinderlose Ehepaar wurde am 13. Januar 1943 nach Theresienstadt deportiert, Selma starb dort am 16. Juli 1943. An Selma Latte erinnert ein Stolperstein im Falkentaler Steig 16 in Hermsdorf.
Encore
Zum Schluss bitte volle Konzentration! Im baden-württembergischen Hilzingen starten am heutigen Mittwoch die Deutschen Minigolf-Meisterschaften. Sechs Herren- und vier Damen-Mannschaften kämpfen am kleinen Ball um den großen Titel (Livestream hier). Für Berlin am Start sind Chris Garte sowie Susanne und Hans-Joachim Höhnke von den „Lankwitzer Dragons“.
Und was können wir hobbymäßig schlägerschwingenden Menschen von ihnen lernen? „Minigolf ist ein Konzentrationssport“, verrät die Sprecherin des Deutschen Minigolf-Verbands. Ihr Profi-Tipp: Nicht aus dem Handgelenk schlagen! „Erst wenn Schläger und Füße ein gleichschenkliges Dreieck bilden und die Arme locker herabhängen, gelingt der Schlag.“ Das sagt sich so locker.
Treffsicher recherchiert hat heute Isabella Klose, das Stadtleben hat Antje Scherer eingelocht und Jennifer Katona hat in der Frühproduktion die Bahnen gefegt. Morgen schwingen hier Anke Myrrhe und Margarethe Gallersdörfer die Schläger. Wir grüßen Sie!
