Urlaubsgrüße aus Leer in Ostfriesland senden Marianne und Jörg Pippel, die bei der Checkpoint-Lektüre „Wind, Fisch, Wasser und Sehenswürdigkeiten“ genießen.

Beach, Berge oder Balkonien – nehmen Sie uns mit! An dieser Stelle zeigen wir während der Sommerferien, wo Sie gerade den Checkpoint lesen. Schicken Sie uns ein Foto mit einem Satz zum Urlaubsort an checkpoint-aktion@tagesspiegel.de.
Ach, der Checkpoint – der versendet sich doch! Was manche Politikerinnen oder Politiker zuweilen hoffen, ist in der Realität gar nicht so einfach. Gestern klappte der morgendliche Versand unseres Newsletters wegen technischer Probleme leider nicht, wofür wir Sie um Entschuldigung bitten möchten. Aber heute ist ja zum Glück ein neuer Tag zum Lesen und Lesen lassen.
Keine Ausnahme mehr sind Ausfälle bei der S-Bahn. Im Nordosten Berlins ist der Ring seit Wochen unterbrochen, nun stehen auch rund um Pankow und das Karower Kreuz alle Räder still. Dabei ist der Ersatzverkehr ein gutes Zeichen: Endlich werden ermüdete Schienen und anfällige Weichen ausgewechselt. Die S-Bahn braucht aber noch viel mehr Schotter für ihre marode Infrastruktur. Ein Dauerproblem bleiben die alten und wie in Schöneweide noch autark arbeitenden Stellwerke. Erst in zehn Jahren sollen alle Stellwerke erneuert und mit der Zentrale verbunden sein. Die Technik dafür ist noch nicht genehmigt. Hier müsste die Verwaltung von Verkehrssenatorin Ute Bonde (CDU) selbst mal Tempo machen.
Immerhin die Neuausschreibung des Betriebs auf der zentralen Stadtbahn und der wichtigen Nord-Süd-Strecke steht nach vier Jahren Verzögerung endlich an. Nach Checkpoint-Informationen wollen Berlin und Brandenburg innerhalb der nächsten zwei Wochen den neuen Betreiber bekanntgeben. Die Bindefrist für die Angebote ende am 11. September, teilt die Verkehrsverwaltung auf Anfrage mit. „Die Länder beabsichtigen, den Zuschlag vor Ablauf der Bindefrist zu erteilen.“ Der Schritt ist überfällig, denn an ihm hängt auch die Beschaffung neuer Wagen. Frühestens losfahren können diese nun 2031. Doch schon 2029 machen die ersten alten Waggons schlapp. So fährt die S-Bahn mit Ansage ins nächste Desaster.
Der Verkehrsverwaltung ist das Problem bewusst; sie hofft auf die „Langlebigkeit der Bestandsfahrzeuge mit dem Ziel, dass die Einsatzfähigkeit bis zur schrittweisen Einflottung der Neufahrzeuge gewährleistet ist“. Deshalb werden nun 65 Viertelzüge der Baureihe 480, die eigentlich bald wegfallen, erneut überprüft. „Eine nochmalige Revision und ein längerer Einsatz der Fahrzeuge sind zum aktuellen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen“, hofft die Verkehrsverwaltung. Garantiert ist das aber, wie so vieles bei der S-Bahn, nicht.
Was Bahn und Politik tun müssen, damit nicht auch noch die Weichen erweichen, kommentiere ich heute Morgen ab 8 Uhr im „Berliner Rundfunk 91.4“ – und im Laufe des Tages auch auf tagesspiegel.de. Bis dahin wünschen wir Ihnen viel Glück an der Bahnsteigkante! Und rauschen optimistisch durch den Tag mit dem verträumten Unterwegs-Song „The Trip“ von Still Corners – einem Pop-Duo, das sich zufällig auf einem Londoner Bahnsteig kennengelernt hat. Da kommt auch unsere Checkpoint-Sommer-Playlist in Fahrt.
Auf Touren kommt jetzt der Wettstreit vor der Berlin-Wahl im nächsten Jahr. Am Mittwoch nominierte der SPD-Landesvorstand einstimmig Steffen Krach, einst Wissenschafts-Staatssekretär in Berlin und seit vier Jahren Regionspräsident in Hannover, zum Spitzenkandidaten. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU), längst auf Vorwahlkampf-Tingeltour durch die Hauptstadt unterwegs, begrüßte seinen bisher schärfsten Konkurrenten mit den Worten: „Gucken wir mal, wann er nach Berlin zieht.“ Krach muss auch erklären, welche politischen Vorstellungen er für seine alte, neue Heimat hat. An seine bisherigen Mitarbeitenden in Hannover schrieb der 46-Jährige mit Blick auf den am Wochenende im Tagesspiegel durchgesickerten Wechsel: „Manchmal kommt es anders, als man denkt.“
Das wird sich wohl auch mancher in der Berliner SPD denken, der sich wie Fraktionschef Raed Saleh selbst Hoffnungen auf die Kandidatur gemacht hatte. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey appellierte vorsichtshalber an ihre Partei, Krach zu unterstützen: „Wir können gemeinsam für Berlin viel erreichen, wenn wir geschlossen zusammenstehen.“ Mit Betonung auf: wenn.

Damit Berlin in einem Jahr eine Wahl hat – wie seit 2019 fast jedes Jahr –, sucht die Stadt bereits nach passenden Abstimmungslokalen. Das Bezirksamt Mitte bittet in einem Aufruf um die Nennung möglicher Wahllokalitäten. Die Räume sollen barrierefrei erreichbar sein, eine Mindestgröße von 55 Quadratmetern haben und idealerweise über einen getrennten Ein- und Ausgang verfügen. Toiletten müssen im Gebäude vorhanden sein, ebenso „Ablagemöglichkeiten für persönliche Gegenstände der Wahlhelfenden“ und abschließbare, schon zwei Wochen vor der Wahl nutzbare Nebenräume für die Wahlmaterialien. Das alles trifft eigentlich auf jedes normale Lokal zu. Wie aber wird daraus ein Wahllokal? Na klar, durch „Möglichkeiten zur Befestigung von Fahnen“. Letztere wehen in Lokalen selten – zumindest nicht tagsüber.
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Wir schweben rüber zum Hansaviertel, das nach den Träumen des Landesdenkmalamts und des Bezirks Mitte eigentlich Weltkulturerbe werden sollte. Doch inzwischen geistert man hier am Tiergarten eher durch dunkle Träume. Denn seit einem Jahr ist die Passage, die unter dem S-Bahn-Bogen zur Flensburger Straße führt, nachts praktisch unbeleuchtet. Nach Darstellung von Anwohnenden fehlen bei mindestens zwei Laternen die Leuchtmittel, sodass der Weg ins heimische Bett zappenduster bleibt.
Nach einem Checkpoint-Hinweis verspricht das Bezirksamt nun, die Beleuchtung „auf die Tagesordnung des nächsten Austauschs“ mit dem Bürgerverein Hansaviertel zu nehmen. Angesichts von tagsüber sichtbarer Vermüllung und Obdachlosigkeit rund um den Hansaplatz verspricht Bezirkssprecher Christian Zielke, dass das Amt daran arbeite, „die Zustände auf einem guten Niveau zu halten“. Bei der Ablehnung des Antrags durch die Weltkulturerbe-Kommission habe „der Zustand der öffentlichen Räume keine Rolle“ gespielt. Auch erhellend.
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- Durch den Sommer blättern: Unser heutiger Lesetipp kommt von einer Kiez-Buchhandlung aus Neukölln und dreht sich um ein stets aktuelles Thema: Pornografie. Neugierig?
- Im Theater lachen: „Man muss nur mit dem Laster der Zeit gehen“, hat Molières Don Juan gesagt. Für die Komödie über den skrupellosen Verführer am 4. September im Monbijou-Theater verlosen wir Tickets. Interesse?
- An Aufgaben wachsen: In den Schulen werden die Leistungen der Kinder immer schlechter. Ob sich Berlins Schulpolitik verrechnet hat, weiß unsere Comiczeichnerin Naomi Fearn.
- Dem Lärm trotzen: Mein Checkpoint-Lesetipp belebt die auch hier lebhaft geführte Debatte um den Lärm von Berliner Kneipen. Gehören laue Sommernächte, die auch über 22 Uhr hinaus mal etwas lauter sind, zu Berlin oder nicht? Unser Gastautor Robin Detje, Literaturübersetzer in Prenzlauer Berg, hat Zweifel. Denn die Ausgehviertel würden nur noch eine lebendige Stadt simulieren, und zwar auf Kosten der Anwohnenden – nachzulesen hier.
Telegramm
Die Stadtautobahn ist um ein kurzes, teures Stück länger geworden. Am Mittwochnachmittag fuhren die ersten Autos den 3,2 Kilometer langen, neu eröffneten 16. Bauabschnitt entlang, um schneller zum alltäglichen Stau an der Elsenbrücke in Treptow zu gelangen. Müsste man die A100-Verlängerung mit gestapelten 1-Euro-Münzen bezahlen, wäre dieser Turm 1678 Kilometer hoch. Das ist mehr als die vierfache Flughöhe der Raumstation ISS. Würde man die Münzen stattdessen in eine Reihe flach nebeneinanderlegen, würde diese Kette vom Atlantik bis hinter Kamtschatka reichen: 16.740 Kilometer. Dafür ist die neue Straße in Berlin arg kurz geraten.
Die Verrohung des öffentlichen Lebens hat ein nächstes Opfer gefordert: Zwei Mitarbeiter des Ordnungsamtes Pankow wurden am Dienstag brutal von einem 30-jährigen Mann angegriffen, den sie am S-Bahnhof Pankow darauf aufmerksam gemacht hatten, dass er seine Zigarettenkippe nicht auf den Bürgersteig schnippen solle. Der Mann, der eine ansteckende Krankheit hatte, schlug auf die Mitarbeiter ein und biss einen sogar in die Wange. Das Opfer musste stationär in einem Krankenhaus aufgenommen werden.
Pankows Ordnungs-Stadträtin Manuela Anders-Granitzki (CDU), die den Angriff live miterlebt hatte, teilte am Mittwochabend mit: „Leider reiht sich dieser extreme Vorfall in eine Reihe von Ereignissen ein, in denen Staatsbedienstete auf Ablehnung, Aggressivität und Gewalt bei der Ausführung ihrer Arbeit für die Allgemeinheit treffen.“ Stephan Weh von der Gewerkschaft der Polizei sagte: „Was sich wie eine Szene aus einem drittklassigen Film liest, ist auf Berlins Straßen für unsere Einsatzkräfte leider bittere Realität.“ Berlin, bitter und brutal.
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Die Mohrenstraße ist endgültig Geschichte. Nach der Umbenennung in Anton-Wilhelm-Amo-Straße am Wochenende wurde nun auch der Name an der U-Bahn-Station ausgetauscht. Alle, die das schlimm oder überflüssig finden, seien daran erinnert: Der U-Bahnhof wurde 1908 als „Kaiserhof“ eröffnet, hieß in der DDR dann „Thälmann-Platz“ und von 1986 bis 1991 „Otto-Grotewohl-Straße“. Grotewohl war führender Verfechter der Zwangsvereinigung von KPD und SPD zur späteren Staatspartei SED und dann erster Ministerpräsident der DDR. Neue Namen haben oft einen Sinn.
Und wir haben hier wieder einen Sinn für gute Nachrichten:
Ein neuer junger Ort wird der Stadt geboren. Am Bahnhof Südkreuz entsteht ein „Haus der Jugend“, das den aus der Potsdamer Straße verdrängten Jugendtreff „Potse“ und das selbstverwaltete Projekt „Drugstore“ beheimaten soll. Gut, dass Berlin sich endlich selbst verjüngt.
Alle zwei Stunden fährt bald ein Zug von Berlin nach Warschau. Die Deutsche und die polnische Bahn bauen ihr grenzüberschreitendes Angebot ab Dezember aus und bieten dann auch Nachtverbindungen bis zur ukrainischen Grenze an. Bahnvorstand Michael Peterson lobt: „Der internationale Fernverkehr boomt.“ Nun müsste er nur noch national funktionieren.
Dem fetischhaften Wurstgefresse aus dem Heimatland von Markus Söder wird in Berlin etwas Einhalt geboten. Wie hier berichtet, sollten ab Mitte September direkt neben dem linken Szeneclub „://about blank“ am Ostkreuz die bayerischen „Spreewies‘n“ stattfinden. Der von der Verdrängung bedrohte Club hatte daraufhin Proteste gegen ein „Massenbesäufnis mit völkischen Stereotypen“ angekündigt. Nun schlägt die Kopie des Oktoberfests das Festzelt zur Sicherheit wieder am Ostbahnhof auf. Und droht dort selbst verdrängt zu werden. Vielleicht einfach zurück nach München?
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In seiner Jugend besprühte Prinz Pi S-Bahn-Züge und machte Berliner Battle-Rap. Mittlerweile baut er Schränke und lebt mit seiner Familie im Großdorf Kleinmachnow. Mit meiner Kollegin Jana Weiss traf sich der 45-Jährige zum Gespräch im Strandbad Wannsee. Und sagte beim Reingehen zur Frau an der Kasse: „Zwei Mal Senioren, bitte!“ Daddy cool.
Sagen Sie jetzt nichts! „Du liebst es, Menschen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern? Du bist mitreißend, beweglich und hast Spaß daran, Teil von etwas Größerem zu sein? Du möchtest unseren Club nach außen vertreten – mit Energie, Herzlichkeit und einem Hauch Verrücktheit? Dann schlüpf in unser Kostüm und werde Herthinho – das Herz auf zwei Beinen von Hertha BSC.“ Diesen Job (und diese Ausschreibung) gibt’s wirklich. Eines aber sollten Sie vor Ihrer Bewerbung wissen: Wenn Sie das Kostüm des kuschligen Tanzbären erst einmal anhaben, dürfen Sie nicht reden, kein einziges Wort. Das hat mir das Maskottchen, das mir einmal die Tagesspiegel-Sportredaktion als Überraschungsgast meiner heimischen Frühlingsparty schenkte, heimlich verraten. In Zeichensprache.
Zitat
„Ich kann hier auch rückwärts und mit einem Auge zu fahren.“
Peter Thom bedient seit 22 Jahren die Autofähre zwischen Tegelort und Hakenfelde. 80 Mal am Tag fährt der 63-Jährige ganzjährig auf der Havel hin und her. Mehr darüber erzählt er im Reinickendorf-Newsletter – wie all unseren Bezirks-Newsletter zu bekommen hier.
Kiekste
What a Wolke! Wir denken uns noch trommelnden Theaterdonner und sparen uns die Opernkarten. Dank an Fritz Engel! Weitere Bilder gern an checkpoint@tagesspiegel.de! Mit Ihrer Zusendung nehmen Sie aktuell an unserem Kiekste-Fotowettbewerb in Kooperation mit DASBILD.BERLIN teil.
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – Stefan Arndt (64), Filmproduzent / „CHRISTIN BEIERT sende ich meine herzlichsten Glückwünsche zum 44. Geburtstag. CHRISTIN, Du bist weiterhin unübertroffen an Lebensfreude, Empathie, Intelligenz, Schönheit. Kimon wird sein Glück immerwährend nicht fassen können. Euch in Berlin wünsche ich einen herrlichen, unvergesslichen Geburtsjahrestag in freudiger Erinnerung an den 28.8.1981. Dein (gefühlter) Schwiegervater aus dem Westfalenland. Liebsten Gruß, PB“ / „Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag an Christoph, unseren guten Freund und besten Nachbarn ever, Karin und Martin“/ „Mia Esche-Dolfus-Mindak: Meine Liebste, ich freue mich über jeden Tag mit Dir - und auf Dein großes Geburtstagsfest!“ / Jeremy Dudziak (30), Fußballprofi bei Hertha BSC / „🎼Ja, må hon leva uti hundrade år… 🎼 Hurra, Monika Kettner feiert heute Geburtstag! Aus Småland schickt Susanne die besten Wünsche für das neue Lebensjahr“ / Uwe Lehmann-Brauns (87), Politiker (CDU), ehem. Mitglied des Abgeordnetenhauses von Berlin / „¡Hola Sssneckchen! Hättste damals in Spananien jedacht, dett wir beede so alt wer'n? Herzlichen Jlückwunsch aus Schwedistan. Onkepejonke“ / Ai Weiwei (68), chinesischer Künstler und Regierungskritiker
+++ Sie möchten der besten Mutter, dem tollsten Kiez-Nachbarn, dem runden Jubilar, der Lieblingskollegin oder neugeborenen Nachwuchsberlinern im Checkpoint zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie uns bis Redaktionsschluss (11 Uhr) einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.+++
Gestorben – Wolfgang Adamek, * 5. Februar 1937, verstorben am 14. August 2025 / Dr. Christiane Bünemann-Buschmann, * 12. April 1962, verstorben am 12. August 2025 / Gesa Chomé, * 7. Oktober 1936, verstorben am 9. August 2025 / Waltraud Holtorf (geb. Philipp), * 12. April 1941, verstorben am 20. Juli 2025
Stolperstein – Else Luft wurde am 16. März 1861 als Elise Meyer in Sachsen-Anhalt geboren. Am 10. Juli 1900, heiratete sie den Witwer Jakob Luft aus Berlin. Zusammen wurden sie Eltern von zwei Töchtern. Am 17. August 1942 wurde die damals 81-Jährige in das Ghetto Theresienstadt deportiert und dort, nur wenige Tage nach ihrer Ankunft, am 28. August 1942, ermordet. Heute erinnert ein Stolperstein in der Brunnenstraße 41 in Mitte an Else Luft.
Encore
Fernsehturm, East Side Gallery, Spreedampfer & Co: Team Checkpoint empfiehlt 36 Berlin-Klassiker, die von Touris geliebt und von Berlinern meist gemieden werden. Für alle, die einen Blick über den Kiezrand wagen und ihre Stadt neu entdecken wollen. Heute: das Brandenburger Tor.
Es gibt keinen magischeren Ort in Berlin. Weil er lange gar kein öffentlicher Ort sein durfte. Am Brandenburger Tor teilte die Mauer unsere Stadt in zwei halbe – bis die Menschen sie in der Nacht der Nächte hier in Stücke zerkloppten. Die Quadriga oben auf dem letzten verbliebenen Stadttor ist heute Symbol einer friedlichen Hauptstadt. Vom 1793 eröffneten Triumphbau in der Mitte von Mitte gingen zwei mörderische Weltkriege aus, heute lädt hier ein Raum der Stille zum Nachdenken über Mitmenschlichkeit ein. Und der zum Glück auch von Autos befreite Pariser Platz zeigt, wie fröhlich ein freies Leben sein kann. So bleibt Berlins Tor von Welt die Ikone der Stadt. Und steht genau am richtigen Ort – mitten unter uns.
Laufen Sie heute mal wieder quer durch Berlin! Mit mir länger unterwegs waren gestern Isabella Klose (Recherche), Stefan Jacobs (Autobahnkosten), Tobias Langley-Hunt (Stadtleben) und Fabian Schridde (Produktion). Morgen fährt hier Anke Myrrhe vor. Ich grüße Sie!
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