starten wir an diesem kalten Samstagmorgen mit den Nachrichten aus Berlin und Brandenburg:
+++ „Das klingt wie Neid auf Berlin“: Wie Franziska Giffey ihre Kostenlos-Politik für die Hauptstadt verteidigt. Es gab Momente, die waren für sie nicht leicht, sagt die Regierende Bürgermeisterin. Nach nur einem Jahr im Amt muss sie sich wieder zur Wahl stellen. Was plant Franziska Giffey?
+++ „Wir hoffen auf ein Weihnachtswunder“: Berliner Kita kündigt Krippenplätze wegen Personalmangel. Zum Januar verlieren 23 Kleinkinder ihren Platz in einer kirchlichen Kita. Die Kündigung der Gemeinde kam kurzfristig. Jetzt werden Lösungen gesucht.
+++ Klimaaktivisten verschärfen Proteste in Berlin: Innenminister wollen härter dagegen vorgehen. Die „Letzte Generation“ will am Montag in Berlin wieder Aktionen durchführen – „intensiver und breiter“ als bisher. Die Bundesländer vereinbarten nun gemeinsame Maßnahmen.
Auf tagesspiegel.de halten wir Sie fortlaufend über alle Entwicklungen in und um Berlin auf dem Laufenden.
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3. Dezember, 10 – 17 Uhr
#FuturiumFürAlle
Am 3. Dezember findet der Internationale Tag der Menschen mit Behinderungen statt. Im Futurium verdichten wir die inklusiven Angebote. Wir laden euch u.a. zu Führungen, Workshops und Konzert in Leichter Sprache und in Deutscher Gebärdensprache ein.
Alle Infos findet ihr hier.
Advent, Advent, wir biegen ein in die Zielgerade zum Jahresende. Das Wetter bleibt kalt und auf den Weihnachtsmärkten der Stadt können Sie von einem Glühwein zum nächsten tingeln. Aber erstmal Luft holen, erstmal Wochenende. Guten Morgen.
Samstagmorgen – Damit Sie bei Temperaturen um den Gefrierpunkt nicht frieren, empfiehlt sich der Besuch in der Lottumstraße 7. Bekannt, unter anderem, für ihre Bauhaus-Edition, beliefern Fortschritt Berlin mit nachhaltigen Merino- und Seidenschals schon lange zahlreiche Museumsshops. Damit der Fortschritt nicht in der Lottumstraße stehenbleibt, gibt es am ganzen Wochenende Stände auf den Weihnachtsmärkten Domäne Dahlem, Frohnau, Sophienstraße, sowie samstags auf dem Winterfeldtplatz.
Samstagmittag – Erzeugnisse der Kulturwelt konsumiert man in der Regel als fertige Häppchen, die Spuren der dahinterstehenden Arbeit werden weitgehend verwischt. Hinter die Kulissen gibt das Berliner Ensemble neuerdings mit einer eigenen Abteilung Einblicke, etwa durch Führungen mit Funkkopfhörern oder bei Schauspiel- und Bühnenbildworkshops. Heute um 17 Uhr gibt es eine Tastführung für Menschen mit Sehbehinderung durch Bühnenraum, Requisite, Maske und Kostüm.
Samstagabend – Schöne Streicher-Arrangements und Samples, ein bisschen Elektro und etwas Coco-Rosie-Sound, insgesamt eine rundum zeitgemäße Pop-Erfahrung mit politischer Note: Mit ihrem aktuellen Album, „Regards to the End“, erinnert die US-Musikerin Emily Wells an an AIDS verstorbene Menschen. Zu hören ist sie heute, zwei Tage nach dem Welt-AIDS-Tag, um 20 Uhr im Urban Spree (Revaler Straße 99), Tickets kosten 21 Euro.
Sonntagmorgen – Für viele gilt ein Morgen ohne Kaffee als grundsätzlich unvollständig: besser nicht angesprochen, schon gar nicht irgendwas gefragt oder sonst wie zum Denken aufgefordert werden, wir übernehmen keinerlei Haftung für die eigenen Handlungen. Ist so. Oder nicht? Die Forschung sagt: Wichtiger als das Koffein ist das Wasser: Hydriert sei der Mensch, edel und gut.
Beides übrigens Attribute, mit denen sich auch die Kakao-Selektion im jungen, französischen Café „La Fève“ (Karl-Kunger-Straße 58) treffend beschreiben lässt. Spezialisiert auf heiße Schokoladen, vergisst man den Kaffee hier schnell, hochprozentiger Kakao wirkt schließlich ebenfalls anregend. Wer auf Nummer sicher gehen will, findet aber auch Kaffeevariationen, dazu Speisen wie Sandwiches mit Ziegenkäse und Feige oder Quiche. Bon appétit!
Sonntagmittag – Da seine Biografie, wie er selbst behauptet, von einem Hund gefressen wurde, können über den Künstler, Piloten, Therapeuten und Anthropologen Christian Hoosen eigentlich nur vage Spekulationen angestellt werden. So soll er Relevantes oder Irrelevantes psychischen oder physischen Ursprungs in seiner Arbeit verarbeiten, oder auch nicht. Als gesichert gilt, dass im Garten vor dem Kraftwerk (also nicht im Club) ab 17 Uhr eine Video-Installation von ihm zu erleben ist, die irgendwie mit der zeitgleich tönenden Musik von SzaryMdslktr (sic) im OHM-Club korrespondiert. Eintritt frei.
Sonntagabend – Zum Wochenendeende etwas Sport, genauer: musikalisches Länderpingpong. Das bietet die Berlin Academy of American Music (BAAM), die um 20 Uhr im Konzertsaal der Siemens-Villa Igor Stravinsky seiner aus Berlin vor den Nazis geflohenen Zeitgenossin Ursula Mamlok gegenüberstellt, sowie aus der aktuellen Komponist:innen-Generation Caroline Shaw auf Jonathan Dawe treffen lässt.

Noch 21 Tage bis Weihnachten! Damit es auch ein wohlduftendes Fest wird, das nebenbei unnachhaltigem Konsum den Stinkefinger zeigt, decken wir uns schon mal mit Seife von Wonderbar ein. Die eignet sich als Haltung beweisendes Geschenk (man beachte die Aufdrucke) ebensogut wie zum Eigengebrauch. Wonderbar Soap setzt, statt auf Tierversuche, Plastik, Palmöl und Schadstoffe, auf natürliche Inhaltsstoffe wie Kokossnuss- und Olivenöl, pflanzliche Extrakte, Tonerde und ätherische Öle. Die Seifen werden im schonenden Kaltsiedeverfahren in kleinen Chargen handgefertigt und in recyceltem Papier verpackt. Vom 3. bis 10. Dezember von 12-19 Uhr finden Sie Wonderbar Soap im Pop-Up Store in der Auguststraße 85, sowie hier im Netz. Unter allen, die uns bis Samstagmittag Namen und Anschrift nennen, verlosen wir ein von Gründerin Paloma Bradtke zusammengestelltes Seifen-Set.
Bild: Naomi Fearn
Mein Wochenende mit
Kevin, unser liebstes Wildschwein in der Rotte, kennt jeden Flecken Land in Berlin und Brandenburg. An dieser Stelle gibt er wöchentlich Ausflugstipps ins Umland.
„Klingeling, bimmeldidings, klimbim, wie soll man denn so schlafen? Bitteschön, sagt Chantal, die findige Sau von Nebenan, stopf dir doch einfach ein Paar Trüffel in die Gehörgänge. Ja, aber, sage ich, das kann doch nicht sein, dass ich mich dem anpasse und zwei dieser feinen Häppchen verschwende. Was ist denn da draußen überhaupt los? Bimmelnde Rentiere, diverse beglöckte Flugschlitten, ein weißer Bart, der das Rauschen des Gegenwindes ins Unermessliche verstärkt… Ja, das ist das Risiko mobiler Architektur, wie wir sie zu bewohnen pflegen. Wir hätten besser auf die Adresse achten sollen beim letzten Umzug, statt unser Lager ausgerechnet in der Adventszeit hier aufzuschlagen, in 16798 Himmelpfort. Hierher, an das eigens für Weihnachtspost zuständige Weihnachtspostamt, kommen nämlich alle vorschriftsmäßig adressierten Briefe an den Weihnachtsmann. Was aber gerne unterschlagen wird: Der und seine Angestellten holen das alles dann ja unter Wahnsinnslärm ab. Wie soll man da denn schlafen? Ich schreibe ebenfalls einen Wunschbrief: Lieber Weihnachtsmann, bitte um Verlegung des Weihnachtspostamts nach 14728 Ohnewitz. Da nimmt man Ruhezeiten nämlich noch sehr, sehr ernst. Ich empfehle mich, mit freundlichen Grunzen.“
Leseempfehlungen
Nicht nur in ihrer Nachbarschaft in Wedding ist die Künstlerin Farkhondeh Shahroudi längst bekannt. 1990 aus Teheran nach Berlin ausgewandert, ist ihre Arbeit nun mit dem Hannah-Höch-Förderpreis ausgezeichnet, eine Ausstellung im Kupferstichkabinett der Gemäldegalerie, Matthäikirchplatz, ist bis 5. Februar 2023, Di – Fr 10 bis 18 Uhr, Sa & So von 11 bis 18 Uhr zu sehen. Ein Katalog (Archive Books, 256 Seiten) mit Werken, Gedichten und Essays, erscheint im Februar 2023. Elke Linda Buchholz (T+) hat sie gesprochen.
Yay, Weihnachtsfeiern auf allen Unternehmensetagen! Dabei ist dieses Jahr nicht ganz, wie jedes zuvor: Für viele Unternehmen ist das die erste Präsenzfeier seit der Pandemie, bei der man nicht mal eben Bild und Ton ausstellen und sich aus der Videokonferenz zurückziehen kann, wenn man für sich sein möchte. Vom Stress und wie mit ihm umzugehen ist erzählt Smalltalk-Coach Sarah Köhlen, Christina Fleischmann (T+) hat sie gesprochen.
Geschichte hinterlässt bekanntlich Spuren, die auch die Gegenwart in ein historisches Licht werfen. Nun hat eine Forschergruppe anhand von DNS-Analysen in Ausgrabungen aus dem Mittelalter festgestellt: Jüdisches Leben in Deutschland war im Mittelalter vielfältiger als heute. Jan Kixmüller (T+) hat es aufgeschrieben.
Wochenrätsel
Gewonnen! Die Ausnahme bestätigt bekanntlich die Regel. Zum Beispiel: Ausnahmsweise dürfen Kinder zu Silvester länger aufbleiben, weil sie ja in der Regel früher zu Bett gehen. Oder: Ausnahmsweise wird die Zweitwohnung von der Steuer befreit, weil Zweitwohnungen in der Regel ja nicht befreit werden. Deshalb sind in Berlin von 93.000 gemeldeten Zweitwohnungen aufgrund von Ausnahmeregeln…
a) …unter 3.000 von der Steuer befreit.
b) …rund 46.000 von der Steuer befreit.
c) …fast 74.000 von der Steuer befreit.
Tipp: Wer den Checkpoint letzte Woche aufmerksam las, ist im Vorteil!
Schicken Sie uns die richtige Lösung und gewinnen Sie einen Checkpott.
Jetzt mitmachenDen Bildschirm mit diesem Checkpoint versüßt hat uns heute Kathrin Maurer (Produktion). Das Salz zum Montag kommt übermorgen von Lorenz Maroldt.
