zwei Tage nach ihrem Auftritt in der ARD, der wegen der zaghaften Journalistenfragen beim Publikum teilweise ein leichtes Staatsfunk-Geschmäckle hinterlassen hatte, hat sich die Bundeskanzlerin gestern bei RTL und ntv erneut zur Lage der Dinge geäußert. Dabei blieb sie bei ihrer gewagten Kernaussage, wonach „im Großen und Ganzen nichts schiefgelaufen“ sei: Es sei „einfach nicht erwiesen“ (natürlich nicht!), dass mehr Geld und größere Bestellmengen den aktuellen Impfstoffmangel gelindert hätten. Von Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) ist zu demselben Thema das Zwischenfazit „scheiße gelaufen“ überliefert. Nach Prognosen zur Länderrunde nächsten Mittwoch gefragt, verwies Angela Merkel auf die britische Virusmutation, bei der Frage nach dem Ende des Tunnels auf den Spätsommer. Zuvor hatte sie in einer Videoschalte mit zutiefst erschöpften Eltern versichert: „Das Erste wird sein, dass wir bei Kitas und Grundschulen etwas machen.“
Was in Berlin wann gemacht wird, diskutiert eine Arbeitsgruppe des Senats. Absehbar ist ein Stufenmodell, das bei bestimmten Schwellenwerten in der einen Richtung Lockerungen vorsieht – und in der Gegenrichtung folglich Verschärfungen. Als ersten Schritt ab 15. Februar stellt Innensenator Andreas Geisel (SPD) in Aussicht, „Schule wieder in Anfängen zu ermöglichen“. Als mögliche nächste Kandidaten nennt Geisel Einzelhandel, Gastronomie, Hotellerie und teilweise Sport. Allerdings legt die Entwicklung von Inzidenz und R-Wert nahe, dass Berlin in zehn Tagen nur knapp unter der 50-pro-100.000er-Schwelle bei den Neuinfektionen liegen wird. Die mögen aus heutiger Sicht als Glückszahl erscheinen, aber sind nüchtern betrachtet noch dieselbe Schmerzgrenze wie im vergangenen Jahr.
Anzeige
Die Lage? So günstig wie der Preis.
GADO ist das neue Wohnensemble mit 75 Eigentumswohnungen in Kladow. Entspannt im Grünen gelegen und mit gutem Anschluss an Berlins Zentrum. Nur erschwinglicher als dieses – mit z.B. 392.000 Euro für 3 Zimmer und 78 m². Weitere Infos unter neubau-kladow.de
Um nicht gleich in die dritte Welle hineinzurennen, wird laut Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) ein Corona-Schnelltestprogramm für Lehrkräfte und Erzieher/innen vorbereitet, das angesichts der schon jetzt teilweise geöffneten Kitas umso dringender ist. Außerdem hat die Gesundheitsverwaltung angeordnet, dass sich Beschäftigte von Pflegeeinrichtungen täglich aufs Virus testen lassen müssen – vor Dienstbeginn und in Eigenregie der Einrichtungen. Die Grünen taten prompt ihre Verwunderung kund, dass im Verordnungstext nur Pflegepersonal erwähnt sei, nicht aber beispielsweise Putzkräfte und Pförtner wie in der Koalition verabredet. Man gehe davon aus, dass es sich um ein Versehen handele, das zügig korrigiert werde. Wie wichtig der Fokus auf die Pflegeheime ist, zeigt die noch immer mit großem Abstand höchste Inzidenz (aktuell: 266) in der Altersgruppe 90plus.
Update zu dem Raserunfall in Treptow mit zwei Toten aus der Nacht zu Mittwoch: Der mutmaßliche Fahrer – der einzige nicht allzu schwer verletzte der vier Insassen – ist laut Staatsanwaltschaft gerade 21 geworden. Bei den brennenden Trümmern handelte es sich um die Reste eines Audis mit 450 PS, der bei 250 km/h abgeregelt wird. Das unterscheidet ihn von dem bis zu 304 km/h schnellen BMW, mit dem ein Raser am Sonntag vor einem Jahr am Savignyplatz den Architekten Bernd Wissmann umbrachte, übrigens ebenfalls auf einer 30er-Strecke. Für den Tagesspiegel habe ich mit seiner Witwe gesprochen (mehr dazu im Berlin-Teil am Sonntag), auf deren Wunsch hin wir auch in diesem CP an ihren Mann erinnern. Sie sagt, sie gehe öfter zu dem weißen Geisterrad am Unfallort als auf den Friedhof. „Auf dem Friedhof sind nur der Verlust und dieser sinnlose Tod präsent. Beim Geisterrad ist dieses Gefühl zumindest mit einem öffentlichen Gedenken und Protest verbunden.“
Berliner Schnuppen
Telegramm
Ein Lehrer an einem Berliner Oberstufenzentrum sprach von Masken als „neuen Hakenkreuzen“ und schwadronierte von „Gesundheitsdiktatur“. Die Senatsverwaltung hat nun versucht, ihn aus dem Schuldienst zu entfernen – und scheiterte laut „RBB“ am Personalrat der berufsbildenden Schulen. Stattdessen werde der Mann – es soll sich um einen Informatiklehrer handeln – abgemahnt und dürfe vorerst nicht mehr unterrichten, sondern solle technische Funktionen übernehmen. Wobei IT-Leute, die die Existenz von Viren leugnen, auch nicht ungefährlich sind.
Der Zwerg groovt: Im Umweltausschuss haben sich die Koalitionsfraktionen erwartungsgemäß zu der Frage beharkt, wer die Kleingärten am besten und gegen alle denkbaren Unbilden (Schulneubauten, Wohnungen usw.) schützt (CP von gestern). Als mögliches Resultat zeichnet sich ab, dass bis zur Wahl womöglich gar nichts mehr beschlossen wird. Was wiederum bedeuten könnte, dass anschließend, wenn Giffey und Saleh ihre schon angekündigte 5B-Berlin-Bazooka herausrausholen (bei der Natur und Klima mangels B nicht auftauchen), erst recht die Scholle krachen geht.
Die Firma, deren Baugrube in Köpenick am Sonntag abgesoffen war, woraufhin die plötzlich abgesackten Nachbarhäuser evakuiert und stabilisiert werden mussten, hat die Rettungsaktion des Bezirksamts zur Show von Stümpern erklärt. Im RBB präsentierte sich der Chef in Anbetracht der Umstände erstaunlich vollmundig. Per Eilantrag vor dem Verwaltungsgericht wollte die Firma außerdem verhindern, dass die Grube in der Pohlestraße mit verdichtetem Material aufgefüllt wird, um die Nachbargebäude zu stützen. Mit diesem Versuch ging sie gestern schon mal baden.
Anzeige
Proll! – Adrian Figueroa
Film (30 Min.) / 5.2., 19:00 / HAU4 / Vorabpremiere
Der Berliner Regisseur Adrian Figueroa beobachtet in seinem fiktionalen Kurzfilm den Alltag im Niedriglohnsektor. Nach zwei Theaterproduktionen am HAU (“Stress” und “Aurora”) fragt Figueroa dabei, was Arbeiter:innenschaft heute bedeutet. Es entsteht ein Sammelbild Vereinzelter, die sich nicht als Teil einer Klasse oder Bewegung verstehen.
Falls Sie noch irgendwo eine Baugrube mit Hydrant oder ein Kellerfenster geöffnet haben, sollten Sie schleunigst handeln: Am Wochenende wird es ungemütlich wie seit Jahren nicht. Bis zu 20 Zentimeter Schnee mit Verwehungen bei heftigem Wind sind angesagt. Vor allem der Sonntag wird ruppig; anschließend rauschen die Nachttemperaturen in den zweistelligen Minusbereich, tagsüber wird es kaum wärmer. Für obdachlose Menschen ist das akut lebensgefährlich, deshalb hier die Nummern zum Ausschneiden: 030-600 300 1010 (DRK-Wärmebus ab 18 Uhr), 0178 523 5838 (Stadtmission-Kältebus ab 20.30 Uhr), sofern der/die Betroffene Hilfe annehmen will. Sonst im Notfall 110 oder 112.
„Abbiegepfeil als Jahrhundertprojekt?“, hat Kraftfahrerkönig Stefan Förster (FDP) eine Anfrage betitelt. Es ist seine zweite zu demselben Pfeil an der Minna-Todenhagen-Brücke, auf den Förster seit fast einem Jahr wartet. Wo der Pfeil denn nun bleibe? „Bedauerlicherweise kam es bei der Klärung der Finanzierung als Voraussetzung der zusätzlichen Beauftragung in Verbindung mit durch die Corona-Pandemie bedingten Abstimmungsproblemen und Schwierigkeiten im Prozessablauf zu erheblichen Verzögerungen“, antwortet die Verkehrsverwaltung. „Die aufgetretenen Verzögerungen bei der Klärung sind dabei u.a. wegen der Vielzahl an Beteiligten keinem einzelnen Mitarbeitenden anzulasten.“ Und jetzt alle: Komm lieber Mai und mache… das kleine Pfeilchen blüh’n.
Auf Clubhouse, also auf dieser Hörfunk-App, auf der sich prominente Apple-Kunden neuerdings an langen Feierabenden um Kopf und Kragen reden, haben übrigens Arafat Abou-Chaker und … – ach, wenn Sie mögen, lesen Sie selbst, und wenn nicht: Es hat durchaus Vorteile, nur Android-Geräte zu besitzen.
Anzeige
Großer Winter Sale im Tagesspiegel-Shop!
Entdecken Sie jetzt viele unserer Bestseller zu einmalig günstigen Preisen.
Während manche Aufzüge – wie der Karneval der Kulturen – in diesem Jahr ausfallen, verspäten sich andere, beispielsweise der am U-Bahnhof Neu-Westend. Näheres dazu gibt’s heute im kostenlosen Leute-Newsletter meines Kollegen Cay Dobberke, der wirklich alle Highlights und Abgründe von Charlottenburg-Wilmersdorf kennt.
Um Gedränge nach der Wiedereröffnung der Schulen zu vermeiden, will die BVG auch ausrangierte Busse wiederbeleben. Nebenbei entwickeln sich die Verkehrsunternehmen zur gefragten Alternative für Beschäftigte aus coronagebeutelten Branchen (Abo). Und wider Erwarten gibt es – zumindest vereinzelt – sogar Homeoffice für Straßenbahnfahrer (Beweisfoto hier).
Die Steglitz-Zehlendorfer CDU-Bezirksverordnete Eva Holz findet es irreführend und aus Bürgerinnensicht ein schlechtes Signal, wenn man bei Anrufen im Bezirksamt endlos ein Freizeichen hört statt des Besetzt-Tutens. Auf ihre Anfrage hin, ob das nicht auch anders ginge, schreibt das BA, ein Freizeichen bedeute tatsächlich, dass irgendwo ein Apparat mit dieser Nummer klingelt. „Wenn der Anrufende keinen Mitarbeitenden ans Telefon bekommt, dann ist dies ein organisatorisches Problem der Abteilung und nicht der Telefonanlage.“ Es liegt also nicht am Telefon, wenn keiner rangeht. (Anfrage Nr. 589/V)
Zitat
„Wir können nicht alle mit einem MacBook und einem Chai Latte in Berlin in einem Coworking Space sitzen und die zehnte Dating App erfinden. Es gibt halt ein paar Leute, die irgendwas anfassen müssen, sich die Hände schmutzig machen.“
Marco Scheel, Chef des Textilherstellers „Nordwolle“, im NDR-Nordmagazin, in dem er lustig den eigentlich traurigen Wahnsinn von Kapitalismus und deutscher Bürokratie erklärt.
Tweet des Tages
Florida und Faunida
Stadtleben
Essen – Endlich wieder Brunchen gehen! Naja, also: Brunch abholen gehen. Diesen und nächsten Samstag gibt es Brunch zum Mitnehmen im Michelberger Hotel – freitags bis 13 Uhr bestellen und am Samstag zwischen 10 und 13 Uhr in der Hotellobby einsammeln. Das Ganze gibt es vegan mit japanischem Shokupan-Brot und Apfel-Zimt-Kuchen oder „omni“ mit Rinderbrust-Hefezopf und baskischem Käsekuchen. Normalerweise kostet der Schmaus 35 Euro pro Person. Wer Glück hat, gewinnt aber einmal Brunch für zwei Personen für diesen Samstag über den Checkpoint. Zur Teilnahme geht's hier – und vergessen Sie nicht zu schreiben, ob Sie vegan oder omni wollen.
Hören und Sehen – Der Februar, das ist der Black History Month. Und trotz der pandemiebedingt schwierigen Situation gibt es auch in diesem Jahr Formate, die die Geschichte Schwarzer Menschen ins Feld der Aufmerksamkeit rücken. Die Initiative Each One Teach One (EOTO) e.V. hat in Kooperation mit dem Kulturkaufhaus Dussmann eine digitale Veranstaltungsreihe für den Monat entworfen, die heute mit einem Podcast über die Arbeit von EOTO startet. Und das Haus der Kulturen der Welt hat das digitale Ausstellungsprojekt Black Italy online gestellt, das sich mit afrodiasporischen Spuren in der italienischen Renaissance-Kunst beschäftigt. Also: Augen und Ohren auf!
Mitmachen – Wieder mal alles wie verhext? Das muss nichts Schlechtes sein. Der Magier Nicolai Friedrich verhext die Dinge für Sie, auf dass er damit auch Sie verzaubern möge. Neuerdings hat er sich ein digitales Programm ausgedacht, für das das Publikum Requisiten zugeschickt bekommt. So kann jeder interaktiv an der Show teilnehmen. Die nächsten Termine sind am 7. Februar (da wird's aber vermutlich etwas knapp mit dem Requisitenversand), am 20. Februar und 7. März. Tickets pro Haushalt kosten 39 oder 49 Euro, je nachdem, ob mit oder ohne Requisiten.
DIY – Und dann doch: Überall der Wurm drin? Auch das muss nichts Schlechtes sein... Mit niedlichen kleinen Regenwürmern kann man nämlich sogar zu Hause den eigenen Bio-Abfall in fruchtbare Erde verwandeln (und darin dann die ersten Frühlingsblumen anpflanzen!). Die beiden Gründerinnen des Berliner Sozialunternehmens hubus geben am 15. Februar, Tag des Regenwurms, einen kostenlosen Workshop zu Regenwürmern als Haustieren. Zur Anmeldung geht's hier.
Grübelstoff – Für was halten Regenwürmer wohl U-Bahnen? Für ihre großen Geschwister? Oder für Götter?
Das Pandemie-Ding
Zeiten ändern sich und Corona ändert die Zeiten. In den kommenden Wochen wollen wir an dieser Stelle Dinge zeigen, die während der Pandemie an Bedeutung gewonnen haben. Heute: Heike Podewils und der Sauerteig.
„Also ich habe das Brotbacken mit Sauerteig entdeckt. Das ist eine spannende Aufgabe, die sich ständig weiterentwickelt und sehr befriedigend ist. Mittlerweile ‚deale‘ ich mit Kollegen und tausche Brot gegen Landeier oder Kartoffeln vom Hof – Klasse!!!“
Was ist Ihr Pandemie-Ding? Wir freuen uns über Fotos (möglichst im Querformat) inklusive einer kurzen Begründung an checkpoint@tagesspiegel.de.
Berlin heute
Verkehr – Hellersdorf bis Friedrichshain: Wegen eines Fahrzeugkorsos kommt es von 18 bis 22 Uhr zu Verkehrseinschränkungen auf folgender Route: Böhlener Straße, Louis-Lewin-Straße, Quedlinburger Straße, Tangermünder Straße, Janusz-Korczak-Straße, Stendaler Straße, Hellersdorfer Straße, Gülzower Straße, Altentreptower Straße, Blumberger Damm, Alt-Biesdorf, Alt-Friedrichsfelde, Frankfurter Allee, Karl-Marx-Allee und Strausberger Platz.
Buchberger Straße (Lichtenberg): Von 18 Uhr bis Montagmorgen um 5 Uhr ist die Anbindung an die Frankfurter Allee für den Autoverkehr gesperrt. Fuß- und Radverkehr sind nicht von der Sperrung betroffen.
S1, S2, S25 und S26:Von 22 Uhr bis Montagmorgen um 1.30 Uhr ist der Nordsüd-S-Bahntunnel gesperrt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Südkreuz, Yorckstraße, Yorckstraße (Großgörschenstraße) und Gesundbrunnen ist eingerichtet.
S85: Von 22 Uhr bis Montagmorgen um 1.30 Uhr verkehrt die S85 nicht zwischen Treptower Park und Pankow.Fahrgäste nutzen bitte die Züge der Linie S8.
Demonstration – Gegenüber der indischen Botschaft in der Tiergartenstraße 17 wollen von 14 bis 16 Uhr rund 100 Teilnehmende für „Menschenrechte in Kaschmir“ protestieren. Ebenfalls rund 100 Teilnehmer:innen ziehen von 14 bis 17 Uhr von der Weltzeituhr am Alexanderplatz zur Bernhard-Weiß-Straße, unter dem Motto „Demonstration in Kritik an der Corona-bezogenen Schulpolitik“. Der Verein für den Erhalt ländlicher Lebensraum e.V. veranstaltet von 18 bis 22 Uhr einen Aufzug als „Kritik an den Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Infektionsschutzgesetz“. Erwartet werden etwa 400 Personen, die Route steht noch nicht fest.
Gericht – Ein Apotheker, der auf Vorlage gefälschter Rezepte in 18 Fällen hochpreisige Medikamente an zwei bereits in früheren Verfahren verurteilte Männer abgegeben haben soll, muss sich verantworten. Der 58-Jährige, der entlohnt worden sei, habe die Fälschungen bei Krankenkassen eingereicht. Ein Schaden von 137 000 Euro sei entstanden (10 Uhr, Kriminalgericht Moabit, Turmstraße 91, Saal C 106).
Berliner Gesellschaft
Geburtstag – „Happy Birthday für unsere wundervolle Anki – Lieblings-Schwester und Schwägerin vom Feinsten! Knutschis von Ray und Ute“ / Arne Seidel, aka Ahne, (53), Schriftsteller / Henriette Confurius (30), Schauspielerin / Dr. Bernhard Dombek (82), Rechtsanwalt, Notar a.D., ehem. Präs. der Bundesrechtsanwaltskammer, „Beste Wünsche von Familie und Kanzlei“ / Erik Eising, „Lieber Erik, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag! Ich wünsche dir einen schönen Tag und Abend mit Zora. Viele liebe Grüße aus Köln und fühl dich umarmt. Herzlichst, Tanja :)“ / Olafur Eliasson (54), Künstler / Mathis Antonius Hartung (25), „Viele liebe Grüße von Berlin nach Bonn“ / „Alles Liebe für Kerstin Meisse (39 o.ä.), die mich (freundlicher)weise mit dem Checkpoint angesteckt hat“ / Terézia Mora (50), Schriftstellerin / Margot von Renesse (81), ehem. für SPD im Bundestag / Angelika Lehmann-Schipper (65), „Alles Liebe wünscht Dein Mann“ / Joachim Schmettau (84), Bildhauer / Wolfram Schroeder (81), Journalist
Sonnabend – Kathi Albrecht, „das wunderbare Geburtstagskind, dicke Umarmung. Bussi, bleib' gesund. Liebgruss Rich“ / Hans Otto Bräutigam (90), ehem. Diplomat und Politiker, ehem. Justizminister in Brandenburg (1990-1999) / Rolf Eden (91), Geschäftsmann und Alt-Playboy / „Happy Birthday! Marius E. Ehrlinger, Unternehmer, Künstler, u. Prachtexemplar v. einem Sohn.“ / Bärbel Freudenberg-Pilster (67), Juristin und ehem. FDP-Politikerin / Prof. Robert Grosch, „zum 90. Geburtstag herzliche Gratulation, beste Grüße, viele Erinnerungen von der Arbeitsgemeinschaft für Schadenverhütung“ / John Kornblum (78), Diplomat und Manager, ehem. amerikanischer Botschafter in Deutschland (1997-2001) und ehem. Deutschland-Chef der Investmentbank Lazard / Wolfgang Kryszohn (79), „Vielzweck-Chefredakteur (BamS, BZ, Mopo, Kieler Nachrichten, Super in Gründung, Claro in Abwicklung, BILD-NBL), fit, frech, meinungsstark como siempre.“ / „Lieber Marcus, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und Toi, toi, toi zum Berufsstart wünscht dir, sosoli, deine Janimaus“ / Sibylle Möllering-Kaldewey (74), Schriftstellerin und Illustratorin / Horst Porath (71), ehem. Baustadtrat von Tiergarten
Sonntag – Klaus Johannes Behrendt (61), Schauspieler / Paul Drux (26), Handballer bei den Füchsen / Ruby O. Fee (25), Schauspielerin / Alban Nikolai Herbst (66), Schriftsteller / Gisela John / Johannes Kandel (72), Politikwissenschaftler und Historiker / Dilek Kalayci (54), Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellug (SPD) / Rüdiger Kußerow (65), Obermeister der Bestatterinnung Berlin-Brandenburg / Christoph Möllers (52), Rechtswissenschaftler / „Vom stolzen Vater alles Gute zum Geburtstag für Philipp Bastian, dem besten aller Söhne“ / Carola Reitze (77), ehem. Bibliothekarin / Birge Schade (56), Schauspielerin / Sebastian Schlüsselburg (38), für die Linke im AGH / Alena Seiler (18), „Liebe Alena, herzlichen Glückwunsch zur Volljährigkeit! Nun bist Du auch offiziell erwachsen (innerlich bist Du es ja schon längst) und darfst alles Mögliche tun, aber Du kannst weiterhin sicher sein, dass Du immer behütet und aufgehoben bleibst und geliebt wirst. Deine Mama, Papa und Martin.“ / Helin Evrim Sommer (50), für die Linke im BT / Günter Stock (77), Physiologe, ehem. Präsident der Akademie der Wissenschaften Berlin-Brandenburg
Sie möchten jemandem zum Geburtstag gratulieren? Schicken Sie einfach eine Mail an checkpoint@tagesspiegel.de.
Gestorben – Frank Hoffmann, * 3. September 1953 / Joachim Juretko, * 13. April 1941, Steuerberater / Dr. Ullrich Rösick, * 1. März 1936 / Nevenka Snajder-Kannert, * 29. Oktober 1954 / Joachim Trenkner, * 18. September 1935, Journalist / In memoriam: Bernd Wissmann, verstorben am 7. Februar 2020
Stolperstein – Helene Lina Wolff (Jg. 1875), geb. Meyerhardt, lebte in der Charlottenburger Niebuhrstraße 66. Am 25. Januar 1942 deportierten die Nationalsozialisten sie nach Riga, wo sie sie heute vor 79 Jahren ermordeten.
Encore
Falls Sie sich fragen, was hier so komisch riecht: Heute ist „Hast-du-gepupst?-Tag“. Erfunden hat den der Comic-Zeichner Bastian Melnyk, der sich hier im Interview Luft macht.
Wie kam dieser, nun ja, Feiertag zustande?
„Ich mache ja seit 2005 den Fred-Comicund habe circa 2008 angefangen, Kalender als pdf zu basteln, und dachte mir: die sind so leer! Dann habe ich die Feiertage eingefügt, die es schon gibt, und welche hinzuerfunden, bis das Jahr voll war. Jedes Jahr wechsele ich ein paar aus, die mir nicht mehr so gefallen. Beim Hast-du-gepupst-Tag dachte ich mir einfach, dass es lustig ist, wildfremde Leute zu fragen, ob sie gepupst haben, unabhängig davon, ob es einen Anlass dafür gibt oder nicht.“
Wie begeht man diesen Tag sinnvollerweise?
„In Anbetracht der Situation eher drinnen. Aber wie gesagt: das ganze Jahr ist voll mit Tagen, die ich mir ausgedacht habe. Beliebt ist der Tag der schlechten Wortspiele am 12. November, vor allem bei Radiosendern. Meine Lieblingstage sind noch der Einen-Elefanten-zeichnen-Tag und der Mit-Absicht-Geld-verlieren-Tag. Der Gedanke da ist, dass man zum Beispiel in der Bahn ein paar Cent hinterlässt. Das tut nicht weh, die zu verlieren, aber das Finden bringt jemandem Freude. Da kreiert man so ein positives Ungleichgewicht.“
Wäre für den Pupstag ein Termin im Sommer nicht besser geeignet?
„Richtig. Aber man kann ja jetzt über Zoom vielleicht jemanden anrufen und, sobald ein Geräusch kommt, fragen: Hm, hast du gepupst? Auch wenn der oder die Andere sich gerade stummgeschaltet hat.“
Jetzt halte ich aber mal die Luft an. Für diesen CP hat Thomas Lippold seine Nase in alles Mögliche gesteckt. Teresa Roelcke hat frisch heraus das Stadtleben geschrieben. Die Morgentoilette des Gesamtwerks ist Florenz Gilly zu verdanken. Morgen früh übernimmt hier Lorenz Maroldt, der auch mein Personalverantwortlicher ist (nur falls Sie weitere schale Gags erwartet hätten).